Fachlehrer fragt großen Bruder aus

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grace
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Re: Fachlehrer fragt Grössen Bruder aus

Beitragvon grace » 31.01.2019, 22:16


Oder soll ich das ignorieren ? Bin ich zu dünnhäutig bzw. Pingelig?

Viele Grüße
Ja, solltest du! Erkläre deinem 2. Sohn wie er zukünftig auf solche neugierigen Fragen antworten soll und gut ist.

Der Vorfall ist es nicht wert das ihr Euch deswegen mit der Schule anlegt, der Lehrer könnte ja auch alles abstreiten oder verharmlosen, dann stehst du dumm da.

LG

Grace

Sabine1970
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Beitragvon Sabine1970 » 01.02.2019, 07:55

Guten Morgen,


ich würde eine Nachricht an den Lehrer schicken, über das Schulsekretariat. Dass ich ein Telefonat wünsche.
Wenn der anruft, ganz klar sagen, danke für Ihr Interesse, aber das geht Sie nichts an.
Den Direx würde ich erst mal rauslassen.
Wer von uns hat nicht schon mal was blödes gemacht und ist dann froh, wenn es auf Augenhöhe und unter 4 Augen wieder aus der Welt kommt.
Wenn der Lehrer blöd macht, ginge ich einen Schritt weiter.
LG Sabine

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 01.02.2019, 08:55

Hallo,
Bei so etwas habe ich immer die Sorge, dass mein Kind das ausbaden muss. Der Lehrer ist eigentlich nett und verständnisvoll.
In dem Fall würde ich auch nicht zur Schulleitung gehen, aber mit dem Lehrer offen und bestimmt sprechen.
Meine Erfahrung ist, dass man nicht immer „lieb“ sein muss als Mama eines schwieriges Kindes, sondern dass man sich ruhig durchsetzungsfähig zeigen darf, und dass es hilft wenn klar ist, man kennt und wahrt seine Rechte. Bisher musste Junior da noch nichts ausbaden, ganz im Gegenteil.
Ich bin allerdings auch immer um Freundlichkeit und Sachlichkeit bemüht.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

GretchenM
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Beitragvon GretchenM » 01.02.2019, 09:13

Hallo,

Das würde ich auch genauso wie Engrid sehen - bestimmt und klar sagen, dass man das nicht richtig fand, betonen, dass das nichts Persönliches ist, sondern das man u. a. auch den großen Bruder schützen möchte vor zu viel Verantwortung und daher derartige Fragen wenn bitte selbst beantworten möchte.

Ich bin mit Klarheit, Sachlichkeit (!!!) und deutlicher Freundlichkeit immer weiter gekommen als mit allzu sehr Ausweichen.

Wenn der Lehrer eher nett ist, wird er es dann zu schätzen wissen, wenn man nicht gleich zur Schulleitung rennt und ihn einfach freundlich selbst anspricht.

Anne_mit_2
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Beitragvon Anne_mit_2 » 01.02.2019, 09:48

Hallo,

auch ich stimme Engrid und GretchenM voll zu. Das Hauptargument sollte sein, dass Du den großen Bruder davor schützen musst, wegen des kleinen Bruders zu viel aufgebürdet zu bekommen. Er ist nicht verantwortlich für seinen Bruder und muss schlimmstenfalls ohnehin schon das ein oder andere Mal vernünftiger sein als Gleichaltrige oder blöde Kommentare von anderen Schülern verkraften. Da wäre eher Schutz als Belastung von Seiten der Lehrer notwendig.

Im zweiten Punkt solltest Du dann auch die inhaltliche Einmischung ansprechen und klar sagen, dass dies übergriffig ist. Du weisst allerdings auch nicht genau, was gesagt wurde und wie ein Wort das andere ergeben hat, so dass Du hier bereit sein solltest auch die Version des Lehrers zu hören (der Vollständigkeit und Sachlichkeit halber). Er wird vermutlich bestürzt sein über sein eigenes Verhalten bzw. die Art wie es auf der anderen Seite angekommen ist, sofern er wirklich ein netter und engagierter Lehrer ist. Wenn er noch sehr jung ist, dann ist das für ihn ausserdem ein guter Anlaß zum Lernen.

Ich drücke die Daumen für ein produktives klärendes Gespräch. Einen Brief halte ich psychologisch schwieriger. Den sollte man erst folgen lassen, wenn ein Gespräch nicht gefruchtet hat. Man muss dem Lehrer einfach zugestehen, dass er sich in dem Punkt vielleicht einfach total dumm angestellt hat -- auch Lehrer sind Menschen.

