Pflegegrad und SBA - Zusammenhang?

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Ainslie2009
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Pflegegrad und SBA - Zusammenhang?

Beitragvon Ainslie2009 » 28.12.2018, 22:34

Wir haben heute für Marc Fabian PG 3 bekommen. Marc Fabian braucht in allen Bereichen des Lebens Hilfe. Ist weder zeitlich noch örtlich orientiert, IQ ist 78 (Stand Frühjahr 2017, nächstes Jahr erfolgt neuer Test). Diagnostiziert ist ADHS (wir nehmen Medikamente) und eine Dyskalkulie.

Ich hatte im Sommer 2017 nach der ADHS-Diagnose einen Antrag auf SBA gestellt. Wir haben lediglich GdB von 30 bekommen. Ich fand das damals schon zu wenig. Heute weiß ich durch meinen Beruf, dass sich unser VA keine Berichte beim Arzt anfordert, sondern lediglich nach Aktenlage entscheidet. Ich hatte damals den Befundbericht vom SPZ beigefügt mit der Diagnose und dem IQ und nach dem hat ein Gutachter entschieden. Ich hab allerdings keine Kraft ständig Widerspruch zu erheben oder gar zu klagen, zumal Widerspruch hier gar nichts bringt, das VA bleibt immer bei seiner Erstmeinung. So nach dem Motto: Klagen sie doch, mal sehen, was das Gericht sagt.

Haben wir eine reelle Chance mit PG 3 auf einen GdB von mind. 50 und schön wäre H? Ich trau mich schon gar nicht mehr einen Antrag zu stellen. Die Dame heute vom MDK meinte auch, warum wir eigentlich nicht schon lange einen Antrag gestellt haben. Ja, weil ich dieses Bittstellertum irgendwie satt habe. Ich hab immer den Eindruck, die Ämter meinen, ich stelle die Anträge weil ich gerade zu viel Zeit habe oder aus lauter Lust und Laune. Nein, weiß Gott nicht.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 30, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3

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Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 28.12.2018, 23:35

Hi, an deiner Stelle würde ich definitiv einen Antrag auf Neufeststellung stellen, insofern nicht ohnehin ein Neuantrag (Frist) ansteht. Ich würde von eurem Facharzt bzw euren Fachärzten (je nachdem wo ihr angegliedert seid, SPZ zum Beispiel) Stellungnahmen/Briefe beifügen, als auch die Therapieberichte + das MDK Gutachten beifügen.

Wenn du sagst, dass es dir viel Kraft kostet (kann ich zu 100% nachvollziehen) würde ich mir überlegen dem VDK beizutreten => bei deiner Signatur (3 Betroffene Familienangehörige) würde ich mir das auf jeden Fall überlegen, wer weiß wann du wieder für was kämpfen musst und der VDK macht es definitiv leichter.

Ein GdB von 30 erscheint mir auch zu gering zu sein, so wie du es schilderst und mit PG 3.

https://www.vdk.de/deutschland/pages/te ... ehinderung


Liebe Grüße und alles Gute

Beate139
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Beitragvon Beate139 » 28.12.2018, 23:36

Hallo Ainslie,

Pflegegrad und SBA - da gibt es keinen Zusammenhang.

Es wird meistens nach Aktenlage oder Begutachtung entschieden.

Bei meinem Sohn wars allerdings genau umgekehrt, das VA hat sich bei den Ärzten erkundigt und Gutachten angefordert, der MDK wollte Gutachten nichtmal mitnehmen, geschweige denn, durchlesen

NicoleWW
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Beitragvon NicoleWW » 28.12.2018, 23:39

Hallo,

das Versorgungsamt braucht Berichte in denen drin steht wie "behindert" dein Sohn ist, also wo er Hilfe braucht was ihm schwer fällt usw, die Diagnose interessiert da erst mal nicht. Diese Berichte musst du mit dem Antrag mitschicken, da sie zwar schreiben sie möchten Arzt-Adressen um mit denen Kontakt auf zu nehmen, aber du hast ja selbst gemerkt, dass sie es nicht unbedingt tun. Am besten auch noch ein eigenes Schreiben aufsetzen in dem steht welche Probleme da sind.

Liebe Grüße
Nicole
Nicole (70, Morbus Bechterew, Asthma) mit

J.M. (92)
J.C. (93)
J.E. (95, ADHS, E80.4)
A.M. (04, F93.3, F98.8, F81,1)
S.F. (04,F84.5, F98.8, J30.3, E80.4, J45.0)
V.L. (07, J45.1, F98.0)
J.K. (07, F84.5, F98.0)

sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 29.12.2018, 03:21

Du wirst dich leider an das „kämpfen“ gewöhnen müssen.

