Anregung: Spielgruppe für behinderte Kinder

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Wer möchte, kann auch auf Krabbel- und Spielgruppen für besondere Kinder aufmerksam machen und wichtige Termine (z. B. von Selbsthilfegruppen, Fernsehsendungen über besondere Kinder etc.) angeben.

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Yvonne und Kjeld
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Anregung: Spielgruppe für behinderte Kinder

Beitragvon Yvonne und Kjeld » 03.12.2018, 12:51

Hallo

da es bei uns im Ort und der Umgebung nur einen Treff für Eltern mit behinderten Kindern ab 7 gibt, mein kleiner aber nicht mal 3 ist, wurde ich nun von der Stadt gebeten, mir Gedanken zu machen, wi eich einen entsprechenden Treff für die Kleinen ins Leben rufen und organisieren kann.
Ein Raum wird gestellt und auch dafür geworben, aber nun sitze ich vor der Frage, wie ich das ganze gestalten soll und möchte euch um Anregungen bitten:

-Was wäre euch dabei wichtig? Worauf käme es euch an?
-Sollen Geschwisterkinder dabei sein dürfen?
-was soll angeboten werden, einfach nur der Raum mit evtl Matten und etwas Spielzeug oder doch eher etwas Programm evtl in einer Turnhalle einer Kita (ich bin Physiotherapeutin)?
-Sollten für die Erwachsenen auch ml Vorträge oder ähnliches angeboten werden?
- Evtl Themenbezogene Treffen? (z.B. eine Woche Turnen, eine Spiele, eine Snoezeln etc?

was habt ihr sonst noch für Anregungen und was fällt euch noch ein, was zu bedenken ist?

Ich freue mich sehr auf eure Antworten.

LG Yvonne
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Abscencen- Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes PG4, GdB100
Svea *10.18

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LovisAnnaLarsMama
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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 03.12.2018, 15:22

Hallo Yvonne,
um welche Altersstufe geht es denn? Krabbelgruppenalter, Kindergartenalter?
Welche Behinderungen geistig, körperlich?
Ich hätte mich vor der Kindergarten/Krippenzeit über den Austausch mit anderen betroffenen Eltern gefreut, aber kein Angebot für unsere Problematik gefunden...
Ich wäre auch gerne zu einem PEKIP Kurs gegangen- dort passte mein Kind aber nicht hinein.
Vielleicht so etwas für etwas größere Kinder?
Wenn du nachmittags eine Gruppe machen willst, sollten Geschwisterkinder mitkommen dürfen.
Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns ist die Informationslage bezügluch Hilfen, Hilfsmitteln, UK etc. immer mehr als dürftig, vielleicht besteht bei euch ja auch Bedarf?
LG LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

corina78
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Beitragvon corina78 » 03.12.2018, 16:18

Hallo Yvonne,
toll das du das angehst ..... nachmittags wird so wenig Angeboten.
Ich war auch schon mal an dem selben Punkt an dem du gerade bist. Hätte auch schon einen Raum und die gleichen Fragen....
Dann habe ich es leider zeitlich nicht geschafft.
Ich wünsche dir viel Glück, dass du das tolle Projekt auf die Beine bekommst.
Corina
Corina'78 Carsten'71 mit Lukas'96 Finn'05 und Mattis'09 perinataler Asphyxie Abgar 3/3/6 Ph.6,81
Mikrozephalie,CP, mehr geistig betroffen als körperlich (keine Spastik).

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 03.12.2018, 18:59

Hallo,

wir hatten mal ein inklusives Eltern-Kind-Turnen organisiert für einige Jahre, hat sehr gut funktioniert.
Wichtig war:
ein fester wöchentlich wiederkehrender Rahmen, also etwas Festes (Lied, Schwungtuch, ...) am Anfang und am Ende, das ist essentiell für die wahrnehmungsspeziellen Kinder.
Jedes Kind mit Behinderung hatte eine Bezugsperson dabei, Geschwisterkinder durften auch mit (das war wichtig für mich, und für die allermeisten anderen Eltern auch)
Wir waren natürlich für alle Arten von Behinderung offen, aussortiert wird ja sonst schon genug.
Es gab eine feste Teilnehmerliste, aber keine feste Anwesenheit (sonst fliegen zB Extremfrühchen, die im Winterhalbjahr mehr krank als gesund sind, raus)
Das ganze war gratis, so lockt man Leute an, auch nichtbehinderte.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Tanja2014 » 03.12.2018, 21:59

Hallo,

für mich wäre es auch wichtig gewesen, dass Geschwister dabei sein können. Ein bisschen Programm ist immer gut, da würde ich wohl bei der konkreten Gruppe nachfragen, was gewünscht/möglich ist, das hängt ja auch stark vom Alter und den Einschränkungen der Kinder ab. Ich finde auch einen festen Teilnehmerkreis wichtig.
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

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Beitragvon Mama Ursula » 03.12.2018, 23:26

Hallo!

Für meine Kids (alle) war ein ritualisierter Ablauf sehr hilfreich. Singen, Fingerspiele, Bewegungsspiele, die an die jeweiligen Fähigkeiten leicht angepasst wurden...

