Was ist für uns besser: Gesetzliche oder Private?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Adelheidt
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Was ist für uns besser: Gesetzliche oder Private?

Beitragvon Adelheidt » 01.01.2019, 17:52

Liebe User,
Ich bin völlig überfordert.
Bin Beamtin, privat versichert und beziehe 50 Prozent Beihilfe.
Lebe von Kindsvater getrennt. Waren nie verheiratet.
Kind von Anfang an beim Vater gesetzlich mitversichert.

Kind bekommt seit Jahren Logo, Ergo, Heilpädagogik.

Nun wechselt der Vater zum Beamtentum und lässt sich auch privat versichern.

Was tun?
Wenn wir sie bei einem von uns mitversichern, wird das sicher teuer, da sie ja die ganzen Förderungen bekommt.
Sie ist I-Kind im Kiga, 5 Jahre, wird erst 2020 eingeschult, wechselt ab September nächsten Jahres auf das schuvorbereitende Jahr einer Förderschule.
Ob sie in die Regelschule wechseln oder auf der Förderschule bleiben wird, steht in den Sternen.
Antrag auf eine Behinderung würde nicht gemacht.
Diagnose: diverse Wahrnehmungsstörungen, entwicklungsverzögert.

Es gäbe noch die Möglichkeit, sie weiter in der gesetzlichen zu lassen und das separat zu zahlen.

Ich bekomme auch Familienzuschlag, falls das eine Rolle spielt.

Was nun tun?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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s.till
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Beitragvon s.till » 01.01.2019, 18:47

Hallo,

wir haben uns damals entschieden freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben und uns privat zusatzversichert. Da es für uns mit 6 Personen viel zu teuer gekommen wäre.

Du musst schauen welche Leistungen in der privaten Krankenversicherung dabei sind ( Windeln, Hilfsmittel ect.) Ich kenne welche die bekommen von ihrer Versicherung alles bezahlt und andere die wären froh wenn sie in die gesetzliche wechseln könnten.

Vorteil an der privaten Krankenversicherung man bekommt schneller Termine bei Ärzten und muss nicht so lange warten.
Nachteil es kann ganz schön teuer werden.

Ich würde es mir ausrechnen und auch bei der Beihilfe mich beraten lassen, was sie alles übernehmen.

Lg
Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Asperger Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg :D Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,aG,B,H
B*2008 ADS

corina78
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Beitragvon corina78 » 01.01.2019, 23:23

Hallo, nur mal blöd gefragt, die private Krankenkasse würde deine Tochter nehmen?
Nach meiner Kenntniss dürfen sie bis 6 Wochen nach der Geburt keinen Gerundheitscheck verlangen.Danach können sie doch prüfen ob sie jemanden haben oder ablehnen wollen???
Falls du dennoch was wissen möchtest, wir sind auch PKV alle inkl. dem behinderten Kind.Der mittlere Sohn ist GKV.
+ Beihilfe.

LG Corina
Corina'78 Carsten'71 mit Lukas'96 Finn'05 und Mattis'09 perinataler Asphyxie Abgar 3/3/6 Ph.6,81
Mikrozephalie,CP, mehr geistig betroffen als körperlich (keine Spastik).

Britta70
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Beitragvon Britta70 » 02.01.2019, 12:23

Hallo Adelheidt,
wie Corina vermute ich, dass du keine Chance bei der PKV hast. Da würde ich als allererstes nachfragen, dann kannst du diese Möglichkeit gleich ausschließen.
Selbst ich - jahrelang PKV versichert ohne größere Baustellen - habe eine BUZ nicht mehr abschließen können, weil ich in den zurückliegenden 10 Jahren ein einziges Rezept für Massage hatte... Sie hätten das Risiko "Rückenprobleme" ausgeschlossen, damit machte die BUZ keinen Sinn mehr.
LG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

Katja_S
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Beitragvon Katja_S » 02.01.2019, 13:55

Hallo Adelheidt,
ich kann mich den Vorschreiberinnen auch anschließen. Nur in den 1. 2 Monaten nach Geburt wird ein Kind ohne Gesundheitsprüfung bei der PKV genommen (und dann auch nur in die Tarife, die das Elternteil/die Eltern bereits für sich abgeschlossen hatten). Danach kann es sein, dass das Kind nicht mehr aufgenommen wird, bestimmte Bereiche ausgeschlossen werden oder man einen hohen Aufschlag bei den Beiträgen zahlen muss.
Frag doch einfach bei der PKV mal nach, wie das aussieht und ob ihr diese Wahl überhaupt habt!
Viele Grüße
Katja
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung

kati543
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Beitragvon kati543 » 02.01.2019, 20:03

Hallo,
ich weiß nicht, was konkret dein Kind hat, aber der Kontrahierungszwang existiert wirklich nur für Neugeborene, d.h. die PKV hat das Recht Gesundheitsfragen zu stellen und wird das auch tun. Ihr müsst diese wahrheitsgemäß beantworten. Dadurch kann es nun zu 3 verschiedenen Antworten der PKV kommen:
1.: Sie lehnt die Versicherung grundsätzlich ab.
2.: Hier kommt es nun auf die Art der Einschränkung an...die Versicherung ist möglich, aber unter der Ausklammerung der Behinderung bzw. bisher bekannten Erkrankung und allen sich daraus ergebenen Folgen für die Zukunft.
3.: Die Versicherung ist grundsätzlich vollumfänglich möglich, aber nur mit einem Risikozuschlag. Wie hoch der wird kannst du dir selbst ausrechnen, du darfst eben die Kosten der Erkrankung selbst tragen + das Risiko zusätzlicher Kosten. Der Gesetzgeber deckelt das, glaube ich, bei der Höhe des normalen Beitrags. Ganz übel ist, dass der Risikozuschlag auch jährlich ansteigt. Ich war damals, trotz Epilepsie, in der PKV - der Risikozuschlag betrug am Ende rund 200€.

Falls ihr noch weitere Kinder plant, solltet ihr euch überlegen, ob es nicht besser wäre, wenn dein Partner in der GKV bleibt und die Kinder einfach über ihn familienversichert werden. Eure Tochter kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht in die PKV. Das bedeutet ca. 190€ Beitrag ab diesem Jahr in der GKV für sie.

Schwerbehindertenausweis und Pflegegrad würde ich beantragen. Es entlastet euch finanziell und zeitlich gewaltig und die Einschränkungen sind ja vorhanden - der Ausweis und der PG behindern nicht dein Kind.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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