Darf der Kindergarten über den Schulbesuch entscheiden?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Beitragvon Moni2006 » 24.01.2019, 17:46

s.till hat geschrieben:Hallo Moni,

das verstehe ich dann wirklich nicht warum sie nicht weiter auf die Schule gehen soll! Ein Nachbarskind geht mit dem Schwerpunkt Geistigeentwicklung, Störung der Kommunikation und Sozialverhalten auf die Schule. Sie hat FAS.

Lg
Susanne


Hallo Susanne,

dein Nachbarskind geht auf die Dr.-Karl-Kroiß-Schule? Auf der HP der Schule steht, überall bei normaler Begabung (Beschulung) außer bei gehörlosen bzw. Schwerhörigen, da steht nichts von normaler Begabung, dass steht gar nichts mh.... :?

Meinst du, deine Nachbarin wäre vielleicht bereit sich kurz auszutauschen?

Liebe Grüße und schon mal Danke für die Info

Moni

@ all, ich antworte später noch allen.
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Beitragvon Moni2006 » 24.01.2019, 19:45

Lisaneu hat geschrieben:
Moni2006 hat geschrieben:Ob das Mädchen hört? Nun lt. Kindergarten merkt Sie nicht, wenn die Batterien leer sind, es macht für Sie lt Kindergarten kein unterschied. Lt. Kindergarten reagiert sie manchmal auf Ihren Namen nicht immer. Zuhause, ich bin sehr oft bei der Familie reagiert sie auf ihren Namen wenn die Eltern Sie rufen, auch wenn ich Sie rufe. Früher nur wenn Sie hingeschaut hat gestern habe ich festgestellt, dass Sie die Mutter hört, wenn Sie Ihr Gesicht nicht sieht und auch nicht neben ihr ist sonder 5 oder mehr Meter weiter entfernt ist.

Sie hält sich auch immer öfters wenn ihr ein Geräusch zu laut wird z.B die Mutter benutzt den Staubsauger oder das Rührgerät die Hände vor den Ohren, damit es nicht so laut ist. Von den Lippen ablesen kann Sie leider aber nicht.


Mein 6j 1/2jähriger Sohn hat seit bald 5 beidseitig CIs. es ist bei ihm ähnlich, er reagiert auf seinen Namen und nimmt teilweise auch Lärm wahr, wenn er die CIs trägt. Das reicht aber bei ihm bei weitem nicht für eine lautsprachliche Beschulung.

Ich bin mit einer Frau mit Usher Syndrom befreundet, die beidseitig CIS hat, aber trotzdem nicht ausreichend für den Spracherwerb hört. Und das trotz jahrzehntelanger, regelmäßiger Logopädie bei einer sehr guten (gebärdensprachkompetenten) Logopädin. Sie trägt die CIs trotzdem, hat sich auf einer Seite auch re-implantieren lassen (weil das Implantat technisch total veraltet war) und bekommt auch bald neue Prozessoren. Sie ist Mutter von zwei Kleinkindern und mit den CIs hört sie, wenn ein Kind schreit oder wenn was schweres runterfällt, und kann reagieren. Da sie durch das Usher Syndrom auch fast blind ist will sie auf diese zusätzliche Möglichkeit, Geräusche zu hören, nicht verzichten.

Sie wurde übrigens in einer guten bilingualen Klassen beschult, hat Hauptschulabschluss und arbeitet am ersten Arbeitsmarkt in einem Bürojob (trotz ihrer Behinderung!).

Moni2006 hat geschrieben:Das mit den Spiel-Audiogramme ist eine gute Idee. Ich war bis jetzt nie dabei wenn die Familie in die HNO Klinik (CI Zentrum) gegangen sind, aber gestern hat mich die Mutter gebeten, dass nächste Mal dabei zu sein, damit man besprechen kann, warum das Kind noch immer nicht richtig hört und spricht.

Lt. der SVE kann an der Schule wo das Mädchen gehen soll auch einige gebärden. Angeblich kann die Frühförderinn die von der Einrichtung sehen kommt auch gebärden. Sie kann es definitiv nicht. Ich war bei einigen Förderstunden dabei. Die Frühförderrin kommt von dem Blindi.


Achtung, es reicht nicht wenn "einige" Leute, mit denen das Kind hin und wieder mal zu tun hat "ein bißchen" gebärden können! Wenn das Kind bisher nicht ordentlich Gebärdensprache gelernt hat (ob wegen zu wenig Möglichkeiten oder aus anderen Gründen sei dahingestellt) dann VERSTEHT es nicht und muss erst mal die Sprache lernen, BEVOR sie in dieser Sprache beschult werden kann! Da ist es, wie mit jeder Sprache: es müssen Personen da sein, die die Sprache GUT beherrschen, damit das Kind sie lernen! Und zwar nicht nur eine (Förder-)Stunde pro Woche, oder eine "Gebärde der Woche" als Tralala im Kindergarten, sondern täglich! Wenn das trotzdem nicht klappen sollte, hat es eine andere Ursache.

Vergiss nicht, dass das Kind dann in DIESER Sprache den gesamten Grundschulstoff lernen soll! Auch wenn sie statt 4 Jahre dazu 5 Jahre Zeit hat, ist das gewaltig viel. Und es gibt vermutlich jetzt schon Defizite in Sachen Wissen, weil das Mädchen bisher nicht gehört hat. Es muss eine Möglichkeit zur Kommunikation gefunden werden, um ein Kind zu beschulen. Ob das (deutsche) Lautsprache ist, Gebärdensprache (in eurem Fall vermutlich DGS) schriftliches deutsch (bei meinem gehörlosen, autistischen Sohn der beste Kommunikationskanal) oder über einen Talker,...

...solange es diese Kommunikationsmöglichkeit nicht gibt kann man nicht sinnvoll beschulen, Förderschwerpunkt egal!

Wie erklären die Eltern dem Kind was? Wie weiß es, was als nächstes passieren wird, was für morgen geplant ist, wann sie in den Kindergarten geht und wann nicht,...?

Manche Dinge lassen sich in Gebärdensprache leicht ausdrücken: DU-SCHWIMMEN ist eine einfache Gebärde, um zu fragen, ob das Kind schwimmen gehen will oder um es dazu aufzufordern. Aber wie fragt man: "Willst du einmal in der Woche mit mir ins Schwimmbad fahren, um dort an einem Kinder-Schwimmkurs teilzunehmen, damit du schwimmen ohne Schwimmflügerl lernst?".

Es ist einfach einem Kind zu erklären, dass es krank ist: DU-KRANK - 2 Gebärden. Aber wie erklärt man "Du kannst jetzt 2 Wochen nicht in den Kindergarten weil du eine ansteckende Augenentzündung hast!".

Führe dir vor Augen, dass ansonsten gesunde gehörlose Kinder (wie sie die "Förderschule hören" besuchen) zum Zeitpunkt des Schuleintritts das alles nicht nur verstehen, sondern auch selbst auf diesem Niveau gebärden können!

Moni2006 hat geschrieben:Ich habe den Eltern empfohlen sich zumindest die andere Schule mal anzuschauen.

Ich habe jetzt Dank den Tipp von euch mal das Schulamt und sein Inklusionsmitarbeiter angeschrieben. Mal schauen, ob er was sagen kann.

Falls ihr noch Ideen oder Anregungen habt, wäre ich auch dankbar. Schon mal vielen lieben Dank dafür.


Bei allen Bedenken wegen der Schulwünsche der Eltern: ich finde ganz toll, wie du dich für diese Familie einsetzt!

Eine Anregung wäre, dich mal mit einer regionalen Gehörlosen-Vereinigung zu vernetzen um eine Möglichkeit zu finden, wie das Kind seine Gebärdensprachkenntnisse bis zum Schuleintritt noch deutlich verbesseren kann.

