Ausmisten/Aufräumen wie schafft Ihr das? Ordnung halten

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Eulen-Tina
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Ausmisten/Aufräumen wie schafft Ihr das? Ordnung halten

Beitragvon Eulen-Tina » 15.01.2019, 12:37

Hallo Ihr Lieben,

ich bewundere Familien, die es schaffen, alles regelmäßig auszusortieren...

Ich schaffe das einfach nicht. Bei uns ist es im Grunde ordentlich...Wenn man nicht genau hinschaut.

Es gibt aber ganz viele „Haufen“… Papiere zum Abheften, Spielzeug, welches verkauft werden soll, ein Haufen mit Spenden, Dekogedöns, Hilfsmittel und etliche Schubladen sind auch voll mit Kram.
Fotos müssten mal erledigt werden. Der Dachboden aufgeräumt werden...nur wann...

Ich glaube, wir haben einfach zu viele Sachen.

Eine Freundin hat 2 gesunde Kinder und 2 Omas, die die Kinder nehmen, es sieht bei Ihr aus, wie bei schöner Wohnen. Nichts liegt herum.
Natürlich muss es nicht so perfekt sein, aber ich würde mich gerne von Ballast befreien. Wieder Struktur haben.
Wie geht Ihr die Sache an? Wie haltet Ihr zB Ordnung in Schränken?

Viele Grüße
Tina
Tochter (2010):Micro-Gendefekt, Kombinierte Entwicklungsstörung der Sprache, Motorik, Wahrnehmung; Aufmerksamkeitsstörung, Hypotonie, Verdacht auf Lernbehinderung, viele Allergien, nächtliches Einnässen
PT (2015): Epilepsie,Tetraspastik,Cerebralparese und viele weitere Besonderheiten, kein sitzen, kein sprechen, viele Anfälle

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AndreaR
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Beitragvon AndreaR » 15.01.2019, 13:42

Das würde mich auch interessieren, denn ich habe das Gefühl, Tina, dass Du unsere Wohnung beschreibst :oops: :D

Wenn alle gesund sind geht es einigermassen und ich habe auch ein Quäntchen Motivation und Kraft, um mal wieder eine Schublade oder so anzupacken, aber wenn Lucia viel krank ist, dann ...., auweia.

lg Andrea
Lucia (2004), mehrfachbehindert (spastische Tetraparese) wegen multipler de novo Mikrodeletionen, Isabelle (2006) fit und munter

Sylvia C.
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Beitragvon Sylvia C. » 15.01.2019, 14:59

Googelt doch mal Marie Kondo sie soll Wunder verbringen mit ihren Aufräum Tipps.
Lg Sylvia

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 15.01.2019, 15:48

Hallo!

Ich versuche, vieles gleich wegzuwerfen, anstatt in irgendwelchen Schubladen zu horten.
Viel schlimmer sind die Sachen, von denen ich mich gar nicht trennen möchte, die aber trotzdem viel Platz wegnehmen.
Ich habe leider einen Jacken Tick, der auch füt Mann und Kind gilt. :shock: Wir haben zusammen sicher über 30 Jacken! :roll:
Ich verkaufe zwischendurch immer wieder, teilweise Neuware...
Aktuell überlegen wir einen weiteren Schrank zu kaufen und haben einiges, z.B. die Weihnachtsdeko und die Skiklamotten, in entsprechenden Behältern, in den Keller ausgelagert.

Ansonsten schiebe ich einfach nichts auf. Es ist immer aufgeräumt. Wenn sich tagsüber etwas ansammelt, räume ich es abends weg. Ich kann Durcheinander nicht gut ertragen im eigenen Heim.
Das einzige, was ich nicht als Unordnung ansehe, ist ein gewisses Maß an Spielsachen. Großer Vorteil ist zwar ein Spielzimmer, aber mein Kind spielt nicht drin. Im Prinzip ist es nur der Lagerraum für Spielsachen.
Was aber nur rumliegt und nicht bespielt wird, wird dann weggeräumt.

Auf der Arbeitsplatte in der Küche, stehen nur Wasserkocher und Toaster. Der Rest ist in den Schränken verstaut. Ich brauche diese Übersichtlichkeit.

Mir macht es aber auch nichts aus, wenn es woanders anders ist.
Ich finde, man muss sich selbst Zuhause wohlfühlen und da ist es ganz egal, ob es andere ordentlicher haben.

