rezepte schuherhöhung: immer wieder stress mit orthopäden

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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PudelAli
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rezepte schuherhöhung: immer wieder stress mit orthopäden

Beitragvon PudelAli » 21.01.2019, 15:33

hallo,

heute habe ich an euch eine frage bezüglich schuherhöhungen bei kindern und die rezepte die man hierfür benötigt damit die krankenkasse die schuherhöhung (zurichtung) auch zahlt.

meine tochter hat aufgrund ihrer ehemals beidseitig luxierten hüften (sie wurde mittlerweile mit bisher zufridenstellendem ergebnis beidseitig operiert) eine beinlängendifferenz von rechts 2,5 cm.

die behandelnde orthopädin aus der uniklinik sagte mir, dass meine tochter quasi immer - also zumindest so lange sie am tag auf den beinen ist - schuhe mit eben dieser schuherhöhugn tragen muss.

von der ärztin aus der uniklinik selbst erhalten wir hierfür keine rezepte, wir müssen dafür zu einem ambulanten othopäden gehen. der misst jedes mal noch mal nach ob die differenz richtig gemessen wurde von der orthopädin aus der uniklinik und gibt uns dann ein rezept auf dem jedes mal maximal drei paar schuhe drauf stehen.

und genau das ist die schwierigkeit: die beiden orthopäden sind immer wieder der ansicht, dass drei paar schuhe mit schuherhöhung im jahr für ein kind ausreichen. ich bin jedes mal dabei erklären zu müssen, dass das nicht reicht.

zum einen weil die füsse von kindern ja noch wachsen (und man somit mind. eine weitere schuhgröße pro jahr benötigt) und zum anderen weil wir für verschiedene bereiche je ein paar schuhe mit erhöhung benötigen (ogs- betreuung, sportunterricht, hausschuhe für zu hause, je ein paar schuhe zu den verschiedenen vier jahreszeiten). und dabei sind wir denke ich noch recht sparsam denn an sich soll man ja eigentlich ein wechselpaar schuhe haben.

bis jetzt haben wir immer wieder ein neues rezept bekommen und auch die krankenkasse hat bisher immer gezahlt. ich bin es aber ehrlich gesagt so langsam leid immer wieder neu erklären zu müssen warum drei paar schuhe im jahr nicht ausreichen.

deshalb habe ich auch schon überlegt das eine oder andere paar selbst zu zahlen (also schuhkosten und kosten für die erhöhung). das würde aber alleine nur für die erhöhung über 300 eur kosten. wenn ich dann noch die kosten für das paar schuhe an sich dazu rechne (und wir müssen da einfach gute schuhe nehmen da diese auch lange halten müssen), dann bin ich am ende bei 350 - 380 euro für nur ein paar schuhe. so viel geld habe ich leider gar nicht.

wie seht ihr das? denkt ihr drei paar schuhe reichen pro jahr?

oder habt ihr vielleicht einen tipp im umgang mit den ärzten und der krankenkasse diesbezüglich?

vielen dank und viele grüße,

der pudel
Emma (*1982) mit Paula (*2010), angeborene beidseitige Hüftluxation

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kati543
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Beitragvon kati543 » 21.01.2019, 16:07

Hallo,
also meines Wissens beziehen sich die 3 Paar auf eine Schuhgröße. Hat sich die Schuhgröße geändert, steht dem Kind eine neue Erhöhung zu...also wieder 3 Paar. Das Ganze jedes Jahr.

Mmh...
Meine Jungs tragen jetzt nur Einlagen. Auch hier musste ich diskutieren. Aber pro Jahr gibt es 2 Paar Einlagen normalerweise. Ich konnte aber den Orthopäden überzeugen, dass meine Söhne definitiv keine Einlagen täglich mehrmals wechseln werden. Für die Hausschuhe der Ganztagsschule habe ich eine Doppelversorgung.
Bei Änderung der Schuhgröße müssen die Einlagen geändert werden. Da ist eine komplette Neuversorgung notwendig. Erklären muss ich das auch immer. Die müssen es wohl auch der Kasse gegenüber irgendwie begründen, warum eine Doppelversorgung nötig ist.
Tonnen an Schuhen haben meine Jungs auch nicht - das verbietet sich von selbst. Wer soll ständig die Einlagen wechseln?

LG
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Beitragvon Inga » 21.01.2019, 16:16

Hallo,
theoretisch müßte es mit der Schuherhöhung genauso sein wie mit Ortheenschuhe. DA bekommt man die 3 Stück pro Jahr ODER Schuhgröße, je nachdem, was als erstes eintrifft.
Wenn Schulsport gemacht wird, bekommt man dazu ein 4. Paar Schuhe und wenn man die Schuhe im Sommer bekommen hat (ungefüttert), steht einem im Winter noch ein Paar gefütterte Schuhe zu und umgekehrt.
So bekommen wir pro Jahr mind. 5 Paar Schuhe, wenn die Größe sich schneller ändert, dann auch mehr. Somit müßten euch eigentlich auch mind. 5 Erhöhungen zustehen.

Was mich schockt ist der Preis, Ich kann morgen mal fragen, bin aber sehr sicher, dass so eine Erhöhung bei unserem Sani-Haus nicht so ectrem teuer ist.

Gruß, Inga
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Beitragvon rena99 » 21.01.2019, 16:20

Hallo Pudel,

mir fällt da Folgendes zu ein:

1. Wenn sich die Schuhgröße geändert hat, dann würde ich auf ein neues Rezept drängen.

2. Kosten
Die 300 EUR sind nur zu veranschlagen, wenn der ganze Schuh eine orthopädische Maßanfertigung ist. Der reine Ausgleich der Beinlängendifferenz sollte so in etwa mit 40 EUR zu Buche schlagen. Erkundige dich doch bitte noch mal genauer bei eurem Orthopädietechniker. Es geht um das Heilmittel mit der Verzeichnisnummer 31.03.04.1001 ("Verkürzungsausgleich" bei < 3cm).
Quelle:
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=2ahUKEwiy55G-lP_fAhXSYVAKHVZyAtQQFjACegQIBBAC&url=https%3A%2F%2Fwww.aok-gesundheitspartner.de%2Fimperia%2Fmd%2Fgpp%2Fwl%2Fhilfsmittel%2Fvertraege%2Fschuhtechnik%2Fwl_himi_pg31_anlage5_011018.pdf&usg=AOvVaw2XnUNe4bOZXpzl42nnAnLB und
https://www.sani-aktuell.de/fileadmin/assets/images/Verordner__Pflegedienst__Kliniken/orthopaedische_massschuhe.pdf

Ich glaube, die Preisverwirrung kommt daher, dass ab einem Längenunterschied von 3 cm auch Maßschuhe verordnet werden können.

Wenn du die 40 EUR tragen kannst für ein Extra-Paar, dann bitte den Orthopäden um ein zusätzliches Privatrezept, denn ohne Verordnung machen die Orthopädietechniker nichts bzw. dürfen sie nichts machen.

Gruß
Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)


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