IQ-Test von Schule gewünscht - SPZ Uni Klinik Köln

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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sandraundsimon
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IQ-Test von Schule gewünscht - SPZ Uni Klinik Köln

Beitragvon sandraundsimon » 29.01.2019, 11:00

Hi zusammen,

Simon ist im 2. Schuljahr und die Lehrer möchten, dass Simon einen IQ-Test macht. Zu ihrer eigenen Einschätzung haben sie nichts gesagt.
Abgesehen davon, dass ausnahmslos jeder, der Simon kennt, von normaler Intelligenz bei ihm spricht, glaube ich, dass die Lehrer ihn wegen seiner manchmal vorhandenen Arbeitsverweigerung nicht einschätzen können. Simon spricht in der Schule kein Wort, einen Talker hat er, aber das Handling fällt ihm schwer. Der neue, kleinere Talker ist beantragt, aber das Verfahren zieht sich. Ein Talker mit Augensteuerung ist auch eine Idee, aber noch haben wir ihn nicht.
Simon kann ziemlich bockig sein, und es gibt wohl Probleme im Deutschunterricht. Ich weiß aber noch nichts Genaues. Seine Armmotorik ist durch die Dystonie ziemlich eingeschränkt und seine Fähigkeiten stark tagesformabhängig.
Dies nur zur Erklärung, ich möchte diesen IQ-Test sehr ungern machen. Ich habe da überhaupt kein Vertrauen zu. Wir haben schon Ärzte gehabt, deren Verhalten und Einstellung den Kindern gegenüber war unter aller Sau! Was ist, wenn der Test schlecht ausfällt, weil Simon bockt oder die Aufgaben mit seiner schlechten Motorik nicht ausführen kann?
Wir sind ans SPZ der Uni Klinik Köln angebunden, hat da schon jemand einen IQ-Test gemacht mit seinem Kind?
Simon geb. 6/11, ICP, Sprachentwicklungsstörung, super süßer Grinsekater
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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 29.01.2019, 11:19

Hallo Sandra,

so wie du deinen Sohn beschreibst, gibt es wahrscheinlich KEINEN IQ Test, der valide Ergebnisse bringen könnte.

Bei meinem Sohn ist es genauso: Er ist dyspraktisch, hat keine Lautsprache, v.a. aber auch keine Motivation.

Die - autismusbedingt - fehlende Motivitation ist schulisch für uns das größte Problem. Er kann und/oder will nur selten zeigen, was er kann.

Daher wurde beim ihm schon immer auf einen IQ Test verzichtet. Er besucht eine KB-Förderschule.

Wie wird dein Sohn aktuell beschult?

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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Beitragvon AgnesH » 29.01.2019, 11:30

Hi Sandra,

es würde mich interessieren, wie dein Sohn beschult ist. Kann er lesen? Kann er Aufforderungen, Fragen bzw. Sachen, die verbalisiert werden, verstehen?

LG

sandraundsimon
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Beitragvon sandraundsimon » 29.01.2019, 11:40

Simon ist auch auf einer KB-Förderschule. Er kann Buchstaben lesen, im 2. Schuljahr fangen sie gerade erst damit an....er versteht alles sofort, reagiert sofort, führt die Dinge sofort aus usw....Es gibt einfach keinen Anhaltspunkt für uns, warum wir einen Test machen sollten. Klar, er wird eine Wahrnehmungsstörung haben, davon gehe ich aus. Ich weiß halt nicht, was passiert, wenn ich ihn nicht testen lasse und die Lehrer ihrer eigenen Einschätzung folgen (die ich nur erahnen kann). Wird er dann anders beschult?
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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 29.01.2019, 12:02

Hallo,
wenn die Schule kognitive Einschränkungen vermutet, dann müsste Dein Sohn doch aber in allen Fächern spürbare Probleme haben?! Das scheint ja nicht so zu sein? Ich würde da erstmal genauer nachfragen, was die Lehrerinnen im Schulalltag für Probleme mit ihm haben. Den Förderschwerpunkt Lernen kann die Schule meines Wissens erst Ende der Schuleingangsphase (bei Euch dann vermutlich Ende der 3. Klasse) von sich aus vergeben (in NRW). Bis dahin muss der sonderpädagogische Förderbedarf/Mehrbedarf in einer sogenannten Deif-Akte dokumentiert werden. Gibt es so eine Akte bei Euch schon? Vor Ende der Schuleingangsphase geht das meines Wissens nur, wenn die Eltern von sich aus ein entsprechendes AOSF beantragen.
Viele Grüße
Tanja
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Beitragvon sandraundsimon » 29.01.2019, 12:04

Hi Tanja, ja stimmt, wir sollen uns jetzt schon um einen Termin kümmern, damit man in etwas mehr als einem Jahr die Testung gemacht hat. Sie sprachen nur vom Deutschunterricht, ansonsten würde er gut mitmachen. Von einer Deif-Akte habe ich noch nie etwas gehört!
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Beitragvon Tanja2014 » 29.01.2019, 12:33

Hallo,
das klingt irgendwie alles etwas merkwürdig. Also, dass sie Euch ans SPZ verweisen... Ich glaube, da hilft es auch nix, wenn wir hier aus der Ferne spekulieren, was sie sich dabei denken. Ich glaub, da musst Du nochmal mit der Schule das Gespräch suchen und danach entscheiden, ob Du einen Termin im SPZ machst oder nicht. Von Bauchgefühl her würde ich in Eurem Fall wohl versuchen, irgendwie ohne den Test auszukommen. Ich denke, bei den Baustellen, die Ihr habt, wird er in der Testsituation kaum sein Potenzial zeigen können.
Viele Grüße

Tanja

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Beitragvon sandraundsimon » 29.01.2019, 14:25

Hi Tanja,

ja, das Gefühl habe ich auch. Ich werde mit den Lehrern nochmal einen Termin vereinbaren. Solche Dinge sollte man von Lehrerseite auch nicht anprechen, wenn man bei einem Elterngespräch insgesamt 30 Minuten hatte, wovon 25 schon abgelaufen waren :( . Ich hatte keine Möglichkeit mehr, genauer nachzufragen.
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Beitragvon Angela77 » 29.01.2019, 19:13

Hi,
also Bene konnte die Buchstaben mit drei Jahren. Sein Sprachverständnis war immer gut. Mittlerweile kann er schnell lesen und mit guter Rechtschreibung tippen. 100% ausschließen kann ich bei ihm eine GB aber nicht ....
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

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Beitragvon Lisaneu » 29.01.2019, 20:07

Angela77 hat geschrieben:Hi,
also Bene konnte die Buchstaben mit drei Jahren. Sein Sprachverständnis war immer gut. Mittlerweile kann er schnell lesen und mit guter Rechtschreibung tippen. 100% ausschließen kann ich bei ihm eine GB aber nicht ....
Liebe Grüße
Angie


Auch Alexander konnte alle Buchstaben mit 3 Jahren. Außerdem seinen Namen aus dem Gedächtnis schreiben und in Gebärdensprache buchstabieren. Ebenso die Namen der anderen Kindergartenkinder. Das Alphabet konnte er mit 3 1/2 Jahren vorwärts und rückwärts und auch als Lückentext ergänzen. Mit 4 Jahren hatte er einen echten Zahlenbegriff von 1000 und konnte Zahlenreihen logisch fortsetzen. Mit 5 Jahren konnte er die Uhr lesen.

Sein getesteter IQ beim letzten nonverbalen Test (mit 5 1/2 Jahren) lag bei 85. Wobei ich mir sicher bin, dass er NICHT geistig behindert ist. Aber halt doch insofern behindert, dass bei ihm einfach viel Licht und viel Schatten ist und er auch viel von dem, was er kann, nicht dann zeigt, wenn er es in der Testsituation zeigen soll.

Konkret würde ich an deiner Stelle noch mal ganz genau in der Schule nachfragen, warum der Test so wichtig ist und auch, was für Auswirkungen das Ergebnis (egal, ob "gut" oder "schlecht") auf die Beschulung hat. Am besten wäre natürlich, das schriftlich zu bekommen. Wenn das nicht möglich ist, zu zweit zum Gespräch kommen und nicht allein. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob du testen lassen willst, oder nicht.

Oder du verweigerst einfach "offiziell" eine Testung, lässt sie aber trotzdem machen und entscheidest erst dann, ob du den Test der Schule zeigst, oder nicht.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


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