Parallel würde ich nach Organisationen oder Personen suchen, die euch bzw. die Eltern des Mädchens in Sachen "unterstütze Kommunikation" beraten können.

Nach einigen Monaten wird sich zeigen, welche Kommunikationmöglichkeit vom Mädchen besser angenommen werden kann. Dann braucht ihr vermutlich nur noch dort "weiter arbeiten".

Alles, alles Gute, ich wünsche Dir die bestmögliche Schule für das Kind!


Hallo Lisaneu,

dann gibt es wohl doch mehr Menschen die trotz CI schwer oder kaum hören lernen und somit das sprechen.

Es wird jeden Tag im Kindergarten gebärdet. Aber anscheinend bringt es nicht viel. Vielleicht braucht Sie andere Kommunikationswege.

Wegen der "unterstützende Kommunikation" habe ich bereits gestern jemanden angeschrieben. An der Körperbehindertenschule wird sowas Angeboten. Ich habe angefragt, ob auch Kinder die die Schule nicht besuchen beraten werden können. Antwort bleibt noch abzuwarten.

Danke für deinen Beitrag, deine Impulse und Erfahrungsbericht.

Liebe Grüße

Moni
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Beitragvon Moni2006 » 24.01.2019, 19:48

Anne_mit_2 hat geschrieben:Hallo Moni,

ich möchte nochmal in dieselbe Kerbe wie Lisaneu schlagen: Wenn ein normales Kleinkind (nicht Baby!) eine Sprache lernen muss (Umzug in anderes Land etc), dann ist das wirksamste, es in eine Umgebung zu bringen, wo sich alle in dieser einen Sprache verständigen, und es dieser Sprache täglich lange Zeit -- natürlich in der notwendigen Geborgenheit -- auszusetzen. Es wird dann aus dem, was es sieht, seine ersten Schlüsse ziehen und soviel aufsaugen, dass es irgendwann anfangen kann erste aktive Kommunikationsversuche zu starten.

Wenn die visuelle Wahrnehmung eingeschränkt ist, mehrere (im schlimmsten Fall strukturell sehr verschiedene) Sprachen darum herum sind und es noch dazu wenig 1:1 gibt, dann sind also die Chancen um ein Vielfaches schlechter.

Viele Grüße,
Anne


Hallo Anne,

es wird ja seit 2 Jahren im Kindergarten gebärdet. Aber irgendwie warum auch immer funktioniert es nicht so :?

Ich sehe es aber genau so wie du.

Liebe Grüße und deine für deinen Beitrag.

Moni
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Beitragvon s.till » 24.01.2019, 20:12

Hallo Moni,

ich glaub nicht, dass unsere Nachbarin bereit ist sich auszutauschen, da sie mit uns nicht mehr redet....
Schau mal das steht auf der Homepage der Schule bei wir über uns:

4. Zielgruppe

Die Förderangebote richten sich an Menschen mit Förderbedarf im Schwerpunkt Hören und Kommunikation.
Darüber hinausgehender Förderbedarf kann bestehen in der Sprache, im Lernen, in der körperlichen und motorischen Entwicklung, im Sehen sowie in der sozialen, emotionalen und geistigen Entwicklung.

Bei entsprechendem Förderbedarf können auch hörende Kinder hörgeschädigter Eltern sowie junge Menschen mit kinder- und jugendpsychiatrischer Diagnose (z. B. mit Asperger-Syndrom) die Förderangebote des Förderzentrums nutzen.

Zur Förderung von Menschen mit erhöhtem Betreuungs- und Pflegebedarf müssen entsprechende personelle, organisatorische, sachbezogene und räumliche Voraussetzun-gen gegeben sein bzw. geschaffen werden können.

