Nach der Diagnose. Buchtipp?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

ElenamitSimon
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 11
Registriert: 15.11.2017, 11:33

Nach der Diagnose. Buchtipp?

Beitragvon ElenamitSimon » 13.12.2018, 10:55

Hallo zusammen!

Hier fragte ich vor einem Jahr: Kann das Autismus sein?, jetzt haben wir es schriftlich: Asperger.

Habt ihr vielleicht einen guten Buch- oder Netztipp für einen neu diagnostizierten Asperger (11 Jahre), der zwar weiß, dass er anders ist, aber auf keinen Fall autistisch sondern einfach nur normal sein will?

Und für eine Mutter, die zwar froh ist, endlich einen Namen für all die Auffälligkeiten zu haben, aber auch einfach nur ein normales Kind haben will?

Ich hab mich noch nicht getraut, ihm das Ergebnis zu sagen. Er fragt auch nicht - will es wohl selber nicht wissen...

Danke!

Werbung
 
Benutzeravatar
IrisB
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1606
Registriert: 28.04.2009, 13:41
Wohnort: Berlin

Beitragvon IrisB » 13.12.2018, 11:00

Hallo Elena,

für meinen jüngeren Sohn habe ich das hier
https://www.youtube.com/watch?v=AznX0oz3PoM
ausgedruckt und etwas an ihn angepasst.

Mein Großer liebt die "Schattenspringer"-Comics von Daniela Schreiter.

Ich selbst finde, dass die Bücher von Tony Attwood gute Ansätze bieten - wenn ihn das Thema so plagt, ist es wichtig, mit den Stärken anzusetzen (Du kannst xy besonders gut - und zz auch viel besser als die meisten anderen Kinder. Dafür fällt dir yy schwer...) Oft sind Stärken und Schwächen ja zusammenhängend - kann sich supergut an Regeln halten / wird verwirrt, wenn etwas durcheinanderkommt; hört extrem gut / hält Krach schlecht aus; hat ein tolles Gedächtnis / kommt schlecht drüber weg, wen ihm etwas Doofes passiert, etc.

LG Iris
Iris mit Johannes (Herbst 2003), Asperger Syndrom, und Konstantin (Frühling 2006), HFA
Vorstellung

karya
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 312
Registriert: 25.08.2009, 20:39
Wohnort: Köln

Beitragvon karya » 13.12.2018, 20:05

Hallo!

Also mein 11 jähriger hat vor kurzem auch den Schattenspringer 1 gelesen und sich in einigen Dingen wieder gefunden. Er fand das Buch so gut, dass er nun auch Band 2 und 3 möchte.

Mir hat vor und nach Diagnosestellung das Buch "Ein Leben mit dem Asperger Syndrom" von Tony Attwood sehr geholfen. Ich finde die Bücher von ihm super.

Alles Gute!
karya mit
C. (04/07) "Grenzgänger" von Geburt an ☺️, Frühchen 31. SSW, Asperger Autist
L. (04/09) Z.n. Schulterdystokie, mittlerweile ausgeheilte Plexusparese links und erfolgreich operierter Schiefhals (10/11) links
E. (02/15) Spätfrühchen, gesund und munter

ElenamitSimon
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 11
Registriert: 15.11.2017, 11:33

Beitragvon ElenamitSimon » 14.12.2018, 17:13

Hallo,
danke für die Tipps! Das Problem mit dem Schattenspringer ist, dass er sich darin gar nicht wiederfindet. Er ist halt irgendwie an so vielen Stellen untypisch, dass er da immer denkt "also so bin ich nicht". Die Stellen, die passen, scheinen dann keine Relevanz zu haben.
Das ist irgendwie das Problem. Im Netz finde ich lauter Erfahrungsberichte von Jugendlichen, die sagen, wie gut es ihnen mit der Diagnose ging, weil sie dann endlich wussten, was mit ihnen los ist. Weil "es" dann einen Namen hatte und viel erklärt hat.
Hier ist das anders, weil viel "typisches" nicht passt und er sich nicht wiederfindet. Er ist in seinem ganz eigenen Bereich im Spektrum...

Das von Youtube gefällt mir gut, weil es die NTs zu den Besonderen macht und den Autismus als Default setzt. Vielleicht passe ich das an.
Danke!

Benutzeravatar
Yael
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 90
Registriert: 25.01.2014, 12:30

Beitragvon Yael » 14.12.2018, 18:47

Hallo Elena

ich wollte mich nur melden um zu sagen, dass du da mit deinem Sohn nicht die Einzige bist, auch wenn es im Netz vielleicht manchmal den Anschein hat, als ob für alle die Diagnose relativ positiv/passend war. Gerade Bekannte, die auch in der (Vor)pubertät diagnostiziert wurden, haben sich nicht immer gleich erkannt oder das Label hilfreich gefunden.
Ich würde immer vorschlagen, einen individuellen Weg zu gehen, einfach mit deinem Sohn über seine persönlichen Stärken und Schwächen zu reden ohne dass man auf Literatur verweisen muss. Was genau würdest du dir denn für ihn wünschen, bzw. wo denkst du, dass er nun von dem Wissen profitieren kann?
Persönlich hat mir (später) auch der Kontakt zu anderen Autisten geholfen. Selbst wenn man sich da auch nicht immer komplett wiedererkennt, gibt es gewisse Muster oder Problembereiche, in denen man Überschneidungen wahrnimmt, die es unter NTs so eher selten zu geben scheint. Das war dann schon bereichernd und entlastend zu hören.
Ursprünglich für meine ratsuchenden Eltern angemeldet - nun im "Alleingang". ;)
Autismus, formal multifokale Epilepsie


Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 20 Gäste