10 Jahre Schule und dann ???

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Anja1076
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10 Jahre Schule und dann ???

Beitragvon Anja1076 » 19.12.2018, 11:37

Hallo ihr lieben bin eigendlich stille Mitleserin,
Habe eine Frage mein Sohn geht auf eine Gesamtschule mit Förderbedarf kommt nächstes Jahr in die 10 Klasse. Jetzt zum Problem da der Direktor meinen Sohn nicht zurück setzen will und er mit 16 dan abgeht fehlen in 2 Jahre bis er bei uns ins BTI mit Inklusion gehen kann. Er will mein Sohn auf eine Förderschule schicken bis er 18 Jahre alt ist. Wir haben Jahre lang gekämpft das er auf eine normale Schule gehen kann mit Förderbedarf. Und jetzt soll er doch auf eine Förderschule bis er 18 ist. Gibt es irgend eine möglich keit dies zu verhindern .
Gruss
Anja

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Elisabeth97
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Beitragvon Elisabeth97 » 19.12.2018, 13:07

Hallo Anja,

welchen Förderbedarf at dein Sohn denn und erhält er einen Abschluss?
Vielleicht könnte er ein Berufskolleg besuchen?

Schöne Grüße
Elisabeth

Anja1076
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Beitragvon Anja1076 » 19.12.2018, 15:16

Er hat mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Abschluss wird er keinen bekommen. Das Berufskolleg bei uns nimmt erst mit 18 Jahren das ist ja das Problem bei uns wenn er abgeht ist er erst 16 Jahren.
Gruss
Anja

deborah
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Beitragvon deborah » 19.12.2018, 16:24

Hallo Anja,

Wie wäre es mit einem freiwilligen Sozialenjahr?

Im Schulgesetz steht, das GB Schüler 11 Jahre Schulpflicht haben. Wir haben deshalb, das 6. Schuljahr ihn wiederholen lassen.

Was möchte euer Sohn denn nach der Schule machen? Es gibt auch Ausbildungen für unsere Kinder.

Gruß Deborah
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T. *01/03 kognitiv, sprachlich und motorisch entwicklungsverzögert, auditive Wahrnehmungsstörung, GU-Schüler einer Sekundarschule

Eine gute Ausbildung ist fast so wichtig wie eine fordernde Mutter.
Charles M. Schulz

deborah
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Beitragvon deborah » 19.12.2018, 16:32

Hallo Anja,

http://planet-beruf.de/schuelerinnen/me ... nderungen/

https://www.azubiyo.de/azubi-wissen/aus ... hinderung/

Hat dein Sohn in der neunten Klasse auch das berufspraktikum gemacht?
Unser Sohn wird 16. im Januar und geht in die 8. klasse einer Sekundarschule. Zur Zeit hat er auch den Förderschwerpunkt GB, aber wir haben einen Förderschwerpunktwechsel beantragt, damit er wenigstens den Abschluss Lernen machen kann.

Gruß Deborah
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Beitragvon sandra8374 » 19.12.2018, 16:32

Berufskolleg nimmt hier nur vor dem 18. Geburtstag an.

BVB?
Rehaberatung Arbeitsamt?
Werkstatt?
Ausbildung?

Beimisst an den Förderschulen kommen die Rehaberater des Arbeitsamtes automatisch vorbei. Es gibt im Vorfeld eine Potenzialanalyse u d dann wird geguckt, was für das "Kind" passt.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

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Beitragvon Anja1076 » 19.12.2018, 18:16

Vielen Dank für die vielen Antworten mein Sohn macht jetzt im Januar Praktikum bei einem Schreiner da freut er sich schon drauf.

Für die Behindertenwerkstätten ist er zu schlau da passt er nicht rein bestätigten uns die Lehrer. Vielleicht ist ein Soziales Jahr wirklich besser, daran habe ich noch garnicht gedacht. Im neuen Jahr nehme ich es mal im Angriff und schaue was ich erreichen kann.
Gruss
Anja

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Beitragvon Engrid » 19.12.2018, 18:47

Hallo,

bin noch nicht so drin im Thema, aber ist nicht, wenn man ohne Abschluss und ohne Arbeitsplatz ist nach der 10ten Klasse, noch zwei Jahre Berufschulpflicht? Soll er deshalb an die Förderschule, in die Berufschulstufe? Da gibts doch sicherlich Alternativen. Inklusive Elterninitiativ-Vereine in der Region sollten da weiterhelfen können.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon deborah » 20.12.2018, 08:56

Hallo,

Genau das Problem haben wir auch, deshalb streben wir den Förderschwerpunktwechsel jetzt an.
Werkstatt kommt für unserem Sohn auch nicht in frage. Will er selbst gar nicht.
Auch wenn die Lehrer das wollen, wäre einfacher für sie.

Hast du schon etwas von dem Verein mittendrin gehört?
Dort kann man sich auch beraten lassen.
https://www.mittendrin-koeln.de

Viele Grüße Deborah
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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 20.12.2018, 10:22

Hallo Anja,
ich meine, man kann FSJs auch einmal (oder monatsweise?) verlängern ... So könntet ihr eventuell bis zum 18. Geburtstag "durchkommen" ...
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)


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