Wie zufrieden seid ihr mit dem Fahrdienst eurer Kinder?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 06.02.2019, 11:01

Tja was soll ich sagen? Heute kam der Bus wieder nicht. Da die Gärtnerei einen Ausflug macht wollte ich mein Mädel nicht daheim lassen. Also hab ich sie wieder ins Auto gepackt und hab sie selber hin gebracht aber meine Geduld ist am Ende. Zumindest hatte ich wenigstens feste Schuhe an um mir die Beine in den Bauch zu stehen. Außerdem bin ich stinksauer denn das geht absolut nicht.
Kommt der Bus morgen auch nicht lasse ich sie daheim und rufe nur an um zu sagen dass der Bus nicht kam. Soll sich der Chef drum kümmern..................nachdem ich mit dem Busfahrer fertig bin. :twisted:
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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chrissibaer
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Beitragvon chrissibaer » 06.02.2019, 11:47

Chantal-Marie hat geschrieben:Kommt der Bus morgen auch nicht lasse ich sie daheim und rufe nur an um zu sagen dass der Bus nicht kam. Soll sich der Chef drum kümmern..................nachdem ich mit dem Busfahrer fertig bin. :twisted:


So halten wir es nun auch. Heute wieder 18 min verspätet. Immerhin hat der Fahrer angerufen, als er da war.


Bei "Übergabe" hatten wir noch einen heftigen Disput der mich dazu veranließ, mal wieder mit dem Schulamt zu telefonieren.


Eine Woche mache ich das noch mit. Dann sind erstmal Ferien. Ich werde DIESEN Fahrer nicht länger akzeptieren. Geht Sohnemann eben nicht zur Schule.

AgnesH
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Beitragvon AgnesH » 06.02.2019, 18:16

Schade, dass dein Sohnemann nicht zur Schule darf. Mir wäre es lieber, wenn mein Kind irgendwie zur Schule kommt. Mein eigenes Kind würde ich nicht als Druckmittel a la "geht eben nicht zur Schule" verwenden. Sondern ich würde schauen, wie mein Kind irgendwie zur Schule kommt. Musst du denn bei der "Übergabe" dabei sein? Kann das dein Kind das alleine?
Dass die Bussituation nicht zufriedenstellend ist, kann ich ja verstehen, aber sind denn sachliche Gespräche denn überhaupt möglich, wenn man gereizt und gernervt beim Fahrer steht?
Wir hatten einen Fahrer, der Selbstständigkeit der Kinder gefördert hat, aber es hat eben etwas länger gedauert: Die Kinder durften selbst von der Wohnung zum Bus laufen, wenn die Eltern den Bus gesehen haben, die Sachen selbst verstauen, selbst einsteigen, selbst Platz nehmen, selbst anschnallen - am Schluss Kontrolle, ob alles gut - Erst dann wurde losgefahren.

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Beitragvon Chantal-Marie » 06.02.2019, 21:46

Meine Tochter geht nicht mehr zur Schule denn sie ist bereits 22 Jahre alt. Das Busunternehmen fährt Schule und Werkstatt. Beides ist auf einem Areal.

Sorry aber wenn 2 Tage der Bus nicht kommt ohne dass es irgend eine Erklärung gibt reagiere ich schon etwas gereizt und mir ist es gelinde gesagt Sch.........egal ob der Busfahrer nun nen quersitzenden Pups oder einfach keine Lust hatte. Wir waren pünktlich und haben uns die Beine in den Bauch gestanden. Ich bin mir nicht mal sicher ob es rechtlich abgesichert ist wenn ich mein Kind einfach so in die Werkstatt bringe. Morgen früh stehen wir wieder draußen und sollte der Bus kommen wird es für den Fahrer lustig denn ich habe keinerlei Hemmung dem die Meinung zu geigen. Für Feinheiten bin ich definitiv zu alt.

Unser Mädel kann nicht allein zum Bus gehen weil die Gefahr dass sie überfahren wird einfach zu groß ist. Es muss eine relativ stark befahrene Straße überquert werden.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

Claudia33
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Beitragvon Claudia33 » 07.02.2019, 08:01

Guten Morgen,

wir werden von zwei verschiedenen Unternehmen "bedient"; der Fahrer des Großen ist seit Jahren der gleiche und der ist super! Er packt mit an, lädt den Rolli alleine ein, hat immer ein nettes Wort für meinen nicht sprechenden Sohn auf Lager, ist immer pünktlich.