Wenn es dich selbst stört, kommt die Motivation von ganz allein.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Michaela.Sandro » 15.01.2019, 15:48

Hallo zusammen, Ausmisten ist gerade mein Thema, quasi mein Vorsatz 2019! Ich habe schon einiges geschafft, mir immer nur einen kleinen Bereich vorgenommen und dann meist doch mehr gemacht. Auf diese Weise habe ich schon Abstellkammer, Papiere, Küchenunterschränke, Spielzeugschrank und kleinere Schränke/Schubladen gemacht. Ich hatte Glück, weil Sandro Anfang des Monats einige Tage außer Haus beschäftigt war, da war der Start gut zu schaffen. Beim momentanen schlechtem Wetter, bei dem Sandro am liebsten TV und Musik mag (auch ohne mich), habe ich mich weiter dran gegeben. Ich habe noch einige „Baustellen“ vor mir, mache mir aber nicht zu viel Druck und will bis zum Frühling fertig sein! L. G. M.
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

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Beitragvon deborah » 15.01.2019, 16:48

Hallo zusammen,

Wir sind vor drei Jahren umgezogen und ich habe sehr viel weggeworfen. Jetzt haben wir mehr Platz und haben wieder viel Zuviel.
😜

Gruss Deborah
D. *70
M. *69
R. *05/01 Kiss
T. *01/03 kognitiv, sprachlich und motorisch entwicklungsverzögert, auditive Wahrnehmungsstörung, GU-Schüler einer Sekundarschule

Eine gute Ausbildung ist fast so wichtig wie eine fordernde Mutter.
Charles M. Schulz

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Beitragvon finnja » 15.01.2019, 16:59

Hi,
wir haben uns Marie Kondo angeschaut, die Kinder meinten dann nur: Das machst Du ja genauso!!!!

Naja, nicht ganz und hinterher komm ich auch nicht.... richtig doof ist, dass ich Dingen Plätze zuteile, die anderen Familienmitglieder das aber nicht so machen ;-)

Bedarf sehe ich, wenn es einen persönlich stört oder einschränkt (zB, wenn man niemanden hereinlassen möchte, Dinge partout nicht wiederfindet, nicht putzen kann)

"Richtig" aussortieren mache ich, wenn ich wirklich Lust dazu habe, dann nehm ich mir Zimmer für Zimmer vor oder Ecke für Ecke, je nach Zeitfenster, inzwischen angewöhnt habe ich mir, Zuständigkeiten abzugeben (ist ja schon zweischneidig, da Ordnung was ganz individuelles ist, sh unsere Küche :roll: ), nutzloses SOFORT wegschaffen (zB Verpackungen, Umschläge etc) und bevor ich Krimskrams erwerbe überlege ich mir genau, ob ich das brauche, dann sammelt sich nicht so viel an.....

Was mich wirklich stört, ist wenn Dinge der gleichen Kategorie an unterschiedliche Plätze verteilt sind und ich Sachen suchen muss (Gartengeräte zB, da gerate ich regelmäßig mit meinem Mann aneinander, wenn er Sachen meiner Arbeit, die ich unterbrechen musste, wegräumt und ich dann erstmal zigmal Schlösser und Tore öffnen muss, bevor ich loslegen kann :evil: da ist dann meine Dankbarkeit übers Wegräumen auch etwas begrenzt)

Ich glaube wichtig ist, nicht zuviel anzufangen ;-) Also eine komplett neue Ordnung des gesamten Haushalts nach der Konmarie-Methode klappt nur, wenn alle mitmachen und der Jahresurlaub draufgeht ;-) ansonsten muss man in Teilschritte aufteilen und damit leben, dass die anderen Haushaltsmitglieder einen anderen Sinn für Ordnung haben ;-)

Ach ja, die Zeit bei jedem Gegenstand zu überlegen, ob er mir Freude bereitet habe ich nicht und ich "brauche" auch Dinge, die mir keine Freude bereiten, zB kann ich Gummistiefeln nichts abgewinnen oder zB Socken :lol: :lol: :lol: :lol:

LG, Finnja
Sohn 06 ,SBA seit 06 mit 100 GdB und PS II (die nicht seit 06), Mutation, mit Auswirkungen in allen möglichen Bereichen,
PS 06, AVWS, V.a. FAS(D)
PT 07, FAS mit gB, lebt inzwischen in einer Einrichtung
LT 12, so normal, wie bei uns als Eltern möglich ;-)

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Beitragvon MonikaE » 15.01.2019, 18:58

