Diagnose ADS - und nun?

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

NicoleJJ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 01.08.2015, 21:42

Diagnose ADS - und nun?

Beitragvon NicoleJJ » 23.01.2019, 09:15

Hallo an alle,

mein Sohn (6 3/4) hat Kleinhirnathrophie und Ataxie. Gleichgewichts- und Wahrnehmungsstörungen. Er ist seit letztem Jahr in der Schule. Auf einer Förderschule.

Wir haben letzte Woche die Diagnose ADS bekommen. Wie es weitergeht wird im April im SPZ besprochen.

Ich beschreibe mal kurz sein Verhalten:
Er braucht schon immer klare Strukturen. Die bekommt er so gut es geht.
In der Schule läuft es im Unterricht (strukturierte Fäche wie Mathe oder Deutsch) super. Sehr konzentriert und mit freude dabei. Aber Musik, Sport oder auch Therapie, oder Essen und Freizeit ist eine Katastrophe... Er schreit sehr viel sagt die Lehrerin. Er möchte am liebsten die Therapeutin oder Betreuerin nur für sich haben. Er ist dann auch frech in solchen Situationen.
Dabei ist er eigentlich total lieb und auch verkuschelt. Er braucht viel Körperkontakt bzw. Halt.
Er haut auch viel die anderen Kinder in der Schule. Das ist zuhause nicht so.

Wir werden jetzt versuchen, die Schultage zu verkürzen. Es ist eine gebundene Ganztagsschule. Warte noch auf ein Attest.. dann kann ich das beantragen.

Meine Frage ist jetzt eigentlich... passt das alles zu ADS oder könnte da noch etwas anderes schlummern?

Also das schreien ... er schreit einfach ganz laut los lt. Lehrerin. und auch das hauen... Aber im Unterricht (strukturierter) kann er sich super konzentrieren.... passt das trotzdem zu ADS?

Ich habe große Angst vor den Medikamenten... Ritalin z.B. Einige raten mir davon ab... Aber was soll man denn sonst machen??

Achso zur Zeit nimmt er noch das Medikament Propeverin gegen das Einnässen. Der Kinder-Urologe meinte, dass dieser Wirkstoff wohl auch aggressiv machen kann...


Vielen Dank fürs lesen :-)
LG Nicole

Werbung
 
JennyK
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 238
Registriert: 10.05.2018, 15:23
Wohnort: NRW

Beitragvon JennyK » 23.01.2019, 09:49

Kinder mit ADS können bei Sachen, die sie interessieren, sehr konzentriert sein, vor allem, wenn das Umfeld passt, was bei euch im Unterricht wohl der Fall ist. In unklaren Situationen kann es aber zu Überreizung kommen, das passt zu den Fächern Kunst, Musik, Sport etc. Folge kann auch Aggressivität sein, trotzdem würde ich überlegen, ob es eine Nebenwirkung des Mediamentes ist. Zuhause treten Aggression und Schreien nicht auf, nimmt er da das Medikament nicht? Oder ist es bei euch einfach so strukturiert und ruhig, dass er gar nicht in eine Überreizung komm?
Mein Sohn ist auch zuhause ausgeflippt, wenn ich Anforderungen an ihn gestellt habe.

Wenn ihr jetzt die Diagnose bekommen habt, was wurde euch da geraten? Eigentlich müsste doch bei dem Gespräch zuindest angesprochen worden sein, wie es weitergehen kann. Jetzt bis April zu warten, finde ich komisch.

Uns hat Ritalin bzw. Medikinet echt geholfen, für meinen Sohn war es die Rettung. Er ist innerhalb kürzester Zeit von einem als nicht beschulbar bezeichneten Schüler zum Klassenbesten geworden und hat endlich die Möglichkeit, ein Teil der Klassengemeinschaft zu sein. Aber es ist kein Wundermittel und da es bei euch noch nicht ganz klar ist, würde ich einen zeitnahen Termin bei der Stelle machen, die Diagnostiziert hat und dort besprechen, wie es weiter geht. Wie hoch ist der Leidensdruck bei eurem Sohn?
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt

NicoleJJ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 01.08.2015, 21:42

Beitragvon NicoleJJ » 23.01.2019, 12:41

Hallo Jenny,

also vom Prinzip warten wir jetzt bis April. Da wird dann besprochen wie es weitergeht.

Wir sind tatsächlich zuhause schon sehr strukturiert. Das machen wir unterbewusst schon seit Jahren so. Es ist nicht immer alles Friede/Freude/Eierkuchen zuhause. ABER nicht so extrem, dass er rumschreit.. Gestern wurde er sogar aus der Gruppen-Therapie rausgenommen weil er so geschrien hat.

Das Medikament Propeverin nimmt er morgens 2 und abends 1. Da haben wir Ende Januar wieder einen Termin... kann dann sein, dass diese abgesetzt werden.

Kann denn z.B. Ritalin abhängig machen??

LG und vielen Dank
Nicole

SandyErgo
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 300
Registriert: 07.09.2017, 13:18

Re: Diagnose ADS... und nun?

Beitragvon SandyErgo » 23.01.2019, 13:18

Er braucht schon immer klare Strukturen. Die bekommt er so gut es geht.
In der Schule läuft es im Unterricht (strukturierte Fäche wie Mathe oder Deutsch) super. Sehr konzentriert und mit freude dabei.
..... oder Essen und Freizeit ist eine Katastrophe...
Er schreit sehr viel sagt die Lehrerin. Er möchte am liebsten die Therapeutin oder Betreuerin nur für sich haben. Er ist dann auch frech in solchen Situationen.

Dabei ist er eigentlich total lieb und auch verkuschelt. Er braucht viel Körperkontakt bzw. Halt.

Er haut auch viel die anderen Kinder in der Schule. Das ist zuhause nicht so.

Also das schreien ... er schreit einfach ganz laut los lt. Lehrerin. und auch das hauen... Aber im Unterricht (strukturierter) kann er sich super konzentrieren.... passt das trotzdem zu ADS?
Ich habe jetzt mal das "stehenlassen", was auch auf meinen Sohn zugetroffen hat. Zusätzlich kam bei uns noch dazu, dass er sich über andere lustig gemacht hat, Äußerungen gebracht hat - wie z.B. "deine Mama ist tot" > sich dann drüber tot gelacht hat, wenn das jeweilige Kind dann angefangen hat zu weinen. In der Schule wurde einiges (mit Absicht) zerstört. Und Dinge vergessen war auch ein großes Thema (Turnzeug, Zeichenzeug, ....).

Bei uns wurde dann festgestellt, dass er in der Schule wohl unterfordert ist. War, trotz sprachlicher Defizite, nach Ablehnung durch die Sprachheilschule auf eine Förderschule L eingeschult worden.
Nach der Diagnose ADHS wurde mit der Medikation (Ritalin) begonnen. Außerdem hat er die Schule gewechselt und ist jetzt auf einer FS Sozio-Emotional, die mit Regelplan arbeitet. Und seitdem ist das Kind wie ausgewechselt. In den 1,5 Jahren seit Schulwechsel gab es keine einzige Beschwerde aus der Schule - früher war ich froh, wenn mal eine Woche Ruhe war.

Zum Thema Ritalin - auch wenn viele dem Thema Medikation skeptisch gegenüber stehen > uns hat es gut geholfen.
Man kann im Tagesablauf sofort feststellen, wenn er es einmal vergessen hat.
Abhängig werden kann man, so weit ich weiß, nicht davon. Theoretisch könnte man es an den Wochenenden oder in den Ferien auch weglassen. Aber ich merke, dass mein Sohn dadurch wirklich viel besser verträglich ist und dadurch auch weniger Konflikte mit der pubertierenden Schwester entstehen. Und ich glaube, für ihn wären die Schwankungen im Verhalten auch schwerer zu ertragen und zu verstehen.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1887
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 23.01.2019, 14:18

Kann denn z.B. Ritalin abhängig machen??
Unser KJP hat uns erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit, später mal eine Abhängigkeit (von Drogen, Alkohol, etc.) deutlich größer ist, wenn ein AD(H)S-Kind nicht medikamentös behandelt wird. Weil spätestens dann, wenn sie die ersten Erfahrungen mit bewußtseinsverändernden Substanzen machen (also ab Teenageralter) "behandeln" sich viele selbst und werden dadurch süchtig.

Der übliche Weg bei Medikation durch Ritalin oder ähnliche Präperate im Kindesalter ist der, dass das Kind durch die Veränderung im Hirnstoffwechsel überhaupt erst mal die Chance auf andere Wege (mit Frust oder Konflikten umzugehen) ERMÖGLICHT bekommt, die es dann nach und nach in sein Verhaltensreportoire aufnimmt. Mit der Zeit ist das verinnerlicht. Im Teenageralter wird dann nach Möglichkeit versucht, das Medikament wieder abzusetzen und im besten Fall kann das Kind die mit Hilfe des Medikaments erlernten Verhaltensweisen auch noch anwenden, wenn es abgesetzt ist.

Wir haben bei unserem Sohn (ADHS neben Asperger Autismus) lange keine Medikation probiert, weil er schulisch (leistungsmäßig) durch seine hohe Intelliegenz die fehlende Konzentration gut kompensieren konnte. Doch mit der Zeit wurde der Leidensdruck durch die soziale Isolation immer größer.