Beim Kleinen haben wir in drei Jahren jetzt siebten Fahrer. Aber auch hier lief alles relativ gut. Bei Verspätungen oder (Schnee-)ausfällen wurde angerufen, es klappt wunderbar, dass er ein Mal in der Woche zur Tagesmutter an eine andere Adresse gefahren wird. Liegt vielleicht auch dran, dass Sohnemann morgens der erste ist, der abgeholt wird und jeden Morgen megagutgelaunt zum Taxi rennt und übersprudelt vor Freude. :lol:

Lieben Gruß,
Claudia
J. & Claudia mit zwei Jungs *03/06 CP, Tetraspastik, spricht nicht, läuft und sitzt nicht, Rollstuhlfahrer
und *06/09 beide FraX

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Beitragvon chrissibaer » 07.02.2019, 09:21

AgnesH hat geschrieben:Schade, dass dein Sohnemann nicht zur Schule darf. Mir wäre es lieber, wenn mein Kind irgendwie zur Schule kommt. Mein eigenes Kind würde ich nicht als Druckmittel a la "geht eben nicht zur Schule" verwenden. Sondern ich würde schauen, wie mein Kind irgendwie zur Schule kommt. Musst du denn bei der "Übergabe" dabei sein? Kann das dein Kind das alleine?
Dass die Bussituation nicht zufriedenstellend ist, kann ich ja verstehen, aber sind denn sachliche Gespräche denn überhaupt möglich, wenn man gereizt und gernervt beim Fahrer steht?
Wir hatten einen Fahrer, der Selbstständigkeit der Kinder gefördert hat, aber es hat eben etwas länger gedauert: Die Kinder durften selbst von der Wohnung zum Bus laufen, wenn die Eltern den Bus gesehen haben, die Sachen selbst verstauen, selbst einsteigen, selbst Platz nehmen, selbst anschnallen - am Schluss Kontrolle, ob alles gut - Erst dann wurde losgefahren.


Er darf ja gehen bzw muss.


Und nein, sachliche Gespräche mit dem Fahrdienst brachten rein gar nichts. Jetzt wird auch das Schulamt aktiv, die sind ja Träger. Zumindest gibt der Fahrer nun Bescheid, wenn er da ist, wir aber nicht mehr.


So wie von Claudia beschrieben erwarte ich das eigentlich. Verspätungen können vorkommen, da ruft man eben an.

Zumindest ich mache das so, wenn absehbar ist, dass ich mich bei einem Termin verspäte.

Heute kam der Fahrer nur 10 min später. Da hatten wir noch im Treppenhaus gewartet.

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Beitragvon chrissibaer » 07.02.2019, 21:17

Wir hatten dem Schulamt ein Ultimatum gesetzt, dass nach den Winterferien (Anfang März) wir den Fahrer nicht mehr akzeptieren werden.

Ging dann sogar schneller. Ab Montag nächster Woche wird ein anderer Fahrer kommen.

Mal schauen, ob es dann wieder funktioniert.

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Beitragvon SandyErgo » 08.02.2019, 07:03

Trotz Glatteiswarnung (und stellenweise sehr glatten Stellen) kam unser Taxi heute nur 5 min später als normal > also vollkommen im Zeitrahmen. Wenn man weiß, dass vorher 2 Kids aus bergigem Gebiet mit sehr gerne widrigen Straßenbedingungen abgeholt werden >> bin ich sehr froh, dieses Unternehmen zu haben.

Ist das 4. bisher.

Bei meiner Tochter hatten wir damals die irrsinnige Situation, dass das Taxi aus der Stadt der Schule kam - da Stadt = der Träger. Das hatte die Folge, dass es bei schlechtem Wetter oftmals zu Verspätungen kam > weil sich das Taxi erstmal zu uns durchkämpfen musste, um dann mit den Kids wieder zurück zu fahren >> aber die Zeiten waren noch vertretbar.
Kids, die außerhalb der Zuständigkeitsgrenze - 20 km - der Stadt lagen, fuhren mit einem vom LK gestellten regionalen Unternehmen.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache, Verdacht auf LRS

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Immer wieder Ärger

Beitragvon Karin D. » 08.02.2019, 08:39

Guten Morgen,

wir haben einen Fahrdienst, mit dem es im Großen und Ganzen gut läuft.

Es gibt aber immer wieder Ärger. Die meisten Fahrer sind nett. Bis auf einen, der heute früh wieder im Einsatz war. Ich habe gerade dem Fahrdienst eine Mail geschrieben und mich bedankt, weil alles so gut läuft. Auch mitgeteilt, dass die Kommunikation mit diesem Fahrer untragbar ist. Ich habe nur eine Situation geschildert. Ich habe auch heute früh dem Fahrer gesagt, mein Sohn könne gleich wieder aussteigen, ich kann ihn heute selbst fahren, Autoschlüssel habe ich dabei. Sogleich schwächte er die Situation von heute früh ab.

Sollen sie diesen Fahrer bei uns nicht mehr einsetzen oder ihm klarmachen, dass er freundlich mit Kunden umzugehen hat.

