Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

Moderator: Moderatorengruppe

Antworten
Melihcanim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: 02.12.2018, 22:00

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Hallo,

@Anika: Mein Arzt erzählte mir hierzu was von einem "Fremdel Test" (oder Fremde Test? Bin mir nicht sicher). Aber auch in meinem Bekanntenkreis kenne ich Babys die nicht fremdeln und eine super Bindung zur Mama haben, daher weiß ich, dass man das auf alle Fälle nicht verallgemeinern darf. Sorry hätte das dazu schreiben sollen.

P. s. Mein Kleiner zumindest dürfte aber keine Angst davor haben, dass die Mama nicht zurückkommt weil er so gut wie nie ohne mich ist. :).

Schönen Abend.
Sermin

Benutzeravatar
Jakob05
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2614
Registriert: 27.10.2005, 17:22
Wohnort: Rhein-Main

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Jakob05 »

Hallo Sermin,
toll, dass sich dein Zwerg so gut entwickelt. Herzlichen Glückwunsch !!
Dein letzter Satz oben ist nicht logisch: Kinder können nur lernen, dass jemand auch zurückkommt, wenn sie hin und wieder getrennt sind.
Dauerndes Zusammensein erschwert das eher. Erste Übungen sind ja schon die GuckGuck-Spiele bei dem man sich abwechselnd hinter etwas versteckt
und gleich wieder raus kommt. Gerade wenn Zwerg jetzt laufen kann, kann man das immer mehr ausweiten, aus dem Zimmer gehen, mal kurz in den Keller.
Mit einer grossen Begrüssung bei der Rückkehr wird dann bald jedes Alleinsein zum Abenteuer.
Das ist auch wichtig zu lernen, denn irgendwann kommt ein Moment, wo es einfach sein muss, dann muss das klappen.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†,* 05, 37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, HG-versorgt, Lordose, Rachenfehlbildung => Tracheostoma...)

Melihcanim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: 02.12.2018, 22:00

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Hallo nochmal,

@Cordula: Da muss ich dir Recht geben. Bislang war mein Sohn max. 4 od 5 Mal ohne mich. Habe ihn zu meiner Mama gegeben (Oma wird aber auch sehr geliebt, daher grds. kein Problem). Tagsüber hat er auch gerne mit Oma gekuschelt gespielt usw; einzig als wir Abends Mal mit meinem Mann auf einer Hochzeit waren schlief er zur gewohnten Schlafenszeit ein u wachte wohl um Mitternacht auf und suchte nach mir, er hat sich dann wohl in den Schlaf geweint (was er sonst noch nie gemacht hat). Wir waren ca. 1 Std entfernt so dass ich nicht schnell genug da war.

Jdfls hast du vollkommen Recht. Er kommt kommenden Winter in die Krippe (werden schon im Sommer mit Eingewöhnung anfangen) darum wäre es schon sehr wichtig, dass er auch lernt Mal ohne mich zu sein. Hoffe es wird keine allzu schmerzvolle Zeit für uns. Die Damen im Rathaus meinten dass ich mir keine Sorgen machen soll weil er gleich mit allen Damen brabbelte und in der Spielecke spielte aber ich war ja auch bei ihm. Selbst auf d Schoss meines Mannes will er manchmal nicht bleiben wenn ich ihm sein Fläschchen machen will. Bin gespannt wie das wird.

P.s. Gestern hat mein Sohn angefangen mir Dinge zu geben. Erst schmiss er immer sein Schnulli nach mir (kennt er vom Ballspielen) dann hat er es plötzlich von jetzt auf nacher verstanden als ich auf den Schnulli und dann in meine Handinnenfläche zeigte. Seither legt er alles behutsam in meine Hand wenn ich ihn darum bitte.

Mein Mann ist momentan nicht gut auf mich anzusprechen da er nicht möchte dass ich meinem Kind das Gefühl gebe etwas können z MÜSSEN wobei ich eigentlich nur versucht habe es ihm spielerisch beizubringen. Aber mein Mann sagte dass er nicht dulden wird dass ich mit ihm Dinge übe nur um meine Ängste loszuwerden (sozusagen aus egoistischen Beweggründen). Er sagte auch noch ganz andere verletzende Dinge und teilweise versteh ich seine Wut (wobei er nicht diesen traumatischen NotKS und die anschließende Trennung erlebt hat, bis heute kann ich keine Szenen von Entbindungen im TV anschauen ohne loszuheulen, auch wenn mir andere Mamis von ihrer Geburt erzählen kann ich mich kaum zurückhalten bzw möchte Geburtserfahrungen nicht hören). Jdfls bin ich sehr traurig bei meinem Mann so einen Eindruck zu hinterlassen, zumal er es irgendwie doch schafft mir ein schlechtes Gewissen z machen.

