IQ Tests...

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 11.01.2019, 20:00

Die beste Definition für den IQ ist immer noch "Der Intelligenzquotient ist das, was der IQ-Test misst!". Damit ist eigentlich alles gesagt.

Das Problem ist nicht, dass die Tests generell schlecht sind, sondern dass oft falsche Tests angewendet werden (z.B. bei Kindern mit Wahrnehmungsstörung) und dass das Ergebnis NIE mit den Erfahrungen, der Personen, die das Kind kennen, abgeglichen werden.

Oft werden diese Tests ausschließlich dazu benutzt, die Kinder in Schubladen zu stecken, aus denen sie im schlechtesten Fall nie wieder rauskommen. Und diese Schubladen gelten nicht nur für Kinder, wo der IQ-Test aus unterschiedlichen Gründen falsch "zu schlecht" ausfällt. Auch bei Kindern, wo der IQ-Test die Erwartungen übertrifft werden oft bei den Eltern oder Lehrern Erwartungshaltungen geweckt, die das Kind dann eventuell auf Grund anderer Defizite nicht erfüllen kann. Oder ein motiviertes Kind, welches nur "gute Noten" schreibt, bleibt beim IQ-Testergebnis deutlich hinter den Erwartungen zurück, spürt Enttäuschung über das "schlechte" Ergebnis und sucht den Fehler bei sich...

Der IQ wird meiner Beobachtung nach extrem überbewertet. Besser wäre, er würde als EINER von vielen Faktoren gesehen.

Wahrnehmungsstörungen werden ja auch nicht NUR anhand EINES Tests diagnostiziert sondern die Diagnose beinhaltet Eltern- und Lehrer-Fragebögen, deren Ergebnis (über oder unter dem Cut-off) mit einbezogen wird. Und der Diagnosesteller sollte das Kind auch in verschiedenen Situationen beobachtet haben, um sich ein Bild machen zu können.

Viel besser würde ich eine Art Persönlichkeits-Profil finden, welches das Ergebnis des IQ-Tests auch als EINEN von verschiedenen Faktoren einbezieht. Die anderen Faktoren könnten sein: Motivation, Ausdauer, Frusttoleranz, Sozialverhalten, Resilienz,... (kein Anspruch auf Vollständigkeit!). Damit wäre ein sehr viel konkreteres Bild von einem Menschen gezeichnet, als es auf einen Zahlenwert zu minimieren. Und das schreibe ich, die ich getestet HB bin!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Werbung
 
melly210
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 588
Registriert: 19.02.2018, 20:07

Beitragvon melly210 » 11.01.2019, 21:42

Der IQ wird meiner Beobachtung nach extrem überbewertet. Besser wäre, er würde als EINER von vielen Faktoren gesehen.


Das sollte ja eigentlich auch so gehandhabt werden. In jeder Leitlinie für sonderpädagogoische Gutachten etc ppp steht das so. In der Praxis ist es aber halt nicht so. Es beginnt ja schon damit daß man keine Diagnosen und damit auch in vielen Fällen keine spezifische Förderung für Dyskalkulie, AVWS und Co bekommt, wenn der IQ mit unter 80 getestet wurde. Dh, IQ bei irgendeinem Käse-Test unter 80, Schublade auf, Kind geistig eingeschränkt, Schublade zu, auf wiedersehen. Keinem anderen Test wird so vorbehaltlos geglaubt wie einem IQ-Test. Deshalb sind sie ja auch so "riskant", überhaupt bei kleinen Kindern die neben allen bereits diskutieren Fragen der barrierefreiheit des Tests ansich natürlich auch noch gar nicht verstehen warum dieser Test wichtig sein soll und warum sie sich da anstrengen sollten, und wo sich auch noch im Laufe der Entwicklung ganz viel relativieren kann.

Beate139
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 154
Registriert: 18.07.2018, 19:40
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitragvon Beate139 » 12.01.2019, 00:14

Hallo Heike,

die IQ Tests werden leider immer altersgemäß bewertet

Würde man meinem Sohn jetzt den damaligen Test vorlegen, den er mit 5 Jahren gemacht hat, so würde er ganz sicher auch über die 80 hinweg kommen. Aber bei ihm greift ein Test für die Altersgruppe 16-18 Jahren.
Mein Sohn entwickelt sich ja, aber eben viel langsamer, als Gleichaltrige, und so ist die Schere im laufe der letzten Jahre immer weiter auseinander gegangen.

