1. Termin Neuropädiater - was erwartet uns?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Annelotte
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1. Termin Neuropädiater - was erwartet uns?

Beitragvon Annelotte » 10.12.2018, 13:39

Guten Tag,

Mein Sohn J. Ist heute 13 Wochen alt. Schon seit der U3 bekommt er Physio aufgrund einer Hypotonie. Bei der u4 gab es dann die Überweisung zum Neuropädiater. Die Physiotherapeutin fand das eher eigenartig, dass so früh überwiesen wird. Der Kinderarzt sagte“nur zur Sicherheit“ - ich habe Das Gefühl, dass er vielleicht doch mehr gesehen hat, als er sagt. Jedenfalls bin ich einigermaßen nervös und würde gerne wissen, ob jemand erzählen kann, was uns da so erwarten wird!
Danke!
Liebe Grüße
Annelotte

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Beitragvon HollysAnne » 10.12.2018, 15:12

Hallo Annelotte,

ich nehme an, dass der Neurologe zunächst die Reflexe überprüft. Er klopft dafür leicht an den Gelenken herum. Er kann auch ein EEG machen oder eine Nervenleitungsmessung.
Was davon nötig ist, weiß ich natürlich nicht. Hat J. denn außer der Hypotonie noch andere Probleme?

LG Anne
Anne (*83, Logopädin) mit Holly (*3/2012) Abszess zerstörte 2. HW, heute Dystrophie, beinbetonte Spastik, Skoliose,u.v.m. Fröhliche Rollipilotin und meine größte kleine Heldin, Labertasche und Dramaqueen :)
There are still faint glimmers of civilisation in this barbaric slaughterhouse that was once called humanity.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 10.12.2018, 15:18

Hallo Annelotte,

mein Kind war von Geburt an beim Neuropädiater. Auch sie war hypoton, allerdings nach einem Sauerstoffmangel.

Der Neuropädiater prüft sämtliche Reflexe, guckt, ob rechte und linke Seite gleichmäßig reagieren und kräftig sind. Vielleicht macht er auch einen Ultraschall durch die Fontanelle...
Und nicht erschrecken: die Überprüfung der Reflexe sieht etwas „wild“ aus, vermutlich wird dein Baby anfangen zu weinen, weil es sich erschreckt. Danach darfst du es dann trösten... :wink:

Bei meinem Kind war die rechte Seite minimal schlapper, als die linke. Heute sieht man davon nichts mehr.

Alles Gute!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Annelotte
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Beitragvon Annelotte » 10.12.2018, 16:17

Hallo Anne,
Danke für deine schnelle Antwort.
Mehr Probleme sind uns bisher nicht aufgefallen - er hat halt eine Lieblingsseite und einen relativ großen Kopf (auch im Vergleich zu den Geschwistern). Wir dachten zunächst dass er deshalb den Kopf nicht halten kann - aber laut Kinderarzt ist es eine generelle Hypotonie.
Aber er lacht, kommuniziert mit uns (altersgemäß), bringt seine Hände zusammen, soadass man wohl sagen kann, dass er ansonsten altersgemäß entwickelt ist.
LG Annelotte

HollysAnne hat geschrieben:Hallo Annelotte,

ich nehme an, dass der Neurologe zunächst die Reflexe überprüft. Er klopft dafür leicht an den Gelenken herum. Er kann auch ein EEG machen oder eine Nervenleitungsmessung.
Was davon nötig ist, weiß ich natürlich nicht. Hat J. denn außer der Hypotonie noch andere Probleme?

LG Anne

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Beitragvon Annelotte » 10.12.2018, 16:19

Hallo Alex,

Vielen Dank 💚
Alexandra2014 hat geschrieben:Hallo Annelotte,

mein Kind war von Geburt an beim Neuropädiater. Auch sie war hypoton, allerdings nach einem Sauerstoffmangel.

Der Neuropädiater prüft sämtliche Reflexe, guckt, ob rechte und linke Seite gleichmäßig reagieren und kräftig sind. Vielleicht macht er auch einen Ultraschall durch die Fontanelle...
Und nicht erschrecken: die Überprüfung der Reflexe sieht etwas „wild“ aus, vermutlich wird dein Baby anfangen zu weinen, weil es sich erschreckt. Danach darfst du es dann trösten... :wink:

Bei meinem Kind war die rechte Seite minimal schlapper, als die linke. Heute sieht man davon nichts mehr.

Alles Gute!

Gruß
Alex

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Beitragvon Annelotte » 29.01.2019, 11:26

Ihr Lieben,

Ich wollte euch noch ein UPdate geben:
Mitlerweile waren wir 2 mal beim Neuropädiater.

Beim ersten Mal wurden Blutwerte und ein hirnultraschall gemacht, beides war ohne Befund 🎉
Zwischenzeitlich schafft er es (sogar ja recht früh) sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Der Neuropädiater meinte darauf hin, er müsse uns nicht mehr sehen und alles gravierende könne erstmal ausschließen. Die Physiotherapeutin, die er zum Konsil holte, sagte, er würde auf jeden Fall unter motorisch Entwicklungsverzögert fallen, besonders in Bauchlage. Und die Hypotonie hat sie sofort gesehen und attestiert.

Irgendwie sind wir nun beruhigt aber irgendwie wissen wir auch nicht so richtig, wie es weiter geht. In der Gesamtentwicklung ist er gut beisammen, das ist ja auch schon mal ein gutes Zeichen. Für uns bleibt trotzdem irgendwie Unklarheit, wie es eigentlich weiter geht, quasi Prognosen. Das müsste ich vermutlich in einem anderen Unterforum fragen, oder?

Liebe Grüße
Hannelotte

Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 29.01.2019, 11:41

Hallo Hannelotte,
Annelotte hat geschrieben:Für uns bleibt trotzdem irgendwie Unklarheit, wie es eigentlich weiter geht, quasi Prognosen. Das müsste ich vermutlich in einem anderen Unterforum fragen, oder?

ich befürchte, dass Du in einem anderen Unterforum auch keine wirklich weiterführenden Antworten bekommen wirst :-)

Toll ist, dass euer Sohn ansonsten - auch kognitiv - ja weitgehend normal entwickelt ist! Darauf solltet ihr aufbauen. Ebenfalls als gutes Zeichen würde ich es interpretieren, dass der Neuropädiater erstmal sagt, dass ihr nicht mehr zu ihm müsst und erstmal alles gravierende ausgeschlossen habt.

Physiotherapie als weitere Begleitung finde ich nicht so schlecht - und dadurch, dass ihr weiter in physiotherapeutischer Behandlung seid und in den ersten Jahren des Kindes ja auch recht viele U-Untersuchungen anstehen, seid ihr m.E. ja unter guter "Überwachung" und fallt derzeit nicht unter das Radar, so dass es Ärzte und Therapeuten gibt, die draufschauen und im Falle einer Verschlechterung/ eines weiteren Zurückfallens schnell reagieren können.

Wie euer Sohn sich etnwickeln wird, wird dir zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen und prognostizieren können. Da ist das Leben ein bißchen eine "Wundertüte" und ihr müsst euch überraschen lassen!

Viele Grüße
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon Annelotte » 29.01.2019, 11:46

Jörg75 hat geschrieben:Hallo Hannelotte,
Annelotte hat geschrieben:Für uns bleibt trotzdem irgendwie Unklarheit, wie es eigentlich weiter geht, quasi Prognosen. Das müsste ich vermutlich in einem anderen Unterforum fragen, oder?

ich befürchte, dass Du in einem anderen Unterforum auch keine wirklich weiterführenden Antworten bekommen wirst :-)

Toll ist, dass euer Sohn ansonsten - auch kognitiv - ja weitgehend normal entwickelt ist! Darauf solltet ihr aufbauen. Ebenfalls als gutes Zeichen würde ich es interpretieren, dass der Neuropädiater erstmal sagt, dass ihr nicht mehr zu ihm müsst und erstmal alles gravierende ausgeschlossen habt.

Physiotherapie als weitere Begleitung finde ich nicht so schlecht - und dadurch, dass ihr weiter in physiotherapeutischer Behandlung seid und in den ersten Jahren des Kindes ja auch recht viele U-Untersuchungen anstehen, seid ihr m.E. ja unter guter "Überwachung" und fallt derzeit nicht unter das Radar, so dass es Ärzte und Therapeuten gibt, die draufschauen und im Falle einer Verschlechterung/ eines weiteren Zurückfallens schnell reagieren können.

Wie euer Sohn sich etnwickeln wird, wird dir zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen und prognostizieren können. Da ist das Leben ein bißchen eine "Wundertüte" und ihr müsst euch überraschen lassen!

Viele Grüße
Jörg
Danke 💚 das hilft tatsächlich schon mal - wir üben uns in positiver Betrachtung und abwarten 🍀


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