Wir haben ganz bewusst ein recht kleines Haus gebaut, wir haben keinen Keller und keinen Speicher, nur einen kleinen Abstellraum und einen etwas größeren Hauswirtschaftsraum.
Das "zwingt" uns überlegt zu kaufen, sofort an Ort und Stelle zu räumen und aussortiertes sofort an den entsprechenden Stellen zu entsorgen.
Kleidung,Haushaltsgegenstände,Spielzeug geben wir im Sozialkaughaus ab oder verschenken es auf EBay Kleinanzeigen -das geht schnell weg und macht anderen noch eine Freude.
Die Kinder kennen es nicht anders:Ist die Schublade /das Regal voll, muss Platz für Neues geschaffen werden.
Trotzdem haben wir immer noch Platz für Erinnerungsstücke,Fotoalben o.ä.
Wir"dekorieren" mit wenig ausgesuchten Teilen oder rahmen Kinderzeichnungen.
Wir besitzen wenig Dinge mehrfach,relativ wenig Porzellan und Besteck,wenig Bettwäsche,Körbe,Kissen,Decken o.ä.
Ich war als Kond sehr unordentlich und musste mich sehr disziplinieren, das es ordentlich aussieht.
Für mich war die Lösung weniger zu besitzen, da muss ich auch weniger abstauben oder wegräumen

Werner I
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Re: Ausmisten/Aufräumen wie schafft Ihr das? Ordnung halten

Beitragvon Werner I » 15.01.2019, 19:09

Eulen-Tina hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,

ich bewundere Familien, die es schaffen, alles regelmäßig auszusortieren...

Ich schaffe das einfach nicht. Bei uns ist es im Grunde ordentlich...Wenn man nicht genau hinschaut.

Es gibt aber ganz viele „Haufen“… Papiere zum Abheften, Spielzeug, welches verkauft werden soll, ein Haufen mit Spenden, Dekogedöns, Hilfsmittel und etliche Schubladen sind auch voll mit Kram.
Fotos müssten mal erledigt werden. Der Dachboden aufgeräumt werden...nur wann...

Ich glaube, wir haben einfach zu viele Sachen.

Eine Freundin hat 2 gesunde Kinder und 2 Omas, die die Kinder nehmen, es sieht bei Ihr aus, wie bei schöner Wohnen. Nichts liegt herum.
Natürlich muss es nicht so perfekt sein, aber ich würde mich gerne von Ballast befreien. Wieder Struktur haben.
Wie geht Ihr die Sache an? Wie haltet Ihr zB Ordnung in Schränken?

Viele Grüße
Tina


Hallo Tina,
ich habe auch viel zu viel Zeugs.

In den meinem Kleiderschrank habe ich für Kleingrusch normalgroße Wäschewannen (3 nebeneinader):
Socken/Strumpfhosen----Unterwäsche-----Schals/Gürtel/Badewäsche

Ansonsten Bretter zusätzliche vom Baumarkt, damit ich mehr Ablagefläche habe.

Wenn ich sortiere, dann nur nach ZEIT.
Ich stelle den Wecker auf 15 Minuten und mache dann soviel wie ich schaffe (aber wirklich durcharbeiten!) , dann Mini-Pause.
Meist mach ich dann komischerweise mehr als 15 min!!!


Mit den Mini-Zeitangaben bin ich motivierter als wenn ich mir das Schubladenmäßig aufteile.

LG Fanziska

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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 15.01.2019, 20:52

Hallo zusammen,

Das Problem besteht hier auch, ich hebe Dinge sehr gerne auf und brauche auch viele Erinnerungsstücke und dergleichen (was mich aber nicht stört, nur meinen Mann  8) )!
Mein Problem ist eher, wie mit dem Spielzeug umgehen? Bei gesunden Kindern wachsen die Kinder aus dem einen Spielzeug ja alters-und entwicklungstechnisch raus und dann bekommen sie neues- altersentsprechendes!
Das ist im Falle meines Sohnes eben NICHT wirklich der Fall - er bekommt zwar neues, aber ich kann eigentlich kein altes aus dem Grund entfernen, weil es seinen Sinn verloren hat! Auch die einfachsten Dinge machen bei ihm noch Sinn zum Bespielen und Üben!
Zum Beispiel hat er damals zum 1. (!!!) Geburtstag eine Steckbox bekommen, wo man Formen in eine Box mit den entsprechenden Löchern einwerfen soll - das ist auch heute noch eine Herausforderung und macht eben wirklich Sinn! Und so ist das mit den meisten Dingen - ich will einfach nichts weggeben, was noch seinen Zweck erfüllt!
Aber so kommt eben immer mehr und mehr zusammen und es wird natürlich auch immer unübersichtlicher!

Wie handhabt ihr diese Schwierigkeit?

Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)


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