Ja, nein, vielleicht.....

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JaFe
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Ja, nein, vielleicht.....

Beitragvon JaFe » 16.12.2018, 17:19

Nachdem wir uns eigentlich, damit abgefunden haben, das mein Sohn, nicht richtig ins Autismus Spektrum passt, heißt es jetzt doch wieder anders.
2017 SPZ sagt nein, aber nur anhand von Beobachtungen, während eines stationären Aufenthalt
2018 KJP, testet und meint grenzwertig.
November 2018, drei wöchige Kur, das Thema kommt wieder auf den Tisch.
Dezember 2018 Verlaufskontrolle im SPZ, Sohnemann zeigt sich von seiner "besten" Seite. Zack auch hier, Thema wieder da. Im neuen Jahr ggfs. Stationäre Testung, sobald die psychiatrische Verlaufskontrolle abgeschlossen wurde, dann wüsste man mehr.

Ich weiß nicht ob wir wirklich das noch machen sollen oder jetzt mit den ganzen testungen aufhören sollen und das Kind einfach Kind sein lassen. Einerseits wäre es schon schön, eine Diagnose zu haben.

Hat einer von euch einfach aufgehört zu suchen und den Dingen ihren Lauf gelassen? Was ist daraus geworden?

Eine Situation möchte ich gerne noch erzählen, die mich vom aufgeben abhält.

Er wird bald 6. Nachdem es ein hartes Stück Arbeit war, schläft er endlich im eigenen Bett. Plötzlich war es aber damit vorbei und er will wieder zu uns. Nun haben wir eine Regelung getroffen, woran er sich auch hält. Wir haben eine Ampel ans Schlafzimmer gemacht. Bei Rot darf er nicht rein, nur bei grün. Grün machen wir die Ampel erst, wen er schläft, weil er nachts ruhig zu uns kommen darf. Im Moment ist es uns erst mal wichtig, das er im eigenen Bett einschläft.

Mich macht es etwas stutzig, das er sich genau an diese Regeln hält. Ich kenne genug andere kinder, in dem Alter, die würden ihren Eltern einen Vogel zeigen. :D

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JennyK
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Beitragvon JennyK » 16.12.2018, 21:06

Ich würde testen lassen. Einfach, damit Ihr Klarheit habt. Warum geht das nur stationär?
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt

Dario
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Re: Ja, nein, vielleicht.....

Beitragvon Dario » 16.12.2018, 23:29

JaFe hat geschrieben:Er wird bald 6. Nachdem es ein hartes Stück Arbeit war, schläft er endlich im eigenen Bett. Plötzlich war es aber damit vorbei und er will wieder zu uns. Nun haben wir eine Regelung getroffen, woran er sich auch hält. Wir haben eine Ampel ans Schlafzimmer gemacht. Bei Rot darf er nicht rein, nur bei grün. Grün machen wir die Ampel erst, wen er schläft, weil er nachts ruhig zu uns kommen darf. Im Moment ist es uns erst mal wichtig, das er im eigenen Bett einschläft.

Mich macht es etwas stutzig, das er sich genau an diese Regeln hält. Ich kenne genug andere kinder, in dem Alter, die würden ihren Eltern einen Vogel zeigen. :D


Hallo JaFe,

mich wundert das nicht, denn oft ist es so, dass Regeln für Autisten besser verständlich sind, wenn sie sich bildlich und anschaulich darstellen lassen. Das habt ihr mit der Ampel gut geschafft.

Ampeln und Verkehrszeichen haben mich als Kind auch immer fasziniert, weil sie bildlich und symbolhaft (und allgemein gültig für jeden!) etwas darstellen, ohne dass es dafür Worte braucht.


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