Pflegegeld "vorsorglich" gekürzt?

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*Sally*
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Pflegegeld "vorsorglich" gekürzt?

Beitragvon *Sally* » 30.12.2018, 17:47

Hallo,

ich musste eben verwundert feststellen, dass die Pflegekasse ohne Vorankündigung nur 50 % des Pflegegeld für Januar überwiesen hat. Der Beratungseinsatz erfolgte aus organisatorischen Gründen erst am 27.12. , die Gutschrift am 28.12. . Theoretisch wäre für den Beratungseinsatz auch noch Zeit bis 31.12. gewesen.

Darf vorab dann schon gekürzt werden ?

LG
Evi mit Debbie-Maus * 95

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maritatina
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Beitragvon maritatina » 30.12.2018, 17:52

Ich sag mal nein. Wir haben auch rechtzeitig den einsatz gehabt und abrechnung macht der pflegedienst.meist erst 2 Wochen nach quartalsende.
Wir machen es so wenn Post kommt von Kasse ich sage wann der Einsatz war und schicke Kopie vom Zettel rüber.so seh'n se ja das der gemacht wurde.

Ist die Kürzung wirklich wegen dem verspäteten Einsatz?
lg Marita
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*Sally*
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Beitragvon *Sally* » 30.12.2018, 18:00

Ja, muss schon so sein, es gab weder Krankenhausaufenthalt noch sonst was. Und der Einsatz war ja auch nicht verspätet.

Mag sein, dass die z.B. ihre Software so eingestellt haben, dass Pflegegelder bei verspätetem Einsatz automatisch gekürzt werden, aber wenn der Monat 31 Tage hat, hat man auch entsprechend Zeit. Erst recht, wenn wegen der Feiertage erstmal keiner zu erreichen ist.
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Sinale
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Beitragvon Sinale » 30.12.2018, 18:08

Hallo *Sally*,

eigentlich kündigt dies die GKV zuvor an und sie kann nicht erwarten, dass sie die Rechnung vom Pflegedienst über den Einsatz noch im gleichen Monat bekommt.

Eine Kopie vom Einsatz als Nachweis über den durchgeführten Einsatz zu senden, ist sicher sinnvoll.
Viele Grüße
Sinale

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*Sally*
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Beitragvon *Sally* » 30.12.2018, 18:17

Leider bekomme ich , seit wir vor 1 Jahr umgezogen sind, von den hiesigen Pflegediensten keinen Durchschlag mehr .
Evi mit Debbie-Maus * 95

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Beitragvon Sinale » 30.12.2018, 18:26

Hallo *Sally*,

melde den Einsatz dennoch an die GKV, dies ist sicher sinnvoll.

Ich wünsche dir viel Erfolg und rasche Restüberweisung!
Viele Grüße

Sinale



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Kaja
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Beitragvon Kaja » 30.12.2018, 18:43

Hallo Sally,

sollte die Kürzung tatsächlich aufgrund des späten Beratungseinsatzes erfolgt sein, so weicht diese Verfahrensweise von den Empfehlungen im Rundschreiben ab:

http://www.dbfk-unternehmer.de/download ... rschriften

(3) Sofern der Nachweis nicht rechtzeitig der Pflegekasse vorliegt, ist das Pflegegeld angemessen (bis zu 50 v. H.) zu kürzen. Hierüber wird der Pflegebedürftige unmittelbar nach Ablauf der 3- bzw. 6-Monats-Frist informiert.

Die Kürzung erfolgt ab dem 1. des auf die Mitteilung der Pflegekasse folgenden Monats.

Danach hätte die Pflegekasse im Januar die Kürzung ankündigen müssen und diese dann erst ab Februar durchführen können.

Auch die Kürzung ist ein Verwaltungakt und muss begründet werden. Deshalb kannst du Pflegekasse auffordern, ihre Entscheidung zu begründen.

Die hiesige AOK kürzt bei unserer Nachbarin regelmäßig vorsorglich immer dann, wenn ein Antrag auf Verhinderungspflege gestellt wird. Erst wenn wir telefonisch darauf hinweisen, dass die Verhinderungspflege im kommenden Monat noch nicht in Anspruch genommen und zudem (wie beantragt) nur stundenweise erfolgen wird, wird das restliche Pflegegeld nachgezahlt.

Viele Grüße Kaja

*Sally*
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Beitragvon *Sally* » 30.12.2018, 19:02

Hallo,

@Kaja : Unterlagen für die VHP in 2019 habe ich mir schicken lasen und angekündigt, dass die Abrechnung für stundenweise VHP ( wie in der Vergangenheit ) in den nächsten Tagen rausgeschickt wird.

Also werde ich dort morgen anrufen und denen auf die Füße treten müssen. Das Geld wird dringend gebraucht , weil die GruSi für 2019 noch nicht bewilligt wurde und ich ( wieder mal ) nicht weiß, wann und wieviel der Ex mir zahlt. Sonst sieht es für die Miete düster aus :?

Sozialamt ist der Meinung, es reicht , wenn der Bewilligungsbescheid für die GruSi nach dem 31.12. kommt. Das Geld für Dez. hätte meine Tochter ja schließlich bekommen.
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Beitragvon JennyK » 30.12.2018, 19:09

Wir hatten den Beratungseinsatz am 28.12. und haben ganz normal das Pflegegeld bekommen. Ich denke auch, dass sie erst nach Ablauf der Frist anmahnen und dann erst kürzen dürfen...

Ich drücke die Daumen, dass sich das schnell klärt!
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Anne-muc
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Beitragvon Anne-muc » 30.12.2018, 23:09

Hallo Sally,

nicht nur telefonieren, gerne auch schriftlich (bei der TK hat bei mir auch eine E-Mail funktioniert, den Brief habe ich nachgesendet. Habe in die E-Mail „vorab per E-Mail“ geschrieben und den gleichen Text wie in den Brief, den ich am gleichen Tag abgeschickt habe). Bei mir haben sie im August die Zahlung einfach „vergessen“ (!??!!!??).

Ich habe um Erläuterung gebeten und dass ich davon ausgehe, dass es sich um ein Versehen handelt und ich umgehende Zahlung bis spätestens ...( eine Woche Frist) erwarte. Versicherung hat kommentarlos einfach nachgezahlt 3 Werktage nach Emaileingang.

Viel Erfolg!
Anne
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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