Reha wirklich erst nach 4 Jahren?

Hier könnt ihr über eure Aufenthalte in Kurhäusern berichten, Fragen bezüglich Kuren stellen und generell zum Thema Mutter-Kind-Kur schreiben.

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Angela u. Svenja
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Beitragvon Angela u. Svenja » 10.01.2019, 10:16

....noch wegen Elses Vorschlag...habe ich auch schon nachgedacht, aber ich brauche unbedingt eine Reha die meine Tochte weiterbringt.
Da ist aus meiner Sicht Hohenstücken einfach super!!! Und bei einer Mutter-Kind-Kur muss ja für unsere Kinder auch alles passen. Das fängt meistens schon damit an, dass man in vielen Häusern keinen geeigneten Zugang für Rollis zum Haus hat, von der Rollstuhltoilette und der Betreuung unserer besonderen Kinder ganz zu schweigen. Das war schon schwierig als ich mal zur Mutter-Kind-kur gefahren bin, als meine Tochte noch gesund war. Jetzt ist die Auswahl der passenden Häuser bestimmt sehr begrenzt.

Also werden wir Widersprechen und Widersprechen :roll: :oops: :lol:

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else
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Beitragvon else » 23.01.2019, 18:52

Hallo Zusammen,
also für meinen Sohn wurde die Kinderreha heute von der KK abgelehnt, trotz der guten Argumentation von Kaja.
Von der DRV hatte ich auch vorsichtshalber die Unterlagen angefordert. Dort steht leider als Vorraussetzung, dass eine spätere Berufsausübung durch die Reha wahrscheinlich werden muss. Ich habe auch mit der DRV telefoniert und schwerst Mehrfachbehinderte, die niemals einen Beruf ausüben können, sind nach wie vor von Rehas über die DRV ausgeschlossen.
@Angela, ich denke die Werkstatt zählt schon als Berufsausübung. Da steht nirgends etwas vom ersten Arbeitsmarkt.

Für meinen Sohn, der auch für die Behindertenwerkstatt zu schwach ist, bleibt leider nur die KK. Habt Ihr eine Idee für den Widerspruch? Ich habe bei den Musterschreiben nichts für Kinderreha gefunden. Ist vielleicht sowieso aussichtslos, weil wenn wir jetzt monatelang auf den Widerspruchsausschuss warten, sind sowieso alle Plätze weg für dieses Jahr. :(
LG
Else

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Beitragvon Kaja » 24.01.2019, 21:31

Hallo Else,

schau mal hier:

https://www.mds-ev.de/fileadmin/dokumen ... -07-02.pdf
Hiervon abweichend ist eine vorzeitige Leistungserbringung möglich, wenn diese aus medizinischen Gründen im Einzelfall dringend erforderlich ist. Der Gutachter hat neben Indikation und Dringlichkeit der beantragten Leistung den Erfolg der in den letzten 3 bzw. 4 Jahren vor Antragstellung durchgeführten ambulanten und stationären Vorsorge- bzw. Rehabilitationsleistungen und die Umsetzung der im Rehabilitationsentlassbericht empfohlenen Maßnahmen in die Prüfung einzubeziehen. Bei vorzeitigen Leistungen für Kinder und Jugendliche hat der Gutachter entwicklungsphysiologische Aspekte und individuelle Kontextfaktoren in die Beurteilung einzubeziehen. Bei vorzeitigen Leistungen nach §§ 24 und 41 SGB V können veränderte Kontextfaktoren zu einem erneuten Auftreten oder einer Verschlechterung des vormals bereits antragsauslösenden Gesundheitsproblems führen.
Viele Grüße Kaja

else
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Beitragvon else » 27.01.2019, 16:58

Danke Kaja,
ich gebe das unserem Kiarzt, dann kann er entsprechend begründen.
Der MDK hat in seinem Kurzgutachten übrigens tatsächlich anerkannt, dass die Vierjahresfrist bei Kindern grundsätzlich nicht gilt, aber einen Anlass für eine erneute Reha nach so kurzer Zeit sieht er trotzdem nicht. Also begründen wir jetzt gut und dann wird das hoffentlich klappen.
LG
Else

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Re: Reha wirklich erst nach 4 Jahren?

Beitragvon else » 16.04.2019, 16:25

Hallo Ihr Lieben,
hat geklappt. Habe gerade die Zusage bekommen.
Danke Euch für die Argumentation.
Else

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Re: Reha wirklich erst nach 4 Jahren?

Beitragvon else » 17.07.2019, 17:58

Hallo Kaja,
ich brauche nochmal Dein Wissen. Für meinen Sohn wurde die Reha über die KK genehmigt mit mir als Begleitperson an der Ostsee.
Mein Mann hat inzwischen auch eine Reha bei der DRV beantragt, die sofort bewilligt wurde, aber in einer anderen Klinik im Schwarzwald. Getrennt fahren ist einfach nicht umsetzbar. Wir haben jetzt schon paarmal hin und hergeschrieben, dass die Pflege von unserem Sohn während seiner Reha gesichert sein muss. Mein Mann steht auch im Pflegegutachten. Wir sind beide berufstätig und teilen uns die Pflege früh, abends, nachts und am Wochenende. Alleine schaffe ich das nicht für drei Wochen. Wir finden für diese Zeiten auch keine Haushaltshilfe. Pflegedienste sind auch rar - falls die DRV die Kosten überhaupt übernehmen würde? Also haben wir die Mitaufnahme von unserem Sohn in seiner Schwarzwald-Klinik beantragt. Die DRV schreibt jetzt „Die Anforderungen für die Betreuung des Sohnes können in keiner für Sie indikationsgerechten Klinik erfüllt werden. Wir bitten Sie daher, die Reha in der bewilligten Schwarzwald-Klinik anzutreten, die alle Voraussetzungen erfüllt, um den erwarteten Rehaerfolg zu erzielen.“ :icon_scratch:
Ich dachte die spinnen, wie oft sollen wir noch erklären, dass die oberste Priorität die Sicherung der Pflege ist und wir das nur zu zweit schaffen.
Bei der Kinderrehaklinik wäre eine gleichzeitige Rehamassnahme auch für meinem Mann möglich, das habe ich schon vor seinem Antrag abgeklärt und unser Hausarzt hat auch diese Klinik in den Antrag geschrieben. Vorsichtshalber ist er bereits als zweite Begleitperson angemeldet, damit es nicht am Platz scheitert. Die DRV hat wohl keine Verträge für Erwachsene dort nur für Kinder oder will einfach nicht. Gibt es eine Chance das noch irgendwie zusammen zu bekommen? Wir haben etwas Zeitdruck. Bei der DRV stand als Info auf der Homepage, wenn die Reha wegen Kinderbetreuung nicht angetreten werden kann, soll man sich an sie wenden.
Lieben Dank
Else

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Re: Reha wirklich erst nach 4 Jahren?

Beitragvon else » 17.07.2019, 18:33

Noch vergessen:
Müsste zu dem Antrag auf Mitaufnahme unseres Sohnes (Antrag auf Haushaltshilfe G0580 DRV) nicht ein rechtsmittelfähiger Bescheid ergehen? Oder genügt das oben zitierte Schreiben?
Danke


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