Die Blicke der anderen....

Diese Rubrik braucht man einfach immer! Sie umfasst alle Infos, Tipps, Fragen und Antworten zu Themen, die sich nicht in die oben genannten Kategorien einordnen lassen.

Moderator: Moderatorengruppe

LuisaM
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 26
Registriert: 18.10.2018, 06:33
Wohnort: bei Bremen

Die Blicke der anderen....

Beitragvon LuisaM » 20.01.2019, 12:06

...andere Eltern und Großeltern nerven mich manchmal

es geht um Situationen, wo einfach diese versteckten und offenen Blicke nicht aufhören -z.b. auf dem Spielplatz - meine bald zweijährige Tochter kann zwar an einer Hand laufen (sehr staksig und langsam), aber sie ist allgemein nicht motiviert, unbekannte Umgebungen alleine oder krabbelnd zu erkunden. Trotzdem rutscht sie gerne, oder schaukelt oder wippt. Ich hebe sie dann bloss auf jedes Gerät und wieder runter etc. Mich nerven die Blicke dieser Eltern, die manchmal selbst mehrere wuselige kleine Kinder haben und diese aus den Augen verlieren, weil sie nur mir und meiner Tochter folgen mit den Blicken...

...oder aus der Verwandtschaft, diese halb mitleidigen Blicke..."ach deine Kleine kann das oder jenes immer noch nicht.."

... oder auf beim Elternkind-Turnen, wo wohlmeinende Väter und Mütter, deren Kinder um meine Tochter rumwuseln und sie streicheln, draussen mit Sand werfen oder was weiss ich (wo sie nicht so schnell mithalten kann), dann meinen " Ach, ihre Kleine ist ja völlig überfordert mit der Situation"...

..."sie spricht nicht? Dann braucht ihr aber jetzt langsam mal eine Logopädie"

das kam jetzt ein paarmal vor....allgemein habe ich den Eindruck, die Gesellschaft achtet und bewertet und vergleicht stark das Verhalten von (Klein)kindern, und pathologisiert schnell. Und wohlmeinende Eltern und Großeltern mischen sich halt gerne ein und raten dann ohne den Hintergrund zu haben, zu irgendwelchen Maßnahmen...

.. und ich HASSE sowas, es ärgert mich und ich weiss auch nicht was ich bei diesen Ansprachen entgegnen soll...habe den Umgang mit dem ganzen Thema noch nicht gefunden, zumal nicht klar ist, warum Lina so langsam sich entwickelt...
ich frage mich dann auch manchmal wie es ist, wenn man ein Kind mit einer "sichtbaren" Behinderung hat, ob das schlimmer wird, mit diesem Blicken und Kommentaren und allgemein wie man damit umgeht.

Ich habe für mich beschlossen, diese Situationen und Treffen zu vermeiden, weil es für mich Stress spart (wir gehen dann zu anderen Zeiten dahin spielen, wo diese Plätze und Orte leer sind) aber es gab eine Zeit, wo mich das richtig aktiv mitgenommen hat. Sorry falls jemand denkt, das hier sind Luxusprobleme... möchte niemanden auf die Füße treten.
Luisa mit Lina (*2017)
22q13.3 - Phelan Mc Dermid Syndrome

Werbung
 
Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2679
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Beitragvon Alexandra2014 » 20.01.2019, 12:52

Hallo Luisa,

das kennen wohl viele hier!

Für mich hängt das immer von den Personen ab, die das äußern, was ich erwidere.
In der Verwandtschaft war ich immer sehr offen und habe - gut verpackt - gesagt was ich denke und von solchen Sprüchen halte.

Bei ungefragter Einmischung von Fremden, habe ich gerne freundlich, aber bestimmt geantwortet:
„Danke für den Rat, aber wir hatten es schon vorher im Griff!“ :lol:

Man merkt ja schnell, ob jemand ernsthaft „helfen“ möchte und da lasse ich mich auch auf Gespräche ein.
Ein bißchen taktisch klug muss man auch sein. Je nach dem wie groß der Ort ist, wo man wohnt und was man in der Zukunft geplant hat, macht es Sinn, sich reinzuhängen.
Z.B. wenn die Kinder aus dem Kinderturnen evtl. mal mit deiner Tochter in den gleichen Kindergarten gehen, wäre es unklug, die Eltern zu „verärgern“.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss. Diplomatie bringt einen da eher voran...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

RikemitSohn
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 654
Registriert: 20.09.2015, 23:25

Beitragvon RikemitSohn » 20.01.2019, 13:05

Hallo Luisa,

ich kann das gut verstehen. Das ist anstrengend. Dieses Problem betrifft leider Eltern mit normal entwickelten Kindern genauso. Aus irgendwelchen Gründen müssen sich andere bei Kindern immer einmischen. Bei Kindern mit Defiziten wird das Ganze natürlich noch einmal schlimmer, da die Angriffsfläche viel größer ist. Ausserdem ist die Abgrenzung wahrscheinlich schwieriger. Es tut weh immer auf die Schwächen hingewiesen zu werden, denn sie tun einem selber sowieso schon weh. Da hilft leider nur das berühmte dicke Fell. Überlege dir im Vorfeld doch mal ein paar höfliche, aber klare Antworten, die du nutzen könntest um solche Einmischungen ruhig aber bestimmt zu beenden.
Und wichtig: Erklären musst du gar nichts.
Ich habe damals oft einfach lächelnd gesagt: ,, Das ist schon ok so." Mein Sohn war auf Grund seines Adhs früher oft sehr wild in der Öffendlichkeit und das gab sehr oft sehr böse Blicke. Die habe ich einfach ignoriert und bei Einmischung den Leuten klar gesagt, dass das mein Kind ist und ich das kläre. Das war auch oft in der Familie nötig.
Zum Schluß möchte ich dir noch raten nicht in den Rückzug zu gehen. Das tut dir und deinem Kind nicht gut. Vielleicht könnt ihr Verstärkung auf den Spielplatz nehmen. Dein Kind hat genauso das Recht auf einen vollen Spielplatz mit viel Gewusel wie andere Kinder, wenn es das mag.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

bellsaskia
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 332
Registriert: 12.09.2013, 10:37

Beitragvon bellsaskia » 20.01.2019, 13:43

Hallo Luisa,

Ich gehe mal davon aus, dass hier viele ähnlich Erfahrungen Wie du gemacht haben. Wir natürlich auch. Leider! Deshalb kann ich dich auch so gut verstehen.

Meine Freundin mit einem schwer mehrfach behinderten Kind hat da ein paar Anekdoten.......

Ich habe mir relativ schnell ein dickes Fell "wachsen" lassen. Das war und ist nicht immer einfach. In der Familie sage ich dann so Sachen wie" wusste gar nicht das du jetzt Medizin Fachrichtung kindesentwicklung studierst" oder so etwas.

Meine Freundin reagiert da teilweise ganz anders. Bei gut gemeinten Ratschlägen kommt dann schon mal. Ach sie sind Arzt? Soll ich schon mal meine versicherungskarte rausholen ? Nicht dass ich nicht nur als Rabenmutter dastehe sondern auch noch als Schmarotzer.

Oder was sie nicht sagen, erstaunlich. Wer hat ihnen den tipp gegeben. Ihre glaskugel ?

Ganz oft haben sich dadurch aber auch sehr nette Gespräche entwickelt. Klar manche fanden das nicht lustig. Aber sich so ungefragt einzumischen........

Irgendwie hat sie recht und die Sprüche haben sich so über die Jahre entwickelt. Ich habe auch keine Lust jedem fremden immer nett zu erklären, danke aber medizinisch sind wir bestens aufgestellt.

Da muss jeder für sich irgendwie einen Weg finden. Einfach ist das nie.

Eine bitte hätte ich an dich allerdings. Bitte versteckt euch nicht! Die Zeiten, wo man Kinder die anders aussehen, sich langsamer entwickeln, ungewöhnlich reagieren sind hoffentlich längst vorbei.

Ich hoffe ihr findet einen Weg der für euch der richtige ist.

Alles Gute!
Saskia

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1802
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Re: Die Blicke der anderen....

Beitragvon Lisaneu » 20.01.2019, 14:13

LuisaM hat geschrieben: ich frage mich dann auch manchmal wie es ist, wenn man ein Kind mit einer "sichtbaren" Behinderung hat, ob das schlimmer wird, mit diesem Blicken und Kommentaren und allgemein wie man damit umgeht.


Aus eigener Erfahrung: beides ist nicht einfach! Ich habe zwei besondere Jungs

Die Besonderheiten beim jüngeren sieht man sofort: lautieren, Tics (Kopfzucken), ruckartige Bewegungen,... damit ist er für 99,9% der Menschen in der Schulblade "geistig behindert" und ich werde dafür auch entsprechend bemitleidet - sowohl mit Blicken, als auch mit Worten. Tatsächlich ist mein Sohn "nur" gehörlos und autistisch (mit ein paar zusätzlichen, kleineren "Baustellen"). Das brauche ich aber nicht erwähnen, dann werden die Blicke nämlich gleich noch zwei Stufen mitleidiger, weil "die arme Mutter kann die Wahrheit nicht sehen..." :roll: .