In der „Offenen Schule“ des Förderzentrums finden auch junge Menschen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf die für sie angemessenen Lern- und Förderangebote 

Auf die Schule gehen auch autistische Kinder.

Lg
Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Asperger Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg :D Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,aG,B,H
B*2008 ADS

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Beitragvon Moni2006 » 24.01.2019, 22:08

Hallo Susanne,

schade, dass eure Nachbarin sich gegenüber so verhält. Danke fürs Einkopieren. Ich habe immer unter Grundschule und dann auf Zielgruppe. Am besten wird es wohl sein ein Termin mit der Direktorin zu vereinbaren und alles zu besprechen.

LG und Danke für deine Hilfe

Moni
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Beitragvon JohannaG » 24.01.2019, 22:13

Hallo Moni,

ich kenne zwei Kinder, die trotz CIs nur wenig hören. Beide haben keine allgemeinverständliche Lautsprache; bei beiden haben die Eltern Gebärdensprache erlernt. Scheint es also wirklich nicht so selten zu geben.
Mehr kann ich dazu aber nicht sagen, ich bin da absolut keine Expertin

LG Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Beitragvon Moni2006 » 24.01.2019, 22:17

Vielen lieben Dank Johanna für deine Nachricht

LG

Moni
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Beitragvon Lisaneu » 24.01.2019, 22:20

JohannaG hat geschrieben:Hallo Moni,

ich kenne zwei Kinder, die trotz CIs nur wenig hören. Beide haben keine allgemeinverständliche Lautsprache; bei beiden haben die Eltern Gebärdensprache erlernt. Scheint es also wirklich nicht so selten zu geben.
Mehr kann ich dazu aber nicht sagen, ich bin da absolut keine Expertin

LG Johanna


Laut Gisela Szagun, die über 15 Jahre die lautsprachliche Entwicklung von Kindern mit CI erforscht hat, profitiert 1/4 der Kinder sehr gut und lernt normal sprechen. Ein weiteres Viertel lernt verzögert sprechen, aber immerhin. Ein weiteres Viertel ist in der aktiven Sprache ziemlich eingeschränkt (weniger Wortschatz, deutlich kürzere, einfachere Sätze, weniger passives Sprachverständnis) und das letzte Viertel profitiert kaum bis gar nicht.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

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Beitragvon Silvia & Iris » 25.01.2019, 07:22

… wobei hier sicherlich auch der Faktor "weitere Beeinträchtigungen" auch gesehen werden muss...

So wie ich das jetzt sehe, wenn Kinder bereits mehrere gröbere Beeinträchtigungen haben, dann irritiert sie dieses Input mehr, als das es nutzt...

Aber häufig zeigen es die Kinder dann selbst, doch manches mal muss man schon vorher auch überlegen, ob sich das auch auszahlt... - denn wenn die Kinder dann mit dem Kopf gegen die Wand oder Tischplatte schlagen, damit sie dieses unangenehme Gefühl wieder los werden... - da kommt es auch schon mal zu wirklichen Schäden!
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon Katja_S » 25.01.2019, 08:39

Hallo,
uns wurde damals (vor 10 Jahren) bei der CI-VU gesagt, dass selbst 20 % der Kinder, die ein CI bekommen und außer der Hörbeeinträchtigung keine Einschränkungen haben, nicht sprechen lernen. Das deckt sich ja ungefähr mit der Studie, die Lisa zitiert. Bei Kindern, die noch weitere Defite haben (wie mein Sohn die starke Hirnschädigung), sei der Anteil sicherlich noch viel größer. Man wollte uns damit deutlich machen, dass es bei unserem Sohn nicht zu erwarten wäre, dass er Lautsprache erlernt und er das CI "nur" bekommen solle, damit er mehr von seiner Umwelt wahrnehmen kann (er ist ja gleichzeitig sehbehindert und damals, als er 1 Jahr alt war, vermutete man, dass er evtl. nur 5 % sieht. Selbst das wäre Grund genug gewesen, uns für das CI zu entscheiden.
Das wäre allerdings ein Thema für einen neuen Thread und passt eigentlich nicht hierher: Die Frage, ab wann man sagen kann, dass ein Kind vom CI profitiert :D . Meiner Meinung nach ganz sicher nicht nur, wenn es durch das CI perfekt spricht (mein Sohn fällt in Lisas Einteulung zwischen die 2. und die 3. Gruppe).

