Wer weiß RA für Erbrecht, wenn behindertes Kind gererbt hat?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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EmanuelsMama
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Wer weiß RA für Erbrecht, wenn behindertes Kind gererbt hat?

Beitragvon EmanuelsMama » 19.01.2019, 09:53

Hallo ins Rund,

wir haben hier den Fall, dass ein behindertes erwachsenes Kind geerbt hat. Behindertentestament stand immer wieder auf der to do Liste, nun war das Schicksal leider schneller.

Das volljährige Kind wohnt schon lange in einer Einrichtung. Das Haus soll aber möglichst gehalten werden.

Nun gilt es, den größten Schaden abzuwenden. Es sind auch schon Ideen da, wie das Haus auch im Sinne des Kindes zukünftig genutzt werden kann. Aber ohne gute Rechtsberatung ist da nichts zu wollen.

Ich setzte auf eurer Schwarmwissen. Hat jemand eine Adresse, die da evtl. in frage käme?

Vielen Dank schon mal.

Gruß

Ingrid

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s.till
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Beitragvon s.till » 19.01.2019, 10:10

Hallo Ingrid,

eine Adresse hab ich nicht direkt für dich. Mein Mann ist selber Anwalt und er sagt immer, dass es ganz wichtig ist, dass man zu einem Fachanwalt geht, der auf das Gebiet spezialisiert ist.
Ich würde vielleicht auch mal bei einem Notar anrufen. Er ist was vererben angeht eine gute Anlaufstelle.
Wir schieben das Thema auch immer wieder auf die lange Bank.

Liebe Grüße
Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Verhaltensauffälligkeiten, Wahrnehmumgsstörung, V.d. auf Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg 😀 Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,B,H.
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EmanuelsMama
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Beitragvon EmanuelsMama » 19.01.2019, 10:50

Hallo Susanne,

danke für die Antwort. Ja, Fachanwalt, den suchen wir ja.....

Notar ist noch mal eine gute Idee.

Und: Macht ein Testament. Es ist sooo wichtig. Das wussten wir schon vorher, sehen wir jetzt aber konkret noch einmal ganz deutlich. Wir haben damals nach dem Tod unseres Sohnes endlich eins gemacht, weil wir gesehen haben, WIE schnell es manchmal gehen kann.

Gruß

ingrid

monika61
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Beitragvon monika61 » 19.01.2019, 11:49

Hallo Ingrid,

schau mal hier:
https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... DF&start=0

Rechtsanwalt Jürgen Greß
https://www.hoffmann-gress.de/download/ ... t_2016.pdf

https://hoffmann-gress.de/rechtsanwaelte/juergen-gress

Isolde hat mit der Kanzlei Hoffmann und Greß wohl gute Erfahrungen gemacht:
https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... nt#1855763

Ich hoffe Du berichtest hier wie es ausgegangen ist.
Das wäre sehr interessant. :wink:


LG
Monika

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Beitragvon monika61 » 19.01.2019, 11:57

Hallo Ingrid,

weiß nicht ob das hier irgendwie weiterhelfen könnte:

…"Haben Eltern kein Behindertentestament errichtet, fällt dem behinderten Kind bereits nach dem Versterben des ersten Elternteils Vermögen zu, auf das der Sozialhilfeträger Zugriff nehmen kann. Dieser Zugriff kann dadurch verhindert werden, dass das Kind die Erbschaft innerhalb einer Frist von sechs Wochen nach Kenntnis vom Erbfall ausschlägt. Ist für das Kind ein rechtlicher Betreuer bestellt, muss das Betreuungsgericht die Ausschlagung genehmigen. Aufgrund der neuen BGH-Rechtsprechung steht fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft durch einen behinderten Soziallleistungsbezieher nicht sittenwidrig ist. "....

Komplette Info:
https://bvkm.de/wp-content/uploads/Behi ... rzicht.pdf

LG
Monika

Mellie
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Beitragvon Mellie » 19.01.2019, 13:53

Hallo in die Runde,

das Thema interessiert mich auch. Man weiß ja nie, ob sich die Verwandtschaft daran hält, nichts ans behinderte Kind zu vererben.

Muss man als gesetzlicher Betreuer die Ausschlagung des Erbes nicht begründen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Betreuungsgericht dem Antrag einfach so zustimmt.  8)
Viele Grüße,
Mellie

monika61
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Beitragvon monika61 » 19.01.2019, 14:00

Mellie hat geschrieben: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Betreuungsgericht dem Antrag einfach so zustimmt.  8)



Hallo Mellie,

ich glaube auch das es nicht so einfach ist :?

LG
Monika

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 19.01.2019, 14:42

Hallo Ingrid,

die genannte Kanzlei Hoffmann und Gress aus München hält im Münchner Raum Informationsveranstaltungen und findet sich deshalb unter dem Stichwort „Behindertentestament“ auch bei Google. Genau kannst Du das für Dein Bundesland bzw Deine nächste Großstadt oder die Landeshauptstadt auch googeln, so finden sich zuverlässig die spezialisierten Fachanwälte. :wink:

Ich fände es auch interessant zu lesen, wie es in Eurem Fall weitergeht.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon JuliaYa » 19.01.2019, 16:11

Hallo,

https://www.rechtodersteuern.de/

in Flensburg.

https://www.rechtodersteuern.de/unsere- ... strup.html

Hier ist sein Text, dass er Erfahrungen mit Behindertentestamenten hat.
Wir sind zufrieden.

VG Julia

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Beitragvon s.till » 19.01.2019, 17:14

Hallo

Was mir noch einfällt. Fragt doch mal bei der Lebenshilfe nach, an wen ihr euch da wenden könnt. Bei uns steht regelmäßig im Programm der Lebenshilfe Informationsabende über das Thema Erben, Testament, Vollmachten.

LG
Susanne
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