Pflegegrad Neuberechnung sinnvoll?

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Luna23556
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Pflegegrad Neuberechnung sinnvoll?

Beitragvon Luna23556 » 20.12.2018, 17:57

Hallo ihr lieben.
Ich habe leider nicht so richtig eine Antwort gefunden deswegen wollte ich hier jetzt mal fragen.
Es geht um meinen Sohn er wird im Januar 2 Jahre alt und hatte im Mai Plegegrad 3 bekommen danach den SBA mit 90% und G, aG, H und B. Er ist sehr stark entwicklungsverzögert. Kann noch nicht krabbeln und wenn er hier durch die gegend kriecht(🤣) mischung aus robben und krabbeln dann ist er nach 20-30 minuten total erschöpft. Er ist im gesammten noch so das er nichts selber macht. Er hält nicht mal seine trink flasche und trinkt auch nur mit sauger. Wir sind seit kurzem soweit das er gaaaanz weich gekochtes , also so in richtung mittagsgläschen 8. Monat. Nun haben wir ein antrag auf einen platz in einer heilpädagogischen kleingruppe gestellt. So nun zu meiner grund frage.
Wie ist es wenn ich jetzt bei der Pflegekasse einen antrag auf neuberechnung stelle. Da es ja mit 2 Jahren anders berechnet wird. Da er im vergleich zu der damaligen beurteilung nur den fortschritt gemacht hat vom gerade angefangen robben jetzt zu dem leichten krabbeln und das er kurz frei sitzen kann und halt etwas isst aber halt noch alles ganz weich und mini stücke. Danke schonmal für die Hilfe und sorry das es so lang wurde

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phoebe87
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Beitragvon phoebe87 » 23.12.2018, 22:18

Hallo. Wielangr ist denn der Pflegegrad gültig? Bestimmt bis Mai oder?
VG Sarah
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Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
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Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS

Luna23556
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Beitragvon Luna23556 » 24.12.2018, 23:24

Der wurde für 2 Jahre genehmigt. Nur da er ja sich sehr langsam entwickelt trotz täglichen üben und mehrmals die Woche Therapie.
Er hat auch Erkrankungen. Er hat ein hydrocephalus Grad 4 mit shunt. Die ess und trink Beschwerden. Er ist verdammt unruhig und schläft noch immer nicht durch. Ich muss ihm spezielle Milch machen. Meiner Meinung nach hat er eine entwicklungsverzögerung von bestimmt 14 Monaten. Wenn ich ihn mit welchen Vergleiche die 10 Monate alt sind. Bzw was die in dem Alter können sollen. Aber das sind Sachen die mich gar nicht so interessieren. Ich liebe ihn so wie er ist und unterstütze ihn wo ich nur kann. Aber er ist wirklich verdammt anstrengend weil er so schnell erschöpft und mit allem was man macht unglücklich wirkt. Er frustet sehr schnell und ist sehr dickköpfig. Zudem hat er eine stark geschädigte Lunge und das mehrmals tägliche inhalieren gleicht einen Machtkampf. Obwohl er so klein ist hat er so unglaublich viel Kraft. Seine Therapeutin hat im Sommer schon kapituliert und gesagt Volta ist mit ihm nicht mehr möglich 😂 ich soll so viele Sachen mit ihm machen und Ärzte aufsuchen aber keiner sagt mir wirklich was. Es ist so verdammt anstrengend. Wir haben jetzt noch termine ausstehen. Zum einen den Kardiologen da er eine mitralklappeninsufizienz hat /hatte. Und er muss zum Augenarzt da er stark schielt. Ich habe schon den Kinderarzt gewechselt aber trotzdem fühle ich mich oft alleine gelassen. Ich weiß das er noch einen darm Keim hat durch das ganze Antibiotika als frühchen. Der ist auch ansteckend aber laut Arzt nicht so schlimm. Er hat so einige Baustellen leider. Wir waren sogar schon am überlegen ob bei ihm So etwas in Richtung autist vielleicht ist. Der Sohn meiner Bekannten ist autist. Klar in einem anderen Alter aber es macht mich schon wahnsinnig das eseinfach alles immer so runter gesagt wird. Sorry für den langen Text. Aber mich beschäftigt das alles sehr. Vor allem habe ich mir heute wieder viele Gedanken gemacht. Alleine neues Spielzeug hat ihn wieder total bockig gemacht. Sorry für den langen Text und danke fürs Lesen. Hier bin ich wenigstens nicht alleine.

Luna23556
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Beitragvon Luna23556 » 24.12.2018, 23:54

Wegen unserem Verdacht auf autist muss ich sagen das er uns kaum anschaut. Es ist zwar schon besser geworden. Er schaut uns an wenn wir mit ihm rumalbern und er uns anschauen will. Wenn er am spielen ist kann man machen was man will und er beachtet ein kein stück. Er fremdelt auch nicht das hatte ich aber aufs Frühchen geschoben da er5 1/2 monate nach der Geburt im kkh war. Wie gesagt er mag neue Sachen oft nicht so gerne. Und bei seinem Spielzeug ist ersehr wählerisch und findet komische Sachen spannend. Er hat z.b. So ein Rutsch Auto. Er mag aber nicht drauf sitzen sondern untersucht ganz intensiv die räder und Felgen, genauso an dieser kindergitter Tür, da untersucht er immer die Mutter und so. Stabelbecher findet er auch klasse und alles was man untersuchen kann... Vieles findet er langweilig. Auch diese ständige Unruhe. Es ist so zermürrend nicht zu wissen was genau er hat sondern nur das er besonders ist. Aber ich würde so gerne genauer wissen was da los ist und ob ich noch mehr machen kann für ihn... Diese Ungewissheit ist schrecklich und das es keinen sonst interessiert.

phoebe87
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Beitragvon phoebe87 » 25.12.2018, 23:03

Hallo. Ich weiß gar nicht was dein kleiner alles hat aber ich denke pflegegrad 4 zu bekomme Wird schwer.
Ich würde dir raten einen I Platz für ihn zu suchen oder was im Heilpädagogischen ( Kita). Du brauchst die Entlastung und er muss sich von dir lösen. Meiner ist auch wunderbar gewachsen an der Kita. Therapien bekommt er dort aktuell 2 Tage die Woche. Du hast dann ein bisschen Zeit für dich oder kannst arbeiten gehen. Ich habe auch sehr viel Probleme mit abgeben Hygiene usw. Aber es ist der Lauf der Dinge. Bezüglich Hygiene, meiner wird jetzt noch desinfiziert. Alles wird mit 95 Grad gewaschen usw. Ich weiß wie das ist es muss aber sein.
Pflegegrad 4 ist wirklich für schwerbehinderte Kinder. Meiner hatte auch 1 Jahr grad 3, hat ihn aber im Sommer abgegeben da mittlerweile Treppen gehen kann und teilweise isst.
Frohe Weihnachten.
VG
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Beitragvon Engrid » 26.12.2018, 10:54

Hallo,

wegen Pflegegradeerhöhung kann ich Dir auch nichts raten, außer mal einen Pflegegradrechner für Kinder auszuprobieren.

Was Du aber vielleicht dringender brauchst, ist Zugang zum Hilfesystem. Frühförderung? Wahrnehmungsförderung wie "sensorische Integration" (im Rahmen von Ergotherapie)? Hast Du noch gar keinen hilfreichen Ansprechpartner?
Ich kenne mich leider im Norden nicht aus, aber bei begründetem Verdacht gibt es schon Fachstellen für Autismus, die auch bei einem unter Dreijährigen gucken.

Entlastung bringt am meisten eine KiTa, die für die Bedürfnisse Deines Kindes passt. Uns hat der heilpädagogische Kindergarten extrem viel gebracht, Entlastung für mich, und vor allem die richtige und sehr umfängliche Förderung fürs Kind.

Grüße
Engrid
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Beitragvon Luna23556 » 26.12.2018, 11:47

Er bekommt bis jetzt 2x die Woche KG, 1x frühförderung und Logopädie geht bald 1x die Woche los. In den Kiga soll er Ende des Jahres. Bin noch dabei zu lernen ihn und Verantwortung abzugeben. Mir wurde bei der Begutachtung gesagt das ich mit 2 Jahren das neu berechnen lassen kann. Da dann andere Sachen mit bewertet werden sei es anziehen oder essen. Er macht ja wirklich nichts. Ja mit dem pflegegradrechner hab ich es mal versucht danach hätte er leicht grad 4 erreicht.
Wie läuft denn so ein Autismus test ab bei den kleinen? Weiß das jemand? Hatte das mal beim Kinderarzt angesprochen weil auch die Krankengymnasten den Verdacht haben. Aber der meinte nur das er noch zu klein ist und man da noch nicht nach schaut. Es ist alles so anstrengend. Mir wäre es egal wie so ein test ausfällt. Mir geht es hauptsächlich darum eine Diagnose zu haben und vielleicht endlich mal die Hilfe zu bekommen die ich brauche. Ich bastel mir hier zuhause nur Sachen zurecht. Ich trage ihn die meiste Zeit und habe so eine bauchtrage aber die ist leider nicht so das richtige weil er nicht genug halt hat und ich ihn da kaum alleine rein bekomme. Das schlimmste ist nur das die ganzen Sachen wo er zwiechendurch drin ist gar nicht mehr für sein Gewicht ausgelegt sind. Aber was soll ich machen. Hatte schon bei der pflegekasse nachgefragt aber da bekomme ich auch keine gescheiten Vorschläge was es an Hilfsmittel für ihn so geben würde. Naja hoffen wir mal das nächstes Jahr es besser wird. Bin momentan nicht so gut drauf und mache mir halt viele Gedanken. Ist schon echt nervig wenn die eigene nicht gerade mal 1 ist und so viel schon kann und diese dummen Kommentare und Blicke von fremden immer. Habt noch einen schönen Tag

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Beitragvon Engrid » 26.12.2018, 12:31

Hallo Luna,

wenn Du Pflegegrad 4 errechnet hast, dann beantrage Höherstufung.

Den Kinderarzt brauchst Du in so speziellen Dingen nicht fragen, damit kennen die die allermeisten Kinderärzte sich null aus. Du kannst aber auch ohne Unterstützung des KiA einen Termin zb in einer Autismusambulanz ausmachen und wahrnehmen.
Die Pflegekasse oder Krankenkasse wird auf Anfrage meistens sagen, sie wissen nix und zahlen nix, weil sie Kosten sparen wollen. Wenn man weiß, was einem zusteht, und schriftlich beantragt, sieht es schon anders aus.

Allerdings würde mir jetzt zum Tragen auch kein Hilfsmittel einfallen. Ich würde eher raten, zb mit Sensorischer Integration (Ergotherapie) die Wahrnehmung zu fördern und etwas zu finden, in dem Dein Sohn sich auch für sich wohlfühlt (Hängematte o.ä.), um die „Symbiose“ langsam etwas aufzulösen, die Euch BEIDEN vielleicht nicht so gut tut.
Wo liegt er denn so drin, zwischendrin? Was braucht er da? Kannst Du ihm etwas bauen - Matratze mit Begrenzung (zb Stillkissen), Hängematte/Schaukel mit Begrenzung, ...?

Die Logopädie, die Ihr da bekommen werdet, ist die entsprechend qualifiziert für die Spezialitäten Deines Sohnes, evtl auch auf autistische Kommunikationsbesonderheiten?
Was macht die Frühförderung (Heilpädagogik?) mit ihm? Was rät sie?

Grüße
Engrid
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Beitragvon Luna23556 » 26.12.2018, 13:42

Momentan ist er zwischendurch in so einer Baby Schaukel weil ich ihn da anschnallen kann. Im Laufstall geht es manchmal auch aber momentan will er da nicht rein sondern so auf dem Boden aber klappt halt nicht lange. Die Logopädie soll für die ess Störung sein. Das er keine Ansätze macht zu reden stört den Arzt nicht wirklich. Dank der frühförderung bin ich überhaupt soweit und erfahre wenigstens etwas. Sie hat mir schon bei dem sba geholfen und auch wegen Pflegegrad. Jetzt hat sie gerade den Antrag wegen Kindergarten gestellt. Sie weiß ja aber auch nicht alles... Sie macht mit ihm viele Sachen zur Wahrnehmung. Aber dem kleinen Chaoten ist oft egal was sie da so hat. Er krabbelt los und untersucht lieber unsere Stühle oder eine leere Wand. Außer sie hat Sachen dabei die man Stapeln kann oder Ring mit ganz vielen Glocken dran ich komme nicht darauf wie das Musikinstrument heißt. Wir sind extra zu dem Kia gewechselt weil er sehr viele frühchen betreut und für sein Hauptproblem die Lunge hier der beste so ist. Im SPZ waren wir auch schon 1x mit korrigiert 3 Monaten 😂 sollten dann mit korrigiert 1 Jahr wieder hin aber da lagen wir auf der intensiv. Nun soll er mit korrigiert 2 Jahren hin. Ich werde mich mal schlau machen wegen einer Autismusambulanz in meiner nähe.
Stillkissen reicht bei ihm leider nicht als Begrenzung da er so viel Kraft in den Beinen hat und so dickköpfig ist krabbelt er da rüber... Danke für deine Antwort.

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Beitragvon Engrid » 26.12.2018, 14:24

... Begrenzung meinte ich nicht im Sinne von „verhindern, dass Kind abhaut „, sondern als angenehme Begrenzung, die viele Kinder mit Wahrnehmungsauffälligkeiten gerne annehmen, weil ihnen sonst gefühlte Grenzen fehlen, weil sie sich nicht gut spüren. Das ist oft ein Grund, wieso sie besonders viel Körperkontakt suchen. In solchen Sachen sollte zb eigentlich die Frühförderung beraten können. Frag sie mal.

Das er keine Ansätze macht zu reden stört den Arzt nicht wirklich.
Kommunizieren können ist etwas sehr Essentielles. Je schwieriger Kommunikation, desto mehr Misserfolg, mehr Frust, weniger Spaß, und weniger Lernen.
Wie kommuniziert Ihr denn - er mit Dir, und Du mit ihm?
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