10 Jahre Schule und dann ???

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Annika1
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Beitragvon Annika1 » 20.12.2018, 12:11

Hallo,

ganz blöde Frage: Aber wenn GB Schüler 11 Jahre Schulpflicht haben, kann er diese ja eigentlich bei Schulabgang noch gar nicht erfüllt haben, oder täusche ich mich da? Dann müsste doch auf jeden Fall noch eine schulische Lösung her, oder?

Liebe Grüße,
Annika

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 20.12.2018, 13:04

Hallo Anja,

ich würde versuchen, dass Dein Sohn zum nächsten Halbjahr in die neunte Klasse runtergestuft wird, dann hat er noch 1 1/2 Jahre auf der Gesamtschule. Das würde ich ganz schnell schriftlich beantragen.
Viele Grüße,
Mellie

sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 20.12.2018, 13:35

Wir haben bei der Förderschule LB Post bekommen, das nach Abschluss Klasse 10 die Schulpflicht noch nicht erfüllt ist.
Berufskolleg, BvB, Ausbildung, Schulwechsel wurden als Möglichkeit genannt. Rehaberater hat Termine gemacht.

Bei der Großen auf der GB-Schule stellen wir jährlich (bis maximal 25. Geburtstag) einen Antrag auf Verlängerung der Schulzeit.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

Beate139
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Beitragvon Beate139 » 20.12.2018, 14:33

Hallo,

bei uns hat ein Jahr Berufsbildungsmaßnahme die Schulpflicht beendet. Wenns rein um die Beendigung der Schulpflicht geht, ist das vielleicht auch eine Option für euch.
Damit haben wir uns Zeit verschafft, die vielen Baustellen bei meinem Sohn anzugehen, ohne das auch noch der Schulstress dazu kommt

Anja1076
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Beitragvon Anja1076 » 20.12.2018, 16:24

Runterstufungsantrag stellen habe ich auch schon von gehört aber da muss ja ne Begründung was soll ich da für ne Begründung rein schreiben. Jemand einen guten Tipp???
Gruss
Anja

Mellie
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Beitragvon Mellie » 20.12.2018, 19:54

Hallo Anja,

eine gute Idee für eine Begründung habe ich auch nicht. Du kennst die Defizite Deines Kindes am besten. Da muss es doch ein paar Anhaltspunkte geben.

Zuerst würde ich das Gespräch mit dem Klassenlehrer suchen und ihn davon überzeugen, dass es sinnvoll ist. Falls dies nicht klappt, dann schriftlich den Antrag bei der Schulleitung stellen. Gründe vorlegen, die eine freiwillige Wiederholung oder das Zurückstufen in eine niedrigere Klasse nötig machen. Die Schulleitung wird sich dann wahrscheinlich mit den Lehrerkollegen beraten. Im Schreiben eine Frist setzen. Bei einer Ablehnung kann man in den Widerspruch über das Schulamt gehen.
Viele Grüße,

Mellie

deborah
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Beitragvon deborah » 26.02.2019, 10:31

Hallo Anja,
Wie weit seit ihr?

Der Sohn von bekannten geht ab Sommer zu einem normalen Berufskolleg und macht ein Jahr Berufsvorbereitungsjahr. (Im Bereich Gesundheit..). Er hat drei Tage Schule und zwei Tage Praktikum, die er im Kindergarten absolviert.

Gruß Deborah
D. *70
M. *69
R. *05/01 Kiss
T. *01/03 kognitiv, sprachlich und motorisch entwicklungsverzögert, auditive Wahrnehmungsstörung, GU-Schüler einer Sekundarschule

Eine gute Ausbildung ist fast so wichtig wie eine fordernde Mutter.
Charles M. Schulz

Iris15
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Beitragvon Iris15 » 26.02.2019, 11:53

Hallo Anja,

ich habe Dir eine pn geschickt.

VG
Iris
Sohn mit ideophat. generalisierter GM-Epi

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lisa schrenk
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Beitragvon lisa schrenk » 04.03.2019, 16:38

Hallo Anja,

in NRW gilt Schulpflicht bis 18 Jahre. Wenn dein Sohn keine Ausbildung hat, sollte er einen Bildungsgang an einem Berufskolleg machen, z.B. Ausbildungsvorbereitung. Wenn er sozialpädagogische Unterstützung benötigt, solltet ihr frühzeitig das Gespräch mit dem Berufskolleg suchen. Einfach in eine Förderschule abzuschieben halte ich nicht für sinnvoll, da er ja jetzt inklusiv beschult wird. Da will es sich jemand einfach machen.


Macht mal einen Termin beim Integrationsfachdienst der Arbeitsagentur. Bei uns im Kreis gibt es auch Inklusionsberater für die Schulen. Auch eine Option. Soweit ich weiß, gilt die Eingangsstufe einer Werkstatt zur Abdeckung der Berufsschulpflicht.


Es gibt auch in vielen Kommunen eine Beratung durch eine KoKoBe. Die kümmern sich um Arbeit, Wohnen und alles rund um das Erwachsenwerden.

Für Neuss: https://www.kokobe-rkn.de/
Die können dir sicher auch weiterhelfen. Ich würde nicht zu lange warten, da es sicher auch Wartelisten bei verschiedenen Einrichtungen gibt.

Ganz liebe Grüße

Lisa
Botho (1962), Lisa (1965), Freya (2007)
Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.


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