"Snoozeln" gefiel auch allen. Wir nutzten Luftmatratzen oder auch Luftballons, die in Bettdeckenbezüge gesteckt würden und Hängematten. Lichtspiele, Vibrationsgräte und Musik vervollständigten das Angebot.

Gelegentlich bastelten wir auch. Musikinstrumente waren mit zunehmendem Alter auch sehr gefragt und reizvoll.

Aber meist war der Raum mit reizvollen Angeboten zur freien Beschäftigung für die Kleinen gestaltet, so dass die Eltern/ Großeltern auch Zeit für den Austausch fanden .

Bei uns waren Geschwisterkind zwar willkommen, aber die meisten brachten nur ein Kind mit. Zum einen war das dann "Exklusiv-Zeit", zum anderen blieb sonst oft der Austausch unter den Erwachsenen auf der Strecke.

Fachinfos würde ich ggf. eher Mal an einem "Elternabend" austauschen.

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

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Beitragvon Silvia & Iris » 04.12.2018, 08:32

Liebe Yvonne,

vieles wurde bereits gesagt,

ich fände es auch schön, wenn das ein Exklusivprogramm wäre - am Vormittag.

Etwa Start 9 Uhr - Ende 10.30, damit man auch noch Zeit zum Kochen hat, wenn das Schulkind nach Hause kommt...


Ein Begrüßungsritual, - vielleicht dann auch mal Kaffee und Kuchen mit Gedankenaustausch - und ein Schluss... Gemeinsames Zusammenräumen.


Die Kinder dürfen sich frei entfalten, Themen nach Saison - auch mal Nikolo, Fasching, Feste im Jahreskreis - Geburtstage feiern.


Besondere Vorträge würde ich in Abendveranstaltungen packen... - ohne Kinder, damit man sich auch besser konzentrieren kann.


Parallel kann man evtl. auch Babyschwimmen anbieten, für alle unter 6 Jahren (manche können im Wasser die Körpertemperatur nicht halten... - Schwimmbäder haben häufig auch Tage wo sie eine höhere Wassertemperatur anbieten, manchmal haben auch Therapeuten ein Wasserbecken zu Hause und bieten Schwimmen für ganz Kleine an...)


An sehr schönen Tagen kann man diesen Event sicherlich auch am örtlichen Kinderspielplatz machen!


- Die Aktionen muss man auch danach richten, wer sich hier einfindet...
Auch die Gruppengröße müsste man limitieren... 6 - 8 Kinder, denke, da kann man schon etwas machen... -


Ich würde mich auch eher am Pikler-Modell orientieren - also einen passenden Erforschungsraum bieten, wo die Kinder selber entdecken dürfen... nicht zu viel, man muss ja auch alles her- und wegräumen!


Viel Spaß

wünscht
Silvia
- auch ich habe damals eine Kinderspielgruppe in die Gemeinde gebracht... (aber normal.) Das hat damals eine Tagesmutter geleitet.
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 04.12.2018, 09:41

Hallo,
vielen Dank schon mal für eure Anregungen, das hilft mir schon mal ein wenig weiter.
es soll für Kinder bis zum Schuleintritt sein. Das mit den Geschwistern stimmt, das ist deutlich einfacher zu organisieren, wenn man die mitbringen kann, ich habe ja selbst noch 2 Mädls, die bespaßt werden wollen am Nachmittag.

Vormittags als exklusivzeit ist sicher super und würd eich mir für Kjeld wünschen, aber da würden ab dem Kitaalter wieder alle rausfallen, ist mir so eingefallen. Die kommen dann ja nicht mehr in den HP Kindergarten und auch die Regelkindergärten sind nicht sehr angetan davon, wenn die Kids so spät kommen.

Die Infoveranstaltungen auf den Abend zu legen, wenn sich ein bestimmtes Thema und auch ein Redner findet, ist iene gute Idee, das würde während der Zeit mit den Kids natürlich untergehen, daran habe ich gar nicht gedacht. Aber der Bedarf daran besteht ganz sicher, ich musste mir alles selbs tzusammen suchen und mir fehlen immer noch viele Infos, das nehem ich aber dann mal später in Angriff, erstmal die "spielgruppe" auf die Beine stellen.

Falls ihr noch mehr Anregungen oder Dinge zu bedenken habt, freue ich mich über jeden Tip.
Enya *08.14 gesund
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Beitragvon Silvia & Iris » 04.12.2018, 11:38

Liebe Yvonne,

ist das nicht die Vorstufe für Kita? - Bei uns war das mit dem Eintritt in den Kindergarten zu Ende... - und da das bei uns so ist, dass Kinder mit besonderen Bedürfnissen erst nach dem 3. Geburtstag in einen öffentlichen Kindergarten dürfen, ist das dann die Zeit zwischen 6 und 36 Monaten...

Wie viele Kinder hast du denn dann noch - wenn es dann den Kindergarten gibt?

… nur eine Überlegung um Rande...

LG
Silvia
Liebe Grüße

Silvia

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LovisAnnaLarsMama
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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 04.12.2018, 12:14

Hallo Silvia,
in D gehen inzwischen sehr viele Kinder nach dem 1. Geb. in den Kindergarten, deswegen sind viele Krabbelgruppen etc. weggefallen.
Besondere Kinder werden natürlich auch genommen, die HP- Kitas nehmen meust ab drei Jahren auf.
Lg
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt


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