Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Johannes2016
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Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Beitragvon Johannes2016 » 04.02.2019, 22:45

Hallo,

Ich brauche mal eure Hilfe.
Wir möchten unser Haus Barrierefreihei umbauen.
Wir haben eine Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von der KK für den Bad Umbau bewilligt bekommen. Das Bad ist gerade im Umbau.
Jetzt müssen natürlich noch die Türen verbreitert, die Böden angeglichen und eine Rampe in den Außenbereich gemacht werden.
Können wir für diese Umbauten auch nochmal einen Zuschuss bei der KK beantragen?
Johannes hat PG4 und um Mai können wir eine Höherstufung beantragen.

LG Andrea
Andrea (*76), Peter (*74) mit Paul (*12) und Johannes (*16), PVL dadurch ICP mit Rumpfhypotonie und Tetraspastik, Wahrnehmungsstörung, Sehverarbeitungsstörung und viel zu blasse Sehnerven, Epilepsie

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Yvonne und Kjeld
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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 05.02.2019, 13:58

Hallo Andrea,

wir sind auch gerade dabei das zu beantragen, daher bin ich im Thema drin. Ihr bekommt wegen ein und der selben Diagnose nur einmalig die 4000€ (oder halt gesplitet für verschiedene Maßnahmen, aber nie mehr als 4000€)

LG Yvonne
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes PG4, GdB100
Svea *10.18 gesund

monika61
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Beitragvon monika61 » 05.02.2019, 14:26

Hallo Andrea,

schau mal hier unter:

Begriff der „Maßnahme“

https://sozialversicherung-kompetent.de ... erung.html

LG
Monika

heidipet
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Beitragvon heidipet » 05.02.2019, 16:30

Hallo Andrea,
noch zu Zeiten der Pflegestufen konnte man definitv und mit der gleichen Diagnose die 2550€ für zwei verschiedene Massnahmen bekommen. Knackpunkt waren die "geänderten Verhältnisse", belegt durch eine höhere Pflegestufe zwischen den Genehmigungen. Meines Wissens hat sich daran vom Grundsatz her nichts geändert.

Gruß
Heidi
Gruß
Heidi

Josch
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Beitragvon Josch » 05.02.2019, 19:35

Hallo zusammen,

die Definition der "Maßnahme" ist leider nicht klar geregelt. Unsere Krankenkasse hatte ohne Problem erst eine ebenerdige Dusche und ein paar Jahre einen Aufzug bezuschusst. Beide male mit dem Höchstbetrag. Probleme gab es dann ein paar Jahre später, als wir erneut im bad etwas gemacht haben. Dort konnten wir dann aber (nachdem wir geklagt haben) darlegen, dass sich die Pflegesituation geändert hat und entsprechend gab es den Zuschuss noch einmal.

Es ist übrigens die Rede von "geänderter" Pflegesituation. Weder muss es schlechter geworden sein und schon gar nicht muss ein höherer Pflegegrad vorhanden sein. Aber hier wird ja beschrieben, dass sogar eine Höherstufung absehbar ist, dass ist meiner Meunung nach ein klarer Nachweis, dass sich die Pflegesituation geändert hat ;-)

Viele Grüße
Josch

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sabine und Wolfgang
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Beitragvon sabine und Wolfgang » 05.02.2019, 20:30

Hallo

als wir vor 3 Jahren die Wohnfeldverbessernden Maßnahmen beantragt hatten, haben wir quasi das gesamte Untergeschoss umgebaut und sogar ein Zimmer komplett neu angebaut.
Darunter fielen der Neubau als Schlafzimmer, das komplette Bad wurde gebaut, Türen verbreitert, Böden ebenerdig angeglichen ....

das alles war eine Maßnahme.

Nur wenn sich sein Zustand extrem verschlechtern würde hies es, könnte man versuchen nochmals einen Zuschuss zu bekommen.



LG SABINE
Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen

WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE

Johannes2016
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Beitragvon Johannes2016 » 05.02.2019, 21:18

Hallo,
Danke für eure Antworten.

Das mit den Maßnahmen ist mir immer noch etwas unklar.
Wenn unser Bad mit 40000,-€ bezuschusst wurde, ist das eine Maßnahme die auf die Pflege zurück zuführen ist.
Wenn ich jedoch eine Rampe benötige um in oder aus dem Haus zu kommen, ist das doch die Mobilität. Also eine ganz andere Maßnahme, oder?

LG Andrea
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Beitragvon MiriamP » 06.02.2019, 07:16

Hallo,

ich habe mal eine ganz einfache Definition an die Hand bekommen:

unter einer Maßnahme werden alle die Dinge gefasst, die zum Zeitpunkt der Beantragung notwendig gewesen sind.

Wenn das Kind also jetzt noch läuft und eine Rampe nicht notwendig ist, dann würde das später als eigene Maßnahme gelten. Ist er jedoch jetzt auf den Rolli angewiesen und wäre jetzt eine Rampe nötig, dann zählt beides zusammen als eine Maßnahme!
Ich hoffe nun versteht man auch, was mit einer Änderung der Pflegesituation gemeint ist. Dies ist nämlich maßgeblich dafür, was unter einer Maßnahme gefasst wird.

Alle Umbauten, die zum Zeitpunkt der Beantragung nötig sind = eine Maßnahme.
Alle Umbauten, die aufgrund einer Veränderung entstehen = neue Maßnahme.

Senem
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Beitragvon Senem » 06.02.2019, 08:18

Hallo,

kann mir jemand schreiben, welche Vorraussetzungen man braucht, um diese Maßnahmen von der KK finanziert zu bekommen??

Oder bekommt die jeder??
Gruß

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Beitragvon Engrid » 06.02.2019, 08:21

Hallo Senem,

Pflegebedürftigkeit muss vorliegen. Und es geht nur im Privathaushalt.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)


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