Durch seine Art (bekommt unvermittelt Kreischanfälle, wenn ihm was nicht passt, extrem niedrige Frusttoleranz,...) wollen die meisten Kinder mit ihm nichts zu tun haben. In 2 1/2 Schuljahren wurde er kein einziges Mal bei einem anderen Kind eingeladen. Beim letzten Geburtstag haben alle 7 Kinder, die mein Sohn einladen wollte, abgesagt. Und zu Hause kommen so Fragen wie "Mama, warum hat mich außerhalb meiner Familie niemand lieb?" oder "Ich will aber auch einmal, dass ein Freund bei mir übernachtet!".

Zu Hause ist es sehr schwer, ihn zu etwas zu motivieren (z.B. einer Radtour) auch wenn ihm die Sache eigentlich Spass macht. Alles, was wir bisher an Kursen uns ähnlichem angeboten haben hat entweder gar nicht geklappt oder mehr schlecht als recht.

Sport-Diagnostik welche Sportart geeignet ist -> Verweigerung und Vortäuschung eines Anfalls, Kung Fu - kein Interesse das zu machen, was alle machen, Programmierkurs - immer wieder gestört, die Befehle waren "zu lang", Skikurs und Schwimmkurs zwar abgeschlossen, aber mit sehr viel Trara und immer wieder Beschwerden wegen seinem Verhalten,...

Das war es, was uns letztendlich dazu bewegt hat, eine Medikation zu versuchen. Wir sind gerade erst in der Probephase und wissen nicht, wohin der Weg uns führen wird. Aber so, wie es die letzten Monate gelaufen ist, wurde nichts besser, nur alles langsam aber sicher noch schlechter.

Ich erwarte mir vom Ritalin keine Wunder und weiß auch noch nicht, ob wir dabei bleiben werden. Aber wir werden es ernsthaft versuchen und nebenbei auch noch erst mal Psychotherapie und vielleicht später mal Neurofeedback ausprobieren.

Selbst habe ich sehr wahrscheinlich auch (nie diagnostizierte) ADHS. In der Hauptschule wurde ich extrem gemobbt, was schließlich zu Selbstmorddrohungen meinerseits (als ich 12 war) und zum abrupten Schulwechsel geführt hat. Ich kann absolut nicht sagen, ob es mir mit Medikamenten BESSER gegangen wäre und das "was wäre gewesen, wenn..." halte ich auch nicht für zielführend. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schlimm es sein kann, isolierter Außenseiter zu sein. Allein daher schon wünsche ich mir für meinen Sohn eine Möglichkeit zu sozialen Kontakten und Freundschaften. Ich weiß von einigen AD(H)S-Kindern, wo das durch Ritalin überhaupt erst möglich wurde und wo sich die Situation sowohl schulisch als auch zu Hause durch das Medikament deutlich gebessert hat.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2404
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitragvon IlonaN » 23.01.2019, 14:24

NicoleJJ hat folgendes geschrieben:

Kann denn z.B. Ritalin abhängig machen??
Also mein Sohn hat vom 8.- bis zum 16. Lebensjahr Ritalin genommen und er ist heute mit 20 nicht abhängig
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

NicoleJJ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 01.08.2015, 21:42

Beitragvon NicoleJJ » 25.01.2019, 09:11

Guten Morgen,

vielen lieben Dank für die Antworten und Lisaneu auch für den ausführlichen Bericht. Ja diese soziale Isolation ist auch schwer für uns. Mein Sohn ist gerne alleine, möchte ABER auch Freunde haben. Und das ist so ein schwieriges Thema. Ich halte noch an 2-3 Kita-Freunden fest, weil die Eltern um die Problematik wissen und auch die Kinder noch gerne mit Ihm spielen. Aber jetzt in der Schule wird es tatsächlich schwieriger.... noch wenden die Kinder sich nicht ab... aber bald eventuell.

Danke Lisaneu für diesen ausführlichen und ehrlichen Bericht. Auch Ilona danke... ich werde mich mehr mit dem Thema belesen. Und vielleicht sollte man einfach mal testen :-)

LG Nicole

Jakobspapa
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 157
Registriert: 31.03.2017, 08:37
Wohnort: Allgäu

Beitragvon Jakobspapa » 26.01.2019, 21:38

Hallo Nicole,

alle Substanzen, die auf das dopaminerge System wirken, können prinzipiell süchtig machen. Es ist eine Frage der Dosis, und die liegt bei einer ADHS-Medikation deutlich unter der, die man beim Konsum als Droge einsetzten würde. Der Wirkstoff ist als "Betäubungsmittel" klassifiziert, obwohl er eigentlich genau das Gegenteil macht: es handelt sich um eine Stimulans.

Lästig können (müssen aber nicht) allerdings einige Nebenwirkungen sein, darunter Appetitlosigkeit, Schlafprobleme, Kopf- und Bauchschmerzen. Mit wirklich schwerwiegenden Nebenwirkungen musst Du meines Erachtens nicht rechnen, auch wenn das im Beipackzettel steht (die Hersteller sichern sich damit ab; ich empfehle immer den Vergleich, was z.B. alles im Beipackzettel bei Aspirin, Paracetamol etc. steht). Dein Sohn wird vorher ausgiebig untersucht (EEG, EKG, Blutwerte, ...), und der Wirkstoff ganz langsam aufdosiert.

Angst müsst ihr davor nicht haben. Wir hatten ebenfalls sehr große Bedenken, und haben uns viel zu lange und unnötigerweise gegen eine Medikation gesträubt. Rückblickend hätte das unserem Großen aber sehr viel Leid ersparen können. MPH wird seit etwa 50 Jahren eingesetzt, und darf imho durchaus als sicher betrachtet werden.

Sollte das Medikament nicht wirken (ist wohl bei ~15-20% der Kinder der Fall): absetzen. Wenn die Nebenwirkungen unerträglich sind, und nicht verschwinden: absetzen. Zu verlieren habt ihr damit eigentlich nichts (und dann gibts auch noch andere Präparate, aber alles zu seiner Zeit). Wenn es wirkt, hat Dein Sohn eine Chance auf ein einigermaßen normales Leben mit Freunden und Erfolgserlebnissen, und ggf. auch erst die Möglichkeit, von anderen Therapien zu profitieren; bei unseren Kindern ist das der Fall. Ich möchte gar nicht wissen, wo wir heute ohne die Medikamente wären...

Alles Gute!
Markus

NicoleJJ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 01.08.2015, 21:42

Beitragvon NicoleJJ » 14.02.2019, 09:07

Hallo Markus,

auch dir vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Gerade heute hatte ich wieder einen Anruf von der Lehrerin, dass ich ihn ab jetzt früher abholen kann. (es ist eine gebundene Ganztagsschule). Aber das ist anscheinend zur Zeit zu viel. Er schreit immer mehr und lauter und haut auch sehr viel :(

Unser nächster Termin wäre erst Ende April. Ich habe aber im SPZ um einen schnelleren Termin gebeten. Mal sehen... Ich denk wir kommen um Medikamente nicht rum... ich möchte ja auch, dass es für ihn erträglicher wird.

LG Nicole

Werbung
 
NicoleJJ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 01.08.2015, 21:42

Beitragvon NicoleJJ » 15.03.2019, 11:18

Hallo,

das Thema geht weiter. Wir bekommen keine Medikamente. Ich bekomme bald einen Termin im SPZ. Die Lehrerin und Erzieher sollten 2 Wochen lange ein Protokoll führen über das Verhalten von meinem Sohn. Das haben Sie auch gemacht und es an die Diagnostikerin geschickt.

Diese hat dann geantwortet und einen "Tipp" gegeben wie sie diese Situationen am besten händeln.
So nun gestern hatten wir wieder einen Eintrag im Mutti-Heft, in Rot sogar. Dass er wieder nur geschrien hat (in Sport ganz schlimm) und wohl auch gehauen. 5 Erwachsene hatten wohl ganz schön zu tun.

Also ganz ehrlich... mein Sohn ist fast 7 und wiegt 23 Kilo. Und zuhause haben wir das nicht so. Es ist kein Zuckerschlecker, aber die in der Schule stellen es so da als sei es unmöglich mit ihm zu "arbeiten".
So langsam kommt mir der Verdacht, dass sie unbedingt Medikamente wollen. Also ich weiß nicht....

Es wurde mir immer gesagt, dass es gerade am Nachmittag ganz schlimm sein mit ihm. Seit 2 Wochen hole ich ihn ab, und das auch früher (es ist eine gebundene Ganztagsschule mit Schulbus nach hause). Und ich horche immer erst an der Tür. Mein Sohn ist der ruhigste oder zumindest fast. Ich habe ihn noch nicht in Action erlebt (also in der Schule so wie die es beschreiben).
Wenn ich komme malt oder bastelt er.

Eigentlich sind die Pädagogen sehr lieb und wollen helfen. Es ist nicht so, dass sie in abschreiben oder so... die versuchen mit uns einen "Schlachtplan" zu erarbeiten. ABER... ganz erhlich... das sind doch Sonderpädagogen... was soll ich denn da machen. Die möchten sich nächste Woche wieder mit mir zusammensetzten und die Lage besprechen.

Wer kennt diese Situation...? Und würden da Medikamente vielleicht wirklich helfen?
Die Ärztin bzw. Diagnostikerin geht bis jetzt noch nicht drauf ein... auf die Frage nach Medikamenten...

Achso mir kommt noch der Gedanke nach einer Einzelfallhelferin... wäre das etwas für uns, also für die Schule meine ich?

Und wäre eine Tagesklinik vielleicht hilfreich??


Vielen lieben Dank
Nicole


Zurück zu „Krankheitsbilder - ADS/ADHS“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste