Intensivtherapie Logo?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Sprachverzögerung/Sprachstörung austauschen und Erfahrungen bezüglich UK (unterstützter Kommunikation) weitergeben. Logopäden dürfen natürlich auch gerne hier Tipps geben!

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Annika.K
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Intensivtherapie Logo?

Beitragvon Annika.K » 15.12.2018, 13:25

Hallo

Ich habe für meinen Sohn eigentlich eine Sprachheilreha beantragt. Da aber die Rentenkasse davon ausgeht, dass wir in einem Kinderzentrum in Behandlung sind - was wir nicht sind - und die Wartezeiten dort sehr lang sind, wird es wohl vor der Einschulung nichts mehr mit einer Reha.

Ich habe schon häufiger gelesen, dass es auch die Möglichkeit über ein Kassenrezept zur Intensivtherapie Logopädie gibt. Könnte ihr da etwas empfehlen?

Wir wohnen in München. Mein Sohn (6 J., seit 2 Jahren Logo) hat als Diagnose multiple Dyslalie + Entwicklungsverzögerung in der Motorik und bekommt in einer örtlichen Frühförderstelle Ergo, Heil und Logo. Seine neue Logopädin hat verbale Entwicklungsdyspraxie noch in den Raum geworfen und "leider" auf die Stellungnahme für die Rentenkasse das Kinderzentrum zur Abklärung genannt. Sie ist sich hinsichtlich ihrer vermuteten Diagnose jedoch sehr unsicher.
Ich kann leider überhaupt nicht abschätzen wann wir im Kbo einen Termin bekommen, da ich am Telefon gar keine Auskunft bekomme. Im örtlichen SPZ wurde mir gesagt zwischen 3 Monaten und über ein Jahr ist alles als Wartezeit möglich.

Vllt. kann ja hier jmd. eine Intensivtherapie auf Rezept empfehlen. Möchte meinen Sohn ungern in der ersten Klasse während der Schulzeit auf Reha schicken =/

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oy1970
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Beitragvon oy1970 » 15.12.2018, 13:35

Hallo Annika,

erst mal herzlich willkommen hier bei Reha-Kids.

Habt ihr denn den Antrag für die Sprachreha mit ärztlichem Attest schon gestellt und dann eine Absage bekommen?

Dagegen würde ich Widerspruch einlegen. Denn auch wenn eine weitere Abklärung erfolgen soll, so ist doch unumstritten bereits Handlungsbedarf da.

LG
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
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Annika.K
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Beitragvon Annika.K » 15.12.2018, 13:40

oy1970 hat geschrieben:Hallo Annika,

erst mal herzlich willkommen hier bei Reha-Kids.

Habt ihr denn den Antrag für die Sprachreha mit ärztlichem Attest schon gestellt und dann eine Absage bekommen?

Dagegen würde ich Widerspruch einlegen. Denn auch wenn eine weitere Abklärung erfolgen soll, so ist doch unumstritten bereits Handlungsbedarf da.

LG


Der Antrag ist gestellt mit Attest des Kinderarztes und Schreiben der Therapeuten von der Frühförderstelle.

Daraufhin kam jetzt ein Schreiben der Rentenvers. sie möchten ein Attest vom behandelnden Arzt im Kinderzentrum. Nur sind wir ja in keinem Kinderzentrum. Das hab ich versucht telefonisch zu erklären. Dann hieß es dann müssen wir halt warten bis sie einen Termin dort haben. Wie geschrieben Wartezeit auf einen Termin wohl zwischen 3 Monaten bis zu über einem Jahr. Von daher geh ich stark davon aus, dass es bis nächstes Jahr zur Einschulung wohl ehr nicht klappen wird. In Bayern ist Anfang Sep. Einschulung.
Ich hab jetzt im Januar nochmal Termin beim Pädaudiologen und werde das dann noch bei der Rentenvers. einreichen.

oy1970
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Beitragvon oy1970 » 15.12.2018, 14:10

Schreib die RV noch einmal an. Erkläre denen nochmal schriftl. den Sachverhalt und schreib, dass du den Antrag aufrecht erhältst und Du ggf. eine schriftliche Ablehnung haben möchtest.
Sollte diese dann tatsächlich kommen, legst Du dagegen natürlich nochmal Widerspruch ein.

Leider ist ein solche Vorgehensweise, wie von Dir beschrieben, sowohl bei einigen Krankenkassen als auch bei der Rentenversicherung nicht unüblich. Viele Versicherte schreckt das ab und die Kassen haben so Geld gespart.

Viel Erfolg
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS

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Birgit_K
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Beitragvon Birgit_K » 15.12.2018, 17:12

Wir haben letztes Jahr im Frühjahr eine Sprach-Reha beantragt, 2x abgelehnt, seitdem warten wir auf einen Termin beim Sozialgericht. Evtl. ist eine NPK mit Schwerpunkt Kommunikation etwas für euch, wir fahren im Januar nach Geesthacht. Das läuft dann über eine Krankenhauseinweisung, das kann dann nicht abgelehnt werden. 4 Wochen Intensivtherapie.

kati543
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Beitragvon kati543 » 15.12.2018, 17:51

Hallo,
meinst du eine NPK als Intensivlogopädie? Es gibt einige Krankenhäuser, die das anbieten. Ich habe das damals auch mit meinem Ältesten gemacht. Das ging 4 Wochen stationär. Am Wochenende durfte er jeweils nach Hause. Das läuft über eine Einweisung des Kinderarztes. Allerdings wird zuvor schon überprüft, ob das notwendig ist. Mein Sohn wurde zuvor stationär 1 Woche aufgenommen und getestet.
Es war sehr stressig, aber hat unheimlich viel gebracht. Mein Großer hat mehr gelernt in 4 Wochen als in einem Jahr mit wöchentlicher Logopädie.
LG
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O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Rita2
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Beitragvon Rita2 » 15.12.2018, 21:20

Hallo Annika,

ich würde auch versuchen die Reha ohne Bericht des Kinderzentrums genehmigt zu bekommen.

Es gibt im Schwarzwald eine Logo-Intensivtherapie die über Rezepte funktioniert. Da muß man aber dann die Unterkunft selber zahlen. Das geht auch nur viel kürzer als eine normale Reha. Hier der Link dazu: https://www.gabriele-iven.de/ . Du findest hier im Forum auch ganz viel darüber.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel


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