IQ Tests...

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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melly210
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Beitragvon melly210 » 20.01.2019, 20:10

Lisaneu hat geschrieben:
Alexandra2014 hat geschrieben:Hallo Lisa,

als Eltern habe ich keinen Einfluss darauf, was andere (Ärzte, Pädagogen) über den Status des IQ-Tests denken.
Selbst wenn ein Umdenken stattfinden würde, würde es Jahre dauern, bis es überhaupt etwas bewirkt.

Als Eltern kann ich aber sagen: „nein, mein Kind macht so einen Test nicht, aus den und den Gründen!“
Muss dann jeder akzeptieren.
Unsere KJP (mit 25 Jahren Erfahrung in der Diagnostik von Autisten und ADHS) meinte selbst, es macht eigentlich keinen Sinn. Trotzdem hat sie mich zweimal gefragt, ob wir es nicht doch machen wollen. :roll:
Es ist in den Köpfen einfach drinund es wird sich nie etwas ändern, wenn Eltern das einfach so hinnehmen.

Gruß
Alex


Hallo Alexandra,

klar kann man den Test verweigern! Niemand kann dich zwingen, dein Kind testen zu lassen! Aber dann ist es eben ohne Test in der Schublade drin!

Wenn sich durch eine Verweigerung des Tests wer die tatsächlichen Fähigkeiten und Defizite genauer anschauen würde, würde ich auch verweigern. Nur tut das keiner. Eine Test-Verweigerung wird gerade bei Kindern, deren Fähigkeiten nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, leider oft gleich mit "geistiger Behinderung" gleichgesetzt.

Ein blöder Vergleich, aber es ist so ähnlich wie wenn man bei einer Verkehrskontrolle (aus welchen Gründen auch immer) den Alko-Test verweigert. Dann wird auch automatisch davon ausgegangen, dass man alkoholisiert ist!


Ich weiß wie du es meinst. Ich würde und werde falls das nochmal Thema werden sollte trotzdem verweigern, und es wäre gut wenn das noch mehr Eltern tun. Es stigmatisiert einfach wahnsinnig viele Kinder, vorallem welche mit Teilleistungsschwächen und daraus resultierend heterogenem IQ Profil. Dh, schon aus Prinzip sollte nur in ganz genau definierten Fällen IQ Tests gemacht werden, und nicht als Standard bei quasi egal was man testen lassen will mit. Das wird erst dann erreicht werden wenn immer mehr Eltern verweigern.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 20.01.2019, 20:20

kati543 hat geschrieben:
Alexandra2014 hat geschrieben:Hallo Katrin,

kannst du das näher erklären, wieso der IQ bei einer deutlichen (nicht näher benannten) Sprachentwicklungsstörung geringer ausfallen „muss“?

Das ist doch Irrsinn!
Eine Sprechapraxie oder verbale Dyspraxie hängt z.B. überhaupt nicht mit dem IQ zusammen!
Bei uns wurde die verbale Dyspraxie erst im Alter von 8 Jahren diagnostiziert. Vorher hieß es auch pauschal „Sprachentwicklungsverzögerung“, weil die Logopäden, die wir damals hatten, die Dyspraxie nicht erkannt haben.

Das wäre dann in etwa gleichbedeutend mit:
Menschen, die schlecht sprechen sind zwangsläufig auch dümmer... :shock:
Erzähl das mal Patienten nach Schlaganfall, die zum Teil gar nicht mehr sprechen können, aber kognitiv völlig fit sind. :roll:

Gruß
Alex


Hallo Alex,
ich habe in meinem Text sogar ausdrücklich „kann“ GROSSGESCHRIEBEN :D. Von „muss“ ist also gar nicht die Rede.

Der IQ-Test von dem ich sprach, ist der Test meines Sohnes. Die Behinderungen von ihm stehen unten. Seine Sprachentwicklungsstörung kommt vom Autismus und von der Geistigen Behinderung als Folge einer Vergiftung in der Schwangerschaft mit Natriumvalproat und eines Gendefekts. Es ist also ziemlich bekannt warum er so ist, wie er ist. Nur und ausschließlich deswegen gehen unsere Fachärzte davon aus, dass der Gesamt-IQ mit Sprachteil niedriger sein MUSS (bei ihm), als das Ergebnis im SON-R zeigt. Wir wissen welche Sprachentwicklungsstörung er hat, warum er sie hat, wie sie sich entwickelt hat und wie sie sich weiterentwickeln wird.

LG
Katrin


Hallo Katrin,

ich bezog mich auf diesen Absatz von dir:

Bei uns werden zusätzlich bei einen nonverbalen IQ-Test noch Sprachtests gemacht. Diese sind Teil des Ergebnisses des IQ-Tests. Beim letzten IQ-Test meines Jüngsten stand also da, dass das Ergebnis des IQ Test (SON-R) bei 68 lag, jedoch aufgrund seiner deutlichen Sprachentwicklungsstörung ein geringerer IQ angenommen werden muss, jedoch noch im Bereich einer leichten geistigen Behinderung.

Die Fragestellung war schon auch, warum bei deinem Sohn davon ausgegangen werden muss?

Gruß,
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 20.01.2019, 20:32

Lisaneu hat geschrieben:
Alexandra2014 hat geschrieben:Hallo Lisa,

als Eltern habe ich keinen Einfluss darauf, was andere (Ärzte, Pädagogen) über den Status des IQ-Tests denken.
Selbst wenn ein Umdenken stattfinden würde, würde es Jahre dauern, bis es überhaupt etwas bewirkt.

Als Eltern kann ich aber sagen: „nein, mein Kind macht so einen Test nicht, aus den und den Gründen!“
Muss dann jeder akzeptieren.
Unsere KJP (mit 25 Jahren Erfahrung in der Diagnostik von Autisten und ADHS) meinte selbst, es macht eigentlich keinen Sinn. Trotzdem hat sie mich zweimal gefragt, ob wir es nicht doch machen wollen. :roll:
Es ist in den Köpfen einfach drinund es wird sich nie etwas ändern, wenn Eltern das einfach so hinnehmen.

Gruß
Alex


Hallo Alexandra,

klar kann man den Test verweigern! Niemand kann dich zwingen, dein Kind testen zu lassen! Aber dann ist es eben ohne Test in der Schublade drin!

Wenn sich durch eine Verweigerung des Tests wer die tatsächlichen Fähigkeiten und Defizite genauer anschauen würde, würde ich auch verweigern. Nur tut das keiner. Eine Test-Verweigerung wird gerade bei Kindern, deren Fähigkeiten nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, leider oft gleich mit "geistiger Behinderung" gleichgesetzt.

Ein blöder Vergleich, aber es ist so ähnlich wie wenn man bei einer Verkehrskontrolle (aus welchen Gründen auch immer) den Alko-Test verweigert. Dann wird auch automatisch davon ausgegangen, dass man alkoholisiert ist!


Wenn ich mein Kind aber testen lasse, obwohl ich vorher weiß, dass es keinen auch nur halbwegs barrierefreien Test gibt, der einen verwertbaren Wert liefern könnte, spiele ich den Leuten, die das Kind auch ohne Test in die Schublade stecken würden, doch nur in die Hände.
Dann nützt kein Reden mehr - sie werden einem immer den IQ-Wert unter die Nase reiben.

Ohne den IQ-Wert kann ich immer noch auf „im Zweifel für den Angeklagten“ plädieren. :wink:
Ohne Beweis keine Verurteilung!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 20.01.2019, 21:12

Hallo Alex, hallo Kati543,

off topic, zwar aber trotzdem: Ich glaube schon, dass eine Sprechapraxie, wenn sie von Geburt an besteht, zwar vom IQ unabhängig ist, aber dadurch den IQ negativ beeinflussen kann, v.a. wenn das Umfeld explizit oder implizit das Kind dadurch für geistig behindert hält, weil es nicht sprechen kann und/oder ihm das Erlernen der Schriftsprache nicht zutraut.

Bei meinem Sohn, dem weiterhin jegliche Lautsprache fehlt, würde ich gerade dadurch, dass er die Schriftsprache leicht und schnell erlernt hat - auch wenn er sie noch kaum kommunikativ einsetzt - sogar eine (relative) Sprachbegabung unterstellen :wink:

Allerdings zeigt er die beim Sprachverständnis auch, also wenn man gezielt das Sprachverständnis "prüft", z.B. welche Worte passen nicht in die Reihe, sprachliche Analogie bilden lässt etc.
Da er aber nicht sprechen kann ist unklar, ob die knappe Komunikation der Notwendigkeit des Tippens geschuldet ist, er also "faul" (oder ökonomisch :wink: ), er noch zu wenig Kommunikationserfahrung bzw. UK-Vorbilder und/oder er autismusbedingt wenig Interesse an Kommunikation hat.

Sohnemanns IQ ist ja absolut nicht testbar, da er nonverbal, dyspraktisch und VÖLLIG unmotiviert ist, Dinge zu tun, die ihn nicht interessieren, nur weil jemand anderer ihn dann vielleicht für klüger hält :wink:

Darüber, dass Benes IQ nicht testbar ist besteht - weder ärztlicherseits, noch schulischerseits - irgendein Zweifel.

Aber wie mit Bene umgegangen wird, also was ihm zugetraut und auch zugemutet wird, hing und hängt weiter stark von der Beobachtungsgabe, dem Interesse, der Kreativität, dem Duchhaltenvermögen und der Anstrengungsbereitschaft der Lehrkraft oder des Therapeuten ab :idea:

Und da haben wir wahrhaft schon HIMMELWEITE Unterschiede erlebt ...

Manchmal denke ich, dass für PERSONAL, das mit unseren besonderen Kindern arbeiten will, vor jeglicher Ausbildung eigene BEGABUNGSTESTS geben sollte, bei der der IQ zwar nicht völlig unwichtig, aber auch nur eines von vielen Bewertungskriterien wäre :wink:

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

Anne_mit_2
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Beitragvon Anne_mit_2 » 20.01.2019, 21:38

Hallo Angie,

Angela77 hat geschrieben:Manchmal denke ich, dass für PERSONAL, das mit unseren besonderen Kindern arbeiten will, vor jeglicher Ausbildung eigene BEGABUNGSTESTS geben sollte, bei der der IQ zwar nicht völlig unwichtig, aber auch nur eines von vielen Bewertungskriterien wäre :wink:



Streich noch das Wort 'besonderen' vor den Kindern und wir sind uns mit der Aussage völlig einig. Jede Lehrkraft und jeder Therapeut sollte zumindest erfahren haben, was normiert messbar die eigenen Stärken und Schwächen zu sein scheinen. Das relativiert den Blick auf die anderen schon ganz enorm.

Viele Grüße,
Anne

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 20.01.2019, 21:44

Anne_mit_2 hat geschrieben:Hallo Angie,

Angela77 hat geschrieben:Manchmal denke ich, dass für PERSONAL, das mit unseren besonderen Kindern arbeiten will, vor jeglicher Ausbildung eigene BEGABUNGSTESTS geben sollte, bei der der IQ zwar nicht völlig unwichtig, aber auch nur eines von vielen Bewertungskriterien wäre :wink:



Streich noch das Wort 'besonderen' vor den Kindern und wir sind uns mit der Aussage völlig einig. Jede Lehrkraft und jeder Therapeut sollte zumindest erfahren haben, was normiert messbar die eigenen Stärken und Schwächen zu sein scheinen. Das relativiert den Blick auf die anderen schon ganz enorm.

Viele Grüße,
Anne


Ihr beiden: :lol: 👍🏻👍🏻👍🏻
Würde vielen Ärzten sicher auch helfen! :wink:

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 20.01.2019, 21:47

Stimmt voll und ganz Anne :)

Gute Nacht :)
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

Vorstellung plus Diäteffekte:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html



Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

grace
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Beitragvon grace » 20.01.2019, 23:15

Hallo,

Ich finde schon die Bezeichnung ‚Intelligenz-Test“ irreführend.

Mal abgesehen davon das viele Menschen aufgrund spezieller Behinderungen und ungewöhnlichen Fähigkeiten gar nicht messbar sind, schneiden bei den meisten IQ Test immer diejenigen Menschen besonders gut ab welche eine große mathematische Begabung haben und im logischen Denken besonders schnell sind.

Menschen dagegen die große künstlerische, kreative, musische, poetische und soziale Begabungen haben sind in solchen Tests immer die „dümmeren“ besonders dann wenn sie auch noch mathematisch völlig unbegabt sind und das kommt ja bekanntlich sehr oft vor.

Ich würde solche Tests deswegen einfach nur Begabungstest nennen und den IQ ganz abschaffen, Intelligenz kann nicht mit einer Nummer gemessen werden, das ist doch absurd und regt zu unnötigen Spekulationen, Vergleichen und Frustrationen an.

Begabungstest sollten auch meiner Meinung nach nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern gemacht werden und nur in einem seriösen und erfahrenen Umfeld.

LG

Grace

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 21.01.2019, 10:12

Wegen Test-Verweigerung: es kommt drauf an, wer das Ergebnis "haben" bzw. nutzen will. Ich bin gerne bereit, meine Kinder umfassend testen zu lassen ( sowohl IQ-Tests als auch andere Tests), damit die Menschen, die tatsächlich mit ihm arbeiten, mehr Anhaltspunkte über Stärken und Schwächen haben, als offensichtlich erkennbar sind.

Vorsichtig bin ich, wenn der Test offensichtlich in erster Linie der Schubladisierung und der Bedienung von Vorurteilen dienen soll. Je nach Situation würde ich da auch verweigern, oder den Test auf eigene Faust machen lassen und nachher erst entscheiden, wie ich mit dem Ergebnis umgehe (niemand kann mich zwingen, es bekannt zu geben.

Wenn es z.B. um Schulwahl oder Lehrplaneinteilung geht, macht Test-Verweigerung meiner Beobachtung nach wenig Sinn. " Im Zweifel für den Angeklagten" habe ich nie erlebt. Eher das Gegenteil! Da würde ich mit meinem heutigen Wissen selbst einen Test machen lassen (unter möglichst passenden Bedingungen) und danach entscheiden. ob ich diesen vorlege oder nicht.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 21.01.2019, 13:03

Lisaneu hat geschrieben:Wegen Test-Verweigerung: es kommt drauf an, wer das Ergebnis "haben" bzw. nutzen will. Ich bin gerne bereit, meine Kinder umfassend testen zu lassen ( sowohl IQ-Tests als auch andere Tests), damit die Menschen, die tatsächlich mit ihm arbeiten, mehr Anhaltspunkte über Stärken und Schwächen haben, als offensichtlich erkennbar sind.


Das macht doch aber nur Sinn, wenn der Test auch in der Lage ist, objektiv die Stärken und Schwächen wiederzugeben. Bei manchen Kindern kann er das aber nicht. Ich freue mich, wenn das bei deinen Kindern funktioniert, bei meinem kommt da kein verwertbares Ergebnis raus, was irgendwem helfen würde.

Das Testergebnis sagt nicht aus, ob das Kind eine visuelle Wahrnehmungsstörung hat und deswegen die visuomotorischen Anforderungen nicht bewältigen konnte.
Das Testergebnis sagt nur aus: Aufgabe nicht geschafft = IQ niedriger (=zu dumm, um die Aufgabe zu bewältigen).

Bei Sprachverzögerungen oder Hörproblemen wird einfach ein nonverbaler Test gemacht, wodurch dieser größtenteils barrierefrei ist.
Bei visuellen Problemen + Sprache und/oder Hören gibt es nichts vergleichbares. Der Test ist in dem Fall völlig wertlos für das Kind und irgendwelche Rückschlüsse auf Stärken und Schwächen. Ist das denn so schwer zu verstehen?

Nonverbale Tests bestehen nunmal zum Großteil aus visuomotorischen Aufgabenstellungen. Die „normalen“ Test sind verbale und setzen normale Sprach- und Hörfähigkeiten voraus.

Mein Kind hat kein 3D Sehen, engstehende Gitter und Linien bewegen sich für sie, engstehende Symbole verschwimmen ineinander, durch die Gesichtsfeldausfälle kann sie ein volles, ganzes DIN A4 Blatt nicht überblicken. Sie braucht alles größer, kontrastreicher und ohne Linien, sowie einzelne überschaubare Aufgaben. Das bietet kein Test.
Und obendrein hat sie die verbale Dyspraxie und auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen.

Du würdest doch auch einen blinden Menschen nicht vor einen nonverbalen Test setzen und daraus seine Stärken und Schwächen ableiten - weil es unmöglich ist!

Gruß
Alex
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