Ich bin pro Inklusion!

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Anne_mit_2
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Beitragvon Anne_mit_2 » 31.12.2018, 00:50

Auch ich bin absolut für Inklusion, aber ich bin tief frustriert davon, dass sogar schon die Inklusion der Regelkinder in den Regelklassen der Regelschulen in den letzten 20 Jahren immer schlechter funktioniert. Viele junge Erwachsene, die mir beruflich begegnen (auch angehende Lehrer!), haben zu viele schlimme Erfahrungen mit der Orientierung der Schule am Normkind gemacht, das es so nun einmal einfach nicht gibt.

Solange wir nicht verstehen, dass gute Inklusion bedeutet, dass man JEDES Kind so annehmen muss, wie dessen persönliche Herausforderungen und Stärken liegen, und, dass es im Umgang mit Kindern NIEMALS Patentlösungen, sondern immer nur das Beste nach bestem Wissen und Gewissen aller Beteiligten geben kann, bleibt die Diskussion über Inklusion eine Diskussion über Exklusion.

Inklusion in der Schule darf nicht als Sparmodell verwaltet werden, sondern als Investition in die Zukunft aller. Das setzt aber voraus, dass es weiterhin sowohl Inklusion als auch Förderschulen (nach Wahl der Eltern, aber mit dem Recht beider Schularten auf eine Probephase) gibt, aber auch, dass unsere Schullandschaft sich von Grund auf wandelt und es Klassen mit Wochenplanarbeit neben Klassen mit hohem Frontalunterrichtsanteil gibt, dass es Schulzüge mit besonderem Augenmerk auf heterogene Profile in Richtung Manuelles/Handwerk bzw. in Richtung Sprachen bzw. in Richtung Technik/Naturwissenschaften etc. gibt und die Kinder dort auch entsprechend ihrer Lernveranlagung passende Materialien angeboten bekommen (Wahl des Zuges wieder nach Wahl der Eltern, aber mit dem Recht der Schule auf eine Probephase).

Es führen stets verschiedene Wege zu einem Lernziel -- nur wenn jeder Lehrende ausreichend Methodenvielfalt hat (Ausbildung, Weiterbildung, gegenseitiges Feedback im Team) und die Grenzen der zu ihm selbst passenden Methoden kennt, kann er für seine Schüler das beste herausholen oder notfalls einen anders arbeitenden, geeigneteren Kollegen dafür finden/empfehlen. Ja! Nicht jeder Lehrer kann jede Lehrmethode überzeugend vertreten, einfach weil nicht jede Lehrmethode zur Persönlichkeit jedes Lehrers passt -- aber gerade da liegt die Stärke eines heterogenen Teams.

Ja, Inhalte zur Inklusion müssen im Curriculum der Lehrerausbildung verankert werden, aber Sonderpädagogen müssen auch so viel von ein oder zwei Fächern mitbekommen, dass sie in Klasse 7 oder 8 noch eine Diskussionsbasis mit dem Fachlehrer haben, wenn es darum geht, die Inhalte für ein I-Kind anzupassen -- nicht jedes I-Kind ist GE oder L. Eine Abschaffung eines der verschiedenen Lehrerbildungszweige wäre das Falscheste, was geschehen kann. Im Gegenteil: Die Kollegien müssen heterogener werden und in diesem Sinne besser inklusiv (gemünzt auf die Lehrer der verschiedenen Lehramtszweige, nicht auf die Schüler) zusammenarbeiten. Selbst der ein oder andere Quereinsteiger mit Berufspraxis in der Wirtschaft kann ein Kollegium an einer IGS oder an einem Gymnasium sehr bereichern, wenn alle sich aufeinander einlassen!

Leider laufen viele Diskussionen auf eine Gegenüberstellung von Einzelfällen und von Grundeinstellungen hinaus, ohne dabei Wege aufzeigen zu können, da wir offensichtlich Inklusion meist zu eng denken. Inklusion ist nicht die Inklusion behinderter Kinder in die Regelschulen; Inklusion ist, wenn alle Kinder so gefördert werden, wie sie es brauchen, und dabei in einer so heterogenen Schulgemeinschaft leben und sie selbst sein dürfen, wie es im Großen in der Gesellschaft nun einmal auch der Fall sein sollte.

Viele Grüße,
Anne

Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 31.12.2018, 02:01

Hallo Uschi, ich finde es auch schade. Und ich finde es toll, dass du extra nochmal das Thema auf diese Art und Weise hochgeholt hast.

