stundenw. Verhinderungspflege, BARMER - Verwandte 2. Grades

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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else
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Beitragvon else » 18.01.2019, 14:29

Hallo Zusammen,

bei uns hat die Pflegekasse jetzt nach Jahren problemloser Erstattung wieder komplett die VHP für Verwandte abgelehnt, sie würden ausschliesslich Verdienstausfall und Fahrtkosten mit Nachweis erstatten. Also ohne Nachweis Abrechnung 0,- auch nicht in Höhe des Pflegegeldes, gar nichts.
Manchmal könnte ich echt ausflippen. Da rechnet wieder eine neue SB ab, weil unsere gerade nicht da ist, und die weiß wieder von nichts und kennt immer noch die ursprüngliche Annahme von vor zig Jahren, und meint, dass sich Angehörige bei stundenweiser VHP das PG aufteilen müssen und gar nichts extra aus dem VHP-Topf bekommen.
Warum lesen die nie die Gesetze oder die Auslegungen vom GKV-Spitzenverband? Wie kann es sein, dass nach so vielen Jahren immer noch Leute bei den Krankenkassen arbeiten, die felsenfest behaupten VHP geht überhaupt nicht bei Verwandten 2. Grades und ich soll mir jemand anderen z.b. eine Nachbarin suchen? Warum muss ich mich als Pflegende immer besser auskennen und weiterbilden als die? Manchmal ist es echt zum Verzweifeln, ich hab es so satt. So, dass musste ich jetzt los werden. Bin jetzt mit der SB so verblieben, dass ich warte, bis unsere bisherige wieder da ist, weil sich die wenigstens auskennt. Sie hat zwar gesehen, dass mir das bisher auch erstattet wurde, aber warum wusste sie nicht und sie hätte darüber auch keinen Vermerk - grrr.
LG
Else

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Daniel7005
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Beitragvon Daniel7005 » 20.01.2019, 21:59

Daniel7005 hat geschrieben:Moin Zusammen,

Das Schreiben ging jetzt per Fax raus:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Widerspruch wird in vollem Umfange aufrechterhalten.
Wie bereits erwähnt, ich habe von meiner Seite, keine gesetzliche Grundlage für die nicht Nutzung der stundenweisen Verhinderungspflege unter Verwandten gefunden. Sowie keine gesetzlichen Hinweise auf die Zulässigkeit der Begrenzung auf die Tagesätze.
Wenn Sie der Meinung sind, dass die grundsätzliche Nutzung von 1/42 Regelung zulässig ist, dann wäre jetzt wahrscheinlich die höchste Zeit, das durch die Sozialgerichte fallbezogen klären zu lassen. Somit würden wir gegebenenfalls eine neue gesetzliche Grundlage für künftige ähnliche Fälle schaffen.
Zur Vermeidung der zeit- und kostenaufwändigen weiteren rechtlichen Schritte bitte ich Sie, den Erstattungsbescheid noch einmal zu überprüfen und mir den fehlenden Betrag in Höhe von 116,78 EUR bis zum 23.01.2019 zu erstatten.
Mit freundlichen Grüßen


Es bleibt spannend

Gruß
Daniel


Moin moin,

Am Freitag kam die Rückmeldung der Barmer... Mein Widerspruch v. 27.12.18 wird nun von der zuständigen Abteilung bearbeitet.

Wird wahrscheinlich wieder 1-2 Wochen dauern.

Grüße
Daniel

Daniel7005
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Beitragvon Daniel7005 » 29.01.2019, 10:23

Meine Damen und Herren,

auf meine schriftliche Nachfrage von 26.01.2019 über den Bearbeitungsstand hat die BARMER sich eben telefonisch gemeldet und gesagt, dass mein Widerspruch von den Widerspruchsausschuss bearbeitet wird. Komisch dass ich vorher keine richtige Widerspruchsbescheid mit de Rechtsmittelbelehrung und Co. Naja... Die nächste Sitzung des Widerspruchsausschusses findet erst am 19.02.2019 statt. Gemäß BARMER das passiert nur alle drei Monate. Die werden wohl bestimmt nichts anders erzählen als vorher.
Erst wenn die offizielle Ablehnung der Barmer da ist, kann man die Klage erheben.

Es bleibt weiterhin spannend...

Gruß
Daniel

Sinale
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Beitragvon Sinale » 29.01.2019, 11:23

Hallo Daniel,

Sinale hat geschrieben:Hallo Daniel,

evtl. ist dir dies bereits bekannt:

Die Frage, ob der Widerspruch aufrechterhalten wird, oder nicht, bezieht sich darauf , ob der Widerspruch dem kasseninternen Widerspruchsausschuss vorgelegt wird, oder nicht.

Wie du bereits geschrieben hast: Es ist der Klassiker!


damit war zu rechnen.
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon MichaelK » 29.01.2019, 11:35

Daniel7005 hat geschrieben:Erst wenn die offizielle Ablehnung der Barmer da ist, kann man die Klage erheben.



oder nach Ablauf der Frist von 3 Monaten gemäß § 88 SGG.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
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Beitragvon Daniel7005 » 29.01.2019, 11:40

MichaelK hat geschrieben:
Daniel7005 hat geschrieben:Erst wenn die offizielle Ablehnung der Barmer da ist, kann man die Klage erheben.



oder nach Ablauf der Frist von 3 Monaten gemäß § 88 SGG.

LG Michael


Aaaaa. Guter Tipp Michael. Vielen Dank.
Würde bedeuten: Widerspruchsdatum: 29.12.2018 Klagefrist: 30.03.2019 - - > Feuer frei!?

Gruß
Daniel

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Beitragvon MichaelK » 29.01.2019, 12:27

Daniel7005 hat geschrieben:Würde bedeuten: Widerspruchsdatum: 29.12.2018 Klagefrist: 30.03.2019 - - > Feuer frei!?



denke ich.

LG Michael
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 02.02.2019, 07:57

Daniel7005 hat geschrieben:Meine Damen und Herren,

auf meine schriftliche Nachfrage von 26.01.2019 über den Bearbeitungsstand hat die BARMER sich eben telefonisch gemeldet und gesagt, dass mein Widerspruch von den Widerspruchsausschuss bearbeitet wird. Komisch dass ich vorher keine richtige Widerspruchsbescheid mit de Rechtsmittelbelehrung und Co. Naja... Die nächste Sitzung des Widerspruchsausschusses findet erst am 19.02.2019 statt. Gemäß BARMER das passiert nur alle drei Monate. Die werden wohl bestimmt nichts anders erzählen als vorher.
Erst wenn die offizielle Ablehnung der Barmer da ist, kann man die Klage erheben.

Es bleibt weiterhin spannend...

Gruß
Daniel


Du erhältst den Bescheid dann nach dem Widerspruchssausschuss inkl denn Hinweis der Klagefrist.

Da geht bei denen aktuell ziemlich schnell.
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

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Beitragvon EmanuelsMama » 02.02.2019, 09:01

Hallo,

sorry, habe länger nicht vorbei geschaut.

Nein, bei uns war es nicht die Barmer, sondern eine PKV.

wie gesagt, ich bin gespannt, ob sich mit Änderung des Pflegegesetzes mal wieder etwas geändert hat. Abe rich sehe der Sache gelassen entgegen und würde ggf. auch klagen (sind rechtsschutzverscihert). Schaun wir mal.....


Gruß Ingrid

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Daniel7005
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Barmer Widerspruchsbescheid

Beitragvon Daniel7005 » 21.02.2019, 10:24

Meine Damen und Herren,

der Widerspruchsbescheid der BARMER ist da (siehe Anhang)
Sieht für mich nach Copy & Paste von der BARMER Webseite aus.
Wie erwartet, mein Widerspruch wurde abgelehnt.

Die Frage: "warum die Angehörigen keine stundenweise Verhinderungspflege mit der KK abrechnen dürfen? " - bleibt erstmal offen.

Ich werde jetzt die Klage vorbereiten.

Gruß
Daniel
Dateianhänge
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