IQ Tests...

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 21.01.2019, 13:11

Hallo Alexandra2014,

ich habe Dir nicht widersprochen, bei deiner Tochter eine Testund zu verweigern. Die Gründe habe ich verstanden. Ich habe auch nirgendwo behauptet dass es für alle Handycaps passende IQ-Tests gibt.

Ich bin nur der Ansicht, dass eine generelle Verweigerung der Testung WENN ES UM ETWAS GEHT (also Lehrplan, Schulwahl, etc.) eher schadet als nützt. So ähnlich, wie eine Verweigerung des Alko-Testes beim Auto fahren als Schuldeingeständnis gesehen wird, wird eine genereller IQ-Testverweigerung nicht nur "neutral" (im Sinne von kein Test - daher kein Ergebnis) gesehen werden, sondern negativ (da will wer das Kind nicht testen lassen, weil es ohnehin nichts kann).

Wenn schon Test-Verweigerung (wenn es um etwas geht) dann muss man auch was anderes anbieten. Z.B. aussagekräftige, schriftliche Befunde oder Stellungnahmen von Leuten, die mit dem Kind arbeiten (Ergo, Logo, Förderkraft, Schulbegleitung,...). Ob die dann angenommen und "gewertet" werden ist immer noch vom GOODWILL abhängig, aber das kann man zumindest versuchen.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 21.01.2019, 13:36

Gerade wenn es um etwas geht, würde ich doch keinen Test heranziehen, der in überdurchschnittlich vielen Fällen falsch negativ ausfällt. Da erschließt sich mir der Sinn einfach nicht.

Wer wissen möchte, was mein Kind kann, der möge bitte ihre Einschränkungen berücksichtigen und sich mit ihr befassen. Wenn man ihr ohne Vorbehalte entgegentritt, kommt man da ganz schnell zum Ziel!
Aber sie drei Zimmer weiter zu schicken, zu einem ihr fremden Psychologen, der einen nicht passenden Test (weil es ihn nicht gibt) durchzieht und dann daraus irgendwas abzuleiten, ist schlicht nicht zielführend.

Deswegen sage ich ja, IQ-Tests abschaffen (nur für ganz wenige Ausnahmefälle überhaupt zulassen) und sich daran orientieren, was das Kind wirklich - in der Realität - leisten kann. Vielleicht auch mal den Eltern zuhören, ohne ungläubige Blicke.

Wenn ich dem Arzt erzähle, dass das Kind Fahrrad fährt, ohne Hilfe, ohne Unterstützung, wird mir das ja auch geglaubt.
Wenn ich aber sage, dass das Kind 30 Minuten konzentriert zu Hause am Tisch arbeitet und rechnet, dann lügt man.
Weil das Kind in DER Situation im SPZ (autismusbedingt) überfordert ist und nicht mal Fragen nach Name und Alter beantwortet.
Ist gab Ärzte, die dachten, sie wissen nicht wie sie heißt. Ohne sich aber die Mühe zu machen herauszufinden, warum. Das kann aber auch ein IQ-Test nicht beantworten! :wink:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Alexandra2014 » 21.01.2019, 13:43

Lisaneu hat geschrieben:
ich habe Dir nicht widersprochen, bei deiner Tochter eine Testund zu verweigern. Die Gründe habe ich verstanden. Ich habe auch nirgendwo behauptet dass es für alle Handycaps passende IQ-Tests gibt.



Was bleibt einem dann übrig, als zu verweigern, wenn man dem Kind nicht schaden will? Genau, nichts!

Ich habe ja auch nie geschrieben, dass jeder unbedingt den Test verweigern muss. Ich bezog mich dabei vorrangig auf Kinder, bei denen der Test eben nicht zielführend ist.

Dennoch sagt so ein Test bei keinem Menschen etwas über sein Leistungsvermögen aus. Man muss sich auch Wissen aneignen und es einsetzen wollen. Der IQ sagt ja nur aus, dass man dazu in der Lage wäre, aber nicht, dass man es auch nutzt.
Es ist nur ein Wert, eine Zahl.
Fordern und fördern, unabhängig von einem IQ-Wert, sollte das Ziel sein.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Susanne1887 » 21.01.2019, 16:28

Bei uns hier in der SVE werden IQ Tests als Reihenuntersuchung durchgeführt. Ein besonderes Einverständnis von den Eltern wird nicht eingeholt. Aber das ist eigentlich nicht relevant, da grundsätzlich Allen Kindern die Förderschule Lernen empfohlen wird. :evil:
Mia'10: auditive Wahrnehmungsstörung nach langjähriger sehr starker Schwerhörigkeit,
Hypersensibilität und leichte globale Entwicklungsverzögerung, Verd. a. LRS

Fabienne'14: gesund

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Beitragvon melly210 » 21.01.2019, 22:41

Lisaneu hat geschrieben:Hallo Alexandra2014,

ich habe Dir nicht widersprochen, bei deiner Tochter eine Testund zu verweigern. Die Gründe habe ich verstanden. Ich habe auch nirgendwo behauptet dass es für alle Handycaps passende IQ-Tests gibt.

Ich bin nur der Ansicht, dass eine generelle Verweigerung der Testung WENN ES UM ETWAS GEHT (also Lehrplan, Schulwahl, etc.) eher schadet als nützt. So ähnlich, wie eine Verweigerung des Alko-Testes beim Auto fahren als Schuldeingeständnis gesehen wird, wird eine genereller IQ-Testverweigerung nicht nur "neutral" (im Sinne von kein Test - daher kein Ergebnis) gesehen werden, sondern negativ (da will wer das Kind nicht testen lassen, weil es ohnehin nichts kann).

Wenn schon Test-Verweigerung (wenn es um etwas geht) dann muss man auch was anderes anbieten. Z.B. aussagekräftige, schriftliche Befunde oder Stellungnahmen von Leuten, die mit dem Kind arbeiten (Ergo, Logo, Förderkraft, Schulbegleitung,...). Ob die dann angenommen und "gewertet" werden ist immer noch vom GOODWILL abhängig, aber das kann man zumindest versuchen.


Ich würde wie Alexandra GERADE wenn es um ewas geht verweigern ! Daß man dann stattdessen andere Dinge wie Stellungnahmen von Therapeuten etc vorlegt sollte klar sein.

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Beitragvon Beate139 » 22.01.2019, 06:20

Hallo,

also in einem muss ich Lisaneu Recht geben : Wenn man den IQ Test verweigert, wenn es um einen Schulwechsel geht, hat man schlechte Karten, das der Wechsel dann auch genehmigt wird.

Meinen Sohn wollte ich von einer normalen Integrations-Grundschule in eine Sprachheilschule wechseln lassen. Und dafür wurde neben dem Sozialpsychologischen Test auch ein IQ Test gefordert. Hätte ich eins von beiden abgelehnt, wäre mein Sohn vermutlich in der Integrations-Grundschule verblieben.
Genauso hat es sich auch mit der Schulbegleitung verhalten. Keine Testung = kein Bedarf. Eine Verweigerung meinerseits gegenüber dem Test hätte sicherlich auch das Jugendamt in die Verweigerung gebracht, eine Begleitung zu genehmnigen.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 22.01.2019, 08:46

Beate139 hat geschrieben:Hallo,

also in einem muss ich Lisaneu Recht geben : Wenn man den IQ Test verweigert, wenn es um einen Schulwechsel geht, hat man schlechte Karten, das der Wechsel dann auch genehmigt wird.

Meinen Sohn wollte ich von einer normalen Integrations-Grundschule in eine Sprachheilschule wechseln lassen. Und dafür wurde neben dem Sozialpsychologischen Test auch ein IQ Test gefordert. Hätte ich eins von beiden abgelehnt, wäre mein Sohn vermutlich in der Integrations-Grundschule verblieben.
Genauso hat es sich auch mit der Schulbegleitung verhalten. Keine Testung = kein Bedarf. Eine Verweigerung meinerseits gegenüber dem Test hätte sicherlich auch das Jugendamt in die Verweigerung gebracht, eine Begleitung zu genehmnigen.


Das ist genau das Problem. Dass einem ständig gesagt wird, man müsse das tun, weil man sonst keinen Anspruch hat. Das stimmt aber nicht!
Ich bin auch drauf reingefallen und ärgere mich Heute noch darüber.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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