Einweisung noch vor Weihnachten, wie geht das?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

NicoFalco
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 06.01.2017, 21:22
Wohnort: Berlin

Einweisung noch vor Weihnachten, wie geht das?

Beitragvon NicoFalco » 17.12.2018, 12:29

Hallo,
mein Sohn (18 Jahre), möchte in die Psychiatrie eingewiesen werden, er selbst geht davon aus das er Depressionen hat.

Der Psychologe vom BBW kann ihn wohl nicht einweisen, beim Psychiater wird er jetzt nicht mehr rankommen, der Einzelfallhelfer telefoniert schon rum.

Ich selbst möchte ihn dabei unterstützen, ich sehe auf jeden Fall das er starke psychische Probleme hat, jedoch denke ich nicht das es Depressionen sind.

Was kann ich tun?

Danke
Christina
Ich: 84.5(G), 40.1(VA)
Nico 08.2000, Asperger Autist, ADS, LRS, Allergiker, Asthma, SBA 60% unbefr.
Falco 03.2010, Frühchen 31ssw, Asperger Autist, ADHS, LRS, Dyskalkulie, SBA 70% H und B, PG 2
*Henry 18.03. - 24.03.*

Werbung
 
Senem
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3409
Registriert: 23.09.2006, 20:20

Beitragvon Senem » 17.12.2018, 12:45

Hallo NicoFalco,

ihr könnt doch erst mal ein Vorstellungsgespräch bei einem Psychater/in vereinbaren und schauen, was er euch rät und denkt??

Solche Termine bekommt man in der Regel schnell, ohne lange Wartezeiten!

Vielleicht kann dann der Psychologe eine Dringlichkeit feststellen, so das sein Sohn schneller eingewiesen werden kann.
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

NicoFalco
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 06.01.2017, 21:22
Wohnort: Berlin

Beitragvon NicoFalco » 17.12.2018, 12:55

Hallo Senem,

er hat beim seinem Psychiater angerufen, kam aber an der Anmeldung nicht vorbei und auch keine Chance auf einen Termin noch in diesem Jahr.

Ich habe dem Psychiater schon eine email geschrieben...

Vor 2 Jahren wollte ich ihn am liebsten einweisen lassen, wegen Depressionen und Suchtverhalten, damals kam dann der Autismus raus. Heute sagt er, er hätte damals absichtlich die Fragen falsch beantwortet, da er nicht wollte das Depressionen bei raus kommen.

Christina
Ich: 84.5(G), 40.1(VA)
Nico 08.2000, Asperger Autist, ADS, LRS, Allergiker, Asthma, SBA 60% unbefr.
Falco 03.2010, Frühchen 31ssw, Asperger Autist, ADHS, LRS, Dyskalkulie, SBA 70% H und B, PG 2
*Henry 18.03. - 24.03.*

s.till
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 509
Registriert: 25.02.2012, 23:47

Beitragvon s.till » 17.12.2018, 13:01

Hallo Christina,

bei einer Bekannten war es so, dass sie einfach in die Notaufnahme der Psychatrie gefahren sind. Sie wurde dann dort stationär aufgenommen.

Wenn du es für nötig erachtest, dass dein Sohn stationär aufgenommen werden muss, ist der Satz ich bin mir nichr sicher ob er sich was antut der Satz "schlecht hin".
Eine Freundin hat ihre alkoholabhängige Bekannte einmal bewusstlos in der Wohnung gefunden. Der Notarzt wollte sie in die Klinik einweisen, durfte sie aber nicht mitnehmen, da als sie wieder bei Bewusstsein war das abgelehnt hat. Der Anwesende Polizist meinte dann nur noch zu meiner Freundin, sollte sowas wieder vorkommen, sollte sie sagen ,dass sie sich nicht sicher ist, ob sie sich was antut. Da müsste sie dann ob sie will oder nicht in die Klinik, da man ja nicht ausschließen kann ob sie sich was antut oder nicht.
Es ist nicht unbedingt die feine englische Art aber so wird man laut dem Polizisten sicher in der Klinik aufgenommen.

Ich persönlich würde es glaub ich nur im äußersten Notfall machen.

Ich hoffe, dass ihr schnell eine Lösung findet.

Liebe Grüße
Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Asperger Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg :D Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,aG,B,H
B*2008 ADS

NicoFalco
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 06.01.2017, 21:22
Wohnort: Berlin

Beitragvon NicoFalco » 17.12.2018, 13:18

Hallo Susanne,

er wird es jetzt noch beim Hausarzt probieren und würde danach wohl im Krankenhaus mal anrufen.

Ich kann das im Moment so schlecht einschätzen, einerseits finde ich das es ihm im Moment "gut" geht, andererseits ist sehr manipulativ, und hat auf twitter etwas von gemeinsam vom Hochhaus springen geschrieben.

Wenn nicht muss ich mit ihm heute Abend einfach dahin fahren.

lg
Christina
Ich: 84.5(G), 40.1(VA)
Nico 08.2000, Asperger Autist, ADS, LRS, Allergiker, Asthma, SBA 60% unbefr.
Falco 03.2010, Frühchen 31ssw, Asperger Autist, ADHS, LRS, Dyskalkulie, SBA 70% H und B, PG 2
*Henry 18.03. - 24.03.*

rena99
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1674
Registriert: 28.04.2012, 16:34

Beitragvon rena99 » 17.12.2018, 13:28

Die Kliniken müssen aufnehmen bei akuter (!) Selbst- oder Fremdgefährdung (sog. Krisenintervention). Wenn er also akute Suizidgedanken hat, dann wird eine Klinik ihn auch vor Weihnachen nehmen müssen. Sonst eher nicht, denke ich mal. Im Zweifel würde ich mich tatsächlich in der Klinik einfach vorstellen.

War er denn früher schon mal in einer stationären Kinder- und Jugenpsychiatrie? Dann kann es sein, dass man ihn auch mit 18 noch nimmt (hängt vom Einzelfall und der Klinik ab). Ansonsten wären es die Erwachsenen-Kliniken.

Alles Gute

Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

NicoFalco
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 06.01.2017, 21:22
Wohnort: Berlin

Beitragvon NicoFalco » 17.12.2018, 13:36

Hallo Rena,

nein, er war noch nie stationär, aber das Krankenhaus hier hat eine Psychiatrische Abteilung für Erwachsene und für Kinder/Jugendliche.

Christina
Ich: 84.5(G), 40.1(VA)
Nico 08.2000, Asperger Autist, ADS, LRS, Allergiker, Asthma, SBA 60% unbefr.
Falco 03.2010, Frühchen 31ssw, Asperger Autist, ADHS, LRS, Dyskalkulie, SBA 70% H und B, PG 2
*Henry 18.03. - 24.03.*

Benutzeravatar
Karin2
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2191
Registriert: 29.09.2007, 08:42

Beitragvon Karin2 » 17.12.2018, 17:10

Hallo Christina,
wenn er bereits früher bei einem niedergelassenen KJP war, könnt ihr es auch bei ihm versuchen.
LG Karin

NicoFalco
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 06.01.2017, 21:22
Wohnort: Berlin

Beitragvon NicoFalco » 17.12.2018, 17:14

Hallo Karin,

Das haben wie versucht, aber er hat in dieser Woche keine Zeit mehr und sagte wenn es ganz schlimm ist soll ich ihn ins Krankenhaus bringen. Das werde ich heute noch machen, muss nur auf meinen Mann warten wegen unserem anderen Sohn.

Laut seiner eigenenaussage ha er wohl Selbstmordgedanken.

Lg
Christina
Ich: 84.5(G), 40.1(VA)
Nico 08.2000, Asperger Autist, ADS, LRS, Allergiker, Asthma, SBA 60% unbefr.
Falco 03.2010, Frühchen 31ssw, Asperger Autist, ADHS, LRS, Dyskalkulie, SBA 70% H und B, PG 2
*Henry 18.03. - 24.03.*

Werbung
 
Dario
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1148
Registriert: 03.10.2013, 18:20
Wohnort: Raum Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Dario » 17.12.2018, 22:46

Ich kann mich den bisherigen Aussagen nur anschließen: Eine Klinikeinweisung kann im Notfall, wenn kein Psychiater erreichbar ist, auch vom Hausarzt vorgenommen werden.

Wenn der nicht erreichbar ist (z.B. nachts oder am Wochenende) auch vom ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117.
Heimerziehung ist ein Verbrechen. Kinder gehören in die liebevolle Geborgenheit einer Familie und nicht ins Heim!


Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste