Rückstufung

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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kati543
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Beitragvon kati543 » 27.01.2019, 19:27

Hallo,
bezüglich des Streites zwischen Jugendamt und Sozialamt - bitte das Gesundheitsamt um Feststellung der Zuständigkeit. Ich habe das Theater bei meinem Ältesten auch durch. Letztendlich hat mir das Sozialamt den Tipp gegeben, die Zuständigkeit feststellen zu lassen über das Gesundheitsamt. Bei uns ist das Jugendamt zuständig. Diskussionen gab es nie wieder.
LG
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D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Nadine-ini
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Beitragvon Nadine-ini » 27.01.2019, 20:40

Vielen Dank.
Bis jetzt habe ich immer den falschen Tipp bekommen.
Wir werden auch zu oft weggeschickt, die Aussage ist immer
Wie sollen wir ihn denn testen, wenn er komplett verweigert.
Spz fand ich auch schlimm.

Wenn wir von Autismus sprechen, hat er nur eine leichte Form von asperger. Es spricht bei ihm kaum was für Autismus
Hamburg etwa ne Stunde und Lübeck

MamavonNoelia
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Beitragvon MamavonNoelia » 27.01.2019, 20:53

bei meiner kleinen jetzt war das schulamt direkt in der schule und habe dort den test gemacht auf druck der schule.
ich hoffe das wir das ergebnis bald bekommen und es nicht zu lange duaert damit wir endlich wissen ob es die shcule bleibt unsere wahlschule ode doch nicht.

HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 27.01.2019, 21:02

Liebe Nadine-ini,

Engrid hat geschrieben:Mutismus, Verweigerungshaltung, „andere Interessen“ (welche?), wenig Orientierung am Maßstab der anderen. Ich würde eine Differential-Diagnostik machen, u.a. Autismus abklären lassen


Bei mir klingelt da auch einiges in Richtung Autismus. Aber Ihr habt ja andere Diagnosen. Und eine Formale Diagnose zusätzlich "bringt" jetzt erst einmal auch nicht mehr. Allerdings denke ich, Du könntest ihn für Dich unter dem Aspekt Autismus betrachten. Aus dem Blickwinkel Autismus wird einiges verständlich.

Mein Kandidat ist auch so ein Totsteller. Wenn er nur in der Schule hätte lernen sollen, dann könnte er jetzt in Klasse 4 auch noch nicht lesen. Meiner geht praktisch umsonst in die Schule. ABER: Wenn ich ihm die schulischen Dinge in Winzlingsschritte zerlege, dann kommt er sogar noch weiter als seine Mitschüler.
Unter den gegebenen Umständen ist der von Dir angegebene IQ von 81 möglicherweise testbedingt schlechter als seine Möglichkeiten sind.

Schau Dich bitte hier im Forum um. Du findest sicher Anregungen. Einfach so. Komplette Verweigerung halte ich für eine notwendigste Schutzreaktion bei meinem. Nur wenn Anweisungen klar sind, dann flutscht es. Ansonsten kommt sehr schnell die Schockstarre. Wir haben leider auch eine Lehrerin, die Double-bind spricht. Da geht dann gar nichts.

Liebe Grüße
Heike

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 27.01.2019, 21:09

Es gibt offenbar eine gute KJP-Praxis in Hamburg Barmbek.
https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... diagnostik
Mein Sohn hat damals auch das meiste blockiert, ein guter Diagnostiker kann trotzdem das sehen, was wichtig ist.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Nadine-ini
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Beitragvon Nadine-ini » 27.01.2019, 22:06

Der iq Test wurde spielerisch auf dem Fußboden in der schule gemacht, sein bester Freund war auch dabei.
Der Test ist schon viel besser ausgefallen als wie vor drei Jahren iq 74.
Unsere Kinderärztin hat auch schon ihre Kontakte spielen lassen, da sie zig Jahre in der Uni Klinik gearbeitet hat. Da meinte die kinderpsychaterin auch, wie soll das funktionieren (also auch stationär oder teilstationär). Solche Aussagen entmutigen mich immer, wieder zu eine Psychiater zu laufen
Autismus zu diagnostizieren ist ja nicht so wirklich einfach

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 28.01.2019, 07:41

Hallo Nadine-ini,

es ist alles schwer, was für unsere Kinder wichtig ist. Vor allem wenn (wie bei euch) noch Geschwisterkinder Zeit und Aufmerksamkeit benötigen, sind die persönlichen Ressourcen begrenzt. Daher gilt immer: das WESENTLICHE zuerst. Und das bestimmst du, sonst niemand.

Meiner Meinung nach sind stationäre Aufnahme (wo auch immer) oder Autismus-Diagnostik durchaus auch berechtigt, aber zu ihrer Zeit. Auch Die Suche nach iner Ergo oder Logo, die doch einen Weg findet, mit deinem Sohn zu arbeiten, steht irgendwann mal an. Aber als Außenstehende scheint mir erst mal die Schul-Situation am dringlichsten.

Wenn ich kurz die IST-Situation zusammenfasse: dein Sohn besucht die zweite Grundschulklasse, hat keinen offiziellen Förderbedarf, ist aber kognitiv deutlich hinter seinen Mitschülern zurück. Die Lehrerin bemüht sich zumindest teilweise, deinen Sohn zieldifferenziert zu unterrichten, traut sich das aber längerfristig in dieser Klasse nicht zu. In der Klasse fühlt er sich wohl, sein Rückstand im Vergleich zu anderen stört ihn nicht. Es ist eine Rückstufung in die 1. Klasse angedacht, die du ablehnst, weil der kognitve Unterschied auch in der ersten Klasse bestehen bleiben würde, du aber fürchtest, dass der Klassenwechsel deinen Sohn stresst und unglücklich macht.

Was glaubst DU wirklich, was im Moment, aber auch mit Blick auf die nähere Zukunft das Beste für deinen Sohn wäre? Und wie könntest du es für ihn erreichen? Wen könntest du mit "ins Boot" holen (Kinderärztin, Kinderpsychiaterin, ?). Lass dich beraten (auch hier, das ist viel geballtes Wissen :wink: ), mach dich auch schlau, was eine Autismus-Diagnose (wenn "es" denn das wäre) an den Voraussetzungen ändern würde und entscheide dann, ob das JETZT Sinn macht!

Wenn Dir Druck wegen stationärem oder teilstationärem, längeren Aufenthalt in einer Klinik gemacht wird, frage ganz genau nach, was damit bezweckt werden soll und was die Ziele so eines Aufenthalts sind. Vielleicht wirst du nicht drum rumkommen, aber wenn schon, dann kannst du auch selbst Prioritäten setzen. Das ist sicher besser als nur abzuwarten, was mit deinem Sohn "gemacht" wird und was dir dann als Lösung vorgesetzt wird!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


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