Kindergartenmitarbeiterin Vorrecht auf Kindergartenplatz?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 24.01.2019, 14:49

Liebe Tatjana,

bei uns wurden mit dem Rechtsanspruch plötzlich ganz viele Zweijährige in den Kindergarten aufgenommen. Hinterher stellte sich dann heraus, dass für diese kleineren Kinder ein anderer Schlüssel gewählt werden musste. Sie waren dann aber schon aufgenommen. Mein Sohn stand da schon seit einem dreiviertel Jahr auf der Anmeldeliste - aber die Plätze waren weg. Er ist dann erst mit 4,5 Jahren in den Kindergarten gekommen - ich hatte mich in der Zwischenzeit mit meiner Nachbarin zusammengetan und wir haben uns abwechselnd die Kinder betreut: Sie konnte arbeiten, ich konnte arbeiten und für meinen Junior war es ein sehr weicher Einstieg in die Fremdbetreuung. Ich trauere der verpassten Kindergartenzeit in keinster Weise nach - im Gegenteil: Ich hätte unser Modell gerne noch weitergelebt, aber das Nachbarkind hatte dann einen festen Kindergartenplatz in einem anderen Kindergarten.

Transparenz gab es bei uns auch nie. Aber was ich gesehen habe: Diese ominösen Listen waren immer zur Unzeit voll. Wenn man aber gerade keinen Platz brauchte oder wollte, wurde man manchmal sogar vom Kindergarten direkt angerufen und beworben (!) - und das in einer Zeit des Mangels.

Ich möchte Dich unterstützen, in Deinem Begehren nach Transparenz.

Liebe Grüße
Heike

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Sascha11
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Beitragvon Sascha11 » 24.01.2019, 15:41

Bei uns ist es bei den I- Plätzen und Förderkigaplätze gänzlich intransparent. Es gibt weder Wartelistenplätze noch eine Reihenfolge, noch geht es nach Alter, Behinderung.

Es ist immer eine subjektive Entscheidung der Leitung, des Sozialamtes und des SPZ.

Für die Eltern völlig schrecklich. Man weiß bis zur letzten Minute nicht bescheid und muss im schlimmsten Falle wieder ein Jahr warten.

Erklärt wurde mir dass es nicht möglich sei die vielen individuellen Kriterien in ein System zu überführen. Auch die Sache mit Notplätzen/ Überbelegungen wurde nur schwammig erklärt.

Mit der Mitarbeiterin finde ich aber völlig legitim und sinnvoll! Die Kitas brauchen jedes Personal und ja ich finde wer dort arbeitet hat natürlich ein Vorrecht. Der Beruf ist ohnehin nicht attraktiv.

Persönlich verstehe ich deinen Ärger natürlich. Aber ich denke dieses eine Kind wirst du nicht ausknocken.

LG
Bieni 2/ 15:
entwicklungsverzögert, hypoton, Mikrozephalie, Esstherapie bisher erfolglos und daher nur flüssige Kost, bisher kein sprechen
PG 3/ GdB 80 H

TatjanaR
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Beitragvon TatjanaR » 24.01.2019, 16:06

Hallo

Ich möchte niemanden ausknocken, ich möchte verstehen. Ganz gleich warum
Und wenn ich heute keine Antwort bekomme, dann frage ich an einem anderen Tag erneut.
Ich wünsche mir, dass es in Ordnung ist wenn ich frage.. auch wenn etwas für andere selbstverständlich ist, ich aber keine Ahnung darüber habe.




Und gerade gehen einige Geschwisterkinder an uns vorbei ;-) und die nächsten stehen schon auf der Matte, auch weitere Mitarbeiter.


Ich möchte, dass man mit uns spricht. Egal wie schwierig die Situation ist.
Alles andere wirkt wie ein Vertuschen.. und baut Frust auf.

Ich glaube nicht, dass uns heute ein Kita-Platz angeboten wird, doch ich möchte die Möglichkeit nutzen einen Misstand der Undurchsichtigkeit auszusprechen. Ich kann von niemanden erwarten, dass ein Fremder für uns aufsteht.
Aber ich weiß aus der Behinderung unseres großen Sohnes, dass es sich lohnt.


Gruß Tatjana

TatjanaR
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Beitragvon TatjanaR » 24.01.2019, 17:32

Hallo

Nun wieder zurück.

Wir wurden gehört und wir wurden ernst genommen.
Und soll ich Euch mal was sagen ;-) die Auswahlkriterien werden neu beleuchtet .. sie werden neu beschlossen.. und dann wird es eine Info für alle Eltern geben.

Das kostet natürlich Zeit, dazu muß sich das Entscheidungsgremium einig werden.
Aber dann bekommt diese Situation eine Transparenz.
Vielleicht greift es nicht mehr bei unserem Sohn.. doch es ist ein Anfang getan.

Tatsächlich gibt es keine Punkte, die dem Geschwisterkind einen "zeitliche Grenze" gegenüber einem Einzelkind aussprechen. Es liegt in der Entscheidungsgewalt der Kindergartenleitung!!!
Zumindestens bei uns.

In großen Städten scheint es ein Punktesystem zu geben. Aber Dorf ist eben Dorf.
So scheint es auch so, dass Krippenkinder Vorrang haben.

Und gerade weil wir schon mit so vielen Personen im Vorfeld gesprochen haben, wenn gleich nur einmal mit einem wirklichen "Willkommens-Gefühl", erkennen alle an, dass man etwas tun muss. Ich bin kein Einzelfall.

Gruß Tatjana :P


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