Schreibschrift erlernen nötig?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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PaulaW
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Schreibschrift erlernen nötig?

Beitragvon PaulaW » 24.12.2018, 03:29

Ihr Lieben,

unser Sohn besucht die 3. Klasse einer KME Schule mit Förderschwerpunkt Lernen.
Bis jetzt wird nur Druckschrift unterrichtet.

Wenn er die Wahl hat schreibt er allerdings am liebsten alles gross.

Meine Frage: Lernen Eure Kinder die Schreibschrift und habt Ihr das Gefühl dass das nötig ist ?
Wird diese überhaupt an der Förderschule unterrichtet ?

Ich könnte mir vorstellen dass unser Sohn bei den Grossbuchstaben bleibt und möchte wissen ob das irgendwelche Nachteile bringt. (Er lernt ja Gross- und Kleinschreibung in der Schule und wir üben das auch hier mit den Hausaufgaben)
Ziel müsste doch sein, dass er irgendwann mal längere Texte in der von ihm bevorzugten Schrift schreibt denke ich.

Hier noch ein interessanter Link.
https://www.news4teachers.de/2018/08/di ... ermittelt/

Alles Liebe und
fröhliche Weihnachten

Paula
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GabySP
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Beitragvon GabySP » 24.12.2018, 07:32

Hallo Paula,

auch mein Sohn schreibt nur Druckbuchstaben, allerdings verwendet er große und kleine Buchstaben.

Er musste allerdings in der Förderschule SE die Schreibschrift lernen, da er nach regulärem Lehrplan Grundschule unterrichtet wurde. Im Unterricht und bei Klasseenarbeiten durfte er sich dann aussuchen, wie er schreibt.

Beim Wechsel in die Fünfte auf eine inklusive Realschule gab es dann Probleme mit einer Lehrerin, die auf Schribschrift bestand. Das hat uns dann viel Kraft und Nerven gekostet, sie davon zu überzeugen, dass mein Sohn besser mit Druckschrift klarkommt. Irgendwann hat sie es geschluckt.

Beim Wechsel in die SEK II hat keiner mehr sich daran gestört.

Ich denke auch, dass die Hauptsache ist, dass die Kinder schreiben können. Lediglich wenn sie regulär unterrichtet werden, ist es notwendig, die Schreibschrift zumindest zu erlernen.

LG und auch dir und deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest
Gaby
Asperger-Sohn, 01/2000

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Beitragvon Nicole5kids » 24.12.2018, 08:21

Hallo,

unser Sohn wird zeitgleich beschult mit Nachteilsausgleich bezüglich seiner Sehbehinderung in Klasse 4 Regelgrundschule. Der Große mit sonderpädagogischen Förderbedarf Sehen am Gymnasium. Beide lernen bzw.haben keine Schreibschrift gelernt. Sie können Druckschrift besser lesen. War bei uns kein Problem, steht auch so im Nachteilsausgleich, d.h. die Lehrer müssen sich daran halten.

Viele Grüße
Nicole
5 Kinder, davon 3 mit oculärem Albinismus und davon eine Tochter mit zusätzlicher visueller Wahrnehmungsstörung

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Beitragvon Annemaries Mama » 24.12.2018, 08:28

Hallo Paula,

vielen Dank für den Artikel. Annemarie quält sich gerade mit der Schreibschrift herum. Da ihre Motivation = 0 ist, ist sie entsprechend langsam und muss viel aus dem Unterricht nacharbeiten. Aber die Lehrerin werde ich wohl nicht überzeugen können, dass Annemarie bei der Druckschrift bleiben kann.
LG Kerstin

mit Annemarie *2011 (ADS) und Konrad *2015

JennyK
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Beitragvon JennyK » 24.12.2018, 09:17

An der Grundschule, in der mein Großer war, war er der letzte Jahrgang, der noch Schreibschrift gelernt hat. Die jüngeren Schüler lernen nur noch die Grundschrift und sollen dadurch ihre eigene individuelle Schreibschrift entwickeln. Grundschrift ist wie Druckschrift, nur mit mehreren Verbindungsmöglichkeiten.
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), gesund

oy1970
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Beitragvon oy1970 » 24.12.2018, 09:18

Hallo Paula,

unser Sohn hat auf der Förderschule zuerst - zwar nicht schön, aber o.k. - Druckschrift geschrieben. Ich wollte es eigentlich dabei belassen, aber die Lehrerin meinte, er würde mit der Schreibschrift lernen schneller zu schreiben und sie empfehle das sehr. Er hat es sich mühsam angeeignet. Schreibt jetzt zwar kein Stück schneller, dafür fast unleserlich :roll: .

Jetzt ist er auf der Regelschule , die Lehrerin versucht ihn dazu zu motivieren Druckschrift zu schreiben, damit sie es lesen kann. Bis jetzt erfolglos.

LG und schöne Weihnachtstage
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
Tochter

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Beitragvon AnnalenaO » 24.12.2018, 10:32

Hallo!
Mein Sohn an einer Regelschule hat begonnen Schreibschrift zu erlernen, das hat die Lehrerin aber flott beendet und ist mit meinem Sohn im Einvernehmen zu dem Schluss gekommen dass Druckschrift für ihn besser ist. Denn richtig, ER muss mit SEINER Schrift später mal lange und trotzdem leserliche Texte fabrizieren können. Das sollte das Ziel sein und nicht auf Teufel komm raus das erlernen einer Schreibschrift. Mein Sohn geht in die dritte Klasse, ist Asperger Autist mit Dyspraxie.

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Beitragvon Beate139 » 24.12.2018, 11:11

Hallo,
mein Sohn hat Schreibschrift ebenfalls gelernt. Und er war sehr stolz darauf, das er es kann.

Jetzt ist er 17 und da er alles wieder verlernt, was er sich irgendwann mühsam angeeignet hat, hat er auch die Schreibschrift wieder verlernt. Ich finds sehr schade, zumal er damals so stolz darauf war, es zu können

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Beitragvon NicoleWW » 24.12.2018, 11:54

Hallo,

meine haben alle Schreibschrift gelernt, jetzt auf dem Gymnasium ist es den meistens Lehrern glaub völlig egal welche Schrift verwendet wird Hauptsache es ist lesbar. Allerdings würden nur Großbuchstaben nicht gehen.

Liebe Grüße
Nicole
Nicole (70, Morbus Bechterew, Asthma) mit

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PaulaW
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Beitragvon PaulaW » 24.12.2018, 12:26

Annemaries Mama hat geschrieben:Hallo Paula,

vielen Dank für den Artikel. Annemarie quält sich gerade mit der Schreibschrift herum. Da ihre Motivation = 0 ist, ist sie entsprechend langsam und muss viel aus dem Unterricht nacharbeiten. Aber die Lehrerin werde ich wohl nicht überzeugen können, dass Annemarie bei der Druckschrift bleiben kann.


Hallo Annemarie,

danke für Deine liebe Nachricht. (Euch allen anderen auch :D )

Ich lese hier so oft von Nachteilsausgleich. Das habt Ihr aber sicher schon probiert wegen der Schreibschrift zu nutzen nehme ich an.

Herzliche Grüsse

Paula
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