Widerbegutachtung vom MDK

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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ClaudiaFr
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Widerbegutachtung vom MDK

Beitragvon ClaudiaFr » 26.12.2018, 12:52

Guten Tag und frohe Weihnachten zusammen,
ich bin schon seit einiger Zeit stille Mitleserin und habe dadurch viele hilfreiche Informationen bekommen.
Nun benötige ich eure Erfahrungen.
Mein PS 14 Jahre hat im Dez.15 die Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz (208 €) zugesprochen bekommen und alles war gut. Im Jan. 17 die Überleitung in Pflegegrad 3.
Ich habe im Juli 18 die KK gewechselt von der Knappschaft zur AOK. Die AOK hat natürlich nichts besseres zu tun gehabt mir den MDK nach Hause zu schicken. Ich habe hier zwar gelesen, dass auch hier der Bestandsschutz gilt bis Jan.19 aber da waren hier die Meinungen sehr unterschiedlich. Also habe ich den MDK kommen lassen. Worüber ich mich sehr ärger ist, dass die Dame den Bericht über den Besuch fast identisch wiedergeben hat wie z.B. der Junge vergisst die Uhrzeit, in dem Gutachten wo die Punkte berechnet werden ist "vorhanden" angekreuzt. So zog sich mein Ärger durch das ganze Gutachten.Ende vom Lied ist PS 1 und in einem Jahr eine Widerbegutachtung. Ich habe gedacht, für so ne miese Arbeit bekommen die noch Geld. Also bin ich mit der Unterstützung vom JA und meine Dame die uns halbjährlich besucht und den Diagnostiken vom SPZ in den Widerspruch gegangen, der 5 Seite beinhaltet. Daraufhin kam ein Brief von der AOK warum ich in den Widerspruch gehen, ich hätte ja den Bestandschutz, ich habe der AOK ganz klar gesagt, dass ich den Mist der da im Gutachten steht klargestellt haben möchte. Der MDK hat daraufhin erneut geantwortet und mir Rechtgrundlagen genannt, warum der Widerspruch nicht anerkannt wird. Habe ich wirklich nicht die Möglichkeit zu verlangen, dass Gutachten zu korrigieren? Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die gezielt so Arbeiten, von PG1 nach PG0 ist es nicht weit. Darum hoffe ich, dass ich hier Hilfe und Antworten bekomme. Vielen Dank im Voraus.

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MichaelK
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Re: Widerbegutachtung vom MDK

Beitragvon MichaelK » 26.12.2018, 14:20

ClaudiaFr hat geschrieben:Der MDK hat daraufhin erneut geantwortet und mir Rechtgrundlagen genannt, warum der Widerspruch nicht anerkannt wird..


Der MDK ist ein Dienstleister für die Pflegekasse und hat überhaupt keine rechtlichen Aussagen dir gegenüber zu machen. Die Pflegekasse ist zuständig und für die ordnungsgemäße Durchführung des Widerspruchsverfahrens verantwortlich.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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Beitragvon SonjaSo » 26.12.2018, 14:49

Hallo,
Wenn ihr in einen Pflegegrad übergeleitet worden seid habt ihr lebenslangen!! Bestandsschutz,außer er wird frei von Pflege.Sprich,ihr könntet zwar nun in PG 1 kommen,bleibt aber aufrund des Schutzes in PG3 und bekommt dafür auch das Geld.
Sonja(*03/78)mit Chaos-Chefengel R.(*01/09).SSW 34+1,Mikrodeletion 2p 16.3,ASS und ADHS,Pflegegrad 5
"Normalität ist wie eine gepflasterte Straße,man kann gut drauf gehen, aber es wachsen keine Blumen drauf.
Vincent van Gogh

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Beitragvon SonjaSo » 26.12.2018, 14:56

Ach ja..vorausgesetzt sie war nicht befristet natürlich(wiederbegutavhtung ist keine Befristung)
Steht im Sozialgesetzbuch alles drin.
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Beitragvon Mamamarti » 27.12.2018, 17:44

Hallo Claudia, falls das Gutachten nicht zutreffend ist, würde ich an deiner Stelle nichts unversucht lassen damit es geändert wird.
Falls ihr in der Zukunft zum Beispiel Hilfsmittel benötigt, wird der MDK den Bedarf anhand dieses Gutachtens prüfen. Das kann euch dann ganz schön auf die Füße fallen.
Liebe Grüße Marti

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Beitragvon kati543 » 27.12.2018, 20:41

Hallo,
ich würde der Pflegekasse hier aber gewaltig widersprechen. Ihr habt zwar Bestandsschutz, jedoch kann der PG sich jederzeit erhöhen. Ihr habt ja keineswegs PG5, sondern „nur“ PG3. Ein objektiv falsches Gutachten muss also zwangsweise zu einem Widerspruch führen können, da ihr durchaus bei einem Widerspruch „gewinnen“ könnt.
Ich kenne die Paragraphen, nach denen man nicht widersprechen darf, weil das beantragte genehmigt wurde - nur das ist hier nicht der Fall. Nach oben ist einfach noch Luft.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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