Viele Grüße,
Anne

kati543
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Beitragvon kati543 » 01.02.2019, 10:39

Hallo,
ich würde das Gespräch mit dem Lehrer suchen. Schritte in Richtung Schulleitung oder gar Schulamt finde ich, gehen zu weit. Man weiß nie genau, wie der Lehrer das formuliert hat und was er konkret gesagt hat. Vielleicht hat das Kind das auch falsch verstanden, oder auch nur etwas „überspitzt“ dargestellt.

Ja, der Lehrer hat eine Grenze mit den Fragen überschritten, aber man sollte ihm schon die Gelegenheit geben, sich dazu zu äußern und nicht gleich diesbezüglich zum „Chef“ rennen.

Er hat kein Recht (Datenschutz), das würde ich ihm bei diesem Gespräch klarmachen, mit irgendwem ausser den Sorgeberechtigten über das jeweilige Kind zu reden. Es muss ihm klargewesen sein, dass der Bruder wohl kaum das Sorgerecht innehaben kann. Solche Dinge würden in der Schülerakte vermerkt werden. Eine Ausnahme besteht bei Kindeswohlgefährdung, aber ich gehe davon aus, dass der Bruder wohl auch nicht bei Polizei oder Jugendamt arbeitet - er wäre wohl eh denkbar ungeeignet in dem Fall.
Als Sorgeberechtigte dieser 2 Kinder habt ihr nun ein Problem mit dem Lehrer:
1.: Er hat sich bezüglich eures behinderten Kindes über den Datenschutz hinweggesetzt.
2.: Er hat bei eurem Ältesten ganz effektiv das Kindeswohl gefährdet, denn auch euer Älterer hat ein Recht auf eine unbeschwerte Kindheit. Es ist schon schwer genug permanent an 2. Stelle zu stehen weil der behinderte Bruder ständig im Mittelpunkt ist. Nun kritisiert der Lehrer euch auch noch - Gott allein weiß, was sich ein Kind dann im Kopf zusammenreimt. Ich würde hier sogar soweit gehen, dass der Lehrer ein weiteres Gespräch (mit euch Eltern) mit eurem Ältesten führt und sich sowohl entschuldigt, als auch erklärt.
Das wären meine Bedingungen, dass es nicht an den Schulleiter geht. Was sich der Lehrer herausgenommen hat, ist starker Tobak.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

heidipet
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Beitragvon heidipet » 01.02.2019, 12:47

Hallo,
bin auch für Gespräch mit dem Lehrer, nicht schriftlich und bloß keine Mail. Direktor hinterlässt nur verbrannte Erde.
Kann es sein, dass der Lehrer im persönlichen Umfeld ein Kind mit ähnlichen Besonderheiten hat und deswegen einfach neugieriger/hilfsbereiter/lehrerhafter als sonst ist?

Gruß
Heidi
Gruß
Heidi

Ayden
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Beitragvon Ayden » 03.02.2019, 20:20

Liebe Familiekühl,

ich würde gerne noch eine andere Idee ins Gespräch bringen:

Gerade, wenn der Lehrer eher zugewandt und nett ist, könnte es sein, dass er im persönlichen Umfeld ein Kind mit vermeintlich ähnlichen `Problemen´ hat?

Wir haben es bei der starken Skoliose und dem Korsett bei unserer Kleinen schon häufiger erlebt, dass vermeintliche Übergriffigkeit wirklich als Hilfe gedacht war, auch wenn sie ungeschickt war, unglücklich ankam und auch nicht wirklich half. Einmal war die Nichte einer Lehrerin betroffen, einmal gab es einen kranken Patensohn......

Von daher würde ich auch erst einmal das Gespräch suchen.

Außerdem muss Euer großer, wie Gracie es bereits gesagt hat, ein paar freundliche aber abweisende Antwortsätze parat haben.

Familiekühl
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Beitragvon Familiekühl » 09.02.2019, 08:45

Hallo

Wir haben versucht einen gesprächstermin zu vereinbaren. Der Lehrer ist leider bis auf weiteres krank.

Also werden wir das erstmal nicht besprechen können. Wir haben uns hier die ein oder andere Idee gemopst. :D Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Mit unserem großen haben wir auch gesprochen. Er findet es nicht so schlimm. Aber zukünftig möchte er das berücksichtigen.

Natürlich kann es sein, dass der Lehrer irgendwelche eigenen Erfahrungen hat. Eigene Kinder hat er nicht. Laut unserem Bub ist er dafür auch zu alt. :lol: wie er darauf kommt, weiß ich allerdings nicht.

Vielen Dank Für die Anregungen und Tipps @all !!! Ihr habt uns sehr geholfen.

Viele liebe Grüße

heidipet
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Beitragvon heidipet » 11.02.2019, 11:28

Hallo Familie Kühl,
wie kann etwas gemopst werden, das gerne gegeben wird? :D
Gruß
Heidi
Gruß
Heidi


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