Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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LovisAnnaLarsMama
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von LovisAnnaLarsMama »

Hallo Sermin, was du schreibst klingt nach einem gut entwickelten neugierigen Kind. Mach dir keine Gedanken und genieße dein Kind, das gerade alles gut macht.
LG LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Sandra9902
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Sandra9902 »

Hallo Sermin,

ich finde auch, dass es nach einer altersgerechte Entwicklung anhört. Unser Sohn hat lange Zeit ausschließlich wirklich alles gedreht, was er finden konnte. Das war im Nachhinein betrachtet ein Symptom. Er ist autistisch. Seine kleine Schwester hat auch gerne an Dingen gedreht und ja, auch Dinge abgeleckt. Aber eben so, wie dein Sohnemann, nicht ausschließlich, sie hat auch viele andere Dinge gespielt, beobachtet,.... und das ist der Unterschied. Unsere Tochter ist gesund, normal entwickelt.
Ängste haben sich bei ihr auch immer mal geändert ohne aus einem für uns ersichtlichen Grund. Was gestern noch völlig okay war, war am nächsten Tag angstbesetzt.
Ich kann deine Unsicherheit gut verstehen aber es hört sich wirklich sehr schön an, wie dein Sohn sich entwickelt.
Alles Gute für euch, Sandra
Sandra mit PS, geb 1999, frühkindlicher Autist,gb, ADHS, Epilepsie, anfallsfrei
PT, geb 2002, PTBS

melly210
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von melly210 »

Ich würde auch sagen, er entwickelt sich gut :-) Klar kann es sein, daß irgendwann noch rauskommt, daß er eine kleinere Baustelle hat, aber selbst wenn wird das dann nichts wildes sein. Wenn das dann so "spät" erst auffällt sind das dann meistens nur kleinere Sachen oder leichte Verläufe. Von dem her, aktuell brauchst du dir keine Sorgen machen, würde ich meinen :-) Winken, zeigen und Co würde ich mir erst Gedanken machen wenn er das mit 18 Monaten noch nicht macht.
Söhnchen (02/2015) mit motorischer Dyspraxie und Wahrnehmungsstörungen

Melihcanim
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Gaaaanz ganz lieben Dank für alle Rückmeldungen.

Mein Mann und ich sind jetzt auch ziemlich aneinander geraten weil die letzten Monate Entwicklungsschritte etc kein Thema mehr waren und er keine Lust darauf hat erneut dieselben Dinge zu erleben (die Neugeborenenzeit war ich sehr depressiv aufgrund der schwierigen Geburt).

Es tut so gut, zu wissen dass es Menschen gibt die einen verstehen, vielen lieben Dank an euch. Im Grunde verstehe ich meinen Mann auch aber ich kann mich diesbez. schwer kontrollieren, zumal er sehr verletzend war (nicht mehr verständnisvoll, tröstend und mutmachend wie letztes Jahr).

@Melly: Danke für die aufmunternden Worte. Dass es nur kleinere Baustellen sind (falls welche da sind) ist meine aller aller größte Hoffnung. Hauptsache er ist in der Lage ein eigenständiges Leben z führen, so dass ich irgendwann ruhigen Gewissens sterben kann ohne voller Sorge zurückblicken zu müssen.

@Sandra: Du hast ja den direkten Vergleich bei deinen zwei Mäuschen. Darf ich dich noch kurz ein paar Dinge zu deinem Sohn fragen?

- Wie war es mit Blickkontakt herstellen und halten bei ihm? Das macht mein Sohn seit jeher sehr gut. Verspätete sich das soziale Lächeln (um die 6-8 Wo normalerweise) bei ihm? Auch das war bei M. relativ früh (5. Wo) da, so dass ich in der Säuglingszeit immer nur Ängste bez Motorik hatte und mein Gefühl hins. geistiger Entwicklung im Vergleich nur gering wären.

- Hat dein Sohn gefremdelt. M. fremdelt nach wie vor (vor allem b Männern) auch wenn es wesentlich besser geworden ist. Auch "Fremden soll wohl mit geist. Entwicklung zu tun haben.

Umsomehr wundert es mich, dass er die einfache Anweisung "Gib mir das bitte" nicht versteht obwohl ich ihm die Hand hinhalten und er nur noch loslassen müsste. Andere berichten von Babys die schon mit 9 Mo den Mamis den Schnuller in den Mund stopfen (davon scheint er meilenweit entfernt zu sein)

- Hatte dein Sohn Stereotypen (falls ja ab wann, habe gelesen dass die wohl mit ca 18 Mo eintreten?).

-Hat dein Sohn wenn du ihm was gezeigt hast auf dein Finger geschaut od in die Richtung die du zeigtest. M. schaut nicht den Zeigefinger an sondern in die Richtung welche ich zeige.

Auch ahmt mein Sohn uns verbal sowie nonverbal nach. Heute habe ich zwei Klötze aneinandergehauen und er machte es mir direkt nach (und eig beherrschen Babys, welche Gegenstände aneinander hauen können angeblich meistens vorher schon das "Klatschen", was bei meinem Sohn nicht der Fall ist). Heute habe ich so getan als würde ich weinen damit er mir sein Schnulli gibt er gab mir den Schnulli nicht stattdessen gingen die Mundwinkel runter. Wenn ich ihn rufe folgt er mir auch immer (so dass er gewisse Dinge wohl versteht, auch wenn ich sage der Ball ist hinter dir (mit d Finger zeigend) dreht er sich um und holt den Ball, wobei er das Wort Ball nicht versteht sondern nur dass was hinter ihm ist (er kann den Ball im Bilderbuch z. B. nicht finden) .

Vielen lieben Dank nochmal an alle. Ihr seid toll.

Schöne Grüße
Sermin

Melihcanim
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Gaaaanz ganz lieben Dank für alle Rückmeldungen.

Mein Mann und ich sind jetzt auch ziemlich aneinander geraten weil die letzten Monate Entwicklungsschritte etc kein Thema mehr waren und er keine Lust darauf hat erneut dieselben Dinge zu erleben (die Neugeborenenzeit war ich sehr depressiv aufgrund der schwierigen Geburt).

Es tut so gut, zu wissen dass es Menschen gibt die einen verstehen, vielen lieben Dank an euch. Im Grunde verstehe ich meinen Mann auch aber ich kann mich diesbez. schwer kontrollieren, zumal er sehr verletzend war (nicht mehr verständnisvoll, tröstend und mutmachend wie letztes Jahr).

@Melly: Danke für die aufmunternden Worte. Dass es nur kleinere Baustellen sind (falls welche da sind) ist meine aller aller größte Hoffnung. Hauptsache er ist in der Lage ein eigenständiges Leben z führen, so dass ich irgendwann ruhigen Gewissens sterben kann ohne voller Sorge zurückblicken zu müssen.

@Sandra: Du hast ja den direkten Vergleich bei deinen zwei Mäuschen. Darf ich dich noch kurz ein paar Dinge zu deinem Sohn fragen?

- Wie war es mit Blickkontakt herstellen und halten bei ihm? Das macht mein Sohn seit jeher sehr gut. Verspätete sich das soziale Lächeln (um die 6-8 Wo normalerweise) bei ihm? Auch das war bei M. relativ früh (5. Wo) da, so dass ich in der Säuglingszeit immer nur Ängste bez Motorik hatte und mein Gefühl hins. geistiger Entwicklung im Vergleich nur gering wären.

- Hat dein Sohn gefremdelt. M. fremdelt nach wie vor (vor allem b Männern) auch wenn es wesentlich besser geworden ist. Auch "Fremden soll wohl mit geist. Entwicklung zu tun haben.

Umsomehr wundert es mich, dass er die einfache Anweisung "Gib mir das bitte" nicht versteht obwohl ich ihm die Hand hinhalten und er nur noch loslassen müsste. Andere berichten von Babys die schon mit 9 Mo den Mamis den Schnuller in den Mund stopfen (davon scheint er meilenweit entfernt zu sein)

- Hatte dein Sohn Stereotypen (falls ja ab wann, habe gelesen dass die wohl mit ca 18 Mo eintreten?).

-Hat dein Sohn wenn du ihm was gezeigt hast auf dein Finger geschaut od in die Richtung die du zeigtest. M. schaut nicht den Zeigefinger an sondern in die Richtung welche ich zeige.

Auch ahmt mein Sohn uns verbal sowie nonverbal nach. Heute habe ich zwei Klötze aneinandergehauen und er machte es mir direkt nach (und eig beherrschen Babys, welche Gegenstände aneinander hauen können angeblich meistens vorher schon das "Klatschen", was bei meinem Sohn nicht der Fall ist). Heute habe ich so getan als würde ich weinen damit er mir sein Schnulli gibt er gab mir den Schnulli nicht stattdessen gingen die Mundwinkel runter. Wenn ich ihn rufe folgt er mir auch immer (so dass er gewisse Dinge wohl versteht, auch wenn ich sage der Ball ist hinter dir (mit d Finger zeigend) dreht er sich um und holt den Ball, wobei er das Wort Ball nicht versteht sondern nur dass was hinter ihm ist (er kann den Ball im Bilderbuch z. B. nicht finden) .

Vielen lieben Dank nochmal an alle. Ihr seid toll.

Schöne Grüße
Sermin

Sandra9902
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Sandra9902 »

Hallo Seminar,
Er ist ein Pflegekind und kam mit20 Monaten zu uns. Und mit diesen 20 Monaten fehlte der Blickkontakt, das soziale Lächeln und auch das Fremdeln. Wir wissen, dass er das auch nicht könnte, bevor er zu uns kam. Wenn dein Süßer das alles kann, ist das toll😊
Stereotypien hatte er von Anfang an. Er hat jahrelang wirklich ALLES gedreht. Ich habe viel gelernt in der Zeit, unglaublich, was sich alles drehen kann😀
Auch meinen Fingern ist er nicht gefolgt, außer bei Fingerspielen.
Er war als er klein war, sowas von autistisch. Er hat auch nix in den Mund genommen, wirklich gar nichts.
ABER: Jetzt ist er 20, meistens gut gelaunt, empathisch, liebt soziale Kontakte, hält Blickkontakt, isst alles und sehr gerne, redet wie ein Buch und läuft und hüpft durch die Gegend. Ich will damit nur sagen, dass man nie weiß, was noch kommt, was an Entwicklung noch möglich ist. Klar ist unser Sohn noch sichtbar und merkbar behindert und autistisch. Aber niemand hätte so eine Entwicklung für möglich gehalten. Du siehst, im Gegensatz zu deinem Schatz war mein Bursche ganz offensichtlich auffällig und beeinträchtigt, da es soviel Auffälligkeiten in der Summe waren.
Meine gesunde Tochter war ganz anders, hatte aber auch die ein oder andere Auffälligkeit. Hat sich alles verwachsen. Sie ist jetzt 17 und macht im Sommer ihren mittleren Schulabschluss.

Ganz liebe Grüße, Sandra
Sandra mit PS, geb 1999, frühkindlicher Autist,gb, ADHS, Epilepsie, anfallsfrei
PT, geb 2002, PTBS

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Alexandra2014
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Alexandra2014 »

Hallo Sermin,

ich finde auch, dass es sich prima anhört.
Man kann aber dennoch in dem Alter noch nicht sicher sagen, wo die Reise hingeht.
Mein Kind war bis zu einem Alter von 2 Jahren überhaupt nicht autistisch. Das erste Mal auffällig war sie mit gut 2,5 Jahren in der Richtung.
Erstes soziales Lächeln kam mit 6 Wochen. Gefremdelt wurde hier auch, ebenfalls besonders bei Männern.

Der wesentliche Punkt ist aber: alles, was du aufzählst, was in Richtung Autismus deuten könnte, gehört zur normalen Entwicklung eines jeden Kindes. Kinder lernen, in dem sie ausprobieren. Um sicherzugehen, dass sich das Rad am Auto nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen noch dreht, wird mehrfach ausprobiert, bis sich daraus eine „Regel“ ableiten lässt.
Deswegen ist es auch so schwierig, Autismus früh zu diagnostizieren, wenn es nicht gerade - wie bei Sandras Pflegesohn - so ausgeprägt ist, dass es offensichtlich ist.

In dem Alter kann man gewisse Tendenzen in der geistigen Entwicklung sehen, aber noch nichts ausschließen.

Zudem verläuft die Entwicklung oft schubweise. Manche Dinge, auf die du so händeringend wartest, kann er vielleicht schon nächste Woche.

Einen Grund zum Sorgen machen, sehe ich wirklich nicht. Freu dich einfach, dass es ihm so gut geht.
Eine Garantie gibt es ohnehin nicht, auch bei gesunden Kindern nicht.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Melihcanim
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Melihcanim »

Hallo nochmal,

@Sandra: Tausend Dank an dich. So lieb von dir, dass du dir die Zeit genommen hast zu erzählen. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr mich deine Erfahrungen erleichtert haben.

@Alexandra: Dass man sich bei gesunden Kindern auch nicht sicher sein kann (sagt mir auch mein Mann immer wieder) ist vollkommen richtig. Nichts desto Trotz ist das keine Tatsache die mir hilft geduldiger zu sein (leider :( ). Dieser Standpunkt mag aber vielen Menschen, wie meinem Mann helfen. Ist ne Typsache denke ich.

Bezüglich "Fremdeln" weiß ich dass, das zum Einen die geistige Reife zeigt und die gute bzw sichere Eltern-Kind Bindung beweist. (Babys die daran gewöhnt sind v den Eltern vernachlässigt z werden fremdeln gar nicht weil sie es eh gewohnt sind allein gelassen z werden und den Eltern nicht in besonderer Weise vertrauen. Oder aber das Baby besitzt nicht die geistige Reife z Fremdeln.

Wenn Babys besonders vor einem bestimmten Geschlecht Fremdeln, liegt es daran weil sie hauptsächlich vom Gegengeschlecht versorgt werden. z. B. Mama ist Hauptbezugsperson also sind dem Baby Frauen (weichere Gesichtszüge) lieber.

Weil manche Freunde mir einredeten ihn Weinen z lassen wenn er fremdelt (z. B. auf d Schoß eines Fremden) damit er gesellschaftsfähig wird informierte ich mich diesbez bei meinem KiA der mir absolut davon abriet mein Baby Weinen z lassen, was ich wahrscheinlich eh nicht übers Herz bringen würde (selbst wenn das tatsächlich erzieherisch notwendig wäre).

Danke nochmal dafür dass ich dank euch jetzt doch viel entspannter bin.

Alles Gute euch.

Schöne Grüße
Sermin

Anika14
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Anika14 »

Meine Kinder sind beide hochbegabt und haben eine sehr stabile Bindung zu mir. Der Große bleibt bis heute nirgendwo, wo er nicht schonmal mit mir gemeinsam war, alleine zuhause undenkbar. Der Kleine bleibt bei jedem, der ihm sympathisch ist und würde auch locker alleine daheim bleiben.
Das ist einfach Typsache und hat nichts mit Bindung zu tun. Man könnte es auch umgekehrt interpretieren: weil sich das Kind nicht sicher ist, ob die Bezugsperson wiederkommt, bleibt es nirgendwo 😉
Anika mit
Maxi Bub (*04/11) ADHS & HB
Mini Bub (*11/14) 33+0 SSW, Katarakt, Fütterstörung, Kleinwuchs, Reflux, muskuläre Hypotonie, starker Hypotonie & Hypersensitivität im Mund- & Rachenbereich, massiv gestörte Körperwahrnehmung, Hypoglykämien, Kamikaze mit viel Verstand, großem Herz & stets gut gelaunt, PG 4 und 80% G,B,H

Sandra9902
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Re: Sermin mit Sohn (Asphyxie Spätfolgen)

Beitrag von Sandra9902 »

Hallo Sermin,

sehr sehr gerne geschehen.
Ganz liebe Grüße, Sandra
Sandra mit PS, geb 1999, frühkindlicher Autist,gb, ADHS, Epilepsie, anfallsfrei
PT, geb 2002, PTBS

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