Hilfestellungen an das KInd in Förderschule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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kmotley
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Hilfestellungen an das KInd in Förderschule

Beitragvon kmotley » 24.01.2019, 07:15

Hallo, schon wieder eine Frage die sich im Schuleinschreibungsschlamassel stellt.

Wenn wir Sie in eine FS lernen geben oder ggf. auch in eine Diafö-Klasse und sie braucht noch ein paar Hilfestellungen z. B Reißverschluß schließen oder saubermachen beim große Toilettengang. Ist sowas in einer FS auch dabei?


Eine I Kraft in der FS ist ausgeschlossen oder?


Danke und schönen Tag

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 24.01.2019, 07:47

Hallo Kmotley,

das brauchen anfangs sicher viele Kinder in der Förderschule, und da wurde bei uns geholfen, wo nötig. Es gibt in Juniors Förderschule (Geistige Entwicklung) in der Klasse eine Lehrkraft, dazu eine Zweitkraft (meist Kinderpflegerin), beide helfen, und dann noch 1-2 Schulbegleiter*innen, die helfen auch mal einem anderen Kind beim Reissverschlusszumachen usw.
Ich war damals aber auch geplättet, was für einen Schub die Kinder in der Schule machen, solche Dinge konnte Junior dann relativ schnell viel selbständiger.
Eine Schulbegleitung an der FS geht schon, wenn wirklich vonnöten. Junior hat eine, er würde ohne tatsächlich nichts lernen, und braucht auch im Sozialverhalten Anleitung (würde sonst in schwieriges Verhalten abdriften).

Grüße
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Beitragvon IlonaN » 24.01.2019, 07:58

Hallo kmotley,
hier in unserem Bundesland gibt es in der Förderschule Lernen diese umfassende Hilfe nicht bzw. nur durch Schulbegleiter. Die von Engried beschriebene Unterstützung und auch Helfer bzw. Lehrerzahl gibt es hier nur bei den Schulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon JohannaG » 24.01.2019, 08:50

Hallo kmotley,

da würde ich gaaaanz genau nachfragen. Wir standen vor einem Jahr vor dieser Frage - soll unser Zwerg in die FS lernen/DiaFö - oder woanders hin....

die Auskunft, die wir bekamen, war: in der FS lernen bekäme sie keine Schulbegleitung - fit genug um es allein zu schaffen. In der Regelschule könnte sie eventuell vielleicht, möglicherweise aber auch nicht, eine bekommen.
Jetzt geht sie auf die FS Körperbehinderte. Warum bloß.... (war allerdings eine sehr gute Entscheidung. Kind geht super gern in die Schule.)

Es kommt wohl sehr darauf an, welche Einschränkungen dein Kind hat. Wenn, wie bei uns, viele Kleinigkeiten, nichts "großes", das sich einzeln definieren läßt, aber in Summe einfach dann doch vieles, was das Kind einschränkt, dann sind in Bayern die Aussichten leider nicht so grandios.

LG Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Beitragvon Engrid » 24.01.2019, 08:55

Hallo,

da könnte Ilona recht haben, die Klassen sind jedenfalls größer.
Hast Du denn mal, wenn wir hier von Förderbedarf Lernen reden, an eine inklusive Beschulung gedacht, eventuell dann mit Schulbegleitung? Vielleicht auch Partner- oder Koop-Klassen, also in Regelschulen in Zusammenarbeit mit Förderschule)?

Du kannst an Förderschulen, die in Frage kommen, um einen Gelegenheit zum Hospitieren bitten, dann bekommst Du ein Bild.

Grüße
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Beitragvon kmotley » 24.01.2019, 09:41

Vielen Dank für eure Antworten.

Ob sie generell für DIAFÖ in FRage kommt, ich glaubs eigentlich nicht. Aber die Ärzte SPZ sagen sie hätte so gutes Potential und auch beim IQ Test lag sie ja bei 84. FS L da schon eher. Ich denke es wäre ein VErsuch mit DIAFÖ, runter geht's leichter als rauf.

Unsere Tochter ist weitgehend selbständig. Insgesamt etwas langsamer im Gehtempo und auch graphomotorisch ist es doch eher schwierig. Sie kann ausmalen, jedoch nichts erkennbares malen. Der Ergo meint sie wird schon Schwierigkeiten mit dem lernen von schreiben etc bekommen. Und beim großen Toilettengang müßte, denke ich, ein wenig unterstützt werden.



Daher würde sich die K Schule schon gut eignen. Aber eben mit dem für uns extremen Nachteil der Tagestättenpflicht. Das kommt für uns definitiv nicht in Frage.
Sie würde um 6.30 geholt und nach 17 Uhr gebracht werden weil es extrem weit von uns entfernt ist und die nächsten Jahre leider eine Umgehung gefahren werden muss. Somit wären es je nach Verkehr 3 Stunden Fahrtzeit. Das geht einfach nicht, und ich glaube da würde SIe daran zerbrechen. Auch da sie sich sehr schwer tut mit von Zuhause weg. NIcht für 5/6 Stunden, definitiv aber für so einen Zeitraum.

Partnerklassen gibt's auch nur in dieser Entfernung. Koop kommen nicht zu stande laut Schulamt.

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Beitragvon kmotley » 24.01.2019, 09:42

JohannaG oder auch Engrid,

wer entscheidet denn ob Schulbegleitung oder nicht.

Ich les und les und weiß gar nicht so genau wo ich es definitiv richtig nachlesen oder erfragen kann. Es gibt so viele unstimmige Aussagen.

:cry: :cry:

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Beitragvon kmotley » 24.01.2019, 09:44

Dazu kommt leider noch eine schwere Erkrankung von mir, mit großer Schädel-OP und allem was dazu gehört.
Viele starke Medikamente blockieren mein denken gerade enorm.

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Beitragvon Engrid » 24.01.2019, 09:44

IQ-Test 84, da würde ich echt sehr über Einzelinklusion mit Schulbegleitung an der Regelschule nachdenken. Wegen graphomotorischer Probleme zb könnte sie einen Nachteilsausgleich bekommen. (dass sie größer schreiben darf, weniger schreiben muss, dass ihre Schulbegleitung für sie mitschreibt, sowas).
Sie kann in der Schule zielgleich unterrichtet werden (dann hängt die Latte zum Lernen so hoch wie bei Regelschülern), oder zieldifferent Förderbedarf bzw Lehrplan Lernen (dann hat sie mehr Zeit, mehr Spielraum).

Ob SB oder nicht, entscheidet das zuständige Amt (Jugendamt oder Bezirk, je nachdem ob Ihr eine Körperbehinderung dabei habt). Allerdings nicht nach Lust und Laune, sondern nach Rechtsgrundlage (im Rahmen der Eingliederungshilfe, aufgrund der Behinderung, konkret hier Hilfe zur angemessenen Schulbildung). Die SB muss fachlich gut begründet werden (am besten Facharzt), und am besten von der aufnehmenden Schule unterstützt.
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__53.html
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__54.html
Die Ämter wollen gerne sparen, aber das ändert nichts am Grundrecht. :wink: Im ungünstigen Fall muss man halt kämpferisch sein. Einen Versuch ist es jedenfalls wert, wenn das Amt dem Antrag schon anmerkt, dass Ihr Eure Rechte kennt, sieht es schon ganz gut aus. Und die Info bekommst Du ja hier aus dem Forum.
Versuch macht kluch.
Unzufriedenheit mit der Beschulung ist ja auch ein großer Energieräuber.

Zur Info zum Thema Schulbegleitung (übrigens ein super Anwalt): https://www.schulberatung.bayern.de/imp ... o_2011.pdf

Oh Mann, das tut mir leid, dass Du krank bist. hast Du die OP schon hinter Dir? Alles Liebe und gute Besserung! 💪

Grüße
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Beitragvon Alexandra2014 » 24.01.2019, 10:12

Hallo!

Ich würde mich Engrid vollumfänglich anschließen.

Einzelintegration in der Regelschule...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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