Sohn WILL frei laufen lernen

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Jutta T
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Sohn WILL frei laufen lernen

Beitragvon Jutta T » 11.12.2018, 17:55

Hallo zusammen,

mein Sohn (16 J.) hat mich eben total überrascht.
S. hat eine Spastik in den Beinen und ist im Rumpf hypoton und eine leichte Skoliose. Ausserdem hat er subluxierte Hüften, die ihm aber keine Probleme bereiten.

Aus diesen Gründen läuft er mit einem Posterior Walker.

S. war schon immer hoch motiviert und eben sagte er, dass er plant seinen Realschulabschluss zu machen und anschliessend möchte er ein Jahr oder so in eine Reha gehen und dort frei laufen lernen.
Ca. 100 Schritte schaft er schon, aber dass ist qualitativ und von der Sicherheit her noch ausbaufähig.

Ich freue mich wahnsinnig und wollte Euch mal fragen, ob ihr ein gutes Haus kennt (immerhin ist er dann 18J.).....eine pädiatrische Ausrichtung ist es dann eher nicht mehr.
Und es soll auch wirklich ausschliesslich am Laufen gearbeitet werden - keine Ergo oder sonstiges Komplettprogramm.

Welche Fachrichtung kommt dann in Frage ? Orthopädie?

Viele Grüsse
Jutta
Gruss
Jutta

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Anja Katharina
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Beitragvon Anja Katharina » 11.12.2018, 18:38

Hallo Jutta,

Klingt sehr gut von S.... Freut mich. Alena's Ziel war es auch immer laufen zu lernen.

Ich würde darauf achten, dass er Lokomaten Training in der Reha haben kann. Ich schwöre darauf.

Alles Liebe

Anja
Tochter Alena , Gehirnbluten durch ein Angiom

Jutta T
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Beitragvon Jutta T » 11.12.2018, 18:42

Hallo Anja,

ja, Lokomattraining ist super...... :)

Wir freuen uns tierisch......... Am liebsten würden wir schon morgen starten :lol:

Mal sehen, wo es uns hin verschlägt......Erst mal muss er die Schule zuende machen....

Es gibt ja auch viele private Häuser, die man aber schwer findet..... Schaun wir mal
Gruss

Jutta

Anja Katharina
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Beitragvon Anja Katharina » 11.12.2018, 19:25

Liebe Jutta,

Wir waren damals in Hattingen zur Reha und Alena hatte 4 mal in der Woche Lokomat.

Ich denke, ohne hätte sie das Laufen nicht wieder erlernen können. Zumindest nicht so gut.

Viel Glück

Anja
Tochter Alena , Gehirnbluten durch ein Angiom

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Beitragvon MamaMara2016 » 11.12.2018, 20:03

Was ist denn Lokomat?
L (2015) gesund und munter

M (2016) Z.n. schwerer Asphyxie: Epilepsie, Zerebralparese und viele kleine Baustellen

O (2018) gesund und munter

Rita2
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Beitragvon Rita2 » 11.12.2018, 20:22

Hallo Jutta,

ich sehe bei dem Plan nur das Problem, daß wahrscheinlich kein Kostenträger eine Reha von einem Jahr übernehmen wird.

Und warum solange warten. Er könnte doch jetzt schon mal starten, mit Rehas mit 3 bis 6 wöchiger Dauer. Anbieten würden sich neurologische Rehakliniken, auch mit 18 ist eine neurologische Reha sicher sinnvoller als ein orthopädische.
Es gibt Rehakliniken, da einen Schwerpunkt für Jugendliche und nicht auf Kindern haben. Ein Beispiel ist das Jugendwerk Hegau in Gailingen. Das ist ganz im Süden (zwischen Bodensee und Basel). Dort werden auch junge Erwachsene therapiert.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

Jutta T
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Beitragvon Jutta T » 11.12.2018, 21:36

Hallo Rita,
Danke für den Tip mit der Reha.
Simon ist aktuell in der 9.ten Klasse und bereitet sich gerade auf den Abschluss vor - da können wir nicht unterbrechen. Dann hätte er auch nicht den Kopf frei - er würde sich wegen des Abschluss total unter Druck setzen. Sein Ziel ist es, nach der Schule in die Reha zu gehen - ohne zeitlichen Druck.
Gruss

Jutta

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Beitragvon Rita2 » 11.12.2018, 22:05

Hallo,

in den Rehaeinrichtungen gibt es meistens auch Schulunterricht. Wenn die Lehrer den Stoff mitgeben, wird der Stoff der Hauptfächer in der Reha unterrichtet.

Mein Gedanke war aber die Reha am Anfang der Sommerferien zu machen. Die letzten 1 bis 2 Wochen vor den Ferien wird in der Schule ja nicht mehr viel Stoff unterrichtet. Und für eine Reha bekommt man auch in dieser Zeit eine Schulbefreiung. Wenn er die letzten 2 Wochen der Schule plus die ersten 2 Wochen der Ferien in die Reha geht, hat er immer noch 4 Wochen Ferien für sich übrig. Oder man könnte die Reha dann eventuell auch um 2 Wochen verlängern.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,

cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Beitragvon Jörg75 » 11.12.2018, 22:07

Moin,
MamaMara2016 hat geschrieben:Was ist denn Lokomat?


https://www.hocoma.com/de/losungen/lokomat/

Das ist ein per Motor angetriebens Exoskelett, dass die Beine in einem physiologischen Gangmuster bewegt und dadurch entsprechende Bewegungsmuster in den Körper und damit in das Gehirn zurückspielen soll.

Ih bin gerade mit K. in Köln bei "Auf die Beine" - hier steht auch so ein Ding. Gewaltige Roboter-Therapiemaschinen ...

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon r.bircher » 11.12.2018, 23:54

Hallo Jutta

Ich bin ganz ehrlich. Ich hab grad richtig Gänsehaut bekommen, als ich das gelesen habe! Glaube mir, er wird das schaffen!!! Da bin ich mir 100% sicher.

Auch die Art und Weise wie er vor geht. Erst das eine dann das andere. Absolut professionell. Und bitte bitte dokumentiert das Ganze. Das macht nicht nur Behinderten Mut sondern auch Nichtbehinderten. Mein Respekt hat dein Junge schon mal.

GO SIMON GO!!!

Gruss Raphael
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