Wir haben erst 2017 den Fahrdienst gewechselt. Mein Sohn arbeitet seit Herbst 2016 in einer WfbM und hat verkürzte Arbeitszeit, 8.30 bis 14.15 Uhr.
Fast jeden Monat kam dann die Mitteilung, sie würden ihn morgens noch früher abholen. Ich teilte mit, mein Sohn hätte vom Arzt eine Arbeitszeitverkürzung verordnet bekommen, und das nicht umsonst. Dann war Ruhe. Jedenfalls eine Zeitlang. Dann ging es wieder so los. Wir holen Ihren Sohn ab Montag schon um xyz Uhr ab, Ihr Sohn hat ja keinen Einzeltransport.
Irgendwann reichte es mir, und wir haben gewechselt. Wieder drei Kostenvoranschläge geholt und den Wechsel durchgezogen. Teilte ich dem bisherigen Fahrdienst mit. Dass es wegen der immer frühren Abholzeit ist, und unseren "Lieblingsfahrer" Jürgen hätten wir ja auch nie wiedergesehen, der meinen Sohn schon früher zu Schulzeiten ein paar Jahre gefahren hat.
Jürgen kam dann klingeln, er dürfe ihn jetzt fahren, alles wird umgestellt. Da war es aber zu spät.

Es gab immer wieder Vorfälle und zwar seit meine Söhne gefahren wurden. Frühgeborene Zwillinge, anfangs beide in die Frühförderkita, dann nur noch mein behinderter Sohn. Entweder machte das Bezirksamt Stress, oder der Fahrdienst wollte meinen Sohn viel zu früh abholen, oder er holte meinen Sohn zur ausgemachten Zeit ab, mein Sohn kam aber erst nach 1,5 bis 2 Stunden in der Kita an, weil sie unglaubliche Umwege gefahren sind. Bei einem kleinen Kind mit schwerer Behinderung kann man das ja wohl machen. Das Kind bekommt das doch gar nicht mit, und solange die Kita denkt, das soll so sein, bekommt niemand etwas mit.
Ich wurde damals von einer Bekannten angesprochen, sie hätte meinen Sohn im Auto gesehen, in einem Berliner Bezirk, der völlig abgelegen war. Ich war völlig irritiert. Sie arbeitete in der anderen Einrichtung als Physiotherapeutin. Eines morgens fuhr ich mit, und tatsächlich. Untragbar lange unterwegs. Ich zum Bezirksamt, mich beschwert. Ich musste sogar nachweisen, dass mein Sohn wirklich so lange unterwegs ist. Kita anrufen in der Behörde und live die Erzieherinnen bestätigen lassen, wann mein Sohn ankommt. Unglaublich.

Also, streckenweise läuft es mal gut. Aber wir haben alle Varianten durch, wie es auch schlecht laufen kann. Sehr schlecht.
Ich habe erst mit 40 Führerschein gemacht. Mein Sohn ist inzwischen 22 Jahre alt. Heute könnte ich ihn theoretisch jederzeit selbst mal fahren morgens. Das beruhigt ungemein.
Ich habe das sogar schon getan. Er hatte ein Praktikum als es um Arbeitsplatzsuche ging. Für die Zeit sollte ein anderer Fahrer kommen, und ich musste am ersten Tag mitfahren. Der Fahrer motzte die ganze Zeit rum, Wie soll ich das schaffen, ich schaffe das gar nicht Ihren Sohn in die Werkstatt zu bringen, das geht gar nicht, jetzt ruft auch noch mein Sohn an, den müßte ich jetzt unterwegs mit abholen, jetzt geht das alles gar nicht....

Ich hab ihm gesagt: Dann lassen Sie es doch einfach bleiben.
Ich glaube, in der Zeit war ich krankgeschrieben und erholte mich gerade von einer schweren Krankheit. Ich rief den Fahrdienst an und fuhr meinen Sohn selbst zum Praktikum und holte ihn wieder ab.

Man muss sich immer wieder auf jede Art von Ärger einstellen mit Fahrdiensten. Dieser Satz fasst die Erfahrung aus 20 Jahren zusammen.

Alles Liebe + schönen Tag!

Karin
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
Frühgeborene (SSW 25), 1 Zwilling ohne Behinderung, 1 Zwilling mit Epilepsie, CP (Rollikind), Kyphose, Skoliose, Hydrocephalus

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chrissibaer
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Beitragvon chrissibaer » 12.02.2019, 19:30

So, mit neuem Fahrer vom gleichen Fahrdienst klappte die Abholung Mo/Di minutengenau.

Soweit, so gut. Nur das Zurückbringen heute nicht, 1.5h verspätet! Auch nicht das erste Mal, wir hatten auch schon 3h. Schlimm war es im letzten Schuljahr, da waren eine Stunde zu spät der Normalfall, bis ich den Fahrer zusammenstauchte, danach wurde es besser.

Freitag ist letzter Schultag im Halbjahr (verkürzter Tag, aus Erfahrung wird Dominik dann mit schönster Regelmäßigkeit vergessen).

Ich habe die Schnauze voll. Morgen werde ich das Schulamt anrufen und es unterrichten, dass ich ab 4.3. diesen Fahrdienst nicht mehr akzeptieren werde, haben dann 2 Wochen Zeit, einen anderen zu finden. Sollte diese Firma dennoch hier auftauchen, steigt mein Sohn da definitiv nicht ein.


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