Bewerbung nach Pflegezeit

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.-*Julia*-.
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Bewerbung nach Pflegezeit

Beitragvon .-*Julia*-. » 31.01.2019, 14:29

Hallo ihr lieben. :)

Seit ein paar Jahren pflege ich meinen schwerst mehrfach behinderten Sohn. Er ist mittlerweile wieder so fit, dass ich endlich wieder arbeiten kann. Mir fällt einfach die Decke auf den Kopf. ^^

Jetzt sitze ich hier an meinem Lebenslauf und stelle mir die Frage: Wo schreibe ich die Pflegezeit rein?
Bei "Berufserfahrungen"/"Beruflicher Werdegang", passt das ja nicht rein. Allerdings auch nicht unter "Schulische Ausbildung". Ich habe zwar mehrere Schulungen gemacht die das Snydrom meines Sohnes betreffen, aber bin keine Ausgebildete Pflegekraft.

Über Hilfe würde ich mich sehr freuen. :)

Liebe Grüße
Julia

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Simonegu
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Beitragvon Simonegu » 31.01.2019, 15:43

Hallo Julia,
schreib es doch als Familienphase, käme bei mir als Arbeitgeber sehr gut an. Schreib ruhig dazu welche Bereiche da wichtig waren. Je nachdem wo du dich bewerben möchtest kann es unterschiedlich gewichtet werden.
LG Simone
Simone (71) Karlheinz (62)
J. 7/95 Asperger-Autist, Borreliose (80%GdB)
S. 2/97 Laktose-,Glutenintolleranz, Skoliose, Hashimoto Thyreoditis, Borreliose
D. 10/98 HB,Asthma,Autistin
R †.7/00
J. 2/02 Asthma
M. 8/09 Hemiparese li (50% Merkz. H), Asperger-Autistin
T. 3/16

kati543
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Beitragvon kati543 » 31.01.2019, 16:45

Hallo,
das kommt ein bisschen darauf an, als was du dich bewerben willst. Du kannst auch direkt „Pflege eines (nahen) Angehörigen“ schreiben.
Je allgemeiner du eben schreibst, desto eher kommst du in die Schiene der „Hausfrau“, die für den Nachwuchs zu Hause geblieben ist und den Ehegatten bekocht hat.
LG
Katrin
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Anjali
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Beitragvon Anjali » 31.01.2019, 18:57

Hallo,

du könntest es vielleicht auch als „berufliche Auszeit zur Pflege meines schwerbehinderten Kindes“ in der Kategorie „Beruflicher Werdegang“ chronologisch mit aufführen.

Auch könntest du im Bewerbungsanschreiben eingangs auf die Pflegephase Bezug nehmen. („Nachdem ich ... Jahre meinen schwerst mehrfach behinderten Sohn gepflegt habe, bin ich hochmotiviert/ freue ich mich auf neue Herausforderungen ...“ o.ä.)
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

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Beitragvon .-*Julia*-. » 31.01.2019, 22:24

Erstmal danke für die Antworten. :)

@Simonegu welchen Abschnitt meinst du mit "Familienphase"?

@Anjali da hatte ich auch erst drüber nachgedacht, allerdings hatte ich kurz vor der Schwangerschaft die damalige Stelle aufgegeben (gab ziemliche Probleme mit dem Chef). Also würde das nicht mehr in den Bereich "Beruf" fallen. Oder meinst du ich kann das trotzdem dort reinschreiben?

Anjali
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Beitragvon Anjali » 01.02.2019, 09:15

.-*Julia*-. hat geschrieben:Erstmal danke für die Antworten. :)

@Simonegu welchen Abschnitt meinst du mit "Familienphase"?

@Anjali da hatte ich auch erst drüber nachgedacht, allerdings hatte ich kurz vor der Schwangerschaft die damalige Stelle aufgegeben (gab ziemliche Probleme mit dem Chef). Also würde das nicht mehr in den Bereich "Beruf" fallen. Oder meinst du ich kann das trotzdem dort reinschreiben?



Ich selbst habe in meinen Lebenslauf keine lückenlose chronologische Berufslaufbahn angegeben.
Dort stehen nur die wichtigsten beruflichen Eckdaten.
(Ich selbst war nach einem abgebrochenen Studium jahrelang Hausfrau, auch schon vor der Geburt meines Sohnes und habe dann vor einigen Jahren noch einmal eine Berufsausbildung absolviert).
Aus persönlichen Gründen (u.a. wegen Mithilfe bei der Pflege meiner Mutter) habe ich nach der Beendigung meines letzten Arbeitsverhältnisses monatelang pausiert und befinde mich nun gerade wieder in der Bewerbungsphase.
Ohne Mut zur Lücke geht/ging es bei mir gar nicht.

Wenn es dir wichtig ist, deine längere berufliche Auszeit im Lebenslauf zu begründen, dann kannst du das m.E. in der Kategorie tun, in der die Lücke sofort ins Gesicht springt, und das ist ja eben die Kategorie „Berufliche Laufbahn“.
Oder eben eine eigene Kategorie (z.B. „Pflegetätigkeit“, „Familienphase“) oben anstellen.

Dass du schon vor der Geburt deines Sohnes mit dem Arbeiten aufgehört hast, ist dabei m.E. vernachlässigbar. Auch ob die Pflegezeit nun in der „richtigen“ Kategorie aufgeführt ist oder nicht.

Ich würde eher auf ein überzeugendes Bewerbungsanschreiben setzen.
Du freust dich ja ehrlich auf neue Herrausforderungen/ Aufgaben. Deine Motivation merkt man dir sicher im Bewerbungsschreiben an. Nur Mut! 😀
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

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Beitragvon Michaela W. » 03.02.2019, 15:34

Hallo Julia

mir wurde damals von der "Agentur für Arbeit" geraten in den Lebenslauf "Pflege eines Familienangehörigen" zu schreiben. Und zwar unter der Kategorie Beruflicher Werdegang/Berufserfahrung.

Aber das ist nun schon einige Jahre her. Keine Ahnung, ob man das immer noch so tun sollte in den Bewerbungsunterlagen. Diesbezüglich ändern sich ja die Meinungen der "Profis" öfters.

Lasse Dir mal am besten einen Termin bei Deiner zuständigen "Agentur für Arbeit" geben. Die haben da sicherlich Tipps. Vielleicht auch eine Weiterbildung oder so.

LG von
Michaela
Michaela (50) Asthma, stiller Reflux, hoher Puls, Bluthochdruck, Kniearthrose
Kevin (27): Ein Fall für Dr. House. Unklare Genese (derzeit ausdiagnostiziert) mit beinbetonter Spastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt seit 2010), Bluthochdruck, hoher Puls, vergrößerte Leber+Milz, Asthma
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Simonegu
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Beitragvon Simonegu » 03.02.2019, 16:27

Hu Hu,
es gibt auch die Möglichkeit längere Lücken mit dem Begriff "berufliche Neuorientierung" zu umschreiben :-)

Lg Simone
Simone (71) Karlheinz (62)

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R †.7/00

J. 2/02 Asthma

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