Stell den Antrag und richte dich auf Widerspruch und Klage ein. Wir sind deswegen auch im VdK (oder anderen Sozialverband) und geben solche Sachen dann ab.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

JennyK
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Beitragvon JennyK » 29.12.2018, 07:54

Ich habe tatsächlich nur die Diagnosen und den Bericht vom MDK mitgeschickt und hatte nach drei Wochen schon den Bescheid mit GdB 50 und den Merkzeichen B, G und H. Meiner Meinung nach war der sehr ausführliche Bericht vom MDK ausschlaggebend, da dort ja sehr deutlich steht, wo er überall noch Hilfe braucht.
Viel Erfolg und gute Nerven!
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), gesund

kati543
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Beitragvon kati543 » 29.12.2018, 09:03

Hallo,
es gibt zwar keinen Zusammenhang zwischen Pflegegrad und SBA, ABER das Gutachten des MdK/MEDICPROOF ist sehr, sehr aussagekräftig für das Versorgungsamt und fließt definitiv mit in die Bewertung ein. Der Arzt des Versorgungsamtes glaubt einem Gutachter des MdK deutlich eher als einem Hausarzt/Kinderarzt.
Ich bin einmal in Widerspruch bei meinem Ältesten gegangen und habe mir die Unterlagen vom Versorgungsamt danach zuschicken lassen. Dort standen auch teilweise Zitate aus dem Gutachten des MdK drin, dummerweise auch Zitate der Lehrerin.
In meinen Gutachten des MdK steht pro Kind eine volle Seite eigene Beobachtung des Gutachters zum Kind. Eben alles Sachen, die so auffällig sind. Dann kommen meine Beschreibungen, die natürlich alle mit Gutachten von Ärzten untermauert sind und letztendlich kommt es so zu einem entsprechend hohem PG.

Also:
Der PG selbst hat nichts mit dem SBA zu tun - das ist korrekt.
Das Gutachten für den PG jedoch ist ein Gutachten eines (zumeist) Arztes, den der Patient definitiv nicht kennt und der definitiv keine „Gefälligkeitsgutachten“ erstellt - daher ist das schon sehr wichtig und interessant für das Versorgungsamt.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Beitragvon JohannaG » 29.12.2018, 10:02

Hallo,

weil oben der Hinweis mit dem VDK fiel:

Falls du tatsächlich über den VDK den Neuantrag / Verschlimmerungsantrag stellen willst, muß a) dein Sohn Mithlied im VDK sein und b) gelten bestimmte Wartefristen (vor Ablauf dieser Fristen gelten höhere Gebühren).

Hab ich neulich festgestellt.... ich selber bin Mitglied, mein betroffenes Kind aber nicht. Hab ich bisschen doof geguckt, ich dachte, es reicht, wenn ich mitglied bin - ich würde ja auch den Antrag stellen, nicht mein Kind.

LG Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Beitragvon Ainslie2009 » 29.12.2018, 12:28

kati543 hat geschrieben:Hallo,
es gibt zwar keinen Zusammenhang zwischen Pflegegrad und SBA, ABER das Gutachten des MdK/MEDICPROOF ist sehr, sehr aussagekräftig für das Versorgungsamt und fließt definitiv mit in die Bewertung ein. Der Arzt des Versorgungsamtes glaubt einem Gutachter des MdK deutlich eher als einem Hausarzt/Kinderarzt.
Ich bin einmal in Widerspruch bei meinem Ältesten gegangen und habe mir die Unterlagen vom Versorgungsamt danach zuschicken lassen. Dort standen auch teilweise Zitate aus dem Gutachten des MdK drin, dummerweise auch Zitate der Lehrerin.
In meinen Gutachten des MdK steht pro Kind eine volle Seite eigene Beobachtung des Gutachters zum Kind. Eben alles Sachen, die so auffällig sind. Dann kommen meine Beschreibungen, die natürlich alle mit Gutachten von Ärzten untermauert sind und letztendlich kommt es so zu einem entsprechend hohem PG.

Also:
Der PG selbst hat nichts mit dem SBA zu tun - das ist korrekt.
Das Gutachten für den PG jedoch ist ein Gutachten eines (zumeist) Arztes, den der Patient definitiv nicht kennt und der definitiv keine „Gefälligkeitsgutachten“ erstellt - daher ist das schon sehr wichtig und interessant für das Versorgungsamt.

LG
Katrin


Bei uns war es gestern keine Ärztin. Soll ich jetzt leider oder zum Glück sagen. Es war ne Kinderkrankenschwester oder Kinderpflegerin.
Bei der letzten Begutachtung von Ainslie war hier eine Urologin im Ruhestand (nach ihren Angaben über 70 Jahre alt). Und genau so viel Ahnung hatte sie auch von Kindern. Die hatte auch keinen Laptop mit, sondern hat alles mit der Hand geschrieben. Daher hat die Begutachtung über 2 1/2 Stunden gedauert, wobei sie die meiste Zeit mit schreiben verbracht hat. Gestern die Begutachtung hat 45 Minuten gedauert.

Evt. bekommen wir jetzt auch eine Reha für Marc Fabian, die die KK bislang immer abgelehnt hat (Rentenstelle hat uns an KK verwiesen). KK war der Meinung, er braucht keine. Sie will jetzt aber eine empfehlen.

Unser VA ist ein bisschen speziell. Die lehnen erstmal alles ab oder befristen nur ganz kurz. Bei Ainslie ihren Baustellen, dass da keine Wunderheilung zu erwarten ist, dürfte denen klar sein. Aber auch da bekommen wir den SBA immer nur für höchstens 1 1/2 Jahre (obwohl selbst der Gutachter länger empfohlen hatte) und dann wird wieder geprüft ob die Wunderheilung eingetreten ist. Mir wurde wirklich am Telefon gesagt, es läge daran, dass eine Hirnschädigung ja weggehen könne. Da war ich platt.
Ein Bekannter von mir mit Epilepsie (Anfälle trotz Medikamenten) und Zucker dem wollten sie das B wegnehmen mit der Begründung durch die Medikamente wäre die Epilepsie ja im Griff (was nicht stimmt). Er musste auch klagen und hat recht bekommen.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 30, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3

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Ainslie2009
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Beitragvon Ainslie2009 » 29.12.2018, 12:29

kati543 hat geschrieben:Hallo,
es gibt zwar keinen Zusammenhang zwischen Pflegegrad und SBA, ABER das Gutachten des MdK/MEDICPROOF ist sehr, sehr aussagekräftig für das Versorgungsamt und fließt definitiv mit in die Bewertung ein. Der Arzt des Versorgungsamtes glaubt einem Gutachter des MdK deutlich eher als einem Hausarzt/Kinderarzt.
Ich bin einmal in Widerspruch bei meinem Ältesten gegangen und habe mir die Unterlagen vom Versorgungsamt danach zuschicken lassen. Dort standen auch teilweise Zitate aus dem Gutachten des MdK drin, dummerweise auch Zitate der Lehrerin.
In meinen Gutachten des MdK steht pro Kind eine volle Seite eigene Beobachtung des Gutachters zum Kind. Eben alles Sachen, die so auffällig sind. Dann kommen meine Beschreibungen, die natürlich alle mit Gutachten von Ärzten untermauert sind und letztendlich kommt es so zu einem entsprechend hohem PG.

Also:
Der PG selbst hat nichts mit dem SBA zu tun - das ist korrekt.
Das Gutachten für den PG jedoch ist ein Gutachten eines (zumeist) Arztes, den der Patient definitiv nicht kennt und der definitiv keine „Gefälligkeitsgutachten“ erstellt - daher ist das schon sehr wichtig und interessant für das Versorgungsamt.

LG
Katrin


Bei uns war es gestern keine Ärztin. Soll ich jetzt leider oder zum Glück sagen. Es war ne Kinderkrankenschwester oder Kinderpflegerin.
Bei der letzten Begutachtung von Ainslie war hier eine Urologin im Ruhestand (nach ihren Angaben über 70 Jahre alt). Und genau so viel Ahnung hatte sie auch von Kindern. Die hatte auch keinen Laptop mit, sondern hat alles mit der Hand geschrieben. Daher hat die Begutachtung über 2 1/2 Stunden gedauert, wobei sie die meiste Zeit mit schreiben verbracht hat. Gestern die Begutachtung hat 45 Minuten gedauert.

Evt. bekommen wir jetzt auch eine Reha für Marc Fabian, die die KK bislang immer abgelehnt hat (Rentenstelle hat uns an KK verwiesen). KK war der Meinung, er braucht keine. Sie will jetzt aber eine empfehlen.

Unser VA ist ein bisschen speziell. Die lehnen erstmal alles ab oder befristen nur ganz kurz. Bei Ainslie ihren Baustellen, dass da keine Wunderheilung zu erwarten ist, dürfte denen klar sein. Aber auch da bekommen wir den SBA immer nur für höchstens 1 1/2 Jahre (obwohl selbst der Gutachter länger empfohlen hatte) und dann wird wieder geprüft ob die Wunderheilung eingetreten ist. Mir wurde wirklich am Telefon gesagt, es läge daran, dass eine Hirnschädigung ja weggehen könne. Da war ich platt.
Ein Bekannter von mir mit Epilepsie (Anfälle trotz Medikamenten) und Zucker dem wollten sie das B wegnehmen mit der Begründung durch die Medikamente wäre die Epilepsie ja im Griff (was nicht stimmt). Er musste auch klagen und hat recht bekommen.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 30, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3


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