Pubertät oder Nebenwirkungen Levetiracetam?

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Erica
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Beitragvon Erica » 14.01.2019, 21:37

Moin,

Vitamin B6 kann bei der Gabe von Levetiracetam die NW bez. Verhaltensproblemen beeinflussen :

https://www.researchgate.net/publicatio ... Y_PATIENTS

Die Frage ist allerdings, was da wohl die richtige Dosis ist...weiß da jemand mehr?

LG
Erica
Mama von Lena (18 Jahre), Frühchen, occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, Herzrhythmusstörungen, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, Gesichtsfelddefekte, etc

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Beitragvon Elke07 » 15.01.2019, 00:13

Hallo Erica,

mit Epilepsie kenne ich mich eigentlich nicht aus, aber im Text ist von 100mg Pyridoxine pro Tag die Rede (bei Erwachsenen, unabhängig von der Levetiracetam-Dosis). Das wäre ja vielleicht schon mal ein Ausgangspunkt.
LG Elke, die nicht "unter ihrem Autismus leidet", auch wenn er den Alltag oft verkompliziert

Autismus (diagn. 2012), Insomnie/ Schlafstörungen + Tagesmüdigkeit, Depressionen, Hashimoto, Asthma

Link-Tipp: AutismusFAQ - Autisten beantworten Fragen zu Autismus

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Beitragvon Katrin2001 » 15.01.2019, 08:33

Hallo.......denkt ihr das B6 hilft nur bei diesem speziellen Epi Medi oder generell?Zb auch zusätzlich zu Neuroleptika?LG Katrin
Katrin mit Sophie geb.Juli 01 entwicklungsverzögert, wahrnehmungsst. ,Hirnschädigung,motor.Probleme.,Autistische Züge,verhaltensauffällig. Genetische Auffälligkeiten ,Sprachprobleme ,aber ne total süße Maus

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Beitragvon Alexandra2014 » 15.01.2019, 08:46

Hallo!

Wir geben 40 mg (mit 11 Jahren und 40 kg KG).

Bei meiner Recherche habe ich gerade diesen Artikel hier gefunden:

https://www.autism.com/trans_german_b6

Geht zwar um die Wirkung bei Autismus, aber ein paar wichtige Dinge stehen mit drin. Z.B. dass Vit B6 nie allein, sondern in Kombi mit B-Komplex gegeben werden soll.
Magnesium soll die „beruhigende“ Wirkung noch verstärken.
Witzigerweise geben wir tatsächlich auch B-Komplex und Magnesium. :lol:

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Katrin2001 » 15.01.2019, 09:17

Hallo Alex,wie heißt das Präparat das ihr gebt?Ist es ein Kombipräparat mit B Komplex und Magnesium??
Merkst du tatsächlich eine Wirkung oder kann man das nicht so richtig einschätzen?LG Katrin
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Beitragvon Alexandra2014 » 15.01.2019, 10:08

Hallo Katrin,

wir geben

Vit B6 40 mg Ratiopharm
Vit B-Komplex Ratiopharm
Magnetrans 150 mg Kapseln

Wir haben es damals beim ersten Versuch mit Levetiracetam deutlich gemerkt, dass es eine Verbesserung bringt.
Mir war nur der Nutzen des Magnesium auf die Stimmung nicht klar. Interessanterweise war unser Magnesium übers WE alle (und Kind sehr aufmüpfig, missgestimmt).
Gestern kam dann die Lieferung und ich gab ihr gleich 300 mg gegeben. Nachfolgend war die Stimmung deutlich gebessert.
Ob es wirklich zusammenhängt, kann ich nicht sagen, aber es wäre schon ein komischer Zufall, vor allem, nachdem ich den Artikel jetzt gelesen habe und es offenbar sogar Studiengrundlagen dazu gibt. :)

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Engrid » 15.01.2019, 10:30

Hallo Alex,

das von Dir verlinkte ARI ist nicht seriös, es gibt leider eine Menge solcher zweifelhafter Institutionen. Erkennen kann man sie oft schon daran, dass sie Autismus als heilbar darstellen, wie auch das ARI („autism is reversible“).
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Autism_ ... _Institute

(Zu den Vitamingaben u.a. bei Epilepsie ist damit nichts gesagt, da halte ich mich raus.)

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Alexandra2014 » 15.01.2019, 10:49

Hallo Engrid,

danke, ich hatte es befürchtet. Wenn schon gleich vorne auf der Seite etwas von „donate“ steht, werde ich hellhörig.

Zumindest richten die Präparate keinen Schaden an. Was zuviel ist, kommt am anderen Ende wieder raus.

Uns helfen sie zumindest bei den Stimmungsschwankungen durch die Antiepileptika. Da gibt es inzwischen auch „echte“ Studien zum B6. :)

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Anna-Nina
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Beitragvon Anna-Nina » 15.01.2019, 10:49

Hi Alex,
nur noch ein kleiner Tipp - Magnesium macht oft in höheren Dosen massive Durchfälle. Das kann gerade bei Gabe von Antiepieptika ganz schon blöd sein. Weil ja dann die Medis ausgeschwemmt werden.

Ich selber kann max. 150 mg Magnesium nehmen (hatte es gegen Wehen in der Zwillingsschwangerschaft) sobald ich eine Tablette mehr genommen habe, saß ich auf der Toilette.

Also da würde ich wirklich aufpassen. Oder daran zumindest denken und schauen ob das bei deiner Tochter klar geht....

LG

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Beitragvon Alexandra2014 » 15.01.2019, 11:10

Anna-Nina hat geschrieben:Hi Alex,
nur noch ein kleiner Tipp - Magnesium macht oft in höheren Dosen massive Durchfälle. Das kann gerade bei Gabe von Antiepieptika ganz schon blöd sein. Weil ja dann die Medis ausgeschwemmt werden.

Ich selber kann max. 150 mg Magnesium nehmen (hatte es gegen Wehen in der Zwillingsschwangerschaft) sobald ich eine Tablette mehr genommen habe, saß ich auf der Toilette.

Also da würde ich wirklich aufpassen. Oder daran zumindest denken und schauen ob das bei deiner Tochter klar geht....

LG


Hallo Anna,

das ist mir bekannt. Ich setzte Magnesium tatsächlich auch gezielt höher dosiert ein, wenn Kind mal nicht gut zur Toilette kann. Von einmalig 300 mg „flutscht“ es dann, es ist aber kein Durchfall.

Von 150 mg merken wir verdauungstechnisch nichts - und das ist die Dosis, die sie täglich bekommt.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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