Kindergeld - welche Formulare? Bafög

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

Susanne Th.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 187
Registriert: 15.03.2015, 10:24

Beitragvon Susanne Th. » 08.02.2019, 14:37

Hallo Anna,

hier kann ich vielleicht helfen, da wir diesen Fall gerade im Bekanntenkreis hatten...

Sofern die "Zweitausbildung" also z. B. Studium auf der "Erstausbildung" aufbaut, gilt die Ausbildung noch nicht als abgeschlossen für den Kindergeldbezug.
Oder wenn die "Erstausbildung" schulisch stattfand und zum Erwerb eines höheren, für die folgende Ausbildung nötigen Abschluss führte

Unser Beispiel: Ausbildung zum Fachinformatiker- danach Studium der Informatik- weiter Kindergeldbezug für das behinderte Kind.

Weiteres Beispiel: Ausbildung nach Landesrecht zum Informationstechnischen Assistenten mit Erwerb der Fachhochschulreife- danach weiteres Studium jeglicher Richtung möglich, da die "erste" Ausbildung zum Erwerb der Studiienreife bzw. für die "zweite" Ausbildung nötigen Schulabschluss führte. Verbleib im Kindergeldbezug.

LG
Susanne

Werbung
 
Anna Mama
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 10
Registriert: 23.11.2011, 00:09

Beitragvon Anna Mama » 08.02.2019, 14:44

Susanne Th. hat geschrieben:Hallo Anna,

Sofern die "Zweitausbildung" also z. B. Studium auf der "Erstausbildung" aufbaut, gilt die Ausbildung noch nicht als abgeschlossen für den Kindergeldbezug.
Oder wenn die "Erstausbildung" schulisch stattfand und zum Erwerb eines höheren, für die folgende Ausbildung nötigen Abschluss führte

:) danke Susanne. Das hört sich gut an, da seine erste Ausbildung schulisch war. Allerdings hat er versucht 1 Jahr lang in diesem Beruf zu arbeiten und wurde dann mit Zustimmung Integrationsamt gekündigt, weil er aufgrund Behinderung krank wurde. Trotzdem war die erste Ausbildung Vorraussetzung für den Studiumbesuch.

Susanne Th.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 187
Registriert: 15.03.2015, 10:24

Beitragvon Susanne Th. » 08.02.2019, 14:51

Hallo Anna,

dann habt Ihr nichts zu befürchten. Mag aber sein, dass je nach Sachbearbeiter dies nicht "bekannt" ist, dann müsst Ihr Widerspruch gegen den Bescheid einlegen...
Ich hoffe, die Behinderung ist vor dem 25. Lebensjahr eingetreten, denn das ist eine der Grundvoraussetzungen...

LG
Susanne

Anna Mama
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 10
Registriert: 23.11.2011, 00:09

Beitragvon Anna Mama » 08.02.2019, 15:05

Ja, die Behinderung ist schon von Geburt an.

Anna Mama
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 10
Registriert: 23.11.2011, 00:09

Beitragvon Anna Mama » 13.03.2019, 22:01

Anna Mama hat geschrieben:Wie gesagt, mein Antrag ist seit gestern weg und da ich jetzt in einem anderen Forum Hilfe erhalten habe, schaue ich hier jetzt weniger rein. Wenn ich aber schlauer bin und mein Antrag durch ist, dann lass ich es euch wissen.

Ja, die Bewilligung ist gekommen und auch für 6 Monate rückwirkend. Das wollte ich euch noch mitteilen. :D

Anna Mama
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 10
Registriert: 23.11.2011, 00:09

Re: Kindergeld - welche Formulare? Bafög

Beitragvon Anna Mama » 02.04.2019, 12:35

Auch hier möchte ich euch noch über meine Familienkasse berichten, wie dort das seltsame Vorgehen ist:

Nachdem ich auf dem Kindergeld Bescheid festgestellt habe, dass 2 Monate fehlen und wir nur 4 Monate rückwirkend bewilligt bekommen haben, habe ich Widerspruch eingelegt mit entsprechendem § 66 (3) EStG.

Kurz darauf (Freitag) kam ein Schreiben, dass der Einspruch als unzulässig verworfen wird, da der geltend gemachte Einspruchszeitraum nicht Gegenstand des letzten Bescheides war.

??? auf dem letzten Bescheid stand, dass ich rückwirkend 4 Monate bewilligt bekomme und nicht wie üblich rückwirkend 6 Monate. ???

Der nächste Schritt wäre jetzt wohl Klage gewesen. Hab mir die Nummer von Verdi schon rausgesucht und heute (Montag) bekam ich ein neues Schreiben der Familienkasse, dass ich für die 2 Monate auch noch Kindergeld bekomme.

So, nun verstehe einer dieses Händling der Familienkasse. Ich kann es mir nur so erklären, dass sie auf keinen Fall wollten, dass irgendwo steht, dass ein Widerspruch berechtigt gewesen sei. Ob es wegen der Kosten ist, die mir dadurch entstanden sind (Einschreiben) oder wegen sonstiger Statistik ist mir unerklärlich. Und weshalb nur 4 Monate erst bewilligt wurden? Tja, darüber kann ich auch nur spekulieren. Ihr wisst schon was ich meine.

Das wollte ich euch noch mitteilen, falls es jemanden genau so geht.


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste