Levetiracetam - Anfälle keine, aber Kind dreht am Rad

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 06.01.2019, 17:06

Anna-Nina hat geschrieben:Achso - wir geben Ofiril long 450-0-450 und haben keine NW bisher - wirklich gar nichts. Auch beim aufdosieren merkten wir nichts. Wir haben erst vor zwei Wochen nochmal aufdosiert, weil der Spiegel im untersten Bereich ist.
Valproat hat keine Stimmungsaufhellende Wirkung sondern eine Stimmungstabilisirende Wirkung. Meine Tochter hatte auch manische Lachanfälle und war so übermäsig getrieben. Gerade das ist jetzt weg - es wirkt quasi Stimmungsausgleichend in beide Richtungen nach oben wie auch nach unten. Quasi bei manischdepressiven (Bipolaren) Persönichkeiten.


Ja, da hast Du Recht, stimmungsausgleichend hieß es glaube, nicht aufhellend (das war glaube Lamotrigin)...

Auf Orfiril long wollte ich auch gern gehen. Das war beim Oxcarbazepin so ein gravierender Unterschied, als wir auf das retardierte Apydan gewechselt sind. Macht schon Sinn...

Unser „alter“ Neuropäd fand das schwachsinnig. Oxcarbazepin hätte doch sowieso so eine lange Halbwertszeit, dass es keinen Sinn für ihn ergebe.
Dass wir durch die langsamere Abgabe an den Körper wesentlich weniger Nebenwirkungen haben und somit wieder höher dosieren konnten (nachdem wir die morgendliche Gabe unter Oxcarbazepin wegen Nebenwirkungen fast halbieren mussten), hat er erst nachvollziehen können, als ich es ihm sagte.
Ob die so weit gar nicht denken?
Das war das erste Mal, dass mir bei ihm Zweifel kamen... :?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 06.01.2019, 17:09

Erica hat geschrieben:Hallo Alex,

Habt ihr Vitamin B begleitend probiert?
Das hat bei Lena gut funktioniert, wir sind bis 5000 mg hoch ohne aggressive Phasen.
LG
Erica


Hallo Erica,

ja, Vitamin B6, 40 mg/d.
Wer weiß, wie es ohne wäre... :shock:

Gruß
Alex
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FabianM-W
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Beitragvon FabianM-W » 07.01.2019, 08:35

Hallo Alexandra2014. Levetirazetam Neurologin in meiner Klinik weg macht. Nicht mehr nehmen. Mama sagt Leber krank ich bin aggressiv böse. Medikament jetzt Fycompa. Aber wie lange? Ich weiß nicht? Levetirazetam wenig Anfälle. Fycompa mehr Anfälle. Auch liebe Grüße Fabian
*18.11.2002.
F 84.0 Frühkindlicher Autismus
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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 07.01.2019, 08:48

Hallo Fabian,

danke für deine Erfahrungen. Levetiracetam wird eigentlich nicht über die Leber verstoffwechselt.
Aber aggressiv kann es machen, das stimmt!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Alexandra2014 » 10.01.2019, 10:57

Hallo!

Ich wollte nur kurz berichten: das Warten hat sich gelohnt. Weiterhin keine Anfälle tagsüber und ein viel aufgeweckteres Kind, das wieder besser schläft.
Hier und da kommt der „Bock“ zwar noch durch, aber kein Vergleich zum letzten Wochenende.
Bin gespannt, wie es weitergeht... und was das EEG zeigt.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Angela77 » 10.01.2019, 11:33

Prima!!! Ich drücke euch die Daumen!
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon Yael » 10.01.2019, 12:07

Super, es freut mich sehr das zu hören! Hoffentlich sind die Cluster damit für euch Geschichte. :)
Ursprünglich für meine ratsuchenden Eltern angemeldet - nun im "Alleingang". ;)
Autismus, formal multifokale Epilepsie

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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 10.01.2019, 13:53

Super,
Das klingt doch echt gut.
Ich glaube, ich weiß jetzt auch, welchen Arzt ihr hattet ;)
Lg
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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Beitragvon kmotley » 10.01.2019, 13:58

Hallo,


meine Tochter nimmt auch Leve. Darf ich mal fragen wie es dann verstoffwechselt wird? So hat mir das bisher noch kein Arzt gesagt. Und ständig werden Ihre schlechten Nieren und Leberwerte darauf geschoben :shock:
DAnke

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 10.01.2019, 14:12

kmotley hat geschrieben:Hallo,


meine Tochter nimmt auch Leve. Darf ich mal fragen wie es dann verstoffwechselt wird? So hat mir das bisher noch kein Arzt gesagt. Und ständig werden Ihre schlechten Nieren und Leberwerte darauf geschoben :shock:
DAnke


Levetiracetam wird unabhängig von der Leber durch Hydrolyse verstoffwechselt. Im Blut liegt es zu weniger als 10% an Plasmaproteine gebunden vor. Die Bioverfügbarkeit erreicht nahezu 100%. Die Plasmahalbwertszeit beträgt durchschnittlich sieben Stunden, wonach die Elimination über den Urin erfolgt.

Die Ausscheidung erfolgt also über die Niere.
Bekommt sie noch andere Medikamente?
Bei uns sorgt das Oxcarbazepin für eine erhöhte GGT.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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