Wie zufrieden seid ihr mit dem Fahrdienst eurer Kinder?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 13.02.2019, 12:16

… das läuft bei uns anders... ICH muss einen Fahrdienst finden, nicht die Schule... - wenn ich keinen finde, dann muss ich fahren... habt ihr da so viele Angebote, dass man da so wählen kann?? Kann es dir nicht passieren, dass DU selbst fahren musst, wenn du mit dem Fahrtendienst unzufrieden bist?
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 13.02.2019, 12:19

In Berlin zumindest haben wir ein großes Angebot. Und sie wollen uns nicht verlieren, dazu ist die finanzielle Ausbeute zu fett.
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
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Beitragvon Silvia & Iris » 13.02.2019, 12:29

Wirklich?
Also mir wird da immer suggeriert, dass es sich knapp Paré ausgeht...
Dienst muss zu mir kommen - Kind abholen - Fahrzeit 1 Stunde (30 km), Einzelfahrt (meistens) -
also wenn ich da rechne: Personalkosten für 2 Stunden - Sprit für gut 60 km, Abnutzung vom Auto, Sprit.. denke nicht dass da jemand damit reich wird... :roll: - da hier wirklich nur für ein Kind gefahren wird... - und das etwas außerhalb liegt.

Bei euch werden wahrscheinlich mehrere Kinder transportiert...
Liebe Grüße

Silvia

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Beitragvon Karin D. » 13.02.2019, 12:49

Nein, er wird meist allein gefahren, und die Werkstatt ist in 15-20 Minuten erreicht. Ich kann ja nochmal zuhause nachsehen, was der FD pro Strecke dafür bekommt. Ich würde es für wesentlich weniger machen und meinen Sohn sicher auf dem Beifahrersitz transportieren. Ehrlich.
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)

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Beitragvon SandyErgo » 13.02.2019, 12:59

Bei uns hier Sachsen (Bereich DD und östlich) sind der Landkreis bzw. die Landeshauptstadt für den Transport verantwortlich. Die schreiben das immer öffentlich aus und dann können/müssen sich Unternehmen dafür bewerben.
Im Normalfall fährt dann das gleiche Unternehmen auch für den ausgeschriebenen Zeitraum die relevante Strecke. Da bestimmte Schulen (FS L bzw. SE) aufgrund reichlich vorhandener Schüler oftmals von mehreren Unternehmen bzw. mehreren Transporten eines Unternehmens angefahren werden > könnte theoretisch zumindest der Fahrer bzw. auch das Unternehmen gewechselt werden. Abhängig von den Kids wird mit/aber auch ohne Begleitung gefahren. Bei den Taxis zur FS G ist aber auf jeden Fall mind. 1 Begleiter dabei.
Einzeltransporte gibt es nur im Einzelfall. Hab bisher nur einmal davon gehört - und zwar an der Sprachheilschule. Die Eltern wollten ihr Kind nicht jeden Tag an die näher gelegene Sprachheilschule für fast 1,5 Stunden fahren lassen, sondern sie an die meiner Tochter einschulen, da dort ein Internat vorhanden war (auch weil die Mutter in der Stadt der 2. Schule gearbeitet hat und ihre Tochter dort mal unter der Woche besuchen konnte.) In diesem Fall wurde dann ein Einzeltransport genehmigt - war aber eben eine Einzelfallentscheidung.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache, Verdacht auf LRS

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Beitragvon Silvia & Iris » 13.02.2019, 15:29

.. bei meiner Tochter findet meist nur ein Transport im Monat statt, da ich zwischendurch immer wieder selber fahre... (Therapiefahrten).

Nachdem bei uns ja keine Therapie im Unterricht statt findet und ich das zu erledigen habe... -muss ich oft unterwegs sein...
Liebe Grüße

Silvia

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Beitragvon chrissibaer » 13.02.2019, 17:53

Der Fahrdienst läuft bei uns übers Schulamt. Eltern haben kein Mitspracherecht, was ich völlig OK finde. Sonst würde das im Chaos enden, wenn jeder seine Extrawünsche anmeldet.

Nur sollte der Fahrdienst dann auch seinen Verpflichtungen nachkommen. Wenn ich als Privatperson mit einem Handwerker/Lieferanten unzufrieden bin, nehme ich den nächsten.

Problem ist, dass das Schulamt gar keinen anderen hat. Deren Ausschreibungen sind so knapp bemessen, dass diese Aufträge kein anderer durchführen möchte.

Ein Hausbewohner betreibt einen eigenen Fahrdienst, an Ausschreibungen der Kommune beteiligt er sich nicht mehr, ist finanziell zu unattraktiv.

