Finanzamt erkennt Fahrtkosten nicht in vollem Umfang an

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Rita2
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Beitragvon Rita2 » 11.12.2018, 20:07

Hallo Silvia,

du vergisst sehr gerne, daß du in einem Forum aus Deutschland schreibst. Hier in Deutschland gelten andere Gesetze/Regeln als in Österreich.

Mit deinen Bemerkungen bei Rechtsfragen bringst du ganz oft die anderen Leser ziemlich durcheinander, da das was du schreibst in Deutschland nicht gilt.

Versuche doch bitte bei deinen Beiträgen dazu zu schreiben, daß du die Verhältnisse aus Österreich beschreibst.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
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Rita2
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Beitragvon Rita2 » 11.12.2018, 20:14

Hallo Eltern von Dustin und Kevin,

die schreibst, daß du pro Kind 6600 km absetzen möchtest und immer beide Kinder im Auto waren.

Ich kann das Finanzamt verstehen, daß sie sagen, daß jede Fahrt nur einmal abgesetzt werden kann. Aber ich weiß nicht, wie andere FA das handhaben.

Was mich wundert ist die relativ geringe Kilometerzahl. Denn bei aG kannst du ja alle Fahrten mit dem Kind absetzen nicht nur behinderungsbedingte Fahrten. Also auch jede Fahrt in Schwimmbad, in den Zoo, in den Kindergarten und was sonst so anfällt.

Kennst du das Steuermerkblatt des BvKM https://bvkm.de/produkt/steuermerkblatt/

Viele Grüße
Rita
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TanjaJ1972
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Beitragvon TanjaJ1972 » 11.12.2018, 20:42

sandra8374 hat geschrieben:Und KK erstattet doch nu 20 Cent pro km, das Finanzamt 30 Cent. Daher die km angeben und die Erstattung der KK abziehen.


@Sandra8374:
Das Finanzamt erstattet nicht 30ct pro KM. Du senkst "nur" Dein steuerrelevantes Einkommen um 30ct pro km. Und zahlst entsprechend Deines persönlichen Steuersatzes "nur" weniger Steuern für diese 30ct pro KM, kriegst aber nicht 30ct tatsächlich erstattet.

Im übrigen würde ich es auch so verstehen, daß man, wenn man insgesamt nur 6.600 km gefahren ist, man auch nur diese von der Steuer absetzen kann und nicht, nur weils 2 behinderte Kids betrifft, plötzlich 13.200 km absetzen kann. Allerdings würd ich auch die Höhe der knapp 6.600 km "anzweifeln". Erscheint mir auch relativ niedrig, da wie schon ausgeführt, ja alle Fahrten für und mit dem behinderten Kindern abgesetzt werden können.
Der Hinweis, daß man mit gesunden Kindern ja auch ins Schwimmbad fährt, zählt in diesem Beispiel natürlich nicht, da es sich ja um 25 jährige "Kinder" handelt - ich möchte mal bezweifeln, daß man gesunde 25 jährige "Kinder" ins Schwimmbad begleiten würde :wink:

VG
Tanja
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sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 12.12.2018, 02:59

@Tanja: Sorry, dumm ausgedrückt von mir. Aber ich meinte es genauso. KK erstattet 20 Cent und Finanzamt erkennt 30 Cent an. Somit blieben 10 Cent übrig, die die Steuerlast senken würden. Wenn man denn über die entsprechende persönliche Belastungsgrenze kommt.

Sorry wegen Silvia, ich ging vom Ursprungsbeitrag aus und da stand nichts von Österreich, ebensowenig wie bei Silvia, daher ging ich automatisch von der deutschen Regelung aus.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

TatjanaR
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Beitragvon TatjanaR » 12.12.2018, 13:31

Hallo

Oh verflixt.. wer ist nun Österreich? Wer ist nun Deutschland? Ich gehe nun mal davon aus, dass die Threadstellerin eine Frage für Deutschland stellt :roll: :wink:

Das "H" bringt Dir ja pro Person die bis zu 15.000 km Fahrten. Die Fahrten die Du mit den beiden im Auto verbracht hast, werden als eine Fahrt abgegolten. Du kannst aber alle Fahrten anführen, egal ob die privat (Einkauf, Ausflüge, Urlaub) getätigt worden.. oder aus krankheitsbedingten Gründen.
Auch die Fahrten, die Du im Namen ihrer unternommen hast, können eingesetzt werden.


So habe ich zum BEispiel (als wir noch das H hatten) jeden Einkauf, jeden Besuch, jeden Ausflug angegeben. Auch wenn sie vielleicht nicht beim Einkauf mit dabei waren, ich habe etwas für sie miteingekauft habe.. Was ja in einer Familie sehr oft bis immer der Fall ist. :lol:

An manchen Jahren der Lohnsteuererklärung (wenn wir einen neuen Sachbearbeiter für unsere Formulare beim Finanzamt hatten) .. mussten wir irgendwie nachweisen, dass wir tatsächlich solch einen hohen Kilometerstand hatten/ haben. TÜV-Berichte, Werkstatt-Rechnungen usw.

Da wir alles Angaben ehrlich gemacht haben, war dies überhaupt kein Problem.

Liebe Grüsse

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Beitragvon Silvia & Iris » 12.12.2018, 15:58

… aber vielleicht habt ihr Recht und ich kann das das nächste Mal auch ausprobieren... Danke, wieder eine Idee reicher, wie man doch überleben kann...

… das habe ich gerade gefunden:
■ außergewöhnliche Belastungen bei behinderten Kindern für ein KFZ oder nachgewiesene Taxikosten können niemals berücksichtigt werden.

https://www.sozialministeriumservice.at ... keiten.pdf


Silvia
Liebe Grüße
Silvia
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Re: Finanzamt erkennt Fahrtkosten nicht in vollem Umfang an

Beitragvon kati543 » 12.12.2018, 23:22

Hallo,
da es gerade hier im Forum doch einige Eltern mit mehreren behinderten Kinder gibt, gibt es schon ähnlich gelagerte Fälle.
Wenn du 30.000km mit diesem Fahrzeug mit deinen beiden Kindern gefahren bist, dann ist das auch anzuerkennen vom Finanzamt. Ich hatte damit nie Probleme. Nicht möglich sind natürlich 30.000km abrechnen und 15.000km fahren. Du musst die Fahrtstrecke selbst nachweisen, dass das Fahrzeug diese für die Kinder zurückgelegt hat. Wenn es Beide betrifft, sind die Kosten zu teilen (du zahlst keineswegs doppelt soviel Benzin, Werkstattrechnung, Versicherung und Steuer nur weil Beide im Auto sitzen, oder?).
Was der Grund für die Kürzung von 15.000 auf 6609km ist weiß ich nicht. Hast du vielleicht Einkaufsfahrten aufgeschrieben oder sind am Ende zu wenig Kilometer von dem Fahrzeug noch „frei“ für Fahrten von den Erwachsenen Personen für Beruf und deren Freizeit?
LG
Katrin
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D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Beitragvon Rita2 » 12.12.2018, 23:31

Hallo Silvia,

das was du verlinkt hast, gilt für Österreich. Die anderen schreiben hier für Deutschland.
Es gibt in den beiden Ländern nun mal andere rechtliche Vorgaben.
Das was bei uns in Deutschland gilt, gilt nicht in Österreich und umgedreht.

Bitte bringe doch nicht immer aller Leser durcheinander indem du diesen Unterschied nicht beachtest.

Viele Grüße
Rita
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Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 13.12.2018, 07:11

@kati55543
Ich schreibe immer Einkaufsfahrten auf denn mein Mädel braucht was zum Essen, ebenso Klamotten, privat und für die Arbeit. Dazu die Erklärung dass in einem kleinen Kuhkaff es nun mal keine Geschäfte gibt und aufgrund ihrer SDU und Behinderung es nun mal nötig ist in eine größere Stadt zu fahren und dort einzukaufen. Wurde bisher immer akzeptiert. Es kann aber auch mitspielen dass wir zu einer kleinen Stadt gehören und außerdem persönlich bekannt sind. Ich setze sogar Fahrten zur Änderungsschneiderei auf die Liste, da Hosen aufgrund einer Körpergröße von 1,45 m alle zu lange sind und ich mit der Nähmaschine auf Kriegsfuß stehe.

Ich würde mir die Kilometerkürzung nicht bieten lassen sondern mich hinsetzen und eine Aufstellung der gefahrenen Kilometer machen und einreichen.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 13.12.2018, 07:19

Im ersten Jahr hatten wir auch Probleme, nun führe ich Fahrtenbuch und kann so auch problemlos die Arzt- und Therapiefahrten der restlich Familie absetzen.
LG Sandra



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