Mein älterer Sohn wirkt auf den ersten Blick völlig gesund, ist klug und sprachgewandt, hat aber ADHS und ist ebenfalls Autist. Wenn er sich nicht altergemäß verhält, also z.B. vor einer Warteschlange einen Kreischanfall bekommt, bekomme ich auch jede Menge Blicke und Kommentare - und zwar wegen falscher Erziehung, zu wenig "Konsequenz", usw. Auch seine Besonderheiten brauche ich gar nicht erwähnen, denn die werden als Rechtfertigung bzw. Ausrede für mein erzieherisches Versagen gesehen. Dann sind da ja auch noch die Vorurteile, dass es ADHS "gar nicht gibt" und diese Kinder einfach zu viel vor dem Fernseher und zu wenig an der "frischen Luft" sind :roll: .

Ich kenne daher beide Seiten und - ganz ehrlich - mir ist das Mitleid bezüglich meines jüngeren Sohnes noch lieber als die Anschuldigungen wenn es um meinen älteren Sohn geht.

Und ich habe gelernt, TROTZDEM mit beiden Kindern raus zu gehen, mich JETZT ERST RECHT dem Leben und auch den Vorurteilen zu stellen. Manchmal kommt ein gutes Gespräch mit freundlichen, vorurteilslosen Menschen zustande, da gehe ich dann gestärkt daraus hervor. Aber dazu habe ich auch mal lernen müssen, mich zu öffnen, nicht ALLES als Vorwurf gegen mich oder Angriff auf mein Kind zu sehen, und zu unterscheiden, mit wem ich es gerade zu tun habe.

Liebe Luisa, unabhängig davon, wie sich deine Tochter weiter entwickelt, wünsche ich Dir immer die Kraft, das zu tun, was für EUCH BEIDE am besten passt, unabhängig davon, was "die Leute" sagen oder denken :) !
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

s.till
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 489
Registriert: 25.02.2012, 23:47

Beitragvon s.till » 20.01.2019, 14:43

Hallo Luisa,

ist es zu gemein wenn ich sage : willkommem im Club.

Ich glaub fast jeder hier im Forum kann dir ein Lied davon singen. LEIDER....

Es gibt bei mir Tage da komm ich auch nicht mit der Reaktion meiner Mitmenschen klar.
Was ich gemerkt habe ist, dass wenn man die Behinderung nicht sofort sieht, die Menschen erstmal kein Verständnis für gewisse Verhaltensweisen zeigen.

Unser Sohn ist begeisteter Teilzeitrollifahrer. Sitzt er im Rolli, dann sind die Reaktionen verständisvoller als wenn er nicht im Rolli sitzt. Was mich allerdings total nervt, sind die Blicke wenn er im Rolli sitzt. Bei manchen Menschen meint man, dass sie noch nie einen Rolli gesehen haben. Wird er dann zu lange angestarrt, so starr ich auch zurück und schüttel dabei den Kopf. Seine Geschwister haben auch schon mal die Zumge heraus gestreckt, weil sie gemerkt haben, dass es ihrem Bruder unangenehm war, dass er so angestarrt wird.
Ganz weit oben in meiner persönlichen Top Ten Liste ist der Spruch: der kann gar nicht behindert sein, der ist ja viel zu hübsch dafür..... Was soll man zu soviel Dummheit noch sagen.

Ich kann dir nur den Rat geben, verstecke dich und dein Kind nich. Habt Spaß und macht euer Ding!! Es wird immer dumme Menschen geben.

Liebe Grüße
Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Asperger Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg :D Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,aG,B,H
B*2008 ADS

LovisAnnaLarsMama
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 628
Registriert: 12.10.2016, 22:23

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 20.01.2019, 15:22

Da habe ich wohl noch Glück. Das Kind wird in der Regel um ein Jahr jünger eingeschätzt, weil er nicht ganz so groß ist- blöde Blicke kommen meistens erst, wenn jemand nach dem Alter fragt, das Kind beim Einkaufen ausrastet oder jemand den Kleinen etwas fragt und er nicht antworten kann.
Dass er komisch läuft etc. verbuchen die meisten noch als lustigen Laufanfängergang.
Er ist halt so, wie er ist- für mich lustig, freundlich und liebenswert.
Ich werde so gefordert, dass mir komische Blicke in den meisten Fällen auch gar nicht auffallen würden.
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Senem
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3242
Registriert: 23.09.2006, 20:20

Beitragvon Senem » 20.01.2019, 15:23

Hallo,

kann auch ein Lied von diesem ständigen angeglotzt werden singen!!
Und auf diese dämlichen Kommentare, die sogar "Erwachsenen" kommen, kann ich gerne verzichten!!

Leider fällt es mir unheimlich schwer, dies zu ignorieren und mir ein dickes Fell wachsen zu lassen!!
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4049
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 20.01.2019, 15:32

Hallo,
verstecke dich nicht! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ehrliche Offenheit entweder dazu führt, dass sich der Gegenüber schockiert abwendet (dann hören aber auch die Blicke und sämtliche sinnlosen Vorschläge auf) oder aber, dass sich wirklich gute Gespräche entwickeln. Manchmal „erwischt“ man nämlich tatsächlich Menschen, die von der Thematik Ahnung haben (es gibt auch andere Angehörige von behinderten Menschen ;)) oder einfach nur interessiert sind.

Zum Eltern-Kind-Turnen bin ich irgendwann nicht mehr gegangen. Das ging mir echt gehörig auf die Nerven. Ich habe noch nie vorher erlebt, dass Menschen derart verglichen worden - dort ist das extrem. Mit meinen Jungs war ich dann in der Spielgruppe der Frühförderung - das war soooo erholsam. Keiner hat verglichen und alle haben sich ehrlich mitgefreut, wenn ein Kind nach langen Mühen etwas erlernt hat.

Meinen Kindern sieht man äußerlich nicht an, dass sie behindert sind. Kennt man sie eine Weile und beobachtet man sie, fällt einem schon ein „komisches“ Verhalten auf. Ich habe bei uns immer (wir sind mehrmals umgezogen) relativ schnell erzählt, dass die Kinder behindert (ja, auch dieses Wort benutzt) sind. Wir hatten nie Probleme. Das wurde wirklich überall akzeptiert. Blöde Bemerkungen kamen hauptsächlich anfangs aus den eigenen Familien...heute, nachdem die Behinderungen wirklich eindeutig diagnostiziert sind, jedoch nicht mehr.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Werbung
 
Benutzeravatar
Andrea5
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 5267
Registriert: 12.10.2006, 10:47

Beitragvon Andrea5 » 20.01.2019, 17:04

kati543 hat geschrieben:Meinen Kindern sieht man äußerlich nicht an, dass sie behindert sind. Kennt man sie eine Weile und beobachtet man sie, fällt einem schon ein „komisches“ Verhalten auf.



Hallo Luisa,

bei meinem Jüngsten sieht man die Behinderung auch nicht an. Sieht ganz normal aus. Aber wenn man ihn längere Zeit lang beobachtet und auch kennt fällt er mit seiner "Verhaltensoriginalität" auf. Sowohl bei Eltern, deren behinderte Kinder schon vom Äußerlichkeiten her ansieht wie z.B bei Down-Syndrom ansieht. Die sagen dann, dein Kind sieht doch ganz normal aus und warum hat er dieses komische Verhalten.

Ich habe allerdings durchweg positive Erfahrungen gemacht. Nur ein einziges Mal, als mein Jüngster im Supermarkt mal wieder so laut war und neben einer Kinderkarre mit schlafenden Kleinkind seine Geräusche machte, wurde er gleich von zwei Männer fast bedroht und wollten ihn beinahe ans Leder. Da ging ich dazwischen und fragte die beiden ob hier noch geht und denen erzählt, dass mein Kind eine Schwerbehinderung hatte. Bei so etwas stelle ich mich schützend vor mein Kind. Solche Pfosten brauch nämich kein Mensch. Ich gehe mit der Behinderung meines Sohnes gegenüber den meisten Menschen offen um.

In meiner Familie und die meines Mannes wird mein Kind so genommen wie es ist. Auch wird ab und an mal Hilfe angeboten, die wir dann auch annehmen. Nur eine Angehörige aus meiner Familie, wo ich meinte wenigstens etwas Verständnis bekommen zu haben, sah die Sache dann doch ganz anders. Die meinte nämlich indirekt, ich sollte mich lieber mehr um meine Mutter kümmern als um meinen Sohn, sehr überspitzt gesagt.
Nun ja, zu der habe ich aber seit ganz langer Zeit keinen Kontakt mehr.

LG Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), Legasthenie mit kormobide AVWS
/Ben 01/04 KISS(KIDD)2 Jahre blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)


Zurück zu „Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste