Hilfestellungen an das KInd in Förderschule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Anna-Nina
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Beitragvon Anna-Nina » 25.01.2019, 21:06

Meine Tochter hatte genau die selben Probleme. Ich habe sie dann ein Jahr zurückgestellt. (Aber sie war auch August Kind)....
In diesen Jahr lernte sie die wesentlichen Dinge alle noch. Schuhe richtig herum, Schleife binden, Reisverschluss und Toilette.....
Momentan besucht sie die Regelschule mit Schulbegleitung, weil wir die Frist für Inclusion letztes Jahr verpasst haben. Ab nächsten Schuljahr oder wenn möglich schon früher wird sie Inclusiv beschult werden an einer anderen Regelschule hier ums Eck - vermutlich über K-Schule. Laut dieser Schule wird sie dort mit einem extra Bus hingebracht und bekommt einen FSJ/BFD rund um die Uhr und eine Fachkraft für 6 h die Woche mit in die Schule.

Sie hat im Moment auch einen IQ-Wert knapp über der LB - und ich möchte ihr einfach ermöglichen, dass sie evtl. nochmal zurückswitchen kann in die Regelschule wenn es ihr besser geht. (Sie hatte jetzt 6 Jahre eine unbehandelte Epilepsie und bekommt gerade erst Medis seit kurzer Zeit)...

Ich selber informiere mich schon seit zwei Jahren über Inclusion etc. und irgendwie habe ich das Gefühl, keiner weiss so wirklich wie es läuft. Ich bekomme seit zwei Jahren ständig andere Aussagen (alles sehr vage und irgendwie nichts konkretes - ich habe mir schon so den Kopf zerbrochen).
Ich habe das Gefühl - die Ämter versuchen einen mürbe zu machen damit man doch einfach auf eine Förderschule geht.
Jetzt wo ich klip und klar gesagt habe, es gibt für mich nur Inclusion und nichts anderes. Auf einmal ist alles so easy möglich - Bus wird finanziert, Schule direkt 5 km weiter etc. Und davor haben sie mir nichts dergleichen gesagt. Entweder die wussten wirklich alle nicht was es gibt und wie es geht oder man versucht hier wirklch die Eltern zu verunsichern, damit es billiger und einfacher für die Ämter wird....Finde ich auf jedenfall schon sehr komisch alles.....

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 25.01.2019, 22:16

Hallo Anna-Nina,

ein Förderschulbesuch + Schülerspezialverkehr ist in der Tat „kostengünstiger“, als Inklusion mit Schulbegleitung.

Ein Jugendamtmitarbeiter hat mir das mal anvertraut (wir wollten ja auch nichts von ihm :wink: ), dass er lieber die private Förderschule + Sammeltaxi bezahlt, als für jedes Kind eine Schulbegleitung, da viel teurer.

Uns hat man damals allerdings tatsächlich Richtung Inklusion „gedrängt“. Das war aber auch im ersten Jahr, als Inklusion umgesetzt werden „musste“. Vielleicht brauchten sie an unserer Schwerpunktschule noch ein Vorzeige-I-Kind... :roll:

Die Schulleitung hat sich mit Händen und Füßen gewehrt; das konnte nur schiefgehen.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

kati543
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Beitragvon kati543 » 26.01.2019, 10:27

Hallo Alex,
Inklusion schließt Schülersonderbeförderung nicht aus. Die wohnortnahe Beschulung kann durchaus auch 2 Ortschaften weiter weg stattfinden. Die „Taxifahrt“ für das einzelne Kind, da wirklich Einzelbeförderung, ist teurer als jeder Sammeltransport im Kleinbus für Förderschulen. Für den Schüler und die Eltern hat es natürlich den unglaublichen Vorteil, dass auf Stundenplanänderungen sofort reagiert werden kann. Ich musste beim Taxiunternehmen nur anrufen. Denen war es egal, ob das Kind früh 8:00 Uhr oder 10:00 Uhr gefahren wurde....genauso nachmittags. Kind ruft zu Hause an und sagt, es fällt die letzte Stunde aus, dann habe ich eben beim Taxi angerufen.
Aber leider funktioniert Inklusion nur in der Grundschule noch in sehr wenigen handverlesenen staatlichen Schulen, die weiterführenden Schulen kann man vergessen.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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