gesetzlichen Betreuer für Todesfall der Eltern bestimmen?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

melanie simone
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 742
Registriert: 09.02.2009, 23:29
Wohnort: Lkr Tübingen

gesetzlichen Betreuer für Todesfall der Eltern bestimmen?

Beitragvon melanie simone » 09.01.2019, 10:39

Hallo ihr Lieben

wir knöpfen uns gerade tapfer Dinge wie Testament, Vorsorgevollmacht....etc vor.

Nun kam noch eine Frage auf:
Unser Sohn ist 12, bis wir Eltern uns zwecks gesetzt. Betreuung schlau machen müssen ist es also noch ne Weile hin.
Aber was was wäre, wenn wir beide jetzt z.B. bei einem Unfall ums Leben kämen, wer würde dann Betreuer von ihm?
Können wir da etwas vorab regeln, jemanden vorschlagen/ einsetzen...?

LG Melanie
Mama(74), Bub(06), unbalancierte Translokation ( 1 & 18 ), Balkenmangel, Fieberkrämpfe, Epilepsie seit 12/12 , Entwicklungsstand +/- 15 Monate, PG 5, begeisterter Rollatorpilot, chronisch gute Laune

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat,
egal, wie es ausgeht. Vaclav Havel

Werbung 1
 
RikemitSohn
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 611
Registriert: 20.09.2015, 23:25

Beitragvon RikemitSohn » 09.01.2019, 13:15

Hallo,

unter 18 Jahren geht es ja um das Sorgerecht, das weitergegeben wird. Ich habe das für meinen Sohn schon als Kleinkind gemacht, da ich alleine mit ihm bin und verhindern wollte, dass der Vater eingeschaltet wird. Ich habe handschriftlich mein Testament geschrieben und darin mit Begründung meine Schwester als Sorgeberechtigte im Falle meines Todes eingesetzt.
Und ich gehe davon aus, dass das für Behörden auch in Ordnung so wäre. Meistens wird so etwas ja in der Familie geregelt.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

rena99
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1616
Registriert: 28.04.2012, 16:34

Beitragvon rena99 » 09.01.2019, 13:16

Hallo Melanie,

wenn ihr selbst gar nichts bestimmt habt, dann entscheidet ein Familiengericht über einen Vormund. Das ist dann nicht zwangsläufig jemand aus der Verwandtschaft, sondern jemand, den das Gericht für am besten geeignet hält (was dann ja doch oft Verwandte sind). Es kann aber auch ein Jugendamtsmitarbeiter sein.

Ihr könnt aber selbst eine Sorgerechtsverfügung aufsetzen. Infos z.B. hier:
https://nestling.org/sorgerechtsverfueg ... todesfall/

LG
Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

melanie simone
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 742
Registriert: 09.02.2009, 23:29
Wohnort: Lkr Tübingen

Beitragvon melanie simone » 09.01.2019, 19:40

Rena, super, vielen Dank !
LG Melanie
Mama(74), Bub(06), unbalancierte Translokation ( 1 & 18 ), Balkenmangel, Fieberkrämpfe, Epilepsie seit 12/12 , Entwicklungsstand +/- 15 Monate, PG 5, begeisterter Rollatorpilot, chronisch gute Laune



Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht,

sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat,

egal, wie es ausgeht. Vaclav Havel

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3898
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 10.01.2019, 20:01

Hallo,
im Todesfall des letzten Sorgeberechtigten eines Minderjährigen wird grundsätzlich das Gericht eingeschaltet um eine Lösung zu finden. Du kannst 2 verschiedene Dinge machen:
1.: ein Behindertentestament um das Vermögen zu vererben und dein behindertes Kind trotzdem abzusichern, ggf. einen Vermögensverwalter einsetzen
2.: eine Sorgerechtsverfügung verfassen. Jedoch ist das kein Testament und ist nicht bindend für das Gericht. Stelle es dir einfach so vor, als hättest du letztmalig (nach deinem Tod) die Gelegenheit vor Gericht deine Meinung zu äußern, wer das Sorgerecht bekommen soll und wer nicht. Das musst du unbedingt sehr gut begründen. Informiere die betreffenden Personen, bevor du sie dort nennst, nicht dass du dich darauf verlässt und sie das überhaupt nicht wollen.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Benutzeravatar
anner
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3519
Registriert: 01.10.2006, 16:57

Beitragvon anner » 10.01.2019, 21:32

Hallo,

und für nach dem 18. Geburtstag schuast Du hier :wink:

https://de.wikipedia.org/wiki/Betreuungsverfügung

Anne
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen

Benutzeravatar
anner
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3519
Registriert: 01.10.2006, 16:57

Beitragvon anner » 10.01.2019, 21:33

Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr

Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste