Verlängerung Heilpädagogik / Jugendamt

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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babyluca2002
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Verlängerung Heilpädagogik / Jugendamt

Beitragvon babyluca2002 » 11.12.2018, 20:23

Hallo,

ich hoffe, Ihr könnt helfen - über die Suche hab ich nix passendes gefunden....

Unser Sohn macht momentan Psychomotorik / Heilpädagogik, genehmigt durch Jugendamt.

Wir sollen eigentlich nach den letzten verbliebenen Stunden Ergo / Gruppe machen, finden aber absolut keine Gruppe, höchstens zwei - drei Kinder. Die Arbeit mit der Heilpädagogin tut ihm aber sehr gut, so dass wir nochmal beantragen möchten.

Allerdings - so sagte man uns beim letzten Mal, hätte da (2. Verlängerung) eigentlich eine neue Diagnostik gemacht werden müssen, weil es so gesetzlich jetztso vorgeschrieben sei. Da kamen wir aber drum herum, da unser Befund erst 6 Monate alt war bei Beantragung.

Jetzt wäre es also die 3. Verlängerung, auch sehr befürwortet von der Schule, die große Fortschritte bemerkt.

Weiß jemand, ob dann auch komplette Diagnostik nötig ist? Befund wäre dann ca. 12 - 14 Monate alt. Geändert haben wird sich da nix....

Und weiß jemand dazu den Paragraphen? Hab mich gerade dumm und dämlich gesucht, finde aber nur alles zur 1. Beantragung und eben den HInweis, Hilfe soll solange gewährt werden, wie nötig und Aussicht auf Erfolg....

Möchte ungern weitere Diagnostik machen, wir wären dann ungefähr im 1-Jahres-Rhythmus bei der Diagnostik und es wäre die 3. innerhalb 2 Jahren.... Aber ich möchte auch ungern auf die Therapie verzichten.

Möchte gern etwas mehr wissen bzw. in der Hand haben, wenn ich mit dem Jugendamt spreche.

Danke schon mal
LG
Anke
Anke (47), Carsten (45), Kevin * 27.03.98 (Frühchen 23. SSW, ADS) mit Sternenkind Luca * 27.12.2002, † 23.12.2007 (Muskeldystrophie Duchenne, chron. Niereninsuffizienz, Schlaganfall nach erfolgloser Nieren-TX, Gerinnungsstörung Faktor V-Leiden, verstorben nach akuter Peretonitis) und Finn * 05.01.2009 - kerngesund und quietschfidel

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NicoleWW
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Beitragvon NicoleWW » 11.12.2018, 20:57

Hallo,

keine Ahnung ob das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, bei uns war gerade das HPG wegen der Heilpädagogik, da ging es zwar drum dass wenn das weiter beantragt wird es im Jugendamt von einer bestimmten Stelle bewilligt werden muss weil es dann länger wie 2 Jahre geht, von einer neuen Diagnostik hat aber keiner was gesagt.

Liebe Grüße
Nicole
Nicole (70, Morbus Bechterew, Asthma) mit

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J.C. (93)
J.E. (95, ADHS, E80.4)
A.M. (04, F93.3, F98.8, F81,1)
S.F. (04,F84.5, F98.8, J30.3, E80.4, J45.0)
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babyluca2002
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Beitragvon babyluca2002 » 11.12.2018, 21:10

Mmmmh, komisch - eigentlich müsste das doch Bundesgesetz sein, oder ?

Ich weiß, wir hatten im Februar den Befund der Diagnostik. Im Sommer hab ich dann den Antrag auf Weiterbewilligung gestellt. Im vorigen Bescheid über die Bewilligung stand drin, wir müssten nur die Stellungnahme der Therapeutin haben und in einer Beratungsstelle oder Facharzt ebenfalls eine Stellungnahme holen.

Als ich dann wegen Termin in der Beratungsstelle nachfragte, sagte man mir da (und dann auch vom Jugendamt so gesagt), es hätte sich da was geändert. Jetzt bräuchte man zu den Stellungnahmen Therapeut und Beratungsstelle/Arzt noch eine neue Diagnostik. Aber wir hätten ja Glück, unser Befund sei erst 6 Monate alt und somit keine neue Diagnostik.

Finde dazu nur nix. HPGs haben wir gar nicht...

Ich weiß nur, ich hab damals gesagt, so kann man das auch regeln, dass weniger beantragt wird bzw. Kosten gespart werden. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich da echt überlege, nochmal die Diagnostik zu machen. Kann ja auch nicht so gut sein fürs Kind, zumal so kurz hintereinander ändert sich ja nix und manche Praxen machen die Diagnostik auch gar nicht so kurz hintereinander, weil es das Ergebnis verfälschen könnte, weil die Kinder sich ja noch an vieles erinnern....

Na, mal sehen, ob ich noch was dazu finde. Blöderweise finde ich unseren letzten Bescheid nicht ... neuen Wohnzimmerschrank, alle Unterlagen auf andere Orte verteilt ... Ihr versteht? :roll: :D :D

LG
Anke
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Beitragvon Tanja2014 » 11.12.2018, 21:36

Hallo,

ich würde da direkt bei der Heilpädagogin nachfragen. Der Begriff Diagnostik wird ja inzwischen für die verschiedensten Dinge verwendet. Wenn wir bspw. die Frühförderung verlängern, ist da auch eine "Diagnostik" notwendig. Das hat mit der grundsätzlichen Diagnose ICP bei uns aber gar nix zu tun. In dem Antrag steht dann "Diagnostik im Verlauf" und jeder Therapeut schreibt da eine kurze Stellungnahme, was bisher erreicht wurde und mit welchen Zielen die Therapie weitergeführt werden sollte. Eine komplette standardisierte Testung des Entwicklungsstands wurde in den Zusammenhang nur alle zwei Jahre oder so gemacht.
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

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babyluca2002
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Beitragvon babyluca2002 » 11.12.2018, 21:41

Ja, bei der Heilpädagogin frage ich morgen nach.

Mich macht das nur gerade kirre, weil ich das nicht mehr ganz hintereinander bekomme, was man mir gesagt hat. Allerdings deckte sich die Aussage vom JA mit der der Beratungsstelle, die auch noch sagten, man hätte sie recht spät über diese Änderung informiert. Die Änderung soll wohl, wenn ich mich recht erinnere Ende letzten Jahres in Kraft getreten, jedenfalls kurz nach unserer vorherigen Genehmigung.

Aber beide, JA und Beratungsstelle haben schon von einer kompletten Diagnostik gesprochen, mit allen Tests. Die "einfache" Stellungnahme der Beratungsstelle wie im Jahr zuvor, würde da nicht mehr reichen.

Hilft alles nix - ich finde es gerade einfach nicht, auch nicht den Bescheid. Morgen mal telefonieren und Unterlagen raussuchen.....

Trotzdem Danke
LG
Anke
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Beitragvon Michaela44 » 11.12.2018, 21:46

Es geht vermutlich um §35a SGB VIII. Dort steht drin, dass das JA zur Beurteilung der Teilhabebeeinträchtigung eine ärztliche Stellungnahme einholen soll. Dort steht aber NICHT drin, wie oft es gemacht werden muss. Meistens regeln das die JÄ intern in Verwaltungsvorschriften.

Wenn ihr (verständlicher Weise) euer Kind nicht unnötigen Untersuchungen aussetzen wollt, könnt IHR euch auf die Gesetze berufen:
1. Verwaltungsvorschriften mit Außenwirkung (wie:ihr sollt alle x Jahre zum Arzt) müssen veröffentlicht und euch zugänglich sein, sonst haben sie für euch keine Gültigkeit. Dazu gibt es ein Urteil vom BGH oder BVG, hab ich aber gerade nicht zur Hand.
2. Berufen sie sich auf §35a: beruft ihr euch auf § 17 Abs. 1 SGB 9, nach dem das JA euch drei Ärzte zur Auswahl nennen muss von denen ihr dann einen auswählen dürft und dann muss das JA das Gutachten beauftragen und bezahlen. (In der Praxis wird es fast nie so gemacht, aber es ist gesetzlich vorgeschrieben.)