Ich kann aber nichts dafür, wenn die Stadt zu wenige Mittel bereitstellt. Ich glaube, wir werden es auf den Showdown ankommen lassen. Dann soll das Schulamt zur Durchsetzung der Schulpflicht eine Polizeistreife vorbeischicken.

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Beitragvon Sternen-Lilly » 13.02.2019, 23:25

Da bricht dann je nach Kind auch noch Freude aus.😉 mit Blaulicht trotz Verspätung des Fahrdienstes noch pünktlich zur Schule gekommen 😃😳 :twisted:
Sternen-Lilly
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Beitragvon Engrid » 14.02.2019, 07:45

Hallo,

Problem ist, dass das Schulamt gar keinen anderen hat. Deren Ausschreibungen sind so knapp bemessen, dass diese Aufträge kein anderer durchführen möchte.
Das ist hier ähnlich und der Kern des Problems. Selbst langjährig tätige Fahrdienste haben sich aus dem Förderschultransportgeschäft zurückgezogen, weil es viel Aufwand und wenig Gewinn bringt, mit dem Ausschreibungszwang.
Mir ist allerdings noch nicht klar, warum man nicht einfach Qualitätsstandards in den Ausschreibungen festschreibt. Das würde die Unterbietungsspirale doch stoppen??!
Die Fahrer bekommen aktuell Mindestlohn, Arbeitsbedingungen sind auch nicht gut, Verantwortung und Stressbelastung ist hoch (mit verhaltensoriginellen Kindern ohne Begleitung in der Rush Hour).

Unter diesen Umständen bin ich mit unserem Fahrdienst hochzufrieden. Wir haben nette und zuverlässige Fahrer und Fahrerinnen.

Grüße
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Alexandra2014 » 14.02.2019, 08:46

Hallo!

Wir hatten bisher drei verschiedene Unternehmen, die den Fahrdienst gemacht haben - an drei verschiedenen Schulen.
Fahrdienst 1 war furchtbar. Ständig wechselnde Fahrer, wechselnde Fahrzeuge, teilweise kamen sie mit einem B-Klasse Benz, wo dann 4 Kinder, drei dacon mit Sitzerhöhung, reingequetscht wurden. Alle Kinder waren Autisten. Kann man sich ja dann schin ausmalen, wie gut das lief. Ein Kind hat direkt verweigert einzusteigen, wenn nicht der gewohnte Ford Transit kam. Die Eltern durften dann jedesmal selbst fahren. :roll:
Die Fahrer sind nicht ausgestiegen, haben nichts kontrolliert, mein Kind kam unangeschnallt Zuhause an :evil: , Sitzerhöhungen wurden vergessen, manche Fahrer fuhren wie im Tiefschlaf, andere sind geheizt wie bescheuert, direkt vor mir bei rot über die Bahnschranken.
In der Zeit habe ich echt Nerven gelassen.

Fahrdienst 2 war super. Super lieber Fahrer, sehr zuverlässig, bemüht um die Kinder.
Allerdings war die Busbegleitung ein eher unsympathischer Mann, der recht „grob“ mit dem schwermehrfachbehinderten, verhaltensauffälligen Teenie umgegangen ist.
Das hat meinem Kind Angst gemacht.

Fahrdienst 3 (aktuell) ist top. Liebe, lustige, zuverlässige, freundliche Fahrer und genauso die Busbegleitung. Die Kinder haben von ihr zu Weihnachten alle etwas bekommen. Wer Geburtstag hat, wird überrascht und bekommt eine Kleinigkeit.
Es wird sehr auf die Kinder und ihr Wohlbefinden geachtet.
Zu Beginn war sogar die Chefin bei uns, hat sich vorgestellt und gefragt, was das Kind unterwegs benötigt.

Da ich das erste Jahr ja selbst gefahren bin, hatten wir einen Kostenvoranschlag eingeholt. Für 35 km einfache Strecke (das Sammeltaxi/der Einzeltransport fährt das ja an einem Tag 4x, also 140 km) sollte das 100€/Tag kosten. Für einen Monat also rund 2000€.

Auswählen kann man hier nicht. Der Transport ist vom Schulträger über Rahmenverträge mit dem Fahrdienst geregelt. Inhaltlich sind die schon ziemlich detailliert geregelt. Ich konnte den Vertrag von Fahrdienst 2 einsehen.
Ist eben die Frage, inwiefern sich daran gehalten wird und welche Mittel der Schulträger hat, wenn es nicht gut läuft.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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