Susanne1887
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: 17.12.2017, 15:48
Wohnort: Bayern

Beitragvon Susanne1887 » 12.01.2019, 07:54

Genau das war auch bei uns die Schwierigkeit. Die Meilensteine der Entwicklung schienen in Stein festgemeißelt zu sein. Aber unsere Tochter (wie viele andere Kinder auch) hat sich daran überhaupt nicht gehalten.
Da wo andere Kinder schon laufen konnten, begann unsere Tochter zu krabbeln. Da wo andere rennen konnten, machte sie die ersten Schritte. Die ersten Worte nach der Ohr-OP mit 4,5 Jahren. Die ersten 2-Wort-Sätze mit 5. Rennen ohne hinzufallen mit 5 1/2. Schwimmen und Fahrradfahren mit 7. Flüssiges Sprechen jetzt erst mit fast 9.

Bei den IQ Test war das Kind emotional gar nicht ausgereift, die Testsituation zu überstehen. Es hat sich bedrückt gefühlt, mit gesenkten Kopf verschüchtert gearbeitet. Irgendwann hatte meine Tochter wegen ihrer Hypersensibilität richtig Prüfungsangst entwickelt mit Bauchschmerzen, zittern etc... .

Es wurden bei uns auch immer Testungen durchgeführt und deren Ergebnisse mit den altersentsprechenden Auswertungen verglichen. Es war gar nicht möglich, diese Test zu bestehen. Und natürlich folgte eine Aufzählung an Defiziten. Dabei hätte man einfach der Entwicklung viel Zeit geben müssen... .
Mia'10: auditive Wahrnehmungsstörung nach langjähriger sehr starker Schwerhörigkeit,
Hypersensibilität, LRS

Fabienne'14: gesund

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 12.01.2019, 08:19

Beate139 hat geschrieben:Hallo Heike,

die IQ Tests werden leider immer altersgemäß bewertet

Würde man meinem Sohn jetzt den damaligen Test vorlegen, den er mit 5 Jahren gemacht hat, so würde er ganz sicher auch über die 80 hinweg kommen. Aber bei ihm greift ein Test für die Altersgruppe 16-18 Jahren.
Mein Sohn entwickelt sich ja, aber eben viel langsamer, als Gleichaltrige, und so ist die Schere im laufe der letzten Jahre immer weiter auseinander gegangen.


Der Bewertungsschlüssel beim IQ-Test ist ja der Durchschnitt des Wissens der jeweiligen Altersgruppe. Sprich: wenn ein 5jähriges Kind einen IQ von 100 erreicht weiß es genau das, was ein Kind durchschnittlich mit 5 Jahren weiß. Wenn es den exakt gleichen Test mit 4 Jahren macht hat es einen IQ von 125, wenn es exakt den gleichen Test mit 6 Jahren macht einen IQ von 80.

Die Tests werden immer wieder angeglichen, dass heißt an den jeweils in dem Land und zu der Zeit geltenden Durchschnitt angepasst. Die Tests sind so aufgebaut, dass immer 2/3 im "Normalbereich" sind, 1/6 drüber und 1/6 drunter. 70 oder weniger bzw. 130 oder mehr erreichen nur jeweils 2% der getesteten Personen.

Würde der IQ NICHT altergemäß bewertet werden, wäre eine Testung absurd, weil jegliche Vergleichsmöglichkeit fehlen würde. Das wäre wie eine Größentabelle, wonach ein durchschnittlicher 6jähriger z.B. 120cm groß ist und ein durchschnittlicher 15jähriger 180cm (rein fiktiv). Wenn ein kleinwüchsiger Mensch mit 15 Jahren erst die 120cm erreicht ist er trotzdem nicht durchschnittlich groß!

Ich hoffe, das verständlich erklärt zu haben :wink: .

Das Problem liegt nicht in der altersgemäßen Bewertung der Tests sondern darin, dass der Wert als Präfernez für alles mögliche angesehen wird, was er aber nicht ist. Dass der Wert verwendet wird, um Menschen in Schubladen zu stecken. Und DAS ist genauso ungereicht und unfair, wie einem 120cxm großen 15jährigen die höhere Schule zu verweigern mit dem Argument, dass die anderen Schüler ja viel größer sind!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS

Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist

Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Susanne1887
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: 17.12.2017, 15:48
Wohnort: Bayern

Beitragvon Susanne1887 » 12.01.2019, 09:16

@Lisaneu: Das was du schreibst mag zumindest theoretisch stimmen.

Jedoch sieht es in der Praxis ganz anders aus. Ich möchte hier auf das Buch: Kindheit ist keine Krankheit von dem Kinderarzt Dr. Michael Hauch hinweisen. Herr Dr. Hauch bechreibt in dem Buch wie unterschiedlich die kindliche Entwicklung naturgemäß verläuft. Ein Kind spricht und läuft mit 11 Monaten, das Andere erst mit 2 Jahren. Beides ist normal. Und so ist es mit der weiteren kindlichen Entwicklung. Manche Kinder sind mit 5 überschulreif, andere benötigen 7 Jahre. Wie soll bitte dann ein Test, der sich ausschließlich am Alter orientiert 100 % aussagefähig sein :?: . Es ist unmöglich, das eine Kind kann sich super konzentrieren, das Andere noch gar nicht. Das eine Kind ist von der Gehirnentwicklung viel weiter als das Gleichaltrige. Man könnte viele Bedingungen aufzählen, die das Testergebnis verfälschen...

Und dann gibt es Kinder, die wegen Krankheiten, Wahrnehmungsstörungen, körperlichen Einschränkungen, vielen rezidivierenden Infekten etc... die noch weiter von der Entwicklung gesunder Kinder abweichen. Diesen Kindern, wird durch den IQ Test im schlimmsten Fall fälschlicherweise eine geistige Behinderung attestiert :!: Wobei der Körper lediglich krankheitsbedingt eine langsamere Entwicklung macht.
Mia'10: auditive Wahrnehmungsstörung nach langjähriger sehr starker Schwerhörigkeit,
Hypersensibilität, LRS

Fabienne'14: gesund

Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3681
Registriert: 20.03.2007, 18:32
Wohnort: Österreich

Beitragvon Silvia & Iris » 12.01.2019, 09:20

Liebe Lisa,

ganz so kannst du es auch nicht vergleichen...

Wenn ein 14-jähriger Schüler aus dem Intelligenzstand von einem 8-jährigen liegt, er also - z. B. - Zahlenraum 100 addieren und subtrahieren kann, sich noch plagt mit dem kleinen 1 x 1, anfängt 8-Wort-Sätze zu bilden in der Gegenwart... oder auch noch Vergangenes hinbekommt, so denke ich dennoch, dass dieses Kind in einer normalen Klasse - altersadäquat (ohne Hilfen) heillos überfordert ist, wenn da schon quadriert wird, im Plusquamperfekt Sätze formuliert werden, Bruch- und Prozentrechnungen, etc. verlangt wird... und eine Fremdsprache... sowie Chemie, Physik, Geschichte, Geographie, Musik, Turnen...
Da ist es sicher einfacher für den 15-jährigen Schüler passendes Gewand zu kaufen und dann dem Unterricht zu folgen... der Vergleich hinkt etwas...


LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Beate139
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 154
Registriert: 18.07.2018, 19:40
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitragvon Beate139 » 12.01.2019, 09:25

Hallo Lisaneu,

ja genau darin liegt das Problem. Mit 5 Jahren war mein Sohn lediglich entwicklungsverzögert und Lernbehindert. Und nun ist er - laut diesem IQ Test - geistig behindert.
Für mich ist mein Sohn immer noch "nur entwicklungsverzögert", aber bei den Zuständigkeiten machen ein paar Prozente leider sehr viel aus und meine Meinung interessiert bei den Behörden absolut niemanden

Und so, wie du es mit der Größes des Schülers kommentierst, ist es bei der IQ Testung genauso. Dadurch wurden meinem Sohn auch einige Türen einfach zugemacht weil ihm ein paar Prozent fehlen, um als "noch ok für spezielle Maßnahmen" durch zu gehen
Und wer denkt, das dadurch andere Türen aufgemacht wurden, der irrt, mein Sohn ist nämlich, laut den Behörden, zu schlau für Maßnahmen für geistig Behinderte.

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 12.01.2019, 11:27

Silvia & Iris hat geschrieben:Liebe Lisa,

ganz so kannst du es auch nicht vergleichen...

Wenn ein 14-jähriger Schüler aus dem Intelligenzstand von einem 8-jährigen liegt, er also - z. B. - Zahlenraum 100 addieren und subtrahieren kann, sich noch plagt mit dem kleinen 1 x 1, anfängt 8-Wort-Sätze zu bilden in der Gegenwart... oder auch noch Vergangenes hinbekommt, so denke ich dennoch, dass dieses Kind in einer normalen Klasse - altersadäquat (ohne Hilfen) heillos überfordert ist, wenn da schon quadriert wird, im Plusquamperfekt Sätze formuliert werden, Bruch- und Prozentrechnungen, etc. verlangt wird... und eine Fremdsprache... sowie Chemie, Physik, Geschichte, Geographie, Musik, Turnen...
Da ist es sicher einfacher für den 15-jährigen Schüler passendes Gewand zu kaufen und dann dem Unterricht zu folgen... der Vergleich hinkt etwas...


LG
Silvia


Hallo Silvia,

ich meinte nicht, dass der 14jährige auf dem Stand eines 8jährigen dieselben Anforderungen erfüllen kann bzw. soll wie andere 14jährige.

Ich meinte, dass man nach dem gehen soll, was ein Kind im echten Leben kann und zeigt, nicht nach dem Ergebnis des IQ-Testes (das auch komplett falsch sein kann).

Wenn man also beobachtet, dass ein 14jähriger gerade mal so gut rechnen kann, wie durchschnittliche 8jährige, dann soll er Rechnungen bekommen, die seinem Niveau entsprechen.

Man soll aber nicht so vorgehen, wie es aktuell häufig geschieht, und rein auf den IQ schauen. Also ein 10jähriger mit IQ60 ist zwar rein theoretisch am Stand eines 6jährigen, praktisch aber eben nicht in allen Bereichen. Man muss schauen, wie gut es WIRKLICH rechnen kann und nicht automatisch Rechnungen für 6jährige geben, die es entweder über- oder unterfordern.

Ich sehe das bei meinem mathematisch begabten Sohn. Der rechnet jetzt in der 1. Klasse auf dem Niveau eines Drittklässlers, trotz des Durchschnitt-IQ-Wertes von 85, der "nicht wertbar" ist, wegen großer Unterschiede zwischen den einzelnen Teilbereichen. Die rechnerische Komponente wurde bei seinem IQ-Test übrigens gar nicht berücksichtigt, wenn man nach dem Durchschnittsergebnis gehen würde, dann müsste er sich gerade den Zahlenraum bis 5 erschließen. Tatsächlich rechnet er sicher im Zahlenraum 1000. Dabei hat er durchaus andere Schwächen, wo er auf dem Stand eines 3jährigen Kindes ist (was auch nicht aus dem Gesamt-IQ hervorgeht).

Um zu merken, wie gut ein Kind rechnen, lesen und schreiben kann braucht man keinen Zahlenwert. Da braucht man nur schauen, was das Kind tatsächlich zeigt. (dass manche Kinder auch im RL mehr könnten als sie zeigen ist wieder eine andere Sache).

Das ist auch in die andere Richtung so. Nur weil wer z.B. einen IQ von über 130 hat, ist er nicht automatisch in allen Bereichen ein Überflieger. Das ist auch einer der Gründe, aus dem ich im RL meinen IQ nie thematisiere. Denn wenn ich mich wo nicht über-drüber-super anstelle sondern mal schwer von Begriff bin (was durchaus oft vorkommt) widerspricht das für viele, die sich noch nicht damit beschäftigt haben, dem hohen IQ.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS

Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist

Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Werbung
 
Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 12.01.2019, 11:33

Susanne1887 hat geschrieben:@Lisaneu: Das was du schreibst mag zumindest theoretisch stimmen.

Jedoch sieht es in der Praxis ganz anders aus. Ich möchte hier auf das Buch: Kindheit ist keine Krankheit von dem Kinderarzt Dr. Michael Hauch hinweisen. Herr Dr. Hauch bechreibt in dem Buch wie unterschiedlich die kindliche Entwicklung naturgemäß verläuft. Ein Kind spricht und läuft mit 11 Monaten, das Andere erst mit 2 Jahren. Beides ist normal. Und so ist es mit der weiteren kindlichen Entwicklung. Manche Kinder sind mit 5 überschulreif, andere benötigen 7 Jahre. Wie soll bitte dann ein Test, der sich ausschließlich am Alter orientiert 100 % aussagefähig sein :?: . Es ist unmöglich, das eine Kind kann sich super konzentrieren, das Andere noch gar nicht. Das eine Kind ist von der Gehirnentwicklung viel weiter als das Gleichaltrige. Man könnte viele Bedingungen aufzählen, die das Testergebnis verfälschen...

Und dann gibt es Kinder, die wegen Krankheiten, Wahrnehmungsstörungen, körperlichen Einschränkungen, vielen rezidivierenden Infekten etc... die noch weiter von der Entwicklung gesunder Kinder abweichen. Diesen Kindern, wird durch den IQ Test im schlimmsten Fall fälschlicherweise eine geistige Behinderung attestiert :!: Wobei der Körper lediglich krankheitsbedingt eine langsamere Entwicklung macht.


Das habe ich alles nie abgestritten. Es ging mir darum zu erklären, warum der IQ so bestimmt wird, wie das der Fall ist.

Die von dir beschriebenen Probleme liegen daran, dass dieser Wert überbewertet wird.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS

Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist

Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


Zurück zu „Kindergarten und Schule“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste