GruSi: Prüfung der persönlichen u. wirtschaftl. Verhältnisse

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Mellie
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GruSi: Prüfung der persönlichen u. wirtschaftl. Verhältnisse

Beitragvon Mellie » 20.12.2018, 15:31

Hallo,

dachte schon, dass ich eine schöne Weihnachtspost von unserer Gemeinde bekomme, aber als ich den Umschlag öffnete, sah es anders aus. :roll:

Jetzt wollen sie vorab vor der Weiterbewilligung der Grundsicherung die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse prüfen.

Personalien der im Haushalt lebenden Personen. Aufgelistet sind mein Mann, der Bruder und ich. Weitere Personen sollen ergänzt werden, falls vorhanden.

Ich soll Einkünfte benennen, die derzeit bei der Berechnung der Grundsicherung berücksichtigt werden. Bezeichnung des Einkommens, Betrag, Betrag neu/ab.

Vermögensstand nachweisen durch Belege. Mein Sohn hat kein Vermögen sondern nur sein Girokonto. Da werden wir natürlich die Kontoauszüge der letzten drei Monate beilegen.

Was gebe ich nun als Einkünfte an? Pflegegeld wird ja nicht bei der Grundsicherung mit angerechnet. Also nur das Ausbildungsgeld der Werkstatt?

Anderes Einkommen soll ich auch belegen. Damit ist wohl das Pflegegeld gemeint.

Dann sollen noch Versicherungsbeträge angegeben werden, falls vorhanden.
Was fällt alles darunter? VDK habe ich bis jetzt immer für meinen Sohn gezahlt. Würde das Amt die Kosten übernehmen?

Und dann noch die aktuelle Nebenkostenabrechnung beilegen.

Letztes Jahr kam mir die Verlängerung irgendwie nicht so kompliziert vor. :?
Viele Grüße,
Mellie

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Sanne in München
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Beitragvon Sanne in München » 20.12.2018, 19:52

Hallo Mellie,

das Pflegegeld ist zweckgebunden, steht nicht für die Lebenshaltung zur Verfügung.
Es ist die Bezahlung für erbrachte Pflegeleistungen - entweder durch Dich oder einen Pflegedienst.
Viele Grüsse

Sanne

mit
Groß-Sohn (2003) Asperger, ADS und Epilepsie (Absencen und GM)
und Klein-Sohn (2005) GM-Epilepsie - nicht mehr ketogen

Mellie
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Beitragvon Mellie » 20.12.2018, 20:00

Hallo Sanne,

dann werde ich keine Einkünfte angeben, bzw. nur das Ausbildungsgeld der WfbM, welches ja auch nicht angerechnet wird. Das Pflegegeld gebe ich dann an anderer Stelle an. Im letzten Jahr war es übrigens ein anderes Formular. Da gab es extra eine Spalte für Pflegegeld, etc. und diesmal nicht.
Viele Grüße,

Mellie

Heike Neumann
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Beitragvon Heike Neumann » 31.12.2018, 17:53

Hallo Sanne,

mein Sohn bekommt auch Grundsicherung...…
Allerdings wohnt er in unserer Eigentumswohnung. Ich muss jeden Monat seine Abrechnung der WfbM im Amt einreichen. Dann, sobald die Abrechnungen der Nebenkosten für die Miete eingegangen sind, die Belege einreichen und vierteljährlich auch seine Kontoauszüge. Das Pflegegeld gehört nicht dazu.
Allerdings wird Urlaubsgeld der WfbM immer als Einnahme gerechnet und verringert deshalb die Grundsicherung.

Ist schon nicht einfach dieser Papierkrieg :oops:

L.G. Heike
Heike, Uwe, Marc (1995) Asperger Autismus(F84.5), Epilepsie, Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens, Neurodermitis (lebte 10 Jahre in der Mansfeld Löbbecke Stiftung); Anica (1997) gesund, Sternenkind Luca *+13.07.2001(Anencephalus 17.SSW) und Finjas (2005) Neurodermitis

Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 01.01.2019, 01:02

Das Einkommen der Werkstatt wird selbstverständlich auf die Grusi angerechnet. Als unsere Tochter statt 80 € die 134 € bekam wurde die Grusi gekürzt aber das finde ich auch ok so.

Pflegegeld wird nicht angerechnet und da wir weit unter dem Einkommen von 100.000 € sind ist die Grusi kein Problem.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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Beitragvon Mellie » 01.01.2019, 17:32

Hallo und ein frohes neues Jahr,

mein Sohn befindet sich noch im Berufsbildungsbereich und bekommt ein Ausbildungsgeld von der Arbeitsagentur für Arbeit, welches bei der Grundsicherung im letzten Jahr nicht angerechnet wurde.
Viele Grüße,

Mellie

monika61
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Beitragvon monika61 » 02.01.2019, 08:54

Mellie hat geschrieben:
...mein Sohn befindet sich noch im Berufsbildungsbereich und bekommt ein Ausbildungsgeld von der Arbeitsagentur für Arbeit, welches bei der Grundsicherung im letzten Jahr nicht angerechnet wurde.


Hallo Mellie,

das ist auch richtig so :wink: :



…"8. Wird das Ausbildungsgeld
angerechnet?


Behinderte Menschen, die sich im
Eingangsverfahren oder Berufsbildungsbereich
einer WfbM befinden,
erhalten von der Bundesagentur für
Arbeit Ausbildungsgeld. Dieses beläuft
sich im ersten Jahr auf 67 Euro und im
zweiten Jahr auf 80 Euro monatlich.
Nach einem Urteil des BSG darf das
Ausbildungsgeld nicht auf die Grundsicherung
angerechnet werden"...

https://bvkm.de/wp-content/uploads/Merk ... ng_Web.pdf

LG
Monika


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