"§ 17 Begutachtung

(1) Ist für die Feststellung des Rehabilitationsbedarfs ein Gutachten erforderlich, beauftragt der leistende Rehabilitationsträger unverzüglich einen geeigneten Sachverständigen. Er benennt den Leistungsberechtigten in der Regel drei möglichst wohnortnahe Sachverständige, soweit nicht gesetzlich die Begutachtung durch einen sozialmedizinischen Dienst vorgesehen ist. Haben sich Leistungsberechtigte für einen benannten Sachverständigen entschieden, wird dem Wunsch Rechnung getragen.
......"

Bei unserem JA werden bei Hilfen über § 35a alle Kinder standardmäßig alle zwei Jahre zu einer Amtsärztin geschickt, auch bei lebenslangen Diagnosen wie Autismus, wobei die Ärztin keine Ahnung von Autismus hat. Ich habe mich geweigert, mit meinem Kind ein weiteres Mal zu ihr zu gehen. Man drohte mir mit Leistungsentzug, ich berief mich auf die o.g. Regelung - seit dem mussten wir nie wieder eine Diagnostik vorlegen. Allerdings habe ich freiwillig und ohne Aufforderung ärztliche Stellungnahmen eingereicht, wenn mir ohnehin eine vorlag.
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Beitragvon babyluca2002 » 11.12.2018, 22:04

Oh danke, Michaela - ja, mein Fehler - ich hatte vergessen zu erwähnen, dass es um §35a geht..... sorry....

Ich denke, dann ist es wirklich eine interne Regelung. Ich habe auch wirklich kein Problem, zu unserer Beratungsstelle zu gehen, da das Kind 1 Gespräch machen zu lassen und von dort einen Bericht mit Empfehlung zur Weiterbewilligung zu erhalten, wie es die letzten 2 Male war.

Nur, alle Tests, wie zur ADS-Diagnostik muss echt nicht sein. Verzichten möchte ich aber auf die Therapie auch nicht.

Ich muss jetzt nur noch unseren Bescheid suchen morgen, um zu schauen, ob da irgendein Hinweis auf besagte Diagnostik steht. Falls nicht, helfen mir deine Angaben sehr weiter.

Auch die Klinik, wo die Tests gemacht wurden, könnte ja rein theoretisch die Empfehlung aussprechen, dort sind wir ja 1 x monatlich zur Medikamentensprechstunde.

Vielen Dank
LG
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Beitragvon Michaela44 » 11.12.2018, 22:09

babyluca2002 hat geschrieben:Oh danke, Michaela - ja, mein Fehler - ich hatte vergessen zu erwähnen, dass es um §35a geht..... sorry....


So meinte ich das gar nicht, sondern ich meinte, dass es der von der Beratungsstelle und eurem JA genannten gesetzlichen Regelung um den § 35a geht.
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Beitragvon babyluca2002 » 11.12.2018, 22:12

alles gut - ich hätte es nur dazu schreiben können, wäre einfacher gewesen....

Ich berichte dann mal, wenn ich telefoniert habe.....

LG
Anke
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Beitragvon Michaela44 » 11.12.2018, 23:05

babyluca2002 hat geschrieben:alles gut - ich hätte es nur dazu schreiben können, wäre einfacher gewesen....

Ich berichte dann mal, wenn ich telefoniert habe.....

LG
Anke


:?: Dann hättest du ja deine Frage selber beantwortet. Du fragtest, um welchen Paragraphen es bei der Diagnostik geht - das steht in 35a.
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