Mein Sohn soll sich immer geliebt und akzeptiert fühlen komme was wolle. Er hat die letzten Nächte (seit 2 Tg nicht mehr) sehr unruhig geschlafen und ich weiß nicht ob es nur ein Entwicklungsschub ist oder ob er meine Unruhe gespürt hatte.

Jdfls habe ich mir vorgenommen mich zukünftig zurückzuhalten.

Falls ich meinem Kind wirklich das Gefühl geben sollte nicht zu genügen werde ich mir das niemals verzeihen.

Hat ein Baby mit 11 Mo schon so ein Bewusstsein?

Schöne Grüße
S.

melly210
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 893
Registriert: 19.02.2018, 20:07

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von melly210 »

Ich kenne diesen Zwiespalt auch, und ich denke auch ganz viele andere Mütter hier. Man will sie fördern, ihnen beim nächsten Schritt helfen, aber sie gleichzeitig nicht drängen oder ihnen das Gefühl geben nicht zu genügen. Mein Sohn ist jetzt 4,5 und es ist und bleibt ein schwieriger Spagat.

Da muß jeder denke ich seinen Weg finden. Ich habe immer auf meinen Sohn gehört. Der hat mir schon gezeigt, wann es genug war.
Söhnchen (02/2015) mit motorischer Dyspraxie und Wahrnehmungsstörungen

Melihcanim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: 02.12.2018, 22:00

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Hallo Melly,

da sind unsere Jungs ähnlich gestrickt. Wenn er etwas nicht möchte dann zeigt er mir das deutlich. Vor allem beim Essen spüre ich das nach wie vor. Er mag keine Salami oder Wurstbrote, höchstens Frischkäse und Käse aber noch viel lieber Apfelmus Marmelade oder alles was süß ist. Selbst als er noch jünger war musste sein Gemüsebrei zumindest ein wenig süß sein (Süßkartoffel, Karotte usw).

Darum habe ich mir auch grds. keine Sorgen gemacht, da er sich ohnehin zu nichts drängen lässt und willensstark ist aber mein Mann sieht das bissl anders.

Ich habe schon einige deiner Beiträge gelesen. Dein Kind hatte auch Asphyxie aber mit glücklichem Verlauf bzw keine allzu schwerwiegende Beeinträchtigung? Hoffe ich verwechsel dich nicht. Dein Sohn geht auch schon in den KiGa oder? Alles Liebe euch. Kannst gerne auch per PN antworten wenn dir das lieber ist.

Liebe Grüße
S.

Benutzeravatar
Jakob05
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2614
Registriert: 27.10.2005, 17:22
Wohnort: Rhein-Main

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Jakob05 »

Hallo Sermin,
wenn du etwas gegen deine Ängste tun willst, solltst du dir einen Termin in einer Schwangerschaftsberatungsstelle holen, die haben genau die richtigen Leute dafür und es kostet nix bis das Kind 3 JAhre alt ist. Die meisten hier können deine Sorge sicher gut verstehen und haben ähnliches erlebt. So wie du schreibst, stören deine Ängste Euer Zusammenleben erheblich und das ist nicht gut. Die Angst ist verständlich, aber du solltest etwas dagegen tun, dass sie dein und euer Handeln nicht mehr und mehr bestimmt. Dein Mann ist auch belastet durch Eure Erlebnisse, geht nur anders damit um, das kann auf Dauer nicht ohne Hilfe von Aussen klappen, denn ihr sprecht quasi zweierlei Sprachen in diesenm Thema.
Probier es aus, mir haben diese Termine immer sehr gut getan. Das hatte ich dir auch schon in meiner allerersten Antwort auf deine Vorstellung geschrieben.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†,* 05, 37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, HG-versorgt, Lordose, Rachenfehlbildung => Tracheostoma...)

Melihcanim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: 02.12.2018, 22:00

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Hallo Cordula,

früher dachte ich oft, dass mein Mann ebenfalls durch unsere Erlebnisse belastet ist und einfach auf seine eigene Art u Weise (eben insgeheim) trauert. Doch ich habe wirklich immer mehr den Eindruck, dass er nicht einen Moment getrauert hat. Er zeigte anfänglich viel Einfühlungsvermögen und war mein größter Halt aber zwischenzeitlich ist er mehr verärgert über mich als dass er Mitgefühl hat.

Und es ist auch nicht so, dass er wie Polyanna immer nur glaubt dass schöne Dinge passieren werden (wobei er schon eine sehr positive Lebenseinstellung hat) sondern ich würde es eher als "Furchtlosigkeit komme was wolle" bezeichnen. Und ich scheine das krasse Gegenteil zu sein. Er ist mir auch zu rational. Klar liebe ich mein Kind egal ob besonders oder nicht aber trotzdem kann ich nicht einfach abwarten wenn mich Ängste überkommen. Es ist auch nicht das Abwarten sondern das "Weitermachen als wäre nichts" das mir dann so schwer fällt.

Im Grunde ist es besser so als wenn er so gestrickt wäre wie ich und wir uns gegenseitig nur runterziehen würden. Aber manchmal frage ich mich schon wie wir nur so grundverschieden sein können.

Eine Angsttherapie habe ich bereits hinter mir (im Frühjahr); in der Beratungsstelle war ich noch nicht.

Momentan geht es mir wieder sehr sehr gut. Mein kleiner Schatz zeigt mir, dass meine Sorgen total unbegründet waren (das Lecken ist nicht mehr interessant wie es Mal war; an der Waschmaschine scheint er sich satt gesehen zu haben (wird regelrecht ignoriert); Verstecken spielen hat er für sich entdeckt und gestern Abend wurde tatsächlich der Teddy das erste Mal gestreichelt mit einem sanften Ooooyyyy). Momentan überrascht er mich täglich aufs Neue und ich bin mehr als erleichtert weil jetzt doch alles Schlag auf Schlag kommt.

Sofern ich erneut eine ähnliche Phase durchleben sollte werde ich deinen Rat beherzigen und auf jd Fall zur Schwangerschaftsberatung gehen.

Vielen lieben Dank dir.

Liebe Grüße

RikemitSohn
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1078
Registriert: 20.09.2015, 23:25

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von RikemitSohn »

Hallo,

es kann durchaus sein, dass dein Mann gar nicht mehr so eine große Last mit dem Geschehenen hat. Und das ist auch in Ordnung. Menschen gehen mit Dingen anders um und dein Sohn entwickelt sich ja prima. Dein Mann war aber in der Situation längst nicht so hilflos wie du. Er hat das Ganze aus einer anderen und wahrscheinlich leichteren Perspektive erlebt.
Allerdings muss ich deinem Mann durchaus zustimmen, auch wenn ich die Art und Weise von ihm nicht gut heiße. Du verknüpfst dein Wohlbefinden an die Leistungen deines Kindes. Damit wirst du Druck erzeugen, auch wenn du das gar nicht möchtest. Ich würde mich jetzt in der guten Phase beraten lassen, denn so kannst du dem nächsten Tief vielleicht entgehen. Denn jedes Kind hinkt mal mit irgendetwas hinterher. Das fällt meistens gar nicht auf und ist nicht schlimm. Doch bei dir und deinem Sohn kann das gleich für große Ängste sorgen.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

Venice86
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 6
Registriert: 28.09.2018, 10:22

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Venice86 »

Hallo Sermin,

ich verstehe deine immer wieder schubweise auftretenden Ängste sehr gut. Grade zum ersten Geburtstag war das bei mir auch besonders schlimm. Man denkt irgendwie gezwungenermaßen wieder an alles zurück und ich denke auch, dass man so ein Erlebnis nie ganz verarbeiten kann, ich hoffe aber dass es über die Jahre weniger heftig sein wird.
Stellst du diese Fragen, weil es Studien dazu gibt, dass Kinder mit Sauerstoffmangel ein erhöhtes Risiko für Autismus haben? Als ich hierzu mal recherchiert habe, habe ich auch angefangen in alles was er gemacht hat etwas reinzudeuten. Momentan geht es mir sehr gut, weil er angefangen hat zu laufen, mit 18 Monaten eigentlich sogar noch im Rahmen. Und in dieser "guten" Phase blicke ich auf meine "Symptomsuche" zurück und merke, dass ich da wirklich übertrieben habe. Man hinterfragt dann wirklich alles.
Was du schreibst, klingt für mich nicht annähernd irgendwie auffällig. Ich kann dir natürlich nur meine Meinung schreiben, da ich keinerlei tatsächliche Erfahrungen mit Autismus habe.
Aber zB das mit dem Drehen, ist in meinen Augen doch völlig normal. Kinder brauchen Wiederholungen, um Dinge wirklich zu verstehen. Das ist ganz normal und mir bei meinem Sohn und meiner Nichte und meinem Neffen in dem Alter auch deutlich aufgefallen, und von den beiden weiß ich mit Sicherheit, dass sie ganz gesund sind.
Ich hatte keinen "aha"-Moment als ich deinen Beitrag gelesen habe, soll heißen mir fiel da gar nichts ins Auge, worüber ich mir als Außenstehende Gedanken machen würde.
Das mit deinem MAnn kann ich auch gut verstehen, meiner wollte das Erlebte nie richtig an sich ranlassen und hat immer gesagt, das alles gut wird und er über mögliche Beeinträchtigungen nicht reden möchte. Ich habe mich dadurch auch sehr alleine gelassen gefühlt und tue es auch heute noch, insbesondere wenn ich auch mal wieder eine schlechte Phase habe und alles analysiere, was er tut

Liebe Grüße, Venice

Melihcanim
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: 02.12.2018, 22:00

Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Hallo ihr Lieben,

@Rike: danke für deine Nachricht die mich doch sehr nachdenklich gestimmt hat. Im Grunde war M. in seiner Entwicklung bislang in keinem Bereich verzögert und trotzdem schaff ich es mich selbst zu verunsichern. Daher will ich nicht wissen was passiert falls doch Mal Auffälligkeiten sind, meine Schwägerin zeigte mir das U-Heft meiner Nichte dessen Grobmotorik kritisiert wurde, die Ergo verschrieben bekam laut KiA hyperton zu sein schien usw usw. Heute 9 jhr alt, Klassenbeste und leidenschaftliche Tänzerin und Fussballspielerin. Meine Schwägerin meinte, dass sie nie verunsichert war obwohl auch sie eine Saugglockengeburt mit blau angelaufenem Kind (NPH 7,21) hinter sich hatte (wobei bei ihr keine Hyportemie Behandlung, EEG usw durgeführt werden mussten).

Ich denke auch darüber nach ggfls. erneut eine Therapie zu machen denn ich möchte keinesfalls meinem Jungen schaden.

@Venice: Laut meinem KiA kann der Sauerstoffmangel selbst Autismus nicht verursachen, allenfalls fördern sofern die genetische Veranlagung hierfür da ist. Aber das ist ein umstrittenes Thema, genauso gibt es Ärzte die anderer Meinung sind. Mein KiA meinte auch, dass nicht der Sauerstoffmangel Autismus auslöst sondern Autisten öfters einen Sauerstoffmangel erleiden WEIL ihnen die Fähigkeiten fehlen über die ein Ungeborenes verfügt um die natürliche Entbindung zu vollziehen (da ja das Baby bei der Geburt aktiv helfen muss). Aber auch das ist eine These von vielen.

Wie dem auch sei. Bei meinem Sohn dachte ich eigentlich nie an Autismus bzw. mein KiA behauptet sogar, dass nicht Mal ein richtiger Sauerstoffmangel vorlag da noch ausreichend Sauerstoff im Blut war und sein Herzschlag (er hatte kein Herzstillstand) konstant anstieg nachdem nachgeholfen wurde.

Eigentlich ist Google mein größter Feind. Als mein Sohn laut meinem Mann den Teppich abgeleckt hatte (er erzählte es mir lachend und bereut es erzählt zu haben) googelte ich wieder und stieß sofort auf das Wort Autismus.

Dann erfuhr ich, dass in der U6 der Arzt diese Dinge wie zeigt Kind mit Finger, klatscht oder winkt es fragt, so dass ich wieder anfing mich verrückt zu machen.

Mein KiA sagte mir eigentlich immer, dass bei einem motorisch fitten Kind (krabbelte mit 7 Mo und läuft seit 2 Wo frei und sicher) zu erwarten ist dass es auch geistig fit ist weil das Kind begreifen muss bevor es sich motorisch entwickelt. Aber auch das ist ein umstrittenes Thema, da es wohl genügend Kinder gibt die sich motorisch manchmal sehr fix entwickeln und die Entwicklung dann wg d Autismus stagniert, und man wird ja nicht zum Autisten im Laufe der Zeit sondern kommt als Autist zur Welt. Wobei das auch nur für Autisten gilt. Ich glaub, dass die These "motorisch fittes Kind meistens auch geistig fitt" durchaus für die restlichen Kinder zutrifft.

Mir ist jetzt auch aufgefallen dass ich so Dinge wie winken etc nie besonders gefördert habe. Gestern habe ich seinen Teddy gewickelt dem Teddy das Fläschchen und den Schnulli gegeben. M. machte es mir zwar nicht nach aber saß daneben und jauchzte vor Freude. Abends nach dem Essen war er auf dem Schoss meines Mannes holte den Schnulli raus und versuchte es ihm in den Mund zu stopfen, das gleiche machte er dann bei mir immer u immer wieder. Das zeigt mir dass er eine sehr gute Auffassungsgabe hat.

Ich werde versuchen zukünftig den Fokus auf die Dinge zu richten die mein Sohn schon kann und nicht umgekehrt.

Auch wenn ich die Erfahrungen hier so lese merke ich mehr und mehr wie ängstlich ungeduldig und unsicher ich doch bin und wieviel Glück wir im Grunde hatten. Meinem Kind zuliebe muss ich was ändern und zwar an mir selbst. Es ist erstaunlich wie sehr er spürt wenn es mir schlecht geht und wie toll er sich entfaltet wenn ich ihn mit meinen Ängsten nicht hemme.

Es ist toll dass dein Schatz läuft. Das ist sicherlich eine große Erleichterung für dich. Wie entwickelt er sich sonst?

Schöne Grüße
S.

Antworten

Zurück zu „Vorstellungsrunde“