Rehabuggy auch für ältere Kinder?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 05.01.2019, 09:58

Hallo Martina,

meine Erfahrung:
Buggys werden bei uns an jene Betroffenen gegeben, die nicht frei sitzen können, bzw. unter 6 Jahre alt sind. - Danach wird ein Rollstuhl verordnet. Seit ein paar Monaten habe auch ich ein Auto in dem man das Kind im Rollstuhl fixiert transportieren kann. - Das ergab sich auch daraus, dass ein Transport im Kindersitz nicht mehr möglich war und die Sicherung auf der Rückbank nicht mehr so gegeben...
Solange du dein Kind problemlos umsetzen kannst (und wenn es so mobil ist, dass es sogar gehen kann, dann wird das eigentlich immer sein) ist die Anschaffung eines umgebauten Kfz sicherlich nicht notwendig.

Wegen Versorgung mit 2 Rollstühlen, 1 Rollstuhl + 1 Buggy oder anderes kann ich nicht mitreden, da wir das nie hatten...
Aber auch ich kann bestätigen, dass der Transport von einem Rollstuhl nicht so einfach in jedem Autokofferraum durchführbar ist.
Daher habe auch ich bereits, als mein Kind 10 Jahre alt wurde, einen MiniVan gefahren... - dort konnte ich den Rolli ganz reinstellen... davor war es ein Kombi... - da der Rolli damals noch kleiner war brachte ich ihn auch dort rein, ohne Abnahme der Räder... (VW Golf)

Das sind meine Erfahrungen - vielleicht helfen sie dir.

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Dianamama
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Beitragvon Dianamama » 05.01.2019, 10:50

Hallo,
hier kann ich auch mitreden und von unseren Erfahrungen berichten. Diana ist 24 (was man ihr nicht ansieht), ca. 1,50 m groß und ca. 43 kg leicht und läuft zuhause und in bekannter Umgebung, für längere Strecken brauchen wir ein Gefährt. Für uns kam ein Rollstuhl nie in Frage.
Als sie aus dem Lisa rausgewachsen war, haben wir nach einer Alternative gesucht, was nicht einfach war. Auf eine Diskussion mit dem Rehatechniker, dass Erwachsene keinen Rehabuggy mehr nutzen, sondern einen Rollstuhl, haben wir uns nicht eingelassen.
Der Novus hätte uns gut gefallen wegen den großen Rädern, aber er war uns zu schwer und zu unhandlich fürs Auto.
Nach langem Suchen haben wir jetzt den EZ Rider 16 von Convaid und sind sehr zufrieden. Er lässt sich schnell und leicht zusammenfalten und im Auto (Passat Kombi) verstauen und ist mit 2 Handgriffen wieder aufgebaut. Diana sitzt sehr gern darin und der Buggy lässt sich super lenken. Probleme gibt es nur im Kies und auf Kopfsteinpflaster. Der Buggy hat eine tiefe gerade Sitzfläche und eine verstärkte, hohe Rückenlehne. Er ist für unsere Bedürfnisse optimal. Als eine Zweitversorgung für die Förderstätte nicht genehmigt wurde, haben wir den gleichen gebraucht selber gekauft und der steht jetzt in der Förderstätte und wird dort sehr gerne genutzt.
Schon mehrfach wurden wir von fremden Leuten angesprochen, dass wir ein tolles praktisches Fahrzeug haben. :oops:
LG Sonja

Tym
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Beitragvon Tym » 05.01.2019, 21:14

Wir haben einen T5 und einen Kangoo von BoGeTec, ein toller, seeeehr schwerer Wagen, umständlich auseinander zu nehmen, aber die Sitzeinheit wird als Autositz genutzt ( Schale). Oft stelle ich den Wagen komplett in den Bus, um nicht ewig einzupacken. Wir haben auch den Zip besorgt ( unglaubliches Faltmaß, leicht!) und waren nach 2 Mal krankenhausreifem Überschlag ( Fehlkonstruktion laut Rehatechnik Mannheim!!!!) zu der Erkenntnis gekommen, dass es wohl doch noch weiterhin der schwere Kangoo sein soll bzw ein Special Needs vom Flohmarkt ( wird nicht mehr hergestellt, aus den USA, Zelttechnik mit 10 Kilo Leichtgewicht und wendigem Vorderrädchen samt Fahrradkupplung).
Fazit: ein Bus ist für solche gut, die den Kangoo haben und ihn nicht ständig auseinander bauen wollen, aber ein Kombi auch im Hinblick auf einen eventuellen Rollstuhl tut es auch.
Gehen Sie am besten mal in ein Rehahaus, welches auch genügend Vorführmodelle hat bzw fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach. Die müssten doch eine Liste haben bzw weiterhelfen können im Bezug zu möglichen Hilfsmittel.
Viel Erfolg und nette Grüße,
Tym


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