Weiterführende Schule

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Mioundich
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Beitragvon Mioundich » 11.12.2018, 17:30

Hallo,

es besteht die Möglichkeit eines Eilantrages auf Bescheidung.

Kannst du hier bitte genaue Daten schreiben?

- Antragsstellung,
- wann war der Antrag prüffähig, d.h., seid wann liegen alle Unterlagen vor.

Dann kann ich genaueres zu den Fristen schreiben.

LG

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HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 11.12.2018, 20:44

Liebe Sandra,

wenn sich die Ämter nicht bewegen hilft manchmal eine kurze e-Mail an die Servicestellen der Rentenversicherungsträger. Du kannst auch mit einer Servicestelle telefonieren und die sagen Dir dann, was sie tun können und was nicht. Aber ich habe schon zweimal erleben dürfen, dass sie echt Schwung in die Sache gebracht haben, quasi wie ein Wunder.

Liebe Grüße
Heike

MajaA
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Beitragvon MajaA » 12.12.2018, 09:21

Eine Mitgliedschaft im Sozialverband ist nebenbei auch ziemlich lohnend und nicht teuer- die unterstützen auch, wenn man den Klageweg beschreiten muss, und haben eigene Anwälte, die auf Sozialrecht spezialisiert sind.

Schulbegleiter muss meiner Meinung nach unbedingt sein.

Zum Thema Gymnasium würde ich zu bedenken geben, dass Unterforderung genauso schlimm sein kann wie Überforderung. Viele Lehrer machen automatisch die Gleichung auf: Realschule = leichter; Gymnasium = schwerer, und so simpel ist es einfach nicht.

Wir haben zum Glück ein Gymnasium, das durchaus bereit ist, sich pädagogisch zu strecken, um einem autistischen Kind gerecht zu werden- dann geht plötzlich ganz viel.

Mein Sohn wäre auf einer Gemeinschaftsschule (bei uns in Schleswig-Holstein gibt es keine getrennte Haupt- und Realschule mehr, sondern nur noch die Gemeinschaftsschule) zum Teil übel unterfordert, gerade in Englisch und den Naturwissenschaften. Langeweile findet er aber unerträglich, und das führt zu Problemen, die bei entsprechender Förderung gar nicht auftreten würden. Deshalb kam für uns eigentlich nie etwas anderes als das Gymnasium in Frage.

Was man zudem auch bedenken muss: unterschiedliche Schulen haben unterschiedliche Sozialstrukturen, die man oft nicht auf den ersten Blick erkennt. Es gibt Elitegymnasien, wo extrem auf Leistung gepocht wird und die Hälfte der Klasse bei einer Zwei heult. Dann gibt es Schulen, in denen halbe Klassen null Bock auf Schule haben und den Schulhof strikt nach dem Recht des Stärkeren aufteilen. Beides ist meist der Horror für Autisten, deshalb muss man da auch auf das "Feeling" achten.

Unseres ist so ein musisches Kuschelgymnasium, da haben wir echt Glück gehabt...

Liebe Grüße
Maja
Maja (10/1974)
verheiratet mit einem Asperger-Autisten (11/1969)
Tochter (8/2002)
Tochter (8/2004)
Sohn (5/2007)
Nathan (6/2009)- Asperger-Autist

ElenamitSimon
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Beitragvon ElenamitSimon » 13.12.2018, 11:03

Hallo,

weiß denn das Gymnasium überhaupt, worum es bei deinem Kind geht? Vielleicht hören sie nur "Autismus" und haben lauter Klischees im Kopf und kein realistisches Bild?
Mein autistisches Kind geht auf ein Gymnasium, wobei er bei Schulwechsel noch keine Diagnose hatte. Ich vermute, dass mir, wenn ich entscheiden sollte, die Klassenlehrerin in Kenntnis zu setzen, vielleicht nichtmal geglaubt wird. Weil "Autismus" eben nicht "Autismus" ist.

Eine Gymnasialempfehlung sollte ja auch immer Faktoren berücksichtigen, die über die Schulleistung hinausgehen, d.h. die Grundschule würde das ja nicht aussprechen, wenn sie dein Kind für unbeschulbar am Gymnasium halten würde. Oder bist du aus einem Bundesland, wo es nur nach Notenschnitt geht?

Ich glaube, ich würde das Gespräch nochmal suchen.


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