So wie ich das jetzt sehe, wenn Kinder bereits mehrere gröbere Beeinträchtigungen haben, dann irritiert sie dieses Input mehr, als das es nutzt...


Solche Aussagen kann man doch ganz sicher nicht so pauschal treffen :shock: . Einen ähnlichen Tenor habe ich mal von einer entfernten Bekanten gehört, die Hörfrühförderung ist. Die hat uns mal erzählt, dass einige ihrer Kollegen an Ihrem Förderzentrum immer noch der Ansicht seien, dass schwer mehrfach behinderte Kinder kein CI bräuchten und sie den Eltern auch davon abraten würden. Auf unseren Sohn (der ja mehrere ""gröbere Beeinträchtigungen""hat) trifft die obige Aussage auf jeden Fall nicht zu, der kann mit seinem CI sogar lautspachlich kommunizieren und trägt seine SPs freiwillig den ganzen Tag und inetressiert sich sehr für Geräusche. Das würde ja bedeuten, dass man Kindern, die weitere Beeinträchtigungen haben, das CI und damit das (wenn auch künstliche) Hören (und die Chance auf einen Lautspracherwerb) von vorneherein vorenthalten müsste. Man kann einfach den Erfolg des CIs nicht vorhersagen, es ist aber für ALLE Kinder eine große Chance.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich "häufig" vorkommt, das Kinder mit dem Kopf gegen die Wand rennen, um das CI wieder loszuwerden (in absoluten Einzelfällen, ok, es gibt nichts, was es nicht gibt) . Den SP nicht zu akzeptieren und immer wieder wegmachen oder zu zeigen, dass man das "Ding" nicht mag, ok, aber das :shock:.

Sorry, wenn das jetzt etwas Off-Topic war (das Mädchen von Monis Bekannten scheint das CI ja zu tolerieren, auch wenn es nicht spricht), aber das konnte ich jetzt einfach nicht so stehen lassen :oops: .

@Moni: Es ist sicherlich gut, wenn du zu den Rehatagen mal mitgehst :D . Vermutlich haben die Eltern nicht alles so gut mitbekommen (Hörtests und Spielaudiometrie muss da sicherzumindest ab und an gemacht worden sein). Gibt es die Möglichkeit, für Arzt- und Therapeutengespräche einen Dolmetscher zu bekommen? Ich weiß ja nicht, wie gut die Eltern Deutsch sprechen. Gibt es vielleicht schriftliche Berichte? Wir bekommen immer nach unseren Rehatagen einen schriftlichen Bericht und auch den Hörtest mit nach Hause.
Wenn in der Schule auch nach Förderschul- und GB Lehrplan unterrichet wird, verstehe ich auch nicht, weshalb sie die Beschulung des Mädchens ablehnen :shock: . Bei unserer Hörgeschädigten Schule war es so, dass diese (wenn ich es richtig weiß, bei uns ist es ja schon an der Barrierefreiheit gescheiert) nach Regelschullehrplan unterrichtet.
Habt ihr Sehhörfrühförderung? Oder Kontakt zu einer einer Frühförderstelle von einer Schule für taubblinde/sehhörgeschädigte Kinder? Die könnten die Eltern ja vielleicht nochmal gesondert beraten, wenn gleichzeitig eine Sehschwäche vorlieg?. Zu E. kommt 1 x im Monat jemand von so einer Stelle in seine (KB) Schule.
Viele Grüße
Katja
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung


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