muss man das akzeptieren?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

LovisAnnaLarsMama
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 626
Registriert: 12.10.2016, 22:23

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 01.02.2019, 11:56

Du musst das nicht akzeptieren. Ich würde ein Gespräch fordern und unpassende Stellen streichen lassen.
Beim Krümel steht immer nur ein Satz zur Familie dazu, den finde ich aber auch o.k.
Lg
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Werbung
 
heidipet
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 412
Registriert: 08.05.2010, 14:03
Wohnort: bei Koblenz

Beitragvon heidipet » 01.02.2019, 12:39

Hallo,
ich würde auch versuchen, das Ganze in einem Gespräch zu klären.

Und zum "Du bestimmst ja, wer den Bericht bekommt" ist schon richtig, aber beim Argumentieren bei Krankenkassen, Pflegekassen und und und braucht man diese Berichte. Halb schwarz abgegeben wecken Sie nur Spekulationen.

Gruß
Heidi
Gruß
Heidi

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4047
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 01.02.2019, 19:00

Hallo,
das würde ich jetzt differenzieren.
Mit dem Kindergarten würde ich ein ernstes Wörtchen reden und verlangen sämtliche Berichte zu korrigieren. Die gehen nämlich auch ans Amt ... von wegen man bestimmt das wohin das geht. Solange es keine Kindergartenpflicht in Deutschland gibt, hat dieser Satz nichts in einem Bericht verloren (etwas anderes wäre es, wenn das Kind aus diesem Grund in der Schule gefehlt hätte).
Beim SPZ...bei uns stand exakt in zwei Berichten pro Kind etwas über die Familie drin - das war die Familienanamnese im ersten und letzten Bericht. In Kopien habe ich das so geschwärzt, dass jeder trotzdem klar erkennen konnte, was in diesem Bereich stand - also die Überschrift wurde nicht geschwärzt. Ich sehe auch nicht ein, dass alle Ämter und sonstige Stellen lesen, welche Erkrankungen meine mittlerweile verstorbenen Großeltern hatten.
Falls der Vater sich in dein Privatleben einmischt und hier Informationen verteilt, wäre vielleicht der Gang zum Anwalt und ein Schreiben auf Unterlassung ganz hilfreich. Das ein Arzt die Informationen nützt, die man ihm zur Verfügung stellt, kann man ihm kaum vorwerfen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Ayden
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 297
Registriert: 13.10.2015, 21:35

Beitragvon Ayden » 01.02.2019, 19:06

Liebe Jo,

1.) Ohne Deine unterschriebene Einwilligung UND die des Kindsvaters darf das SPZ sowieso KEINE Berichte jedweden Inhalts weiterleiten, nicht einmal die Info, dass Dein Kind dort betreut wird.

Also: Erste Maßnahme: Die Weiterleitung untersagen!

2.) Ärztliche Gutachten dürfen nur an Ärzte gehen. Dasselbe gilt für Diagnosen.

Selbst, wenn ärztliche Gutachten auf Bitten der Behörden erstellt werden, darf der Amtsarzt/Amtsärztin nur die daraus zu ziehenden Konsequenzen z.B. an Dienststellen weiterleiten:

Z.B. Es wird ein Gutachten zur Diensttauglichkeit eines Lehrers in Auftrag gegeben.

Da steht dann zum Beispiel drin, dass dieser Lehrer nicht alleine beim Sport Aufsicht führen darf und dann eine 2. Kraft dabei sein muss. Warum das so ist, darf der Amtsarzt nicht weitergeben (also z.B. nicht, dass der Lehrer einen großen Gesichtsfeldausfall hat). Aber dass eine 2. Kraft erforderlich ist, das muss der Amtsarzt weitergeben.

So, das ist die rechtliche Seite.

Meist reichen aber alle Beteiligten (Ärzte, Lehrer, Eltern, Schulpsychologen und wer noch alles) alle Befunde munter herum.

Nicht vergessen, Jo: Du hast eine Garantenstellung Deinem Kind gegenüber und musst dafür sorgen, dass das Recht deines Kindes auf informationelle Selbstbestimmung gewahrt wird.

Das kannst Du am besten, in dem du allen, wirklich allen Beteiligten untersagst, ohne dein Wissen Befunde auszutauschen oder miteinander zu sprechen. Die Befunde, die du gerne weiterleiten möchtest, kannst Du dann selber an die geeigneten Personen herausgeben.

Praktisch musst Du dafür, wie obern schon gesagt, einfach alle unterschriebenen Schweigepflichtsentbindungen (schriftlich9 widerrufen und lass Dir den Empfang des Schreibens quittieren.

Dann gibt es möglicher Weise etwas böses Blut ----- aber nach einiger Zeit ist das Thema einfach durch.

Viel Glück!

LG, Aycen

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2670
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Beitragvon Alexandra2014 » 01.02.2019, 19:29

kati543 hat geschrieben:Hallo,
das würde ich jetzt differenzieren.
Mit dem Kindergarten würde ich ein ernstes Wörtchen reden und verlangen sämtliche Berichte zu korrigieren. Die gehen nämlich auch ans Amt ... von wegen man bestimmt das wohin das geht.
LG
Katrin


Deswegen hatte ich explizit Bezug auf das SPZ und deren Berichte genommen.
Und klar, wenn man vom Amt Leistungen bekommt - wie z.B. eine I-Kraft oder I-Platz - dann ist der Kindergarten sogar verpflichtet, Berichte zu schreiben.
Und bei Fehlzeiten des Kindes, müssen sie diese auch begründen...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Beate139
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 148
Registriert: 18.07.2018, 19:40
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitragvon Beate139 » 01.02.2019, 20:27

Hallo Lisa,

genauso isses. Wenn dein Kind nicht reden kann, heisst es, man redet wohl nie mit ihm, wenn sich ein Kind anderen Kindern gegenüber nicht benehmen kann, heisst es, der darf wohl zuhause auch alles... usw...
Der Bericht vom Kindergarten damals hat bei mir sehr lange nachgewirkt, denn die Kita fands klasse, selbst die zukünftige Schule vorab schonmal zu informieren, was sie von mir und meinem Sohn halten und selbst bei der Kinderärztin und der damaligen Psychologin hat die Kita keinen Halt gemacht.
Und ich war damals 25, vom Ex wegen einer Anderen verlassen und 3 kleinen Kindern, von denen der Letzte "aussergewöhnlich" ist. Heutzutage lasse ich mir solche derartigen Behauptungen nicht mehr gefallen, aber damals hat es die Kinder und mich fast auseinandergerissen.

Hallo kati,

ich hab damals versucht, es mit der Kita zu klären. Nur nützt ein klärendes Gespräch nichts mehr, wenn der Bericht schon überall hin verschickt worden ist. Dann hast du schon den negativen Stempel aufgedrückt bekommen und jeder, der dich nicht kennt, glaubt Pädagogen mehr, als dir

MarcelundMama
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 502
Registriert: 11.12.2013, 15:00
Wohnort: Hannover

Beitragvon MarcelundMama » 03.02.2019, 21:39

Hallo alles zusammen!

Es ist schon ganz erleichternd zu wissen, dass es auh anderen so geht, ausserem kam hier sehr viel an Informatonen von Euch, was sehr nützlich ist.

Habe mich jetzt entschlossen, dem SPZ und dem KiGa erstmal alle Vollmachten zu entziehen bzw. der KiGa hat erst gar keine von mir
erhalten, trotzdem hat die neue Logopädin den KiGa Bericht schon vor mir erhalten, ohne dass ich diesen überhaupt vorher zu sehen bekam. :roll: Nun, da jetz extrem zu stressen wird meinem Sohn evtl. nicht gut bekommen, trotzdem werde ich es morgen ansprechen.


Ich halte es auch für sehr wichtig, meinm Mann zu verdeutlichen was er mit seinem gequassel so anrichtet und zwar seinem Kind gegenüber.

Ja, und auch wir bzw ich bekomme im SPZ immer diese Blickee, wenn ich sage, dass mein Kind Dies oder Jenes kann... Klar, ich möchte es nicht wahr haben, wie sehr mein Kind eingeschränkt ist, das erkennen die Fachleute mittles einem IQTest natürlich deutlich besser. Und ich darf mir dann auf dem Nachhauseweg vom Kind sagen lassen: "Mama, die Tante war doof, ich habe da deshalb nix gemacht"... :lol:
So, den "Salat" (Testergebnis) haben wir aber...

Gruss!

Jo
Joanna (47) & Marcel (11.2011) ASS Diagnose Juni 2014 und ADHS im Januar 2018 als "Sahnehäubchen" oben drauf... ;o)

Werbung
 
Ingrid84
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 19
Registriert: 09.01.2019, 10:37
Wohnort: Norddeutschland

Beitragvon Ingrid84 » 14.02.2019, 15:07

Liebe Jo,

Ich kann die vorherigen Posts nur unterstützen. Versuche, das die ganzen Berichte direkt an dich gehen und nicht automatisch in der KiTa oder Schule landen. Dann hast du es in der Hand, welche Infos weitergeben werden.

Ich hatte erst vor einer Woche einen Bericht der Humangenetik mit der Diagnose unseres Sohnes bekommen. Weiterhin konnte man den Bericht klar entnehmen, ob wir uns noch weitere Kinder wünschen oder nicht und ob es Behinderungen in der Verwandtschaft gibt. Der Bericht sollte in den Kindergarten, damit die auch wissen, was Zwerg hat. Aber diese Informationen waren mir zu persönlich, ich habe den Bericht an entsprechenden Stellen geschwärzt und ohne Kommentar dort abgegeben. Bis jetzt gab es keine Nachfrage. Man muss sich vor teilweise fremden Leuten ja nicht noch nackiger machen als man eh schon ist.

Ich fand es schon furchtbar genug, dass wir beim Antrag für den I-Platz unseres Kindes unsere Berufe und den höchsten Schulabschluss angeben mussten. Beim anschließendem Hausbesuch wurde dann noch freundlich gefragt, ob wir zur Miete wohnen oder Eigentum haben. Ja, mir ist klar, soziale Anamnese ist auch wichtig... Aber es hat echt ein "Geschmäckle".

Viele Grüße

Ingrid
Sohn *2013, Mikroduplikation 22q11.21, entwicklunsgverzögert in den Bereichen Sprache, Kognition, Motorik. Muskuläre Hypotonie, I-Kind im Regel-Kindergarten.


Zurück zu „Kindergarten und Schule“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste