Hyperkinetische Störung des Sozialverhalten

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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Rosalie86
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Hyperkinetische Störung des Sozialverhalten

Beitragvon Rosalie86 » 04.01.2019, 14:08

Hallo zusammen,

Ich bin recht unwissend, auf den Gebiet Pflegegrad und kann mich daher nur auf das berufen was ich im Internet gelesen habe.

Mein Sohn 6 Jahre alt. Hat eine Hyperkinetische Störung des Sozialverhalten, ADHS und eine kombiniert umschriebene Entwicklungsstörung. Wir haben das Gutachten einer Seelischen Behinderung von einer Amtsärztin. Des weiteren liegen Berichte des SPZ und der KJP vor. Er bekommt täglich Medikamente - Medikinet. Am 08.01 bekommt er für die Schule einen Integrationhelfer. Er brauch sehr viel Hilfe und Anleitung. Er hat kein Gefahren Bewusstsein, ihn aus den Augen zu lassen wäre fatal.
Allein für Hausaufgaben - die normal und laut Lehrerin 20 Minuten dauern sollten benötigen wir meist das doppelte an Zeit. Das längst was wir gebraucht haben, waren 2 Stunden. Waschen, anziehen, Essen, Hintern abputzen - bei allem braucht er Hilfe, Anleitung, oder muss ständig erinnert werden. Er braucht beinahe Daueraufsicht. Natürlich gibt es auch häufige Arzt und Therapie Termine. Wirklich alles aufzuzählen würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Laut Pflegegrad Rechner, hätte er einen Pflegegrad 3.

Mir wurde gesagt das ich einen Pflegegrad beantragen sollte.
Ich persönlich bin sehr skeptisch was das an geht und rechne uns nur wenig Chancen auf einen Grad aus da ich gelesen habe das es für ADHS nahe zu unmöglich ist sowas durch zu bekommen?!

Montag kommt bereits der MDK und ich hab irgendwie Angst.
Angst das sie nicht sieht was wirklich ist. Angst das mein Junge nicht die Wahrheit sagt, weil er sich schämt. Mir wurde gesagt das Die Kinder auch befragt werden.....was wenn ausgerechnet dann alles glatt läuft ....?

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LasseUndJohannes
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Beitragvon LasseUndJohannes » 05.01.2019, 10:49

Hi,
geh da entspannt in das Gespräch. Klar wird auch dein Kind angeschaut. Das was du an "Randparametern" anführst ist ordentlich und wichtig. Schule nicht​ ohne I-Kraft. Bescheid am besten auf dem Tisch liegen haben. Therapie Termine und Berichte zeigen auch den Bedarf.

Es kann sein dass du einen unwissenden oder ignoranten Gutachter hast. Ist uns nie passiert, habe es nur gehört. Auch dann Ruhe bewahren. ADHS bedingte Probleme können als schlechte oder falsche Erziehung fehlinterpretiert werden. Gehe deine Beispiele im Kopf vorher durch und überlege dir, warum es eben krankheitsbedingt ist und nicht die Erziehung. Ggf auch zuerst die Beispiele anführen, die klar Erziehungs unabhängig sind. Das fehlende Gefahrenbewusstsein usw.
Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
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Beitragvon Rosalie86 » 05.01.2019, 12:38

Das ist ja das nächste Problem. Weil ich mich schwer von meinem Sohn trennen konnte und viele Fragen gestellt habe als er für drei Monate in die KJP musste...steht in einem Bericht überfürsorgliches Elternteil....ich bin Alleinerziehend....wen die damit meinen ist klar. Und vermittelt unzureichend Erziehungserfahrung und das aufgrund der Ratlosigkeit - da ich nicht mehr so wirklich weiter wusste damals ..... Ich glaub das ist nicht so gut.

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Beitragvon LasseUndJohannes » 05.01.2019, 13:24

Wenn du genug Berichte hast, kannst du auch welche weglassen. Überfürsorglich finde ich jetzt nicht so schlimm. Wegen der unzureichenden Erziehungserfahrung ... Nun eigentlich gilt das für alle Eltern mit ADHS Kindern. Wie man ein ADHS Kind erzieht lernt man erst in einem speziellen mehrtägigen elterntraining. Und auch nur wenn der Referent gut ist. Hast du sowas inzwischen gemacht. Wenn die KJP sowas in den Bericht schreibt, dann sollten sie dir die Hilfen verschaffen oder zumindest aufzeigen, das es das gibt.
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Beitragvon Rosalie86 » 05.01.2019, 14:02

Das war wirklich nur weil ich zu viele Fragen gestellt habe und einfach nur noch ratlos war weil ich damals noch nicht mal wusste das er ADHS hat.
Leider kann ich diesen Bericht nicht weglassen - das ist der wichtigste. Zumal es jetzt in 2 drinnen steht da die Amtsärztin per Akten Entscheid das 35a erstellt hat....das heißt den Bericht der KJP als Quelle für ihre Diagnose genommen hat.

Die KJP hat eben nur Medikamente empfohlen
Einen Sportverein oder Physiotherapie
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Beitragvon LasseUndJohannes » 05.01.2019, 16:22

Hi,
dann einfach offen dazu stehen. Es ist normal mit einem ADHS Kind anfangs oft ratlos zu sein. Erst recht wenn erstmal gar nicht klar ist dass das Kind ADHS hat. Wenn es also im Gespräch darauf kommt, dann kannst du es so darstellen, wie hier auch.

Davon ab würde ich dir ein elterntraining empfehlen, wenn du immer noch oft ratlos bist. Kann nur schwierig sein, eins zu finden. Teilweise bieten SPZ oder spezialisierte Kinderärzte das an. Oder ADHS Vereine. Ggf. Jugendamt fragen.
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Beitragvon Rosalie86 » 05.01.2019, 17:38

Danke für den Zuspruch. Angst habe ich leider trotzdem noch man liest leider mehr schlechtes, als gutes über das Thema Pflegegrad und ADHS. Ich hoffe das wir etwas Glück mit der Gutachterin haben .....

JennyK
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Beitragvon JennyK » 05.01.2019, 18:15

Mach dir keine so großen Gedanken vorher. Du bist die Module ehrlich durchgegangen und das solltest du auf beim Termin mit der Gutachterin machen. Dass diese den einen oder anderen Punkt anders bewertet, kann schon sein, aber selbst PG 2 ist doch eine große Erleichterung. Bei uns war es dann tatsächlich so, dass unsere Gutachterin sehr erfahren war und eher mehr Probleme gesehen hat als wir...

Die ganzen Berichte etc hat unsere beim Termin nur überflogen, sie hat eher auf die Diagnosen geschaut. Wir hatten in einem Gutachten auch drin stehen, dass wir überfordert sind und das die Ursache der Probleme ist. Ja, überfordert waren wir, aber das war ein Symptom und nicht die Ursache.

Also, geht so entspannt wie möglich in den Termin, zu verlieren habt ihr ja nichts, nur zu gewinnen!
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt

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Beitragvon Rosalie86 » 05.01.2019, 21:28

Danke....:-)

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Ronja77
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Beitragvon Ronja77 » 06.01.2019, 12:36

Hallo
Wir haben die gleiche Diagnose und auf Anhieb PG2 bekommen, nun im Widerspruch wohl die 3, das weiß ich nächste Woche.
Am Donnerstag war die Gutachterin da.

Ok, meiner ist schon 8,5, Deiner noch was kleiner, aber ich denke PG2 wird es bei Euch schon werden können.

Alles Gute und berichte mal.


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