Natürlich hat die praktische Umsetzung hier und da, hier und dort Kritik verdient, weil sie vielerorts verbesserungswürdig ist. Auch in Ländern mit der so oft erwähnten "Vorbildfunktion" werden sie ihre betroffenen Landsleute haben, welche auf das ihrige System und deren Umsetzung schimpfen.

Ja: Inklusion ist hierzulande nicht perfekt, vieles kann und sollte noch erreicht werden, vieles muss noch erkämpft werden - keine Frage.

Aber es IST vieles passiert in den letzten Jahrzehnten, es IST vieles umgesetzt worden, es IST NICHT SO, dass alles Mist wäre.

Unser Kleiner besucht als I-Kind die Kita und ich muss sagen: bisher ist es ein Traum, es gibt nichts wo ich sagen könnte/würde: Mensch, Inklusion? Na wo denn?
Unser Kind wird nicht integrativ angepasst sodass er in die Gruppe passt, sondern es findet Inklusion statt. Für die Bedürfnisse und die Anforderungen unseres Kindes wird Platz geschaffen, so wie er es braucht. Die Gruppe passt sich dem so gut es geht an. Er wird so angenommen wie er ist und es fügt sich alles gut zusammen. Er bekommt heilpädagogische Förderung in Form von Fachstunden (Fachdienst) und die Kita passt sich seinem Entwicklungsstand, seinen Bedürfnissen und Anforderungen an. Sie unterstützen so gut es geht und gehen bei Bedarf auch mit ins SPZ.

Die erste Kita welche ursprünglich angedacht/geplant war, hätte ihn auch als I-Kind aufgenommen. Sie sagte aber von vornherein, dass sie nur das Mindeste leisten könnten und es zum Wohle unseres Kindes besser wäre, uns bei anderen Kitas vorzustellen. Die erste Kita wäre tatsächlich nichts für ihn gewesen: Zu große Gruppen, zu starr, weniger Erfahrung in den Bereichen wo er Förderung und Unterstützung brauchte.

Wie dem auch sei, was ich eigentlich sagen wollte war: bei aller Kritik sollte/darf man nicht vergessen, was sich in den letzten Jahren bereits alles zum Positiven gewandelt/verbessert hat.
Und das ist in toto nun doch einiges. Ich weiß noch wie es zu meinen eigenen Kindertagen damals war und betrachtet man von diesem Standpunkt aus die enorme Entwicklung Richtung Inklusion in unserem Land, dann sollte man tatsächlich - bei aller Kritik - auch jenes im Hinterkopf bewahren und die Kritik vielmehr in eine Richtung lenken, welche für weitere positive Entwicklungen einsteht und nicht nur das hervorheben, was nicht gut läuft. Wenn tatsächlich alles nicht gut läuft, alles Mist wäre, na dann würde es de facto auch nicht viel Sinn machen, weiter darauf aufzubauen. Ziel sollte es aber sein, Inklusion zu verinnerlichen, Inklusion zu leben (in allen Lebensbereichen), Inklusion in unsere gesellschaftliche Wertehaltung zu etablieren.
Ziel sollte es nicht sein, die ersten - teilweise noch wackeligen und stolprigen - Schritte in die Inklusion sofort abzulehnen und mit Kritiken zu fluten.

Inklusion steckt m.E. noch in den Kinderschuhen und wird zusätzlich noch dadurch erschwert, dass noch so viele andere offene Baustellen in den Kitas und in den Schulen vorhanden sind.

Auf diesem Wege wünsche ich Allen hier einen guten Rutsch ins neue Jahr

Liebe Grüße, Sheila

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 31.12.2018, 18:35

Hallo,

Ich lese hier soviel „bin nicht gegen ..., aber“,

Das eine ist, zu sagen: ich wäre dafür, aber ...
Etwas ganz anderes ist, zu sagen: es läuft schlecht grade, aber ich bin dafür, die Idee ist wert, sich dafür einzusetzen.

Ich wünsche uns allen ein optimistisches 2019, ein Jahr, in dem wir etwas zum Positiven bewegen, in jeder Hinsicht! :icon_sunny:
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon uschi brand » 31.12.2018, 20:42

Hi,
Schöne Posts ihr letzten beiden :*
Joa und die Sache mit dem "aber" kennt man ja auch aus anderen Diskussionen, ich bin nicht gegen Marsmännchen, ABER ;)
Natürlich liegt so einiges noch im Argen, aber ;) Gleichheit für alle meint nunmal dann eben nicht doch den Ausschluß von manchen... Wahlfreiheit, Könnendürfen, Nichtmachenmüssen...
Alles Liebe Uschi

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Beitragvon Lisaneu » 31.12.2018, 23:11

Was ist so schlimm am Wort "aber"? Wie viele Dinge gibt es, FÜR oder GEGEN die man wirklich bedingungslos sein kann?

Ich habe, obwohl das Tierschutzgesetz besagt, dass Meerschweinchen nicht alleine gehalten werden dürfen, meine alte Meerschweinchendame (nachdem die beiden anderen Tiere verstorben waren) alleine gehalten. Warum? Weil sie beim Versuch der Anpassung an ein anderes Meerschweinchen so gestresst war, dass sie neben diesem Tier verhungert wäre! Jetzt habe ich also GEGEN das Tierschutzgesetz gehandelt, obwohl es eigentlich zu SCHUTZ meines Tieres war. Darf ich jetzt überhaupt noch sagen, dass ich FÜR Tierschutz bin?

Ich bin DAFÜR, dass Kinder bei ihren leiblichen Eltern leben und nicht in einem Heim oder eine Wohngemeinschaft. Wenn die Eltern aber z.B. gewalttätig oder drogenabhängig sind, bin ich nicht dafür. Dann bin ich für eine Unterbringung bei Adoptiv- oder Pflegeeltern. Aber wenn die Möglichkeit nicht besteht ist ein Heim oder eine WG vermutlich noch besser, als das Kind in der Familie zu belassen. Wofür bin ich jetzt eigentlich? Ich weiß es genau und wer es verstehen WILL kann es verstehen, auch wenn ein paar ABER drin sind!

Ich habe meinem Sohn CIs implantieren lassen und ihm Logopädie ermöglicht, damit er die Chance hat, Lautsprache zu lernen. Außerdem habe ich selbst Gebärdensprache gelernt und ihm viel Kontakt zu gehörlosen Kindern ermöglicht, um ihm die Gemeinschaft der Gehörlosen zu öffnen. Darf ich überhaupt sagen "Ich bin FÜR Gebärdensprache" wenn mein Sohn CIs hat? Darf ich sagen, ich bin dafür, dass er Lautsprache lernt, wenn er doch Gebärdensprache gelernt hat?

Ist eine Meinung nur dann was wert, wenn sie ALLES oder NICHTS ist? Besteht die Welt nur aus SCHWARZ und WEISS? Gibt es Universallösungen, die immer und überall für alle Menschen passen? Ich glaube nicht!

Frei nach Reinhard Mey: "Und es passt, was ich mir denke, auch wenn ich mich sehr beschränke, nicht auf einen Knopf an meiner Brust!" :wink:
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Sandra73
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Beitragvon Sandra73 » 31.12.2018, 23:37

Ich bin auch definitiv FÜR Inklusion und finde es so, wie es in Bremen umgesetzt wird auch völlig okay. Viele kritisieren das Vorgehen des Bundeslandes Bremen, das weiß ich sehr wohl. inklusion meiner Meinung nach sehr gerne aber für viele Kinder und Jugendliche ist sie nicht geeignet. Unser Sohn hat vom Inklusionsmodell hier in Bremen sehr profitiert. Es ist aber eben auch nicht, „eine Schule für alle“. Es gibt hier außer für Hör- und sehgeschädigte Kinder und für die Körperbehinderten Kinder keine Förderzentren mehr. Ich finde es sehr schwierig, pro oder kontra zu sein für ein Modell. Es kommt eben immer auf den Einzelnen an und solange das noch so ist, halte ich die Inklusion wirklich aller behinderter Menschen im Schulsystem für sehr schwierig. Ich bin ehrlich, ich bin froh, dass unser Sohn im Sommer fertig war mit der Schule. Ich finde das System in Bremen positiv, kann aber auch die verstehen, die dagegen kämpfen und für „ wirkliche“ Inklusion kämpfen. Jeder hat das Recht, für sein Kind das Optimum zu fordern.
PS, *99, Gb,ADHS, seit 2017 Diagnose frühkindlicher Autismus,Epilepsie
PT, *02, PTBS

GretchenM
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Beitragvon GretchenM » 01.01.2019, 13:59

Hallo,

ich finde Inklusion ist ein wunderbares Gesamtziel, das sich alle gemeinsam stellen müssen, als Aufgabe. Es bedeutet ja nicht nur für die Kinder mit attestierten Einschränkungen eine Inklusion, sondern auch für alle anderen Kinder.

Wie überall müssen Menschen lernen, mit neuen Situationen umzugehen, und nicht überall funktioniert es schon wie gewünscht. Ich bin generell aber sehr optimistisch, dass sich alles in eine gute Richtung entwickeln wird.

Und das, obwohl mein Kind als erstes ESE- Kind an der neuen Oberschule, gerade extrem zu kämpfen hat.

Ich sehe aber auch, das es viele Lehrer gibt, die sich wirklich sehr bemühen - und dass es gerade für diejenigen, die gerade erst aus dem Studium kommen, immer selbstverständlicher wird, sich mit Inklusion zu beschäftigen.

Das macht mir Hoffnung für die Zukunft.

Allen ein schönes Jahr 2019!

LG

GretchenM

UrsulaK
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Beitragvon UrsulaK » 01.01.2019, 16:29

Hallo Zusammen,

mein Kind wird jetzt schon seit 6 Jahren inklusiv beschult. Ich bin sehr froh, daß Eltern heutzutage eine Wahlmöglichkeit haben. Mein Sohn hat sich sehr positiv entwickelt. Auf einer Förderschule wäre eine solche Entwicklung nicht möglich gewesen.
Er beobachtet seine Umgebung immer sehr genau, und nimmt sich an anderen Kindern auch ein Vorbild.
Ich schätze es sehr, daß die besonderen Kinder den gleichen Stundenplan haben wie die Regelschulkinder. Sie arbeiten am gleichen Gegenstand, aber auf ihren eigenen Niveau.

Aus meiner Sicht ist eine Doppelbesetzung (also Regelschullehrer und Sonderschullehrer) der inklusiven Klassen sehr wichtig. Leider versuchen aber viele Landesregierungen gerade hier zu sparen. Also die inklusiven Klassen werden sonderpädagogisch unterbesetzt, während selbst z.B. in Ba-Wü selbst Zwergförderschulen uneingeschränkt weiter erhalten bleiben. Die Landesregierungen zeigen durch diese Politik häufig kein wirkliches Interesse an der Weiterentwicklung schulischer Inklsuion. Da ist die Lobby der Förderschulen immer noch zu stark.

VG,
Ursula
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus

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Beitragvon togram » 01.01.2019, 19:38

Hallo,

Ich bin auch kein Inklsionsgegner...Aber ich stelle mir halt die Frage wie soll das mit schwermehrfach beh Kinder gehen....Kinder mit leichter Behinderung und nur körperlicher Behinderung ist das ja alles kein Problem aber wie.. bitte solle es mit schwermehrfach beh Kindern funktionieren...darüber lese ich nichts....?????
Es müssen sich erstmal alle Regelkigas öffnen...Ich hab 2besondere Kinder ein schwermehrfach beh Kind und ein verhaltenauffälliges Kind beide konnten nicht in einen Regelkiga gehen ...Der kiga war nicht bereit und das ist einfach nur traurig,...und in der Grundschule bei uns sieht es nicht anders aus...und ganz ehrlich ich bin froh das wir hier in BA/WÜ die Schulmöglichkeiten noch haben....

LG Togram
Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,entwicklungstörung, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler,1. Krampfanfall Dez.2013,Schulkind seit Sept.2013 in einer GB und KB Schule und PT geb. 11 entwicklungsverzögert
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!

"Lebe heute,denke an morgen!Die Sorgen der Vergangenheit vergiss!"

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Beitragvon uschi brand » 01.01.2019, 22:42

Hi,
Ich finde hier wird viel in Frage gestellt, was in der Schulrealität längst verwirklicht ist, auch mehrfachbehinderte Kindern werden inzwischen inkludiert, nicht immer, aber immer öfter ;)
Außerdem finde ich es schwierig wie Menschen mit Mehrfachbehinderung hier nach meinem Empfinden in gewisser Weise diffamiert werden, da wird angemerkt, auch sie könnten wahrscheinlich in irgendeinerweise gefördert, beschäftigt oder auch nur "unterhalten" werden :evil: Wird da "nach unten getreten"?! Genauso schick wie wenn ein Hochbegabter gehaupten würde kein Normalo sollte zum Abi zugelassen werden :(
Ich von meiner Seite sehe keine Entwicklung der Diskussion im Forum zu diesem Thema und werde mich zukünftig nicht weiter äußern.
Probleme bei der adäquaten Umsetzung der Inklusion liegen häufig auch auf Seiten des Schulwesens und dessen veralteten, erstarrten Strukturen ansich, nicht an der eigentlichen